Pressemeldung

Internationale Wettbewerbsfähigkeit braucht Freiräume

Resilienz entsteht durch verlässliche Partnerschaften, diversifizierte Lieferketten und offene Märkte. Darin waren sich die Mitglieder des Ausschusses International der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim nach ihrer Herbstsitzung bei der Reinhausen GmbH einig. Europa müsse seine wirtschaftliche Stärke ausbauen, ohne Unternehmen durch zusätzliche Bürokratie auszubremsen.
„Die EU braucht eine kluge Außenhandelsstrategie: mehr Handel und Investitionen mit vertrauensvollen Partnerländern, neue Handelsabkommen und weniger strategische Abhängigkeiten“, sagte Ausschussvorsitzender Thomas Hanauer.
Für die Ausschussmitglieder steht vor allem der Abbau von Bürokratie an erster Stelle. Sie fordern von der EU mehr Freiräume für Innovation und internationale Geschäftsentwicklung, statt neuer regulatorischer Hürden. „Macht den Unternehmen das Leben leichter. Sie finden selbst Lösungen für den zunehmenden internationalen Wettbewerb“, so der Tenor der Sitzung.
Gleichzeitig ist in der deutschen und europäischen Außenwirtschaftspolitik die Sicherstellung von globalen gleichen Wettbewerbsbedingungen notwendig. „Angesichts wachsender Handelshemmnisse und unfairer Subventionspraktiken durch Drittstaaten ist die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft akut gefährdet.“, betont Hanauer.

Europa widerstandsfähig machen

Die heimische Exportwirtschaft muss ihre Lieferketten krisenfest aufstellen und den Zugang zu weltweiten Märkten sichern. „Europas Handelspolitik sollte Risiken realistisch bewerten, Kooperationen ausbauen und den Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen bieten.“ Das war eine zentrale Botschaft des Gastbeitrags von Klemens Kober, Leiter des Referats Handelspolitik, EU-Zollfragen und transatlantische Beziehungen der DIHK in Brüssel.
Die DIHK sieht Local-Content-Vorschriften allenfalls als Notlösung und setzt stattdessen auf bessere Rahmenbedingungen im europäischen Binnenmarkt sowie den Ausbau des regelbasierten Welthandels. Gerade für Deutschland als stark exportorientierte Volkswirtschaft seien offene Märkte und verlässliche internationale Regeln von besonderer Bedeutung.

International erfolgreiche Regensburger

Gastgeber der Sitzung war die Reinhausen GmbH. Das international aufgestellte Unternehmen sieht durch die Energiewende, die Elektrifizierung und den weltweiten Ausbau der Stromnetze langfristig attraktive Wachstumsperspektiven. Wilfried Breuer, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung der Reinhausen GmbH, verwies auf die starke internationale Ausrichtung des Unternehmens: Mehr als 90 Prozent des Geschäfts entfallen auf den Export. Die internationale Präsenz und die differenzierte Bearbeitung der Märkte tragen dazu bei, Risiken zu diversifizieren und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Gleichzeitig bekennt sich Reinhausen langfristig zum Standort Regensburg.