Pressemeldung

Digitale Souveränität sichert Handlungsfähigkeit

Jährlich fragen Bayerns IHKs die Unternehmen nach ihrem Stand bei der Digitalisierung. Beim Grad der Digitalisierung belegt die Umfrage – es gibt noch Luft nach oben. 42 Prozent der Unternehmen sehen sich als mindestens gut digital aufgestellt. 58 Prozent melden digitalen Aufholbedarf.
Insgesamt stimmt eine Schulnote vom 2,7 beim Stand der Digitalisierung nicht zufrieden. Außerdem belegt die Umfrage große Abhängigkeiten, besonders bei Betriebssystemen sind rund 70 % der bayerischen Unternehmen abhängig, bei Cloud und Hardware über 50%. „Genau das ist ein strategisches Risiko für Deutschland und Europa. Digitale Souveränität bedeutet, die eigene Handlungsfähigkeit als Wirtschaftsstandort zu sichern. Wenn wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen Unternehmen und Politik jetzt konsequent in offene Standards, interoperable Systeme und unabhängige Infrastruktur investieren. Digitale Eigenständigkeit ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung wirtschaftlicher Stabilität“, kommentiert der Präsident der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim Christian Volkmer die Ergebnisse.

Cyber-Attacken: Jedes fünfte Unternehmen betroffen

Fast jeder fünfte Betrieb war 2025 von einem erheblichen Cyberangriff betroffen. Häufigste Angriffsarten waren Betrug, Ransomware und Spionage.„Klassische Schutzmaßnahmen reichen bei der IT-Sicherheit längst nicht mehr aus. Unternehmen müssen ihre Netzwerke und dessen bestehende Sicherheitsarchitektur zum Stand der Technik aktualisieren und diese proaktiv überwachen und periodisch prüfen. Wer heute nicht investiert, riskiert morgen den Stillstand.“, sagt IT-Experte Thomas Hruby, Geschäftsführer der sysob IT-Distribution GmbH & Co. KG in Schorndorf im Landkreis Cham.

Digitale Abhängigkeit von Big Tech & Co

Darüber hinaus sind die heimischen Unternehmen stark abhängig von externen Technologien. Bei Office-Software und Betriebssystemen sind rund 70 Prozent der bayerischen Unternehmen abhängig, bei Cloud und Hardware über 50 Prozent. Nur bei Maschinen-Software erreichen Unternehmen 50 Prozent Unabhängigkeit. „Das ist ein strategisches Risiko für Deutschland und Europa“, sagt IHK-Präsident Volkmer. „Wenn wir langfristig wettbewerbsfähig sein wollen, müssen Unternehmen und Politik konsequent in offene Standards, interoperable Systeme und unabhängige Infrastruktur investieren.“

Mehr Effizienz möglich

Dass sich Investitionen in die IT-Infrastruktur lohnen, weiß Daniel Müller. „Wer seine Infrastruktur konsequent modernisiert und Systeme intelligent verbindet, steigert Transparenz und Geschwindigkeit und schafft zugleich die Basis für echte Skalierbarkeit.“ Eine harmonisierte Systemlandschaft sei entscheidend dafür, wie effizient Unternehmen arbeiten können. „Besonders im E Commerce zeigt sich das an der reibungslosen Verzahnung von Shopsystemen, Logistik, Marktplätzen und datengetriebenen Prozessen“, so Müller Geschäftsführer der Leogra Trading GmbH und Mitglied des IHK-Handelsausschusses.