IHK-Gremium Kelheim
Impulse für die Kommunalpolitik
Vor dem Hintergrund der Kommunalwahlen haben die Mitglieder des IHKGremiums Kelheim in ihrer jüngsten Sitzung am Technologie Campus Mainburg zentrale wirtschaftspolitische Handlungsfelder für den Landkreis definiert. Auf Basis aktueller Rückmeldungen aus der regionalen Wirtschaft wurden besonders die Themen Mobilität, Wohnen, Innovation, Innenstadtentwicklung, Tourismus sowie die Bedeutung wettbewerbsfähiger Gewerbesteuern identifiziert.
Gremiumsvorsitzender Klaus Sperling begrüßte zur Sitzung Sandra Schneider, Wirtschaftsreferentin des Landkreises Kelheim, und Sibylle Aumer, Bereichsleiterin Regionalpolitik, Arbeitsmarkt und Statistik bei der IHK in Regensburg. Schneider informierte die Unternehmerinnen und Unternehmer über aktuelle Entwicklungen in der Wirtschaftsförderung. Anschließend präsentierte Sibylle Aumer die Ergebnisse der IHK-Standortumfrage 2025. Die Erkenntnisse daraus bildeten die Grundlage, um strategische Impulse für die Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik in der kommenden Wahlperiode zu formulieren. „Der Landkreis Kelheim verfügt über viele gute Ansätze, auf denen wir aufbauen können. Wichtig ist nun, diese konsequent weiterzuentwickeln“, betonte Vorsitzender Sperling.
Vorausschauende Standortpolitik nötig
Im Bereich Mobilität wurde deutlich, dass der Pkw weiterhin das dominierende Verkehrsmittel bleibt. Gleichzeitig besitzen On-Demand-Angebote, bessere Taktungen und der Ausbau der Radinfrastruktur erhebliches Potenzial. Beim Thema Wohnen verwies das Gremium auf die erwartete Bevölkerungszunahme und die Notwendigkeit, trotz aktueller Bauzurückhaltung rechtzeitig neue Flächen zu entwickeln. Auch im Bereich Innovation sehen die Unternehmerinnen und Unternehmer Chancen: Technologietransfer, Kooperationen und die Anbindung an bestehende Innovationszentren sollten gestärkt werden, so der Konsens. Dazu gehörten auch moderne Rahmenbedingungen für Start-ups.
Die Weiterentwicklung der Innenstädte zu attraktiven, multifunktionalen Räumen bleibe ebenfalls ein Schlüsselthema für Lebensqualität und Standortattraktivität. Ergänzend hoben die Gremiumsmitglieder die Bedeutung leistungsfähiger Freizeit und Tourismusangebote hervor. Neu eingebracht wurde der Aspekt der Gewerbesteuern: Wettbewerbsfähige Hebesätze seien ein zentraler Standortfaktor und beeinflussten Unternehmensentscheidungen unmittelbar. „Die Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und eine vorausschauende Standortpolitik“, betonte Sperling. Das Gremium bekräftigte, seine Expertise aktiv in den kommunalpolitischen Dialog einzubringen. Die identifizierten Schwerpunkte sollen in den kommenden Monaten weiter konkretisiert und mit politischen Entscheidungsträgern diskutiert werden.
Die Mitglieder des IHK-Gremiums Kelheim tauschten sich gemeinsam mit Expertinnen aus Wirtschaftsforderung und Standortpolitik uber zukunftsweisende Themen fur die Unternehmen vor Ort aus.