Coronavirus

Einreisebestimmungen und Quarantänepflichten

Coronavirus-Einreiseverordnung

Zum 20. März 2022 ist die Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) erneut geändert worden. Sie gilt nun bis einschließlich 31. Mai 2022. Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen – von einzelnen Ausnahmen abgesehen –  eine Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht beachten.
Gemäß § 5 CoronaEinreiseV gilt bei der Einreise nach Deutschland generell die 3G-Regel. Einreisen darf nur, wer als geimpft, genesen oder aktuell getestet gilt. Zu den Definitionen dieser Begriffe finden Sie weitere Informationen im Artikel “Geimpft, genesen, getestet”.
Die Ausweisung von Gebieten als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet erfolgt durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI und wird auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht. Derzeit sind keine Gebiete als Risikogebieten eingestuft. Dies kann sich jedoch laufend ändern.
Das Bundesministerium für Gesundheit stellt auf seiner Website weitere Informationen zur Coronavirus-Einreiseverordnung bereit.

Rechtlicher Rahmen (Überblick)

Grundsätzlich regelt die CoronaEinreiseV drei Pflichten bei der Einreise nach Deutschland: die Anmeldepflicht, die Nachweispflicht und die Absonderungspflicht.

Anmeldepflicht (§ 3)

Bereits vor der Einreise müssen Personen eine digitale Einreiseanmeldung vornehmen, wenn sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben. Auf der Homepage  www.einreiseanmeldung.de sind die Informationen zu den Aufenthalten der letzten zehn Tage anzugeben.

Nachweispflicht (§ 5)

Generelle Nachweispflicht für alle Reisenden (3G-Regel)
Reisende ab 12 Jahren müssen unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat, grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen.
Spezielle Nachweispflicht
Reisende, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisikogebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen einen negativen Testnachweis oder einen Genesenen- oder Impfnachweis vorlegen.
Reisende, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen einen negativen Testnachweis vorgelegen, der auf einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht. Ein Impf- oder Genesenennachweis reicht nicht aus. Der Test darf maximal 48 Stunden zurückliegen. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich.

Absonderungspflicht – Quarantäne (§ 4)

Wer sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten hat, muss sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort begeben und absondern (häusliche Quarantäne).
Bei Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet beträgt die Quarantänezeit grundsätzlich zehn Tage, bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt sie grundsätzlich vierzehn Tage.
Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn bei einem vorherigen Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Uploadportal der Digitalen Einreiseanmeldung übermittelt wird. Die Quarantänezeit bei einem Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet kann nur verkürzt werden, wenn das betroffene Gebiet noch während der Quarantänezeit herabgestuft wird.

Ausnahmen

Grenzverkehr und Grenzpendler

Grenzpendler ist eine Person, die in der Bundesrepublik Deutschland ihren Wohnsitz hat und die sich zwingend notwendig zum Zwecke ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in das Ausland begibt und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehrt.
Grenzgänger ist eine Person, die im Ausland ihren Wohnsitz hat und die sich zwingend notwendig zum Zwecke ihrer Berufsausübung ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in die Bundesrepublik Deutschland begibt und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehrt.
Für Grenzgänger und Grenzpendler gibt es eine Ausnahme von der Anmeldepflicht. Eine Nachweispflicht gilt nur bei einer Einreise aus einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet. Personen, die keinen Impf- oder Genesenennachweis haben, benötigen einen Testnachweis lediglich zweimal pro Woche. Eine Quarantänepflicht besteht für diese Personengruppen nicht. Dies gilt auch für Virusvariantengebiete aber mit der Maßgabe, dass die Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar sein muss.

Dienstreisen

Personen, die sich zur Durchführung zwingend notwendiger, unaufschiebbarer beruflicher Tätigkeiten, wegen ihrer Ausbildung oder wegen ihres Studiums für bis zu fünf Tage in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben oder in das Bundesgebiet einreisen, sind vollständig Geimpften und Personen mit Genesenennachweis gleichgestellt (siehe oben Ziffer 2). Die berufliche Tätigkeit oder die Wahrnehmung von Ausbildungs- oder Studienzwecken ist zwingend notwendig, wenn die Wahrnehmung der Tätigkeit unerlässlich ist und eine Absage oder Verschiebung mit ernsthaften beruflichen, ausbildungs-, oder studiumsrelevanten Folgen einhergeht.

Güterverkehr

Ausgenommen von den Anmelde-, Nachweis- und Absonderungspflichten ist der Güterverkehr, sofern der mit dem Güterverkehr verbundene Aufenthalt des Transportpersonals im Virusvariantengebiet weniger als 72 Stunden beträgt. Außerdem muss ein aktueller Test bei einem Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet vorliegen.

Exkurs: Reisen ins Ausland

Bei Auslandsdienstreisen müssen auch immer die Voraussetzungen im Zielland geprüft werden. Aktuelle Informationen zu Einreisebestimmungen und der eventuellen Notwendigkeit eines Corona-Tests können Sie bei IHKs, dem Auswärtigen Amt und den deutschen Auslandshandelskammern einholen.

Situation an den einzelnen Grenzübergängen

Auf der Online-Plattform  Re-open EU der Europäischen Kommission finden Sie Echtzeitinformationen über die Grenzmaßnahmen und verfügbare Transportmittel in den Mitgliedstaaten. Sie enthält auch praktische Informationen über Reisebeschränkungen, Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit (social distancing, Verwendung von Masken...). Die Plattform ist für mobile Geräte optimiert und in allen EU-Amtssprachen verfügbar.  
Ein Informationsportal zur Ermittlung der aktuellen Situation beim Grenzübertritt von Lkw liefert die Onlineplattform Truck Border Crossing Times.

Die Situation in einzelnen Ländern

Tschechien

Ausführliche Informationen zu  Coronavirus und die Situation/Auswirkungen auf den Grenzverkehr mit unserem Nachbarland Tschechien finden Sie in unserem Artikel zum Coronavirus in Tschechien.

Schweiz

Das Auswärtige Amt hält auf der Länderseite zur Schweiz aktuelle Informationen bereit.
Der Schweizer Zoll informiert auf seiner Internetseite über sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit Grenzübergängen und Zollabwicklung.
Die Handelskammer Deutschland-Schweiz informiert auf ihrer Homepage zu den Maßnahmen und Auswirkungen der Corona-Krise.

Frankreich

Das Auswärtige Amt hält auf der Länderseite zu Frankreich aktuelle Informationen bereit.
Bei den weiteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bestehen regionale Unterschiede; hierfür wurde eine Landkarte mit unterschiedlichen Zonen eingeführt; diese kann auf der Corona-Informationsseite der französischen Regierung aufgerufen werden.
Auf der Webseite der AHK Frankreich finden Sie aktuelle Informationen zur Situation in Frankreich.

Österreich

Die AHK Österreich informiert auf ihrer Homepage laufend aktuell zur Corona-Krise und den lokalen Auswirkungen.
Ebenso finden Sie auf der Homepage der Österreichischen Wirtschaftskammer (WKÖ) umfassende Informationen zum Thema.
Die Corona-Ampel gibt einen Überblick über die Risikoeinschätzung in den einzelnen Regionen Österreichs: www.corona-ampel.gv.at
Regionale Maßnahmen für einzelne Bezirke / Bundesländer wie Abriegelungen finden Sie online hier.
Das Auswärtige Amt hält auf der Länderseite zu Österreich aktuelle Informationen bereit.

Italien

 Die AHK Italien informiert über Arbeitnehmerentsendungen und Einreisebeschränkungen nach Italien.
Bitte verfolgen Sie vor einer Einreise den aktuellen Stand auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu Italien.