Notfall- und Krisenmanagement

Business Continuity Management (BCM)

Das Business Continuity Management (BCM) ist ein ganzheitlicher Ansatz mit verschiedenen Strategien und Maßnahmen. BCM zielt darauf ab, potenzielle Bedrohungen für das Unternehmen frühzeitig zu erkennen und den Betrieb kritischer Geschäftsprozesse bei schwerwiegenden Störungen aufrechtzuerhalten bzw. schnellstmöglich wiederherzustellen.
Szenarien, die das Betriebliche Kontinuitätsmanagement betreffen können vielfältig sein und erfassen beispielsweise
  • Naturereignisse (Sturm, Hochwasser, Hitze),
  • technische Störungen (Stromausfall, IT- oder Systemausfälle),
  • Cyberangriffe,
  • Probleme in der Lieferkette,
  • Personalausfälle (z. B. Pandemien) sowie
  • politische und gesellschaftliche Krisen.
Doch nicht nur die Gewährleistung des Geschäftsbetriebs erfordert die Implementierung eines BCMS (Business Continuity Management System). Auch der Schutz von Menschen und Ressourcen, die Vermeidung von finanziellen Verlusten und der Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sprechen für eine Einschätzung und Sicherstellung der eigenen Resilienz.
Bei BCM handelt es sich um einen fortlaufenden Managementprozess, der mehrere Bausteine umfasst:
  1. Vorbereitung
    - Identifizieren und priorisieren Sie Ihre kritischen Geschäftsprozesse.
    - Definieren Sie Ihre Sofortmaßnahmen.
    - Definieren Sie Ihre Infrastruktur für Notfälle.
    - Benennen Sie klare Verantwortlichkeiten.
    - Wie schnell müssen Ihre Stakeholder (Beschäftigte, Zulieferer etc.) informiert werden?
  2. Dokumentation
    - Prozesse und Verantwortliche müssen in den Plänen eindeutig festgehalten werden.
    - Erstellen Sie Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Ihr Unternehmen und jeden Geschäftsprozess.
  3. Übung und Simulation
    - Testen Sie regelmäßig Szenarien (z. B. Notstromnutzung, Back-up-Wiederherstellung, Ausfall des ERP-Systems).
    - Binden Sie Ihre Beschäftigten in die Übungen ein.
  4. Evaluation und Anpassung
    - Passen Sie Ihre Pläne nach jeder Übung und nach jedem realen Notfall an.
    - Berücksichtigen Sie neue Risiken oder Veränderungen in der Infrastruktur.
  5. Starten Sie erneut mit Schritt 1 (Vorbereitung): Regelmäßiges Testen und Verbessern hilft Ihrem Unternehmen dabei, im Notfall gut vorbereitet zu sein.
Weitere Informationen: