Stimmungsaufhellung US-Geschäft
US-Sonderauswertung des AHK World Business Outlook Herbst 2026
Die Geschäftsaussichten deutscher Unternehmen in den USA haben sich seit dem Frühjahr verbessert. Zölle und Handelsbarrieren bleiben jedoch wichtige Risiken. Eine US-Sonderauswertung des AHK World Business Outlook Herbst 2026 zeigt einen Stimmungsumschwung bei den deutschen Unternehmen vor Ort.
64 Prozent der befragten deutschen Unternehmen in den USA bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. 59 Prozent erwarten in den kommenden zwölf Monaten bessere Geschäfte. Auch die Investitionspläne zeigen mehr Zuversicht: 41 Prozent wollen ihre Investitionen in den USA erhöhen, 48 Prozent zusätzliches Personal einstellen. Gleichzeitig bleibt die US-Handelspolitik ein Unsicherheitsfaktor. 51 Prozent sehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als wesentliches Geschäftsrisiko. 47 Prozent nennen Handelsbarrieren. Der sogenannte Turnberry-Deal habe zwar für mehr Planbarkeit gesorgt, erhöhte Zölle und Handelshemmnisse belasteten die Unternehmen aber weiterhin.
Die Unternehmen passen ihre Aktivitäten an: 29 Prozent planen gezielte Investitionen in den USA als Reaktion auf die US-Handelspolitik. 27 Prozent wollen ihre Lieferketten stärker auf amerikanische Zulieferer ausrichten. Ein Rückzug aus dem US-Markt ist laut Befragung kaum vorgesehen: Kein Unternehmen plant, die USA zu verlassen; zwei Prozent wollen ihr US-Geschäft reduzieren.
Die Stimmung deutscher Unternehmen in den USA hellt sich auf. Zölle und Handelsbarrieren bleiben dennoch ein relevantes Geschäftsrisiko.
Die Umfrage wurde vom 5. bis 23. Oktober 2026 durchgeführt - vor den US-Zwischenwahlen. Die DIHK erwartet, dass die neuen Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress die Unsicherheit zunächst nicht wesentlich verändern. Die Auswertung können Sie hier abrufen: AHK WBO USA Herbst 2026: Zwischen Aufhellung und Anpassung DIHK-Sonderauswertung des AHK World Business Outlook Herbst 2026.