Innovationspolitik
Global Deep Tech Report 2026
Europa ist Heimat von 6.100 jungen Deep-Tech-Unternehmen. Damit befinden sich 45 Prozent aller Deep-Tech-Startups weltweit in Europa. Dennoch fließen nur 17 Prozent des globalen Investitionskapitals in die Region. Welche Chancen und Herausforderungen daraus entstehen, zeigt der am 20. Mai 2026 veröffentlichte Global Deep Tech Report der TUM. Die Studie entstand gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds, ARQIS, D11Z. Ventures, dem DeepTech & Climate Fonds, BayernKapital sowie der IHK für München und Oberbayern.
Der Global Deep Tech Report 2026 zeigt, welche Faktoren in den Gründerteams erfolgreiche Unternehmen vereinen und welche Hebel die Politik hat, um gezielt Deep-Tech in Europa zu fördern. Bis 2030 könnten so unter anderem eine Million Arbeitsplätze entstehen.
Kernergebnisse des Reports
- Deep-Tech-Startups: Kapitalintensiv und forschungsgetrieben
Forschungs- und Entwicklungszyklen (7-15 Jahre), und fokussiert auf IP. Die Erwartungen gehen davon aus, dass Deep-Tech-Unternehmen im Wert von 1 Bio. US-Dollar und etwa 1 Mio. Jobs in Europa entstehen können. - Skalierung bleibt ein Engpass: Finanzierungs- und Exitoptionen sind limitiert
Die Skalierung von Deep-Tech-Startups in Europa bleibt weiterhin limitiert. Bei späteren Finanzierungsrunden und erfolgreichen Exits (EU: 4%; USA: 8%) liegen die USA noch deutlich vor Europa. - Weltweiter Wettbewerb: Viele Gründungen aber geringere Investitionssummen
In Europa werden 45% Deep Tech Startups gegründet, aber Europa hat nur einen Anteil von 17% der Investitionssummen. - Erfahrung zahlt sich aus: Erfolgreiche Gründerprofile in Deep-Tech-Startups
Erfahrene Gründerinnen und Gründer gründen wieder und häufig erfolgreicher. Doch in Europa ist der Anteil an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Gründungserfahrung noch geringer als in den USA (24% in der EU, 33% in den USA). - Forschungsgetriebene Unternehmen: Bildungswege der Gründerinnen und Gründer
In Deep Tech Startups haben über 60 % der Gründerinnen und Gründer einen Master oder Doktortitel. Ein Hochschulabschluss ist damit die Regel, nicht das Unterscheidungsmerkmal. - Zusammensetzung der Gründungs-Teams: Erfolgsfaktor Diversität
Start-ups mit mehreren technisch versierten Mitgründenden, kombiniert mit vorheriger Gründungserfahrung und einem Abschluss von top-10 Universitäten sichern sich statistisch gesehen mehr Kapital und wachsen erfolgreicher. - Hebel für Politik: Zielgerichtete Instrumente für Deep-Tech-Startups
Öffentliche Gelder sollten stärker in spätere Finanzierungsphasen fließen – insbesondere Reformen beim Börsengang gelten als entscheidend, um mehr privates Kapital für Deep-Tech-Unternehmen zu mobilisieren.
Weitere Informationen
Unter folgendem Link finden Sie die komplette Studie: Global-Deep-Tech-Report-2026.pdf sowie einen Bericht im Handelsblatt vom 21.05.2026 (nur für Abonnenten) Start-ups: Deswegen hinkt Europa bei Zukunftstechnologien hinterher