Ökodesign
Ökodesign: Konsultationen im Bereich Möbel und Stahl
Aktuell laufen im Rahmen der EU-Ökodesignverordnung drei zentrale öffentliche Konsultationen – zwei im Möbelsektor und eine im Bereich Eisen und Stahl. Unternehmen sind eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen und zukünftige EU-Anforderungen aktiv mitzugestalten.
Konsultationen im Möbelsektor
Im Rahmen der neuen Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wurde eine erste Stakeholder-Konsultation zu möglichen Ökodesign-Anforderungen für Möbel gestartet. Ziel ist es, fundierte technische, ökologische und sozioökonomische Erkenntnisse für die künftige Regulierung zu gewinnen. Die Konsultation ist Teil einer umfassenden Vorbereitungsstudie und Folgenabschätzung. Auch die Entwicklung eines Digitalen Produktpasses für Möbel soll durch die Konsultation unterstützt werden.
Der Fragebogen soll innerhalb der Frist an eco-furniture@trinomics.eu geschickt werden. Mehr Informationen finden Sie in der Vorbereitungsstudie.
Frist zur Teilnahme: 29. Juni 2026
Parallel dazu läuft eine zweite Konsultation zur Überarbeitung der EU-Umweltzeichen-Kriterien (EU Ecolabel) für Möbel. Die Kriterien werden laut Kommission unter Berücksichtigung von Gesetzen, Marktentwicklungen, technischen Normen und Umweltaspekten aus einer Lebenszyklusperspektive, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten sowie sozialen Aspekten überarbeitet.
Frist zur Teilnahme: 29. Juni 2026
Zudem besteht die Möglichkeit, sich als Stakeholder zu registrieren, um über weitere Entwicklungen und Beteiligungsformate informiert zu werden.
Konsultation im Stahlsektor
Zusätzlich wurde eine Konsultation zur nachhaltigen Gestaltung von Stahl- und Eisenprodukten gestartet. Diese steht im Kontext des EU Clean Industrial Deal sowie des Aktionsplans für Stahl und Metalle.
Im Fokus der Initiative stehen:
- Definition von kohlenstoffarmem Stahl
- Entwicklung von Ökodesign-Anforderungen zur Förderung nachhaltiger und zirkulärer Produkte
- Verbesserung der Transparenz hinsichtlich Nachhaltigkeit und Produktionsmethoden
Die Maßnahmen werden durch gesetzliche Initiativen wie den geplanten „Industrial Accelerator Act“ flankiert, der unter anderem Anforderungen an CO₂-arme Materialien in der öffentlichen Beschaffung vorsieht.
Auch für Eisen und Stahl besteht die Möglichkeit, sich als Stakeholder zu registrieren, um über weitere Entwicklungen informiert zu werden.
Frist zur Teilnahme: 12. August 2026