Studie - Chancen und Grenzen der Ladendiebstahlprävention

Kameraeinsatz im Einzelhandel

2024 wurden mit über 400.000 Fällen mehr als jeder zweite Händler Opfer von Ladendiebstahl
Die Bedeutung von Schutzmaßnahmen wächst. Die Ergebnisse der Befragungen zeigen: Viele Handelsunternehmen sehen im Kameraeinsatz und in KI-gestützten Analysen ein großes Potenzial für den eigenen Schutz oder zumindest für die Aufklärung von Diebstählen. Aber sie treffen bei deren Nutzung vor allem auf rechtliche Hürden. Damit Überwachung per Video erfolgreich sein kann, wünschen sich die Händler vor allem klare rechtliche Rahmenbedingungen.
„Der Kameraeinsatz ist für viele Handelsunternehmen heute kein optionales Instrument mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts. Unsere Studie zeigt aber auch, dass Händler klare und praxisnahe rechtliche Orientierung benötigen, um moderne Technologien verantwortungsvoll und rechtssicher einsetzen zu können“, sagt Dr. Georg Wittmann, Geschäftsführer von ibi research.
Als zentrale Hürde erlebt der Handel insbesondere die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Hier wünscht sich die Branche einheitlichere und praxistauglichere Regelungen. So ist beispielsweise eine Speicherdauer der Aufzeichnungen von 72 Stunden aus Sicht vieler Händlerinnen und Händler nicht ausreichend, da Diebstähle häufig erst im Nachgang auffallen.
Die Studie „Kameraeinsatz im Einzelhandel – Chancen und Grenzen der Ladendiebstahlprävention“ wurde zwischen September 2025 und Januar 2026 durchgeführt. Die Studie basiert auf umfassender Literaturauswertung sowie Interviews mit Händlern, Juristen, Datenschutzexperten und Polizeivertretern. Ziel ist es, Händlern und Händlerinnen konkrete Handlungsempfehlungen zu geben und die Diskussion über Sicherheit, Datenschutz und moderne Technologien im Handel zu unterstützen. Die kompletten Ergebnisse können kostenlos heruntergeladen werden unter: ibi.de/kameraeinsatz.