Weiterbildung

Seminar Außenhandel (Update Zoll)

Zollverfahren, Exportkontrollen, digitale Transformation und ESG-Pflichten: Die Anforderungen im Außenhandel ändern sich rasant. Unser IHK-Seminar am 14. oder 21. Januar 2026 vermittelt praxisnahes Wissen zu den neuesten Regelungen, Handelsabkommen und Compliance-Themen. Perfekt für Fach- und Führungskräfte aus Export, Zoll, Logistik und Recht, die ihre Expertise auf den neuesten Stand bringen wollen.

Zielgruppe und Ziele des Seminars

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte mit Berufserfahrung, aus den Bereichen Export, Außenhandel, Zoll, Logistik, Compliance und Recht, die ihre Kenntnisse über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im internationalen Handel vertiefen möchten. Es ist besonders relevant für Unternehmen, die regelmäßig grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsströme abwickeln, und für solche, die in stark regulierten Branchen tätig sind.
Teilnehmer sollen ein fundiertes Verständnis für die aktuellen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen im Außenhandel und Zollwesen entwickeln. Sie erhalten praxisnahe Einblicke in neue Regelungen, Zollverfahren, und internationale Exportkontrollen, sowie in die digitale Transformation der Zollabwicklung. Darüber hinaus werden die Auswirkungen internationaler Handelsabkommen und sich wandelnder geopolitischer Gegebenheiten auf den Außenhandel thematisiert.

Seminarinhalte

1. Außenhandelsstatistik und Intrastat:

Die Harmonisierten Systemnummern (HS) sind das internationale Klassifikationssystem für Waren. Im Jahr 2027 wird es eine neue Version des HS geben, die neue Regelungen und Klassifikationen enthalten wird. Wir erläutern die geplanten Änderungen und deren Auswirkungen auf den internationalen Handel.
Intrastat dient der Erhebung von Außenhandelsstatistiken innerhalb der EU. Es werden die aktuellen Meldepflichten, die Schwellenwerte und die Ausnahmeregelungen erläutert. Dabei wird auch auf die häufigsten Fehlerquellen und Best Practices eingegangen.

2. Zoll und Zollverfahren

Im internationalen Handel spielen US-amerikanische Zölle eine bedeutende Rolle. Dieses Modul behandelt die wichtigsten Zollsätze der USA und die aktuellen Zolldeals, wie die Vereinbarungen im Rahmen von Handelsabkommen oder Sonderregelungen für bestimmte Sektoren (z.B. Stahl und Aluminium)
Der Unionszollkodex (UZK) regelt die Zollabwicklung innerhalb der EU. Wir stellen die wichtigsten Änderungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen vor, insbesondere im Hinblick auf Zollverfahren, Import- und Exportformalitäten.
ATLAS ist das IT-System, das in Deutschland für die Zollabwicklung verwendet wird. Wir werfen einen Blick auf die neuesten Funktionen und Veränderungen innerhalb von ATLAS und anderen EU-Zollsystemen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Änderungen, die durch die Digitalisierung der Zollverfahren notwendig wurden.
Verschiedene Unternehmen benötigen spezifische Zollbewilligungen, um bestimmte Tätigkeiten auszuüben. Hier werden die verschiedenen Arten von Bewilligungen sowie die Beantragung und Verwaltung von AEO (Authorized Economic Operator) und anderen wichtigen Zertifikaten behandelt.

3. Nachhaltigkeit und Compliance im Außenhandel

Der Bereich Nachhaltigkeit ist auch im internationalen Handel zunehmend relevant. Unternehmen müssen über ihre ESG (Environmental, Social, Governance)-Praktiken Bericht erstatten, insbesondere im Hinblick auf das Lieferkettengesetz und die EU-Due-Diligence-Richtlinie. Dieser Abschnitt beleuchtet die wichtigsten rechtlichen Anforderungen und deren Umsetzung.
Wie Unternehmen den Anforderungen des Lieferkettengesetzes nachkommen können und wie die EU-Zwangsarbeitsverordnung internationale Unternehmen beeinflusst. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, wie Unternehmen Risiken vermeiden und ihre Lieferketten transparent und nachhaltig gestalten können.

4. Warenursprung und Präferenzen

Das PEM-Abkommen regelt die Präferenzbehandlungen von Waren aus Mittelmeerländern und einigen anderen Partnern. Dieses Modul stellt die wichtigsten Änderungen und deren Auswirkungen auf die Berechnung des Ursprungs von Waren sowie auf die Nutzung von Präferenzzöllen vor.
Die EU schließt kontinuierlich neue Präferenzabkommen ab. Wir analysieren die neuesten Abkommen und deren Auswirkungen auf den internationalen Handel und die Handelsvorteile für Unternehmen, die in diesen Ländern tätig sind.
Der Export von Waren in Nicht-EU-Länder setzt oft die Ausstellung von Ursprungsnachweisen wie A.TR oder EUR.1 voraus. Dieses Modul erklärt die Anforderungen an die Dokumentation und die Vorteile der elektronischen Ausstellung.

5. Exportkontrolle und Embargos

Die EU-Dual-Use-Verordnung regelt den Export von Gütern, die sowohl für zivile als auch militärische Zwecke verwendet werden können. Es wird auf die Änderungen der Güterlisten und auf die Genehmigungspflichten für den Export solcher Güter eingegangen.
Besonders relevant für Unternehmen, die im internationalen Handel tätig sind, sind Embargoregelungen und Sanktionsmaßnahmen, insbesondere im Hinblick auf Russland und andere geopolitische Spannungsregionen. Wir geben einen Überblick über die aktuell geltenden Embargos und die rechtlichen Implikationen für Unternehmen.
Wie Unternehmen sich vor der Umgehung von Sanktionen schützen können und wie sie Compliance-Maßnahmen implementieren, um Verstöße zu verhindern.

6. Digitalisierung der Zollabwicklung

Die Digitalisierung der Zollabwicklung schreitet voran. Wir stellen die neuesten Entwicklungen der digitalen Plattformen für den Zollverkehr vor, insbesondere das Zoll-Portal und das EU-Trader-Portal.
Die Zoll-Ident App ist ein neues Werkzeug zur Verwaltung von Zoll- und Exportdokumenten. Wir erläutern, wie Unternehmen diese App für die effiziente Verwaltung ihrer Zolldokumentation nutzen können.

7. Ausblick auf künftige Veränderungen

In diesem Ausblick auf die zukünftige Zollreform bis zum Jahr 2038 werden die wichtigsten geplanten Veränderungen analysiert und ihre Auswirkungen auf Unternehmen im internationalen Handel diskutiert.
Der CBAM ist ein geplantes System der EU zur Bepreisung von CO₂-Emissionen im internationalen Handel. Wir erörtern die Übergangsphase und was Unternehmen tun müssen, um sich vorzubereiten.

Abschluss

IHK-Teilnahmebescheinigung

Anmeldung