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Eltern als Berufswahlbegleiter

Schülerinnen und Schülern haben heute unerschöpfliche Möglichkeiten für ihren Weg nach der Schule. Da stehen etwa 330 duale Ausbildungsberufe zur Wahl, hinzu kommen eine Vielzahl an schulischen Berufen und über 20.000 Studienmöglichkeiten. Außerdem gibt es noch die Überbrückungsmöglichkeiten wie ein Auslandsjahr oder ein FSJ oder FÖJ. Wer blickt hier noch durch? Kinder benötigen Unterstützung, Eltern können diese geben, denn Studien haben erwiesen, dass Eltern immer noch die wichtigsten Ansprechpartner in der Berufsorientierung ihrer Kinder sind und eine bedeutende Rolle bei der Berufswahl spielen. Viele Kinder orientieren sich auch heute noch an der Meinung ihrer Eltern.

Was sind die Stärken Ihres Kindes?

Motivieren Sie Ihr Kind und bleiben Sie am Ball. Finden Sie heraus, welches die Stärken ihres Kindes sind. Wo hat es besondere Talente und was macht es wirklich gut und gerne? Und was liegt ihm nicht so sehr. Hierzu gibt es einfache Übungen , z.B. auf planet-Beruf.de. Machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind diese Tests oder motivieren Sie es dazu.
Diese Tests sind einfach: Ihr Kind beantwortet verschiedene Fragen mit ja oder nein bzw. "trifft voll zu" bis "trifft überhaupt nicht zu". Und das aus dem Bauch heraus. Die Antworten liefern Ihnen erste Ergebnisse, was Ihrem Kind liegt. Darauf basierend schlagen Ihnen die Programme erste Berufsfelder vor.

Wie sieht Ihr eigener Weg aus?

Führen Sie gemeinsame Gespräche über ihre eigene berufliche Laufbahn und dem Karriereweg:
  • Was arbeiten Sie tagtäglich?
  • Was gefällt ihnen besonders? Was nicht?
  • Wie kam es zu diesem Berufswunsch?
  • Welche Weiterbildungen wurden absolviert?
  • Was ist das für eine Firma, in der sie arbeiten?
  • Mit wem arbeiten sie zusammen?
  • Welche Berufe haben die Kollegen?
  • Hat Ihre aktuelle Tätigkeit noch viel mit dem von Ihnen erlernten Beruf gemeinsam?
Schnell zeigt sich: Die Mär vom lebenslangen Arbeiten im gleichen Beruf gibt es nicht mehr. Die Berufswelt ist vielfältig und braucht gut qualifizierte Fachkräfte. Auch nach einer Ausbildung kann man seine beruflichen Ziele immer noch anpassen, z.B. durch Umschulungen, Quereinstiege oder Aufstiegsfortbildungen.

Zeigen Sie Interesse und seien Sie Vorbild!

Begleiten Sie ihre Kinder auf Ausbildungsmessen, nutzen Sie die Berufsberatung oder Veranstaltungen im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit. Fragen Sie auch Vertrauenslehrer. Und leben Sie die Werte in Ihrer Familie vor, die Ihnen wichtig sind. Viele davon benötige Ihre Kinder später im Berufsleben. Welche Kompetenzen die Wirtschaft von Schulabgängern erwartet, können Sie hier nachlesen.
Ermutigen Sie Ihre Kinder zu weiteren freiwilligen Praktika, denn nur durch selbst Ausprobieren erfahren Kinder, ob ihnen der Beruf oder das Unternehmen liegt. Damit das Praktikum für Ihr Kind erfolgreich wird, haben wir einen Praktikumsleitfaden (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1639 KB)entwickelt.
Unterstützen Sie bei der Suche nach passenden Unternehmen für eine Praktikumsbewerbung.
Helfen Sie beim Erstellen der Bewerbungsmappe und überprüfen Sie die Bewerbung gründlich auf mögliche Fehler.

Seien Sie offen für Alternativen.

Öffnen Sie sich für alternative Berufswege: Der Besuch eines Gymnasiums muss nicht zwangsläufig zu einem Studium führen; der Besuch einer IGS nicht zwangsläufig ein Studium ausschließen.
Machen Sie mit Ihrem Kind einen Plan B. Überlegen Sie gemeinsam, ob es nicht ähnliche Berufe gibt, die aber weniger bekannt sind. Informieren Sie sich über berufliche Möglichkeiten, denn diese sind heute vielfältiger als man denkt.
Und bei jeder Entscheidung für einen Beruf bedenken Sie: Eine falsche Entscheidung ist immer noch besser als keine. Ein gewählter Beruf muss nicht mehr bis zum Lebensende ausgeübt werden. Und in den seltensten Fällen verläuft der Weg zum Ziel immer kerzengerade.
Lassen Sie Ihre Kinder eigene Erfahrungen sammeln.

Die IHK Pfalz unterstützt in Fragen der Berufsorientierung und Ausbildung:

  • Wir checken die Bewerbungsmappen Ihres Kindes und geben Ihnen eine kommentierte Rückmeldung, was aus unserer Sicht besonders gut ist und wo wir noch Verbesserungsbedarf sehen. Bitte senden Sie zu diesem Zweck die Bewerbungen ausschließlich per E-Mail an die Ansprechpartnerinnen. Die Kontakte finden Sie rechts.
  • Wir gehen regelmäßig an weiterführende Schulen und informieren Schülerinnen und Schüler sowie Eltern über die duale Ausbildung.
  • Wir trainieren in Schulen mit Schülerinnen und Schüler das Bewerbungsverfahren: von der telefonischen Bewerbung bis zum Vorstellungsgespräch. Dazu gehört auch ein kurzer Bewerbungsmappencheck.
  • Wir sind auf Messen vertreten und informieren individuell und persönlich.
  • Freie Ausbildungsplätze und Ausbildungsbetriebe finden Sie z.B. im Ausbildungsatlas oder unter “Meine Ausbildung in Deutschland”.
  • Noch mehr Informationen zu Ausbildung und Beruf sowie Erfahrungsberichte von Azubis finden Sie bei unserem Angebot Durchstarter.

Kostenlose "Elternstammtische" der IHK Pfalz

Was kommt nach der Schule? Diese Frage stellen sich viele Jugendliche – und auch ihre Eltern. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz hilft bei der Berufsorientierung und lädt nun neu zu regelmäßigen „Elternstammtischen“ ein. Teilnehmen können Eltern von Jugendlichen ab der 7. Klasse, unabhängig von der Schulart. Die Teilnahme ist kostenlos.
Als Erziehungsberechtigte spielen Sie als Eltern eine entscheidende Rolle in der Berufsorientierung ihrer Kinder. Sie sind Vorbild, Unterstützer und Berater wenn es darum geht, den richtigen Weg zu finden. Aber welche Möglichkeiten gibt es überhaupt alle?
Die nächsten Elternstammtische sind geplant für Mittwoch, 22. April in Ludwigshafen und Pirmasens. Gern bei Gitte Lochner, Tel. 0621 5904-1726, unverbindlich anrufen und informieren!
Die IHK Pfalz ist jeweils mit mehreren Beratern vor Ort, ebenso eine Lehrerin und ein Ausbilder. Der neue Stammtisch ist ein Angebot, damit sich Eltern in entspannter Atmosphäre informieren, Erfahrungen austauschen und Tipps zur Berufsorientierung erhalten können.

Ausbildung, Fortbildung, Studium?

„Es gibt allein fast 200 Ausbildungsberufe für die die IHKs zuständig sind. Die Berufe wandeln sich und werden immer wieder an aktuelle Entwicklungen angepasst“, betont Lochner, bei der IHK Pfalz zuständig für die Berufsorientierung.
Berufliche Bildung endet zudem nicht mit einem Ausbildungsabschluss, im Anschluss sei zum Beispiel eine Fortbildung oder auch ein Studium möglich. Dabei den Überblick zu behalten, sei schwierig – und dabei unterstützt Sie als Eltern die IHK Pfalz.

Fachkräfteberatung der IHK Pfalz

Ist es für Sie als Unternehmerin oder Unternehmer bereits jetzt schon schwierig, geeignete Fachkräfte für Ihre freien Stellen zu finden? Dies verschärft sich in den kommenden Jahren weiter. Die Mehrheit der pfälzischen Unternehmen erwartet dadurch deutliche Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit.
Wir wollen Sie als IHK-Mitgliedsunternehmen auf die zukünftige Situation vorbereiten: mit unserer Fachkräfteberatung – neutral und kostenfrei!

Termin vereinbaren

Vereinbaren Sie mit uns Ihren persönlichen Beratungstermin!

Für Sie als unsere IHK-Mitglieder stehen unsere Berater zur Verfügung, damit Sie...

  • heute schon aktiv Fachkräfte finden, qualifizieren und binden
  • eine langfristige, strategische Personalplanung etablieren
  • und alle internen und externen Ressourcen dafür optimal nutzen.
Logo IHK Fachkräfte- und Qualifizierungsberatung

...auch Morgen gut aufgestellt sind!

Schon jetzt fehlen in Deutschland vielerorts qualifizierte Fachkräfte. Einzelne Wirtschaftszweige und Regionen sind dabei besonders betroffen. Und die Prognosen zeigen, dass der Fachkräftemangel zunehmen wird.

Die Fachkräfteberatung setzt deshalb auf fünf Ebenen an:

  • Fachkräftebedarf analysieren
  • Fachkräfte finden
  • Fachkräfte qualifizieren
  • Fachkräfte binden
  • Ergebnisse evaluieren
Kreisdiagramm


In vier Schritten zum Ziel

Schritt 1: Ist-Analyse

In einem ersten Termin analysieren wir mit Ihnen die aktuelle Situation im Unternehmen. Die Analyse umfasst unter anderem die betriebliche Altersstruktur und den jeweiligen Personal- und Qualifizierungsbedarf.

Schritt 2: Ausarbeitung

Aufbauend auf der Ist-Analyse arbeiten wir für Sie im Anschluss konkrete Handlungsempfehlungen aus.

Schritt 3: Präsentation

Das Ergebnis präsentieren wir Ihnen und weiteren Entscheidungsträgern vor Ort.

Schritt 4: Feedback und Evaluierung

Auf Wunsch bieten wir Ihnen bei der Umsetzung punktuell Begleitung mit Feedback und eine Evaluierung der erreichten Ergebnisse an.

Ihre Ansprechpartner

Markus Falkner, Tel. 06341 971-2581, markus.falkner@pfalz.ihk24.de
Stefanie Lenz, Tel. 0631 41448-2708, stefanie.lenz@pfalz.ihk24.de

Berufsorientierung "dein weg"

Die IHK Pfalz unterstützt Ausbildungswillige auf ihrem Weg in den Beruf, aber auch Lehrer, Eltern und Betriebe mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Aktivitäten, die wir unter dem Begriff „dein weg“ zusammen gefasst haben.
Gerade für Jugendliche ist es nicht leicht, bei der Vielzahl an Berufsbildern die richtige Berufswahl zu treffen. Darüber hinaus unterschätzen sie häufig den Faktor Zeit und beginnen nicht rechtzeitig mit der Orientierung. Auch kommt es vor, dass die Schülerinnen und Schüler nicht die nötigen Voraussetzungen und Qualifikationen für ihren Traumberuf mitbringen oder sie haben einfach eine falsche Vorstellung davon.
Genau hier setzen unsere Aktivitäten an. Wir wollen informieren, nicht überreden: Nicht jeder, der sein Abitur macht, ist per se auch für ein Studium geeignet. Und um zu studieren, ist nicht immer ein Abitur notwendig.
Unser Augenmerk gilt der grundlegenden Verbesserung der Ausbildungsreife. Zu diesem Zweck arbeiten wir eng mit Schulen, Eltern und Betrieben zusammen. Gleichzeitig bieten wir eine Orientierungshilfe an, um den persönlichen Berufsweg zu finden. Unser Fokus liegt auf dem Bereich der Praktika als eine der wichtigsten Berufswahlhilfen und Erleichterung des Berufseinstiegs. Denn, wer einen Beruf hautnah erlebt hat, kann auch davon überzeugt sein.
  • Im Rahmen des Berufsorientierungskonzeptes des Landes Rheinland-Pfalz (Tag der Berufs- und Studienorientierung) "Zukunft läuft" sind wir fester Partner für alle weiterführenden Schulen.
  • Wir informieren u.a. auf Messen, in Schulen vor Ort z.B. im Berufsorientierungsunterricht und an Elternabenden über Themen wie Karrieremöglichkeiten mit dualer Ausbildung, was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?, Was gehört zu einer ordentlichen und erfolgversprechenden Bewerbung?, Wie bereite ich mich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vor?, weitere Themen gerne auf Anfrage
  • Weiterhin bieten wir Interessierten die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen checken zu lassen - entweder direkt in der Schule oder etwas ausführlicher per Mail.
  • Bei Interesse üben wir mit Schülerinnen und Schülern das Vorstellungsgespräch an Schulen.
  • Neben unserer Broschüre "Schule - was dann" und unserem "Praktikumsleitfaden" (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1639 KB) stellt auch unsere Internetseite eine Vielzahl von Informationen rund um das Thema Berufeswahl und Berufseinstieg zur Verfügung kostenfrei und aktuell.
  • Einblicke in viele Berufe finden Schülerinnen und Schüler auch auf unserer IHK-Gemeinschaftsseite zur Berufsorientierung auf Durchstarter.
Wenn Sie mehr erfahren möchten, Informationsmaterial benötigen oder wenn wir Sie vor Ort informieren sollen (bei einer hausinternen Berufsmesse, im Unterricht ober beim Elternabend), rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Ausbildung voranbringen mit der Kampagne "durchstarter.de"

Mit durchstarter.de junge Menschen für die Berufsausbildung gewinnen

Starte mit einer dualen Ausbildung im Berufsleben voll durch! – das ist die Botschaft der Ausbildungskampagne Durchstarter an Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt.
Wie genau das funktioniert, erfahren Sie auf der Internetseite Durchstarter.de, dem Ausbildungsportal der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.
Und nicht nur dort – natürlich ist die Kampagne auch überall präsent, wo sich die Jugendlichen aufhalten: auf Instagram, Youtube, Facbeook, Tiktok, in Schulen und auf Ausbildungsmessen.
Wie unterstützt die IHK-Kampagne Ausbildungsbetriebe?
Auszubildende finden und binden – eine Aufgabe, die heute ziemlich anstrengend und mit dem Aufbau einer Online-Präsenz auch ziemlich teuer werden kann. KarriereInternetseite, Stellenanzeigen und Soziale Medien kosten Arbeit, Geld und Nerven. Und selbst wenn alle Kanäle ansprechend aufgebaut und online sind, heißt das nicht unbedingt, dass die Jugendlichen sie im Informationsdschungel auch finden. Deshalb haben wir auch ein Mitmach-Angebot für alle aktiven IHK-Ausbildungsbetriebe.

Als IHK-Ausbildungsbetrieb bei der regionalen Ausbildungskampagne Durchstarter teilnehmen

Ausbildungsbetrieb:

  • Unternehmensporträt / Vorstellung vom Ausbildungsbetrieb auf der Internetseite (Hierfür brauchen wir einen ausgefüllten Steckbrief)
  • Frei Ausbildungsstellen, können nach Onlineschaltung vom Unternehmensporträt und Azubi-Blog eingestellt werden. (Hierfür bitte den Steckbrief ausfüllen)

Azubi-Blogger

  • Für eine Kooperation benötigen wir mindestens einen Azubi-Blogger.
  • Mehrere Azubi-Blogger pro Ausbildungsbetrieb können mitmachen, wenn es sich um unterschiedliche Ausbildungsberufe handelt oder ein Beruf zu zweit übernommen wird.
  • Von den Azubi-Bloggern benötigen wir mindestens ein Foto, gerne mehrere zur Auswahl, den ausgefüllten Fragebogen und eine Einwilligungserklärung sowie einen kurzen Einstiegstext (Vorstellung, Ausbildungsberuf, Ausbildungsbetrieb, warum man sich für eine Ausbildung entschieden hat usw.), der Text sollte ca. eine halbe Word-Seite lang sein.
  • Weitere Texte sind freiwillig. Weitere Themen könnten sein: Projekte im Ausbildungsbetrieb, Was in der Berufsschule gelernt wird, wie sich auf Prüfungen vorbereitet werden oder auch was zum Berufsalltag/ welche Abteilungen durchläuft man in der Ausbildungszeit usw.
  • Jeder Azubi-Blogger erhält eine eigene Unterseite auf der Internetseite
  • Jeder Ausbildungsbetrieb erhält ein Unternehmensporträt als eigene Seite auf der Internetseite
  • Den zugespielten Content platzieren wir auch auf den Social-Media Kanälen (Fokus der Azubi-Blogger liegt auf Instagram
Das Ausbildungsportal bündelt Informationen zur dualen Ausbildung, Ausbildungsberufen, Bewerbung, Karriereperspektiven und Veranstaltungen in der Region – jugendgerecht aufbereitet und zentral in den Suchergebnissen bei Suchmaschinen platziert. Natürlich ist die Kampagne auch in den Sozialen Medien unterwegs und hat dort eine beachtliche und steigende Zahl von Fans.
Alle benötigten Vorlagen finden Sie im Downloadbereich.
Bei Fragen rund um Berufsorientierung, Bewerbung & Co. stehen das durchstarter-Projektteam und die Blogger selbst für Fragen gerne unter team@durchstarter.de zur Verfügung.

Praktikumsinfos für Betriebe

Ein Praktikum ist nicht nur für Schülerinnen und Schüler sinnvoll. Auch Betriebe können durch ein gezieltes und gut vorbereitetes Praktikum bereits frühzeitig Talente kennenlernen und an das Unternehmen binden.

Was bringt ein Praktikum?

Um dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern, haben Sie die Möglichkeit, ganz früh Ihren „Nachwuchs“ kennenzulernen.
Inzwischen ist in nahezu allen weiterführenden Schulen mindestens ein berufsorientierendes Praktikum vorgeschrieben. Ziel soll sein, Schülerinnen und Schülern berufliche Einblicke zu gewähren, ihre Kenntnisse zu fördern und berufliche Fertigkeiten zu vertiefen. Geben Sie den Schülerinnen und Schülern diese Chance!
Folgende Vorteile haben die Betriebspraktika von Schülerinnen und Schülern für Unternehmen:
  • Sie können potenzielle Auszubildende frühzeitig und unverbindlich kennenlernen.
  • Die Gefahr, dass ein Auszubildender die Ausbildung vorzeitig abbricht, ist wesentlich geringer, wenn er sich vorher ein realistisches Bild vom Betrieb und seinem künftigen Beruf gemacht hat.
  • Dass sich diese Erkenntnisse in der Praxis längst durchgesetzt haben, zeigt die große Zahl der Betriebe, die Praktikumsplätze zur Verfügung stellt. Vier von fünf Betrieben sahen darin eine Investition in die Zukunft, für jeden fünften Betrieb war sogar ein unmittelbarer eigener Nutzen erkennbar.

Praktikantensuche

Um Praktikantinnen und Praktikanten für den Betrieb zu finden, bietet sich in erster Linie die Zusammenarbeit mit den lokal und regional ansässigen allgemeinbildenden Schulen an. Das eigene Unternehmen kann beispielsweise im Berufswahlunterricht vorgestellt werden.
Viele Jugendliche recherchieren z.B. im Ausbildungsatlas.

Vorbereitung

Damit das Praktikum für beide Seiten ein Erfolg wird, ist es sinnvoll, einen Praktikumsplan aufzustellen, der den individuellen Bedürfnissen angepasst ist, sowie einen Betreuer zu benennen.
Jeder hat Erwartungen. Klären Sie frühzeitig ab, was Sie sich vom Praktikum wünschen und geben Sie dem Praktikanten Gelegenheit, seinerseits über Erwartungen an das Unternehmen zu sprechen und auf eigene Interessen und Talente hinzuweisen.

Aufwand, der sich lohnt - für beide Seiten

Die mit der Betreuung der Praktikanten beauftragten Mitarbeiter machen sich in der Regel vorab Gedanken, wo und wie sie ihre Praktikanten einsetzen. Dabei hilft ein möglichst detaillierter Einsatzplan mit Aufgaben für die gesamte Zeit des Praktikums – allerdings mit genügend Freiräumen für Änderungen, damit kurzfristig auf besondere Fähigkeiten oder auch Defizite der Praktikanten reagiert werden kann. Ein Muster eines solchen Einsatzplanes zum Ausfüllen finden Sie unter “Weitere Informationen”.
Die Praktikanten sollen neben dem ausgewählten Berufsfeld auch das Sozialgefüge des Unternehmens kennen lernen und die Möglichkeit haben, verschiedene Bereiche im Unternehmen zu durchlaufen.
Wegen des Ausbildungscharakters des Praktikums sollten die Praktikanten auch nicht ausschließlich mit bloßen Aushilfstätigkeiten (Kaffee kochen, Post sortieren u.Ä.) beschäftigt werden. Praktikanten sollten mit verantwortlicher Bearbeitung von Standard-Vorgängen betraut werden, sofern ihre Fähigkeiten dies zulassen.
Während des Praktikums sollten die Betreuer im Betrieb Tagesprotokolle führen. Diese können später beim Abschlussgespräch hinzugezogen werden, bei dem die Praktikanten erfahren, wo die Mitarbeiter bei ihnen Stärken oder Schwächen gesehen haben, mit welchen Leistungen sie besonders zufrieden waren und wo es Defizite gab. Die Tagesprotokolle helfen auf jeden Fall dabei, einige Dinge noch im Detail zu besprechen. Für die Praktikanten ist dieses Tagesprotokoll gleichzeitig eine gute Übung und Vorbereitung auf das Führen des Berichtsheftes in einer späteren Ausbildung.

Zum Schluss: Das Feedback

Ganz wichtig für die Schüler ist ein abschließendes Feedback-Gespräch. In diesem Abschlussgespräch sollten folgende Punkte offen angesprochen werden:
  • Halten Sie den Praktikanten für den Beruf geeignet?
  • Welche Stärken/Fähigkeiten haben Sie an ihm entdeckt?
  • An welchen Schwächen/Problemen, die ihn in seiner persönlichen Weiterentwicklung bremsen oder den Weg ins Berufsleben erschweren könnten, sollte er arbeiten?
Außerdem sollten Sie eine entsprechende Bescheinigung über das Praktikum ausstellen. Diese ist für Schüler bei einer späteren Bewerbung sehr hilfreich. Ein Muster finden Sie im Downloadbereich.

Rechtliche Hinweise

Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Praktika kommen in verschiedenen Ausbildungsstadien und Formen vor. Oftmals besteht Unsicherheit über die jeweils durchaus unterschiedlichen Rechte und Pflichten sowohl der Praktikanten als auch der Unternehmen. Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie unter anderem in unseren Hinweisen zum Thema Praktikum sowie in unserem Artikel zum Thema “Beschäftigung Minderjähriger”.

Arbeitskreis Schule / Wirtschaft

Vorteile im Netzwerk "Schule & Wirtschaft”: Bei der Zusammenarbeit an der Schnittstelle "Schule & Wirtschaft" gibt es nur Gewinner. Das gemeinsame Engagement für den Fachkräftenachwuchs von morgen bringt Vorteile für alle Beteiligten.

Schulen:

Schulen profitieren von Kooperationen mit Unternehmen durch einen stärkeren Praxisbezug ihrer Bildungsangebote und persönliche Kontakte in die Wirtschaft. Durch gemeinsames Engagement kann eine Erhöhung der erfolgreichen Übergänge von Schule in Berufsausbildung erzielt werden. Mit der positiven Außenwirkung offiziell geschlossener Patenschaften steigen Schulen darüber hinaus die eigene Attraktivität für Schüler, Eltern und die Öffentlichkeit.

Schüler:

Für Schüler ist eine frühzeitige Berufsorientierung wichtig zur Weichenstellung für die Berufswahl von morgen. Durch Kontakte und Einblicke in die betriebliche Praxis können die eigenen Interessen und Vorstellungen überprüft und der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden. Ganz konkret erhöhen Schüler durch frühzeitige Kontakte zur Arbeitswelt ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Unternehmen:

Die Unternehmen sind mehr denn je gefordert, sich in Zukunft noch frühzeitiger auf die Suche nach passenden Nachwuchskräften zu machen. Denn schon heute können nicht mehr in allen Branchen und Berufen die vorhandenen Ausbildungsplätze erfolgreich besetzt werden. Das liegt zum einen an der häufig mangelnden Ausbildungsreife von Bewerbern und zum anderen an den ersten Auswirkungen des demografischen Wandels. Unternehmen präsentieren sich als attraktiver, zukunftsorientierter Arbeitgeber und steigern ihr Image durch die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung.
Eine Zusammenarbeit von SCHULE und WIRTSCHAFT begann vor rund 70 Jahren: 1953 entstanden aus Gesprächskontakten zwischen Pädagogen und Vertretern aus der Wirtschaft mit Unterstützung des Deutschen Industrieinstituts (heute Institut der deutschen Wirtschaft) in Niedersachsen die ersten Arbeitskreise SCHULE WIRTSCHAFT. Das Zustandekommen dieser Kontakte ging damals auf die Initiative einiger engagierter Pädagogen zurück, die ihre Kenntnisse und Informationen über die Wirtschafts- und Arbeitswelt erweitern und vertiefen und die konkrete Arbeitswelt aus eigener Anschauung erkunden wollten.
Mittlerweile existieren rund 450 Arbeitskreise SCHULE WIRTSCHAFT in allen Bundesländern, die in fünfzehn Studienkreisen oder Landesarbeitsgemeinschaften SCHULE WIRTSCHAFT zusammengefasst sind. Um die 80.000 Teilnehmer an Veranstaltungen von SCHULE WIRTSCHAFT werden pro Schuljahr direkt angesprochen. Darüber hinaus gehen die sonstigen Dienste (Publikationen, Medien, Unterrichtsmaterialien etc.) von SCHULE WIRTSCHAFT an einen weit größeren Personenkreis.
  • Der gegenseitige Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen Schule und Wirtschaft
  • Lehrerinnen und Lehrern Grundlagen und Hilfen zur Vermittlung von Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge, Probleme und Prozesse und zur Berufsorientierung zu schaffen und
  • den Vertretern der Wirtschaft Einblick in Aufgabe, Methoden und Möglichkeiten der Schule zu geben.
Vorrangig ist dabei die Vermittlung von Primärerfahrungen, d. h. es wird beiden Seiten die Möglichkeit zur Meinungsbildung aus eigener Anschauung gegeben. Die Eigenständigkeit der Schule und der in ihr stattfindenden Ausbildung wird nicht angetastet.