Handlungsfeld 2: Infrastruktur & Flächen
Ostwürttemberg steht vor der Herausforderung, seine wirtschaftlichen Stärken und Lebensqualität auch in Zukunft zu sichern und auszubauen. Dafür braucht es leistungsfähige Infrastrukturen und ausreichend verfügbare Flächen für Wohnen, Gewerbe und Industrie, Energie sowie den Ausbau von Verkehrswegen. Nur so können Unternehmen investieren, wachsen und die Region bleibt attraktiv für Fachkräfte.
Entscheidend sind hier die zukunfts- und bedarfsorientierte Flächenentwicklung, der Erhalt und Ausbau leistungsfähiger Verkehrswege sowie schlanke und digitale Genehmigungsverfahren. Der flächendeckende Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen ist essenziell. Gleichzeitig müssen ausreichend Industrie-, Gewerbe und Wohnflächen bereitgestellt werden – unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und sparsamer Flächennutzung. Eine zukunftsfähige Infrastruktur und strategische Flächenentwicklung sind die Basis für die prosperierende Entwicklung Ostwürttembergs als attraktivem Wirtschafts- und Lebensstandort.
Wichtige Verkehrsachsen Straße & Schiene
Leistungsfähige Verkehrsachsen sind das Rückgrat der regionalen Wirtschaft in Ostwürttemberg. Der Ausbau und Erhalt von Straße und Schiene sichern Erreichbarkeit, Mobilität und zuverlässige Lieferketten. Priorität haben Anbindungen an überregionale Netze sowie die Stärkung kombinierter Verkehrsformen für mehr Nachhaltigkeit.
| Projekte | Projektverantwortliche |
|---|---|
| Ausbau und Erhalt Schieneninfrastruktur für Personen- und Güterverkehr | Landkreise, Regionalverband für Güterverkehr |
Ausbau der Schieneninfrastruktur der Region.
Mobilität der Zukunft
Die Mobilität der Zukunft in Ostwürttemberg muss klimafreundlich, digital vernetzt und bedarfsgerecht sein. Dafür braucht es den Ausbau des ÖPNV, intelligente Verkehrskonzepte und eine bessere Verknüpfung aller Verkehrsträger. Elektro- und Wasserstoffmobilität und der Ausbau der digitalen Infrastruktur leisten dabei einen zentralen Beitrag zur umweltfreundlicheren Regionalentwicklung.
| Projekte | Projektverantwortliche |
|---|---|
| Mobilitäts- und OPNV-Konzepte der Landkreise | Landkreise |
| Pilotprojekt Verkehrswende in der Regionalplanung | Regionalverband |
| Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim | Landkreise und Anrainer-Kommunen, Mitwirkung Regionalverband, Hochschule Aalen, Unternehmen |
Digitale Infrastruktur
Eine flächendeckende zukunftsfähige, digitale Infrastruktur ist Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Lebensqualität in Ostwürttemberg. Der beschleunigte Mobilfunk- und Glasfaserausbau ist essenziell – gerade in ländlichen Räumen. Nur mit leistungsfähigen Netzen können Wirtschaft, Bildung und Verwaltung digital erfolgreich und kundenorientiert agieren.
| Projekte | Projektverantwortliche |
|---|---|
| Digitalisierungskonzept der Landkreise, Glasfaserausbaustrategien, Smart City Projekte, 5G Modellprojekt, Satellitennetzwerk | Landkreise, fem, Wirtschaftsförderung Große Kreisstädte, IHK |
Wohnraum schaffen
Genügend (bezahlbarer) Wohnraum für alle Menschen, insbesondere Mitarbeitende der regionalen Unternehmen sowie für von außen kommende Fach- und Arbeitskräfte, wird zunehmend zum entscheidenden Standortfaktor bei der Fachkräftesicherung und -gewinnung. Auch in Ostwürttemberg wird sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt verschärfen, wenn nicht gegengesteuert wird. Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung gehen von mehreren tausend fehlenden Wohneinheiten aus, zusätzlich zu den bereits fehlenden. Die Zukunft der wirtschaftlichen Prosperität in der Region hängt somit auch stark von einer positiven Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in der Region ab. Zugleich können mit entsprechenden Wohnangeboten auch unnötige Pendlerströme eingedämmt werden.
| Projekte | Projektverantwortliche |
|---|---|
| Initiative: “Wohnraum: jetzt!” | IHK |
| Regionaler Wohnraumdetektor | Regionalverband |
| Wohnraum schaffen mit Bestandsaktivierung | Wirtschaftsförderung Große Kreisstädte, IHK |
| Wohnraum schaffen (Bestandsaktivierung und Quartiere der Zukunft) | Städte und Gemeinde |
Bei der IHK in Heidenheim wurde eine gemeinsame Erklärung zur Schaffung von Wohnraum unterzeichnet. Im Bild von links: Michael Salomo, Oberbürgermeister Stadt Heidenheim; Michael Dambacher, Oberbürgermeister Stadt Ellwangen; Frederick Brütting, Oberbürgermeister Stadt Aalen; Dieter Henle, Oberbürgermeister Stadt Giengen; Dr. Joachim Bläse, Landrat des Ostalbkreises; Markus Maier, Präsident der IHK Ostwürttemberg; Peter Polta, Landrat des Landkreises Heidenheim; Richard Arnold, Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd; Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg und Ulrich Betzold, Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg.
Zukunftsfähige Gewerbeflächenentwicklung
Die Region Ostwürttemberg befindet sich inmitten eines tiefgreifenden wirtschaftlichen Strukturwandels, der durch technologische Entwicklungen, geopolitische Unsicherheiten und den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft ausgelöst wird. Dieser Wandel zeigt sich bereits konkret: Unternehmen ziehen sich zurück oder strukturieren um. In regionalen Gewerbeschwerpunkten sind deutliche Veränderungen sichtbar. Es ist jetzt schon absehbar, dass dieser Prozess Transformationsflächen von 50-100 ha an Gewerbefläche in der Region verfügbar macht. In dieser Situation wird die strategische Steuerung und Nutzung von Gewerbeflächen zur zentralen Aufgabe.
| Projekte | Projektverantwortliche |
|---|---|
| Förderantrag TransFORM - Strategische Gewerbeflächenentwicklung in Ostwürttemberg | Regionalverband |
| Landesweite Flächenkampagne | IHK |
| Raum PLUS / Flächensparrechner / Dashboard für Kommunen | Regionalverband |
| Gewerbeflächen und Wohnen gemeinsam denken | Städte und Gemeinde |
| Ansiedlungsmanagement | WiRO, Kommunen |
