Nr. 3989180
IHK Ostwürttemberg zeichnet die Gemeinde Königsbronn erneut aus 3.2.2023

Qualitätssiegel „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“

Je attraktiver eine Gemeinde für Fachkräfte ist und je mehr sie in ihre „Willkommenskultur“ investiert, desto mehr Zuzüge kann sie verbuchen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel ist das eine kluge Zukunftsstrategie.
In Ostwürttemberg wird jedes Talent gebraucht. Schon jetzt ist absehbar, dass der Wettbewerbsdruck um Fach- und Führungskräfte immer größer wird. Die Gemeinde Königsbronn hat beim kürzlich verlängerten Audit als ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte eindrucksvoll gezeigt, mit welchen Strategien und Konzepten sie dem demografischen Wandel begegnet und wie erfolgreich sie diese Maßnahmen umsetzt.
Insgesamt geht das Audit fünf Kernfragen nach: Gibt es eine überzeugendes Gesamtkonzept für das Anwerben von Neubürgern? Wie leicht ist ein Zuzug in die Gemeinde? Welche Betreuungsangebote gibt es für Kinder? Wo punktet die Gemeinde bei der internationalen Fachkräftegewinnung und wie hoch ist die Lebensqualität vor Ort?
 
Die Gemeinde Königsbronn erreichte in allen Handlungsfeldern über hundert Punkte (mindestens 84 Punkte sind zum Bestehen des Audits notwendig). Besonders positiv fiel im Audit die geplante Wohnungsbau- und Lebensraumentwicklung auf. Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, betont, dass das bestandene Re-Audit die Gemeinde darin bestärkt, den bereits eingeschlagenen Weg weiterzugehen und weiter mit viel Nachdruck an neuen Zukunftslösungen der Fachkräftegewinnung zu arbeiten.
„Eine gute Wohnbaustrategie ist einer der wichtigsten Bausteine für die Fachkräftegewinnung, denn wer Fachkräfte anlocken möchte, muss Wohnraum anbieten können,”
so Jörg Weiler, Bürgermeister von Königsbronn.
„Projekte wie die ‚Brenzquellhöfe´ oder auch Wohnbauprojekte, die die Gemeinde zusammen mit den ansässigen Firmen Zeiss, Hüttenwerke Königsbronn GmbH oder der Kreisbaugesellschaft Heidenheim GmbH realisiert, haben uns eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll die Kooperation zwischen Wirtschaft und Politik für die Zukunft unserer Gemeinden ist,
so Weiler weiter.
„Unser Credo ist, komplexe Herausforderungen einer Gemeinde der Zukunft mit kreativen Lösungen in Chancen zu verwandeln und Projekte effizient umzusetzen.“
Das Angebot der Gemeinde Königsbronn sticht auch beim Thema Lebensqualität heraus: Zurzeit setzt die Gemeinde ein neues Radwegekonzept um. Im ÖPNV-Bereich ist ein Nahverkehrskonzept mit einer höheren Abdeckung für Königsbronn per zusätzlicher Vergütung an die Landkreise geplant. Hervorzuheben ist außerdem der nachhaltige „Erlebnisraum zwischen Brenz & Pfeffer“ auf dem Klosterareal, der einen an den Klimawandel angepassten urbanen Raum samt Möglichkeiten für Kulturveranstaltungen schaffen soll.
   
Herausragende Berufsorientierung an vier Schulen aus der Region ausgezeichnet 3.2.2023

Vier Schulen aus der Region erhalten das BoriS-Siegel

Mit dem „BoriS – Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg“ wurden zum 14. Mal Schulen ausgezeichnet, die ihre Schüler in besonderer Weise bei der Wahl eines Berufs oder Studiums unterstützen. Das Siegel wurde in einer Feierstunde bei der IHK Ostwürttemberg an die Bühlschule Giengen, an die Friedensschule Schwäbisch Gmünd, an die Friedrich-von-Keller-Schule Abtsgmünd und an das Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd verliehen.
„Wir gratulieren den Schulen zu dieser Auszeichnung verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft, Berufsorientierung weiterhin erlebbar zu machen“,
sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Viele Jugendliche stehen am Ende ihrer Schulzeit vor der Herausforderung, sich zwischen 350 dualen Ausbildungsberufen, zahlreichen fachschulischen Ausbildungsgängen und einer großen Zahl an Studiengängen entscheiden zu müssen. Diese Wahl des eigenen Berufs bestimmt das weitere Leben maßgeblich und sollte daher gut vorbereitet sein. Dabei kommt den Schulen und ihren Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft eine entscheidende Rolle zu. Mit dem Projekt „BoriS - Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg“ wird die beispielhafte und erfolgreiche Zusammenarbeit beim Übergang zwischen Schule und Beruf gewürdigt.
Die Bühlschule Giengen und die Friedensschule aus Schwäbisch Gmünd tragen dabei seit 2011 das „BoriS-Berufswahl-Siegel“, auch das Parler-Gymnasium aus Schwäbisch Gmünd trägt das Siegel bereits seit 2019. Alle drei haben die Re-Zertifizierung erfolgreich absolviert. Diese Schulen erhalten das Siegel für weitere fünf Jahre. Die Friedrich-von-Keller-Schule Abtsgmünd hat sich zum ersten Mal mit Erfolg der Auditierung durch eine Jury aus Wirtschaft, Schulwelt und IHK gestellt und trägt das Siegel für drei Jahre. Alle Schulen eint, seit Jahren tolle Arbeit bei der Berufsorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler  zu leisten.

Cybersecurity Kongress Ostwürttemberg am 9.3.2023 in Aalen

Bedrohungslage Cybercrime: Oder wie wir schneller sind als Angreifer

Die allerorts rasant voranschreitende Digitalisierung eröffnet viele Chancen und bringt gleichzeitig ebenso bedeutende Risiken für alle Unternehmen mit sich. Cyberangriffe verzeichnen enorme Zuwächse, die Kriminellen suchen dabei gezielt Schwachstellen der IT-Systeme von Unternehmen, um hier sensible Daten auszuspähen sowie Geräte und Prozesse zu sabotieren. Der Cybersecurity-Kongress Ostwürttemberg informiert am 9. März 2023 über die Gefahren.
Jeder kennt die Problematik des Multitaskings: Während eines Telefonats eine Notiz gemacht, am Kaffee genippt, nebenbei eine E-Mail gecheckt, den Link angeklickt… Und schon ist es zu spät. Die Anzahl an Hackerangriffe auf regionale Unternehmen nimmt stetig zu und hinterlässt im schlimmsten Fall einen hohen Schaden. Berichten des Infopoints Security zufolge stiegen im Jahr 2022 die Cyberangriffe in Deutschland um 27 % an. Wie die aktuelle Studie des Branchenverbands Bitcom zeigt, entstand der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr ein finanzieller Schaden von rund 203 Milliarden Euro. 95 % der Verstöße gegen die IT-Sicherheit werden laut IT-Beratungsunternehmen Valantic von Benutzern ausgelöst.
Die Zahlen im Bereich der Cyber-Kriminalität sind erschreckend hoch, die davon ausgehende Gefahr wird zunehmend erkannt und das Thema  Datensicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dennoch fehlen vielen Unternehmen die Mittel und das Know-how hinsichtlich der Schulung des Sicherheitsbewusstseins der Mitarbeitenden, sowie die Wichtigkeit der Sensibilisierung zur Schaffung einer bestmöglichen IT-Sicherheit.
Ob im geschäftlichen oder im privaten Alltag - die Bedrohung wächst und verändert sich stetig. Umso wichtiger ist es, sich selbst und seine Mitarbeiter hinsichtlich der digitalen Bedrohung zu sensibilisieren und das Sicherheitsbewusstsein zu stärken.
Aus diesem Grund hat die IHK Ostwürttemberg in Kooperation mit der Handwerkskammer Ulm den Cybersecurity Kongress ins Leben gerufen. Ziel ist, Entwicklungen und Trends aufzuzeigen, für Handlungen zu sensibilisieren, um Risiken vorab zu erkennen und Unternehmen vor Schäden zu schützen.
Weitere Infos und Anmeldung:
9. März 2023, Beginn: 10 Uhr
Veranstaltungsort: digiZ-Standort Aalen, Blezingerstraße 15, 73430 Aalen
Anmeldung und Info unter: www.event-ihk.de/cybersecuritykongress

Zukunftsoffensive Ostwürttemberg 23.01.2023

Unsere Jobs – Ihre Chance

Im Rahmen der Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“ wurde das Projekt „Unsere Jobs – Ihre Chance“ entwickelt. Ziel des Projekts ist es, möglichst viele (wieder) ungelernte arbeitsuchende Menschen mit Unternehmen zusammenzubringen, die aktiv nach Arbeitskräften suchen und dann diese neuen Mitarbeitenden im weiteren Verlauf mit den Fähigkeiten ausstatten, die für die zukünftige Arbeit in den kooperierenden Firmen von maßgeblicher Relevanz sind. Durch eine erfolgreiche Qualifizierung sind die Menschen dann mit einer verbesserten, langfristigen Beschäftigungsperspektive ausgestattet.
In der Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“ bündeln zahlreiche Institutionen erneut ihre Kräfte, um die Region fit zu machen für die Herausforderung der ökologischen und digitalen Trans-formation. Das Fundament aller im dort entwickelten Masterplan enthaltenen Themen ist die Qualifizierungs- und Beschäftigungsoffensive. Ziel ist dabei unter anderem, Weiterbildungsangebote zu entwickeln, um alle Beschäftigtengruppen auf die neuen Anforderungen des Marktes vorzubereiten, von den ungelernten Arbeitskräften bis hin zu akademisch Ausgebildeten.
Mit einer Auftaktveranstaltung wurde für das Teilprojekt „Unsere Jobs – Ihre Chance“ ein erster Meilenstein gesetzt und Unternehmen für das Vorhaben gewonnen. Wie wichtig ein solches Projekt als Baustein der Gesamtstrategie ist, betonen die Initiatoren:
Dr. Joachim Bläse, Landrat des Ostalbkreises:
„Die strukturellen Umwälzungsprozesse müssen zeitnah bearbeitet werden. Neben Innovation, Technologietransfer, Forschung und Be-reitstellung von Infrastruktur ist es besonders wichtig, den Fach- und Arbeitskräftebedarf für die Zukunft zu sichern und auszubauen. Das Projekt „Unsere Jobs - Ihre Chance“ bietet den Unternehmen und den Menschen, die aktuell keine Beschäftigung haben, hervorragende nachhaltige Zukunftsperspektiven. Ich danke allen Akteuren“.
Peter Polta, Landrat des Landkreises Heidenheim:
„Menschen für einen Einsatz im ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren und fit zu halten, ist ein sehr lohnendes Ziel. Ich freue mich sehr, dass auch unser gemeinsamer Prozess Zukunft Ostwürttemberg unsere Ziele mit konkreten Projekten ansteuert. Zusammen können Arbeitsverwaltung und Arbeitgeber sicher mehr erreichen. Den handelnden Akteuren und Unternehmen, die sich so vorbildlich einbringen, gilt mein persönlicher Dank“.

Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg:
"Mit unserer Initiative "Zukunft Ostwürttemberg" schaffen wir ein solides Fundament für die Qualifizierung und Beschäf-tigungssicherung in der Region. Mit gezielten Maßnahmen und wirksamen Konzepten wollen wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Das Projekt "Unsere Jobs - Ihre Chance" – einer dieser Maßnahmen - wird der Motor für etwas Großes sein."
Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen:
„Ich danke allen Unternehmen für die Kooperation im Rahmen des Projekts „Unsere Jobs - Ihre Chance“. Es ist ein Novum, mit dieser engen Zusammenarbeit eine in diesem Umfang noch nie dagewesene Integrationsdienstleistung im Paket anbieten zu können. Ungelernte Menschen, egal welchen Alters, erhalten eine tolle Beschäftigungschance und werden parallel fit für den zukünftigen Arbeitsmarkt gemacht. Wir - das Jobcenter Ostalbkreis, das Jobcenter Heidenheim und die Agentur für Arbeit Aalen – begehen damit einen neuen Weg bei der Integration von Menschen in Arbeit und ich lade alle Unternehmen als auch ungelernte Personen herzlich dazu ein, mitzumachen. Wir gehen mit diesem Projekt gemeinsam einen wichtigen Teilschritt zur Arbeitskräftegewinnung für die Region.“
Markus Kilian, Geschäftsführer Südwestmetall Ostwürttemberg und federführend mit der Agentur für die Beschäftigungs- und Qualifizierungsoffensive zuständig:
„Der bisherige Fachkräftemangel hat sich mittlerweile zu einem allgemeinen Arbeitskräftemangel entwickelt. Teilweise können Aufträge nicht angenommen oder zu dem vom Kunden gewünschten Termin abgearbeitet werden. Daher ist es umso wichtiger, den Menschen aus der Region die Chance auf einen Arbeitsplatz zu bieten. Allmählich steigen jedoch die Anforderungen an die Berufstätigen, beispielsweise durch die zunehmende Digitalisierung der Berufe. Mit der zum Projekt gehörigen Qualifizierung haben diese Menschen die Chance, langfristig in Arbeit zu verbleiben. Das wollen wir erreichen.“
Nähere Informationen zum Projekt und zu den teilnehmenden Firmen können Sie dem Flyer dazu entnehmen.
www.arbeitsagentur.de/vor-ort/aalen/presse/2023-2-unsere-jobs-ihre-chance
Großer Wettbewerb für Talente und Patente in der Region ist gestartet 20.01.2023

Innovationspreis Ostwürttemberg 2023 - jetzt bewerben

Ostwürttemberg gilt als „Raum für Talente und Patente“. Denn bei der Patentdichte rangiert die Region in der Spitzengruppe aller Regionen in Deutschland. Hinter jeder Innovation stehen dabei engagierte Menschen. Und genau deren Kreativität und Erfindergeist, deren Neugier und Ehrgeiz sind es, die Innovationen erst ermöglichen.
Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2001 werden Unternehmen, Organisationen, Teams sowie Einzelpersonen für ihre Kreativität, technische Raffinesse und wirtschaftlichen Erfolg mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Preis von den Kreissparkassen Heidenheim und Ostalb, der IHK Ostwürttemberg sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO).
Es werden Kandidaten in den Kategorien „Gründungen und junge Unternehmen“, „Sieger, Preisträger/Auszeichnungen“ und „Patente“ gesucht. Der Bewerbungsprozess ist übersichtlich und einfach aufgebaut: Im Grunde braucht es dazu lediglich den ausgefüllten Bewerbungsvordruck sowie Nachweise über Auszeichnungen, Preise oder andere Anerkennungen. Falls es sich um ein erteiltes Patente handelt, bedarf es einer Kopie der Patentschrift.
Die Gewinner erhalten neben einen Preisgeld von insgesamt bis zu 8.000 Euro einen für alle Teilnehmenden mit der Würdigung einhergehenden Imagegewinn, den die Unternehmen durch den Wettbewerb und die Präsentation in der Öffentlichkeit erfahren dürfen. Viele regionale Unternehmen haben den strategischen Nutzen des Innovationspreises für sich entdeckt. Die Firmen können hierdurch ihre Position als regionaler Innovationsmotor stärken und ihre Kreativität und wirtschaftliche Bedeutung klar zum Ausdruck bringen. Bewerbungen können noch bis zum 28. Februar eingereicht werden.
„Ich ermutige alle klugen Köpfe in der Region, sich am Innovationspreis zu beteiligen. Er würdigt die innovativen Arbeiten, die unsere Region voranbringen“,
erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Weitere Einzelheiten zum Innovationspreis Ostwürttemberg können bei Michelle Reinhardt, Tel. 07321 324-194, reinhardt@ostwuerttemberg.ihk.de, erfragt werden.
Weitere Informationen und der Bewerbungsvordruck ist unter www.talente-und-patente.de zu finden.
Herausragende Berufsorientierung an der Deutschorden-Schule in Lauchheim 13.01.2023

Deutschorden-Schule erhält zum dritten Mal das BoriS-Siegel

Mit dem BoriS – Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg wurden zum 13. Mal Schulen ausgezeichnet, die ihre Schüler in besonderer Weise bei der Wahl eines Berufs oder Studiums unterstützen. Das BoriS - Berufswahl-Siegel wurde unter anderem auch an die Deutschorden-Schule Lauchheim verliehen.

Viele Jugendliche stehen am Ende ihrer Schulzeit vor der Herausforderung, sich zwischen 350 dualen Ausbildungsberufen, zahlreichen fachschulischen Ausbildungsgängen und einer großen Zahl an Studiengängen entscheiden zu müssen. Diese Wahl für den eigenen Beruf bestimmt den weiteren Lebensweg maßgeblich und sollte daher gut vorbereitet sein. Dabei kommt den Schulen und ihren Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft eine entscheidende Rolle zu. Mit dem Projekt „BoriS - Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg“ wird die beispielhafte und erfolgreiche Zusammenarbeit beim Übergang Schule - Beruf gewürdigt.

Die Deutschorden-Schule trägt seit 2014 das BoriS-Berufswahl-Siegel und hat damit bewiesen, dass die Schule seit Jahren gute Arbeit bei der Berufsorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler leistet. Dazu darf der Schule gratuliert werden, verbunden mit den besten Wünschen, darin nicht nach zu lassen.

BWIHK ehrt Landesbeste in 118 Berufen 9.1.2023

Sechs Spitzen-Absolventen kommen aus Ostwürttemberg

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) hat zum Jahreswechsel die duale Ausbildung in den 118 Kammerberufen bilanziert. Sechs der landesbesten Azubis kommen aus Ostwürttemberg.
Die zwölf Industrie- und Handelskammern des Landes haben bis zum Jahresschluss ihre Top-Absolventen bei der dualen Ausbildung geehrt. Vom Anlagenmechaniker über Floristen und Medientechnologen bis zum Zerspanungsmechaniker – die Palette der Berufsbilder von kaufmännischen und gewerblich-technischen Fachrichtungen ist sehr breit. Alle 118 Spitzen-Nachwuchskräfte haben ihre Ausbildung mit „sehr gut“ bzw. mindestens 91,5 von 100 möglichen Punkten abgeschlossen.
„Das zeugt von der hohen Qualität der dualen Ausbildung“,
sagte Sirko Nell, Geschäftsbereichsleiter Bildung bei der IHK Ostwürttemberg.
Enge Entscheidungen um Spitze
Insgesamt haben 2022 in den IHK-Berufen 50.658 Azubis ihre Prüfungen abgelegt.
„Besonders klasse ist bei den Spitzenleistungen, dass heute nach Neigungen und Fähigkeiten bei der Berufswahl entschieden wird. Unsere ‚Spitzenfrauen‘ in allen Berufsbildern belegen dies eindrucksvoll“,
sagte Christian O. Erbe, Präsident des BWIHK.
Viele Landesbeste hätten erst mit der zweiten Nachkommastelle ermittelt werden können. 44 der 118 Landesbesten waren weiblich.

IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler freut, dass sechs Landesbeste bei der Bestenehrung der IHK Ostwürttemberg für ihre Leistungen mit Auszeichnungen belohnt wurden.
„Dies zeigt, wie engagiert sich die Unternehmen aus der Region neben den beruflichen Schulen und den Azubis in die duale Ausbildung einbringen. Hervorzuheben ist, dass gerade in den auch zahlenmäßig gewichtigen Berufen wie Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker die Landessieger aus Ostwürttemberg kommen“,
sagte Thilo Rentschler. Die duale Ausbildung bleibe erste Wahl für gut ausgebildete Fachkräfte, bekräftigte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Insgesamt haben 2022 in Ostwürttemberg 1.783 junge Menschen (Stand 23.12.2022) eine Ausbildung in den IHK-Berufen angefangen.
„Wer unentschlossen ist, wie es nach der Schule weitergehen soll, dem empfehle ich, sich unbedingt bei der IHK oder der Arbeitsagentur zu melden, um Infos zu seiner individuellen Berufsorientierung zu erhalten. Auch mit direkten Unternehmenskontakten kann weitergeholfen werden“,
betonte IHK-Bereichsleiter Sirko Nell.



Aktuelle Lage stellt viele Betriebe vor Belastungsprobe, Weihnachtsgeschäft hellt Lage jedoch wieder etwas auf 22.12.2022

IHK-Konjunkturumfrage zum Herbst - Jahresende 2022

Im Herbst 2022 haben über die Hälfte der befragten Betriebe Ostwürttembergs ihre aktuelle Lage mit „befriedigend“ (55 Prozent) bewertet, nur rund ein Drittel verzeichnete gute Geschäfte. Auch die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monaten wurden in der im Herbst durchgeführten Umfrage zu einem großen Teil (59 Prozent) mit „gleichbleibend“ eingeschätzt, nur noch 2 Prozent der Unternehmen gingen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus.
Die aktuellen Herausforderungen für die Wirtschaft in Ostwürttemberg sind vielfältig. Neben den hohen Energie- und Rohstoffpreisen sind die weiterhin hohe Inflation sowie der verstärke Fachkräftemangel große Hemmnisse. Positiv zu bewerten ist, dass Handelsbetriebe der Region das Kundenverhalten trotz Inflation bereits im November wieder etwas positiver als noch im Frühsommer eingeschätzt haben. Eine ebenfalls erfreuliche Nachricht ist, dass die Umsätze bei 40 Prozent der Betriebe im Vergleich zum Vorjahresquartal in diesem Herbst gestiegen sind.
 „Auch wenn Richtung Jahresende wieder etwas Schwung in die Geschäfte kommt, dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass die zusätzlichen Erträge aufgrund der extremen Energiepreise und der Inflation in vielen Fällen schnell verpuffen. Was es deshalb braucht, sind politische Maßnahmen, die Wirkung erzielen und die Belastungen für die Wirtschaft abmildern“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. 
Die Ergebnisse im Überblick:
Ein Drittel der Unternehmen in Ostwürttemberg beschreibt die aktuelle Geschäftslage als gut (vgl. Frühsommer 2022: 50 Prozent). Für 55 Prozent der Betriebe ist die aktuelle Lage „befriedigend“ (vgl. Frühsommer 2022: 40 Prozent). Mit „schlecht“ bewerten 11 Prozent der Befragten ihre aktuelle Situation. 
Das größte wirtschaftliche Risiko stellen die Energie- und Rohstoffpreise dar (86 Prozent), mit etwas Abstand folgen Inlandsnachfrage und Fachkräftemangel (jeweils 56 Prozent). Auch die Wirtschaftspolitik wird von 36 Prozent der Unternehmen als Risiko bewertet.
Auch wenn der Fachkräftemangel aufgrund der Energiekrise etwas in den Hintergrund zu rücken scheint, trifft er die Betriebe in Ostwürttemberg mit voller Wucht. 60 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie offene Stellen derzeit nicht besetzen können, weil sie keine passenden Fachkräfte finden. Bei der Frage, für welches Qualifikationsniveau Arbeitskräfte gesucht werden, gibt die große Mehrheit an (75 Prozent), dass eine abgeschlossene Berufsausbildung gewünscht ist. Darauf folgen Personen mit Weiterbildungsabschluss (38 Prozent), mit Fachhochschul-Abschluss (30 Prozent), Ausbildungsanfängerinnen (28 Prozent) und Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung (24 Prozent).
„In Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir konsequent auf Zuwanderung aus dem Ausland setzen. Wichtig und richtig ist die Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG), das an einigen Stellen – etwa im Bereich der Zuwanderung von Auszubildenden – noch zu kurz greift, jedoch ein Schritt in die richtige Richtung ist. Die Eckpunkte des Gesetzes enthalten bereits viele Verbesserungen, wie zum Beispiel, dass künftig eine anerkannte Qualifikation zu jeder Beschäftigung in nicht-reglementierten Berufen berechtigen soll“,
so Thilo Rentschler. 
Im Vergleich zur vorherigen Umfrage sind die Investitionen im Bereich Umweltschutz/Energieeffizienz um 15 Prozent gestiegen. In allen anderen Bereichen außer dem Ersatzbedarf, sind sinkende Investitionen festzustellen.
„Viele Unternehmen treten aufgrund der unsicheren Lage auf die Kostenbremse und sind zurückhaltend mit Investitionen. Sicherlich auch deshalb, weil sie in 2023 mit größeren Kosten für Investitionen im Bereich des Klimaschutzes rechnen“,
erklärt der Hauptgeschäftsführer. 
Weiter zeigt ein Blick auf die aktuelle Lage, dass die Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal bei 41 Prozent der Betriebe Ostwürttembergs gestiegen sind (vgl. Frühsommer 2022: 48 Prozent). Bei etwas mehr als einem Drittel sind keine Änderungen zu verzeichnen. Genau wie im Frühsommer geben 24 Prozent an, dass die Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal gefallen sind. Der Blick in die Zukunft ist deutlich getrübt. Nur noch knapp 11 Prozent der Unternehmen erwarten steigende Umsätze (vgl. Frühsommer 2022: 27 Prozent). Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gehen von keiner Veränderung aus, während 34 Prozent schlechtere Umsätze erwarten (Frühsommer 2022: 24 Prozent). 

Blick in die Branchen
Die Auslastung der Industrie ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Genau wie zu Jahresbeginn 2022 sind 82 Prozent (Frühsommer: 87 Prozent) der Kapazitäten ausgelastet. Die aktuelle Geschäftslage bewerten 28 Prozent der Industriebetriebe mit „gut“, das sind knapp 30 Prozentpunkte weniger als noch im Frühsommer 2022. 65 Prozent der Unternehmen beschreiben die aktuelle Geschäftslage mit „befriedigend“.
31 Prozent der Handelsunternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage mit „gut“, das ist etwas weniger als noch im Frühsommer. Trotzdem sinkt die Zahl der Betriebe, die das Kaufverhalten ihrer Kunden als zurückhaltend beurteilt um 19 Prozentpunkte. Knapp 30 Prozent geben an, dass das Kaufverhalten saisonüblich ist (vgl. Frühjahr 2022: 9,5 Prozent). Die Umfragewerte zeigen, dass sich das Kundenverhalten trotz der weiter angestiegenen Inflation etwas normalisiert hat. Wirtschaftsrisiko Nummer eins für den Handel sind die Energiepreise, dicht gefolgt vom Fachkräftemangel.

Die Lageeinschätzung der Dienstleister ist im Vergleich zur vergangenen Konjunkturumfrage etwas gesunken, kann aber noch als stabil bezeichnet werden. Gaben im Frühsommer noch 45 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage mit „gut“ an, sind es im späten Herbst nur noch 40 Prozent. Das Auftragsvolumen ist im Vergleich zum Frühjahr weiter gesunken, die aktuelle Ertragslage wird jedoch als weitestgehend stabil eingeschätzt. Im Vergleich zu den anderen Branchen, werden die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise als ein geringeres Risiko betrachtet (65 Prozent). 
Die Verkehrsbranche in Ostwürttemberg holt auf. 61 Prozent der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage mit „gut“ ein (vgl. Frühsommer 2022: 11 Prozent), knapp 30 Prozent beschreiben die aktuelle Lage mit „befriedigend“. Das spiegelt auch in den aktuellen Fracht- und Beförderungsauslastung wider. Die Betriebe sind zu 89 Prozent ausgelastet (vgl. Frühsommer 2022: 69 Prozent). Energie- und Rohstoffpreise (84 Prozent) sowie der Fachkräftemangel (79 Prozent) sind die größten Risiken für die Branche.
 
IHK-Bildungszentrum in Aalen 22.12.2022

Umschulung zum Industriemechaniker startet

Im IHK-Bildungszentrum in Aalen beginnt am 27. Februar 2023 eine zweijährige Umschulung in Vollzeit zum/zur Industriemechaniker/-in. Das Angebot der Industrie- und Handelskammer (IHK) ist eine gute Möglichkeit, um dem Fachkräftemangel durch berufliche Qualifizierung entgegen zu treten. Ein Einstieg in diese Umschulung ist bis 27. März 2023 möglich. 
In der Region Ostwürttemberg stellt der Beruf des Industriemechanikers eine wichtige Qualifikation dar. Bei sehr vielen Industriebetrieben müssen Maschinen und ganze Fertigungsanlagen installiert, vernetzt und in Betrieb genommen werden. Die Wartung und Reparatur von Betriebsanlagen und technischen Systemen gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines Industriemechanikers.  Der Bedarf nach Industriemechanikern ist also groß. „Das Umschulungsangebot der IHK Ostwürttemberg ist deshalb ein wichtiger Beitrag, um den steigenden Fachkräftebedarf der Firmen zu decken“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Berufliche Qualifizierung ist essentieller Bestandteil der jüngst neu aufgelegten und in die Zukunftsoffensive eingebetteten Fachkräfteallianz. 
„Die Umschüler zum Industriemechaniker absolvieren zunächst eine umfassende Metallgrundausbildung. Danach folgt eine fundierte Ausbildung an konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen. Anschließend werden sie an CNC-Maschinen, in der Schweißtechnik sowie anhand modernster Steuerungen in der Automatisierungstechnik ausgebildet“,
sagt Oliver Kosik, stellvertretender Leiter des IHK-Bildungszentrums. Außerdem sind die Grundlagen der Elektrotechnik ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung. In einem betrieblichen Praktikum können sich die Umschüler schließlich im industriellen Produktionsprozess bewähren. Die Umschulungsdauer beträgt 24 Monate in Vollzeit und wird von Montag bis Freitag im IHK- Bildungszentrum Aalen durchgeführt.
„Die breite Ausbildung bietet den zukünftigen Absolventen und Absolventinnen hochattraktive Arbeitsstellen in kleinen wie auch in großen Unternehmen der Region“,
sagt Kosik.
Diese Umschulung wird bei entsprechender Voraussetzung finanziell gefördert (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Deutsche Rentenversicherung).
Info und Anmeldung:
Tel. 07361 5692-0 
biz@ostwuerttemberg.ihk.de 


Mit Ausbau des regionalen „Service Point 5G-Campusnetz“ werden Unternehmen kompetent und vielseitig unterstützt 19.12.2022

Digitalisierungszentrum digiZ präsentiert Lagebild und Potenziale der 5G-Nutzung in Unternehmen 

Der neue Mobilfunkstandard 5G generiert Unternehmen ganz neue Wertschöpfungsmöglichkeiten, gilt als Treiber für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Der Aufbau von 5G-Kompetenzen ermöglicht Betrieben die Entwicklung völlig neuer Geschäftsmodelle, Services und Anwendungen. Kurzum: 5G ist die neue Schlüsseltechnologie im Bereich der digitalen Infrastruktur und damit für viele Unternehmen zukünftig unerlässlich. Vor diesem Hintergrund wurde von IHK, den beiden Landkreisen sowie dem digiZ I Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg eine umfassende Studie zum Thema 5G Campusnetz durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.
 
Die Studie zeichnet ein aktuelles, präzises Lagebild und zeigt die Potentiale für die Region Ostwürttemberg auf. Das Resultat hieraus ist, dass das digiZ künftig seinen „5G Service Point“ weiter ausbauen möchte und den Unternehmen der Region dadurch noch umfassender Unterstützung rund um das elementar wichtige Zukunftsthema leisten wird. Dieses digiZ-Angebot in der dargebotenen Form hat Pioniercharakter im gesamten süddeutschen Raum.
„Engagierte Unternehmen und die beiden Landkreise unterstützen uns und das digiZ. Mit unserer Zukunftsinitiative Ostwürttemberg haben wir mit dem Masterplan eine Strategie, mit der wir ganz vorne dabei sein können und nicht hinterher hinken“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. 
5G-Campusnetze sind möglich
Ein zentrales, strategisches Thema ist der Aufbau einer eigenen 5G-Kompetenz bei vielen Unternehmen. Mittels Erwerbs einer lokalen 5G-Campuslizenz bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) können deutsche Unternehmen bereits heute 5G-fähig werden und dies vollkommen unabhängig vom Ausbau der öffentlichen Mobilfunknetze. Bei einem sogenannten „5G-Campusnetz“ handelt es sich um ein unternehmenseigenes, lokal auf das eigene Betriebsgelände ausgerichtetes 5G-Mobilfunknetz. Mit der Integration einer solchen Lösung in eine bestehende Unternehmensinfrastruktur beginnt bei den Betrieben meist ein infrastruktureller Entwicklungs- und Transformationsprozess.
Michael Setzen, Wirtschaftsförderer des Landkreises Heidenheim, stellte das Leuchtturmprojekt „YardManagementHDH“ vor. Dieses Projekt am Logistikstandort Heidenheim erarbeite eine Blaupause wie die Yard-Logistik mithilfe 5G automatisiert werden kann. Mit Fokus auf Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit werden in naher Zukunft in Giengen fahrerlose Förderfahrzeuge (AVGs) unter 5G das Handlich von Transportmitteln übernehmen. Zuerst teleoperiert und später vollautonom.
„Digitalisierung bringt Chancen für den Wirtschaftsstandort und dafür benötigen wir die 5G-Technologie“,
so Setzen.
Werner Riek, Breitbandförderung für den Ostalbkreis, gab unter anderem Einblick in das Innovationsprojekt 5G zur Rettungskette. Perspektivisch sollen dort auch Defibrillatoren per Drohne zum Notfallort kommen.
„Dafür ist aber eine stabile 5G-Mobilfunktanbindung nötig. Bei dieser Infrastruktur müssen wir dringend aufholen“,
so Riek.
Service Point 5G-Campusnetze und seine Angebote
Das digiZ steht mit seinem „Service Point 5G-Campusnetze“ den regionalen Unternehmen bei dieser herausfordernden Aufgabe rund um das Thema 5G mit einer breiten Support-Palette zur Verfügung, die künftig noch weiter ausgebaut werden soll.
„Unser Ziel ist, mit dem Service Point 5G die Unternehmen in Ostwürttemberg umfassend in dieser komplexen Thematik zu begleiten. Den Aufbau einer regionalen 5G-Kompetenz sehen wir als wichtige Aufgabe gerade im Hinblick auf die regionale Wohlstandssicherung, die Sicherung von Arbeitsplätzen und zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Betriebe“,
erklärt Leiter des digiZ Ostwürttemberg Peter Schmidt.

Erkenntnisse aus der Studie
Das digiZ I Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg hat in der vorliegenden  Studie eruiert, weshalb lokale 5G-Campusnetze für die Unternehmen bedeutsam sind. Weiter wurde untersucht, für welche Branchen und auch für welche Anwendungsbereiche lokale 5G-Campusnetze maßgebend sind – generell, aber natürlich besonders in Bezug auf Ostwürttemberg. Auch wurde zum Status quo und hinsichtlich zukünftiger Bedarfe im Bereich der Digitalisierung unserer regionalen Unternehmen recherchiert. Neben einer globalen wie regionalen Analyse der involvierten Branchen und Stakeholder umfasst die Studie auch eine Online-Erhebung, an der insgesamt 73 Unternehmen aus Ostwürttemberg teilgenommen haben. Befragt wurden Führungskräfte und/oder Personen mit Entscheidungsbefugnis im IT-Bereich. Entstanden ist daraus ein präzises, aktuelles und breites Lagebild für Ostwürttemberg. 
Blick auf Ostwürttemberg
Bei der Betrachtung des aktuellen Lagebilds in Ostwürttemberg und der Fragestellung, wie digital hiesige Unternehmen bereits sind, wird deutlich, dass die digitale Transformation voll in Ostwürttemberg angekommen ist: Mehr als 95 % der Betriebe befassen sich mit diesem Thema. Allerdings ist der Digitalisierungs-Prozess von der Strategie über die Pilotierung bis hin zur Umsetzung in den Betrieben unterschiedlich weit vorangeschritten. Oft gehen dabei die Entwicklungsphasen im digitalen Transformationsprozess fließend ineinander über. Die Umfrage ergab, dass mit rund 56 % bereits mehr als die Hälfte der Betriebe dabei schon weit fortgeschritten sind und sich inmitten der Umsetzung von diversen Digitalisierungsprojekten befinden.

Doch wie steht es aktuell um die digitale Infrastruktur? Heutzutage nutzen Unternehmen sowohl kabelgebundene Netze als auch Funknetze. Rund jedes zweite befragte Unternehmen in Ostwürttemberg setzt auf Glasfaser als wichtigste, kabelgebundene Infrastruktur. Ergänzt wird diese Technologie durch die funkbasierten Netze – vorneweg WLAN mit 84% sowie dem 4G-Mobilfunk mit 62%. Allerdings ist nur knapp die Hälfte aller Betriebe mit der Leistungsfähigkeit der leitungsgebundenen Netze auch zufrieden, was den anstehenden strukturellen Transformationsprozess hin zu 5G verdeutlicht. Die unternehmensseitige Erwartungshaltung hinsichtlich der digitalen Infrastruktur in fünf Jahren scheint klar – sie wird mit rund 60% aus Glasfaser in Kombination mit 5G-Mobilfunk zu 63% und WLAN mit 59% bestehen.

Das durch die Studie gewonnene Lagebild von Ostwürttemberg zeigt auf, dass die Hälfte der befragten Unternehmen sich noch überhaupt nicht mit dem Thema 5G-Mobilfunk und dessen möglichen Anwendungsbereichen auseinandergesetzt hat. Ein Drittel startet generell erst jetzt, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Nur wenige Pionierunternehmen sind diesbezüglich schon strategisch unterwegs und haben ein Konzept für die Implementierung von 5G-Mobilfunk und mögliche Anwendungsoptionen für den eigenen Betrieb entwickelt.
 
Wie sieht eine 5G-Perspektive für Ostwürttemberg aus?
41 % der Unternehmen geben an, sich kurz- bis mittelfristig, also in den nächsten ein bis fünf Jahren, mit 5G zu befassen. Weitere 22 % wollen sich erst mittel- bis langfristig im Zeitraum der kommenden sechs bis zehn Jahre um die Anschaffung und Nutzung eines eigenen 5G-Campusnetzes kümmern. Sicher ist jedoch, dass für große und mittlere Unternehmen das Thema deutlich schneller relevant wird als für kleine Betriebe.
Trotz wenig Auseinandersetzung mit der eigenen 5G-Technologie gehen 60 % der Befragten davon aus, dass sie ohne Investitionen in diesem Bereich für die Zukunft negative Auswirkungen spüren werden. Hier benennen sie konkret mögliche Wettbewerbsnachteile oder auch einen Mangel an Bandbreite und zu geringe Datenübertragungsgeschwindigkeiten für bestimmte Anwendungen. Vereinzelt werden auch die Gefahr von Stillstand, Innovationslücken oder auch eine zu langsame Datenverarbeitung aufgeführt.
Pioniere in der Region vorhanden
Dennoch gibt es 7 Pionierunternehmen in Ostwürttemberg, die sich mit der gesamten 5G-Thematik schon intensiver beschäftigt und die damit einhergehenden Potentiale erkannt haben. Ihre Aktivität in diesem Bereich begründen sie besonders mit der Erwartung hier einen Innovationsvorsprung erlangen zu können und dem Aufbau eigener, wertvoller 5G-Expertise. Zudem ist ein bunter Strauß an verschiedenen technologischen Vorteilen von 5G Grund genug, sich dieser Materie intensiv zu widmen. Genannt werden hier seitens der Pionierunternehmen die Vorsorge für den Industriestandard 4.0. Auch die Netzeinbindung vieler Endgeräte und der Bedarf an hohen Datenübertragungsraten macht 5G so attraktiv. Weiter sprechen auch die Flexibilisierung der Produktion, die Steigerung von Produktivität und Effizienz sowie die Möglichkeit zur Datenkommunikation in Echtzeit um vieles mehr für die 5G-Technologie.
 
Mobilitätspakt Aalen/Heidenheim 16.12.2022

Zeiss-Werksbus bis 30. Juni 2023 für weitere Firmen nutzbar

Die Arbeitsgruppe Betriebliches bzw. Behördliches Mobilitätsmanagement (AG BMM) des 2020 aufgelegten Mobilitätspakts Aalen/Heidenheim hat in Gesprächen mit der Firma Zeiss die Nutzung der Werksbusse, die zunächst nur Zeiss-Mitarbeitenden zur Verfügung standen, auch für Mitarbeitende anderer Firmen ermöglicht. Nun wurde die Pilotphase nochmal bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter von Zeiss sowie von weiteren Firmen aus Oberkochen können mit vergünstigten Tickets den Werksbus nutzen. Die Kosten für die Werksbusse trägt Zeiss. Für die weiteren Firmen, deren Mitarbeitende das Angebot nutzen, fallen keine Kosten an.  
Das Landratsamt des Ostalbkreises als zuständige Genehmigungsbehörde hat die Verlängerung unbürokratisch erteilt und die beteiligten Busunternehmen Beck + Schubert (Aalen-Ebnat), Peter Botschek (Kirchheim am Ries) und OVA (Aalen) informiert.
Aktuell beteiligen sich insgesamt fünf Firmen bzw. Behörden an dem kostenlosen Angebot, weitere sind jederzeit erwünscht und willkommen. 
Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, sagt:
„Es ist ein gutes Signal, dass dieses Projekt nochmals verlängert wird. Großen Dank an alle Beteiligten des Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim, allen voran der Firma Zeiss, die hier vorbildlich vorangeht. Wir hoffen weiter, dass dieses kostenlose Angebot von möglichst vielen Oberkochener Firmen bzw. Mitarbeitern angenommen wird." 
„Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Reduzierung des Verkehrs auf der Achse Aalen – Oberkochen - Heidenheim“,
so Landrat Dr. Joachim Bläse.
„Angesichts der aktuellen Spritpreise  dürfte die Öffnung der Werksbusse eine günstige Alternative zum PKW darstellen.“ 
Weitere Firmen, die an dem kostenlosen Angebot interessiert sind, können sich an Alexander Paluch, Ansprechpartner der Arbeitsgruppe bei der IHK Ostwürttemberg, unter paluch@ostwuerttemberg.ihk.de wenden. Eine Teilnahme ist jederzeit und unkompliziert möglich.
Infos zum Mobilitätspakt Aalen/Heidenheim
Mit dem im Oktober 2020 aufgelegten Mobilitätspakt Aalen/Heidenheim sollen spürbare Verbesserungen hin zu einer nachhaltigen und modernen Mobilität gelingen. Unter der politischen Leitung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg haben sich das Regierungspräsidium Stuttgart, die Landkreise Heidenheim und Ostalb, die Städte Aalen, Heidenheim und Oberkochen, die Gemeinde Königsbronn, die Unternehmen ZEISS, Voith, Paul Hartmann, die Hochschule Aalen, der Regionalverband Ostwürttemberg die IHK Ostwürttemberg sowie die Nahverkehrsgesellschaft des Landes dem Pakt angeschlossen.
https://aa-hdh.mobilitaetspakt-bw.de 
Es gibt keinen Energiezuschlag über die IHK-Organisation 16.12.2022

IHK Ostwürttemberg warnt vor betrügerischen E-Mails

Die IHK Ostwürttemberg weist die Unternehmen auf betrügerische E-Mails bezüglich eines sogenannten Energiezuschlags hin. In dieser Mail wird auf einen digitalen Schalter für Unternehmen bei der IHK verwiesen. 
Die IHK informiert, dass es keinen solchen Schalter gibt und alle aktuellen Förderprogramme von Bund und Land ohne IHK-Beteiligung zu beantragen sind. In der kursierenden Betrugsmail werden angeschriebene Firmen aufgefordert, sich über einen Link anzumelden, um einen Energiezuschlag zu bekommen. Die IHK warnt außerdem davor, dass der in der Mail enthaltene Link möglicherweise einen Virus enthalten könnte und auf keinen Fall angeklickt werden sollte. Bisher ist als Absender des E-Mails die Adresse info@energiezuschlag.com  angegeben. Die IHK warnt aber auch vor möglichen anderen Absendern.
Die IHK Ostwürttemberg weist darauf hin, dass es die Soforthilfe für Unternehmen (Dezemberhilfe), die Krisenberatung Energiekostenentlastung des Landes, den Liquiditätskredit (Plus) der L-Bank Baden-Württemberg sowie die Gas-, Wärme- und Strompreisbremse des Bundes als Hilfsprogramme gibt. 
Alle diese Programme werden über Energieversorger, die Haus- bzw. L-Bank, oder über die Beratungseinrichtungen RKW, BWHM, DEHOGA oder die UBH abgewickelt bzw. organisiert. Die IHK hat alle Infos zu den Programmen mit weitergehenden Informationen unter www.ostwuerttemberg.ihk.de   unter der Seitennummer 5666002  zusammengestellt.
Lob für die Initiative Zukunft Ostwürttemberg 15.12.2022

IHK Ostwürttemberg: Politischer Austausch mit Bundestagsabgeordneten

Am 8. Dezember 2022 fand mit den Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier (SPD), Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen), Roderich Kiesewetter (CDU) und der IHK Ostwürttemberg ein Austausch zu aktuellen Lage statt. Geprüft wurden die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Politik für die regionale Wirtschaft und die Zukunftsoffensive Ostwürttemberg.
IHK-Präsident Markus Maier ging in seiner Begrüßung auf die aktuelle besorgniserregende Lage der Unternehmen in Ostwürttemberg ein:
„Die Ergebnisse unserer aktuellen Konjunkturumfrage zeigen: Geschäftslage und Geschäftserwartung sind so getrübt wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Nur noch jedes dritte Unternehmen beschreibt seine wirtschaftliche Lage als ‚gut‘. Im Frühjahr waren es noch 50 Prozent der Unternehmen.“
Das größte wirtschaftliche Risiko stellen die Energie und Rohstoffpreise (86,2 Prozent) dar. Mit etwas Abstand folgen Fachkräftemangel und Inlandsnachfrage (jeweils 56 Prozent). 
Markus Frei, Mitglied der IHK-Vollversammlung und Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Ostalb, ergänzte die derzeitige Lage aus Sicht der Finanzbranche und Immobilienwirtschaft. Auch hier zeichne sich eine dramatische Lage ab. Die besonderen Herausforderungen der vergangenen Zeit bringen die Unternehmen der Region sukzessive in Liquiditätsengpässe und der Immobiliensektor ist seit dem Sommer am Boden. Unternehmen könnten die gestiegenen Preise nicht weiter geben und kämpfen somit mit großen Gewinnrückgängen.
„Auch die Bauwirtschaft ist unter Druck, bei dem jetzigen Preisniveau sind keine Neubauten mehr möglich. Und das bei der angespannten Wohnungssituation in Ostwürttemberg“,
so Frei weiter.
Doch IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler ist zuversichtlich, dass mit der Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“ hierfür Lösungen gefunden werden können.
„Transformation ist anstrengend, aber machbar“,
so Rentschler.
Um die Krise zu meistern, gilt es, sich weiterhin zu unterstützen und zu kooperieren. Unterstützung seitens der Politik sei für die Zukunftsinitiative unerlässlich, z.B. in Form von Fördermitteln für Unternehmen oder Investitionen in die Infrastruktur und den Klimawandel.
„Ostwürttemberg soll Modellregion werden und so werden wir gemeinsam mit Ihnen Strategien für Forschung und Innovation entwickeln und auch die Rahmenbedingen für die Unternehmen schaffen“,
so der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter. 
IHK-Präsident Markus Maier unterstrich:
„Wirtschaft braucht Politik und Politik braucht Wirtschaft.“
Maier führte in die weiteren Themen des Austausches ein: Fachkräftesicherung, Energie und Wasserstoff. Für die Fachkräftesicherung in der Region und bei seinem Unternehmen machte sich Dr. Christian Müller, Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg und Mitglied des Konzernvorstands der Carl Zeiss AG, stark. Zeiss habe die duale Ausbildung verstärkt, und investiert auch weiter in der Region. Doch ohne genügend Wohnraum und funktionierende Mobilität sei es schwierig, Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Zudem bereite die Entwicklung der Studierenden in den Ingenieurberufen große Sorgen. Um auch wieder Zeit in Innovationen und Entwicklungen stecken zu können, sei zudem eine Entbürokratisierung notwendig:
„Hiervon kommt bei den Unternehmen aber bislang wenig an. Im Gegenteil: wir sehen aktuell einen bedrohlichen Trend zu mehr Regulierung und Bürokratisierung, der viele Unternehmen in einer ohnehin schon sehr herausfordernden Zeit zusätzlich stark belastet.“,
so Dr. Müller
MdB Leni Breymaier bat um Beispiele für die zeitfressenden Bürokratiehemmnisse in den Unternehmen und sagte auch Unterstützung beim Einwanderungsgesetz zu.
„Aber lassen Sie mich vor allem der IHK und Ihren Partnern den herzlichsten Glückwunsch zur Initiative Zukunft Ostwürttemberg aussprechen, hier werde ich in Berlin von vielen darauf angesprochen und bin stolz Teil dieser Region zu sein“,
so Breymaier.
MdB Roderich Kiesewetter schloss sich an:
„Welch Meisterstück uns in der Region mit der Initiative Zukunft Ostwürttemberg gelungen ist.“
Gesprächsthemen waren darüber hinaus, Abbau von Hürden, wie Einreisereglungen bei Auszubildenden, Anerkennung von Abschlüssen, aber auch die Erreichbarkeit und Bearbeitungsdauer bei Botschaften seien ein Hemmschuh, wie auch die in Baden-Württemberg noch geltenden Studiengebühren, so die Vertreter der IHK. Bei der EATA in Ellwangen waren Roderich Kiesewetter und Thilo Rentschler sich einig: 
Hier muss es schnell gehen und sie muss bekannt werden - über Ellwangen hinaus.
„Weitere Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten bietet auch das IHK-Bildungszentrum in Aalen mit Qualifizierungsangeboten ‚Unser Job – Ihre Chance‘, aber auch mit Umschulungen und Teilqualifizierungen“,
so Thilo Rentschler.
Dringend würden auch schnelle Qualifizierungen für ausländische Fachkräfte im Fahrer- und Gabelstaplerbereich benötigt, bestätigte Ulrich Betzold, Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg und Geschäftsführer der Ellwanger Arnulf Betzold GmbH. 
Betzold unterstrich die IHK-Forderungen im Bereich Energie: Anhebung der Grenze für den Standorterhalt, Berücksichtigung von geringeren Verbräuchen 2021 wegen Lockdowns, Anhebung der Schwellen für Meldepflichten sowie der Bagatellgrenze für Eigenversorgungsanlagen bei der Erlösabschöpfung. Zudem sei ein rascher Anschluss an das überregionale Leitungsnetz für Wasserstoff dringlich:
„Wir müssen schnell bauen und lieber 2030, als erst 2035 fertig sein“,
so Ulrich Betzold.
Von China unterscheide uns, dass wir die cleversten Leute hier hätten und das hohe deutsche Lohnniveau deshalb auch in Ordnung sei, jedoch nur, wenn man dieses mit günstiger Energie und deutlich weniger Bürokratie für die Unternehmen ausgleichen könne.
MdB Ricarda Lang war digital zugeschaltet und dankte für den gut ausgearbeiteten Impuls durch die IHK. Sie unterstrich, dass es wichtig sei, nicht nur durch dieses Jahr zu kommen, sondern auch für die Menschen und Unternehmen in Ostwürttemberg langfristige Sicherheit zu generieren.
„Wir müssen die nächsten Jahre im Blick haben und uns weder bei Energie, noch Technologien abhängen lassen“,
so Ricarda Lang.
IHK-Präsident Markus Maier dankte für den konstruktiven Austausch mit den gewählten Vertretern in Berlin.
„Am Ende eint uns, dass wir alle wissen, dass aktuelle und künftige Herausforderungen nur erfolgreich bewältigt werden können, wenn sich regionale, nationale und europäische Akteure auf allen Ebenen vernetzen und Ziele gemeinsam anpacken“,
schloss IHK-Präsident Maier das Treffen.


IHK Ostwürttemberg fasst Förderprogramme von Bund und Land zusammen und berät Unternehmen dazu 8.12.2022

Zahlreiche Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen 

Die hohen Energiepreise belasten die Unternehmen auch hier in der Region stark und stellen viele Firmen vor große Herausforderungen. Die IHK Ostwürttemberg hat die wichtigsten Programme zusammengestellt. Die Kammer berät Firmen oder informiert über Möglichkeiten zur Hilfe. 
Vor allem kleine und mittelständische Firmen stehen bei den Förderprogrammen von Bund und Land im Fokus.
„Neben Soforthilfen stehen Beratungen zur Energiekostenentlastung und Kreditmöglichkeiten zur Sicherung der Liquidität in den Unternehmen bereit. Bund und Land greifen in der derzeitigen Energiekrise den Firmen unter die Arme. Wichtig ist, dass die Hilfen nun unbürokratisch und schnell bei den Betrieben ankommen“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Zu den Förderprogrammen gehören die Soforthilfe für Unternehmen (Dezemberhilfe) sowie die Gas- und Wärmepreisbremse bzw. die Strompreisbremse. Diese Möglichkeiten eröffnet die Bundesregierung. Das Land stellt im Winter 2022/2023 das Förderprogramm „Liquiditätskredit Plus“ sowie eine Krisenberatung zur Energiekostenentlastung auf die Beine. Zudem sind Härtefallregelungen KMU Energie durch Bund und Land für besonders betroffene kleine und mittlere Unternehmen angedacht.  
Die Informationen zu den einzelnen Programmen sind auf der Homepage der IHK Ostwürttemberg unter der Seitennummer 5666002 hinterlegt. Ansprechpartner für die Beratung und Weitervermittlung zur Beratung und den Hilfen sind bei der IHK Ostwürttemberg:
Markus Schmid, Tel. 07321 324-183; schmid@ostwuerttemberg.ihk.de 
Alexander Paluch, Tel. 07321 324-179; paluch@ostwuerttemberg.ihk.de 
Elke App, Tel. 07321 324-186; app@ostwuerttemberg.ihk.de 


 
Fünf Tage – fünf Unternehmen 6.12.2022

Positive Bilanz der Praktikumswoche BW 2022

Im Jahr 2022 wurde in Baden-Württemberg zum ersten Mal die Praktikumswoche BW für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 angeboten. Dabei konnten die Jugendlichen innerhalb einer Woche Einblicke in verschiedene Berufsbilder und Unternehmen in Form von Tagespraktika erhalten. Das neue Format zur Berufsorientierung hat sich aus Sicht der IHK Ostwürttemberg bewährt. 
An fünf Praktika-Tagen konnten die Schülerinnen und Schüler  unterschiedliche Unternehmen und Berufe kennenlernen und in den Berufsalltag unterschiedlicher Tätigkeitsfelder hineinschnuppern. Angeboten wurden die Tagespraktika den Jugendlichen vorwiegend in den Pfingst- und Sommerferien.
„In den Betrieben unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und in Arbeitsweisen hinein zu schnuppern ist für junge Menschen eine sehr wichtige Erfahrung. Die Auswahl des richtigen Berufs wird so erleichtert und zielgerichteter getroffen“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
159 Unternehmen und 115 Schülerinnen und Schüler haben sich im Sommer 2022 auf der Praktikumsplattform angemeldet. Dabei machte die Plattform anhand der ausgewählten Berufsfelder, verfügbaren Tage  und dem Wohnort die Schülerinnen und Schüler mit den teilnehmenden Unternehmen und erstellte so individuelle Praktikumswochen für die Jugendlichen. Insgesamt  konnten 264 Praktikumstage durchgeführt werden. Rund die Hälfte der Teilnehmenden streben einen mittleren Schulabschluss an, rund 42 Prozent  wollen Abitur bzw. Fachhochschulreife ablegen.
Das Fazit der Teilnehmenden zur Praktikumswoche BW war sehr positiv. Im Feedback im Nachgang zur Aktion gaben die Jugendlichen an, dass das Projekt durch die diversen Tagespraktika in unterschiedlichen Unternehmen die Berufsorientierung unterstützt hat und sie die Aktion weiterempfehlen würden. Auch seitens der Unternehmen wurde die Praktikumswoche BW sehr positiv bewertet. So können sich 89 Prozent der beteiligten Ausbildungsstätten ein erneutes Ausrichten der Praktikumswoche vorstellen. Zudem konnten die Unternehmen bereits über 60 Bewerbungen im Anschluss sowohl für längere Praktika als auch Ausbildungsplätze zählen. Fünf Auszubildende wurden direkt im Nachgang zur Praktikumswoche BW in den Unternehmen eingestellt. Die Auswertung der Praktikumswoche ergab zudem, dass das Projekt auch für kleinere Firmen mit unter 50 Mitarbeitenden ein wichtiges Element zur Mitarbeitergewinnung war.  
Unterstützt wurde die Praktikumswoche von der Bundesagentur für Arbeit, allen Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, vom Arbeitgeberverband Südwestmetall, dem Netzwerk Schule Wirtschaft Baden-Württemberg und den Handwerkskammern in Baden-Württemberg.
Für Rückfragen zur Praktikumswoche steht Lea Schmitt unter Telefon 07321 324 138 oder schmitt@ostwuerttemberg.ihk.de  zur Verfügung. 
Die Region Ostwürttemberg glänzt 6.12.2022

Weltmarktführer aus Ostwürttemberg

Die Wirtschaftswoche hat insgesamt 16 global agierende und in der Region verankerte erfolgreiche Unternehmen identifiziert.
Gemeinsam mit der Schweizer Uni in St. Gallen untersucht das Wirtschaftsmagazin  Wirtschaftswoche jährlich hunderte Firmen im deutschsprachigen Raum – und kürt nach ausgiebiger Analyse 500 heimliche  Weltmarktführer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus Ostwürttemberg haben es 2022 acht Unternehmen direkt in das Ranking geschafft, weitere acht Unternehmen unterhalten in der Region wichtige Produktionsstandorte.
Aus Deutschland kommen 2022 demnach 446 Weltmarktführer, davon 35 Prozent oder 156 alleine aus Baden-Württemberg. Acht Weltmarktführer sind in Ostwürttemberg beheimatet. Die weiteren acht Unternehmen mit Produktionsstätten in der Region und Weltmarktführerstatus sind alle im Ostalbkreis ansässig. Als Voraussetzung für die Aufnahme in das Ranking muss das Unternehmen die weltweite Nummer Eins oder Zwei in mindestens einem relevanten Marktsegment sein und einen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro erzielen. 
Für die IHK Ostwürttemberg ist das Label Weltmarktführerschaft ein wichtiges Kriterium für die Leistungsfähigkeit einer Raumschaft.
„Für unsere Wirtschaftsregion ist es wichtig, dass Leuchttürme vorhanden sind. Sie strahlen über die Grenzen hinweg und machen Ostwürttemberg überregional bekannt“,
erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.  

Die Weltmarktführer aus der Region

Carl Zeiss AG. Wenig überraschend gehört der Optik- und Technologiekonzern zu den Weltmarktführern. Laut Wiwo ist das Unternehmen weltweit führend in den Sparten Optik und Optoelektronik. Mitte Dezember veröffentlicht das Unternehmen die Bilanzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021/22. Als größter Arbeitgeber der Region  mit weltweit über 35.000 Mitarbeitenden kratzt der Konzern an der 8-Milliarden-Euro-Umsatzmarke – bei einem Exportanteil von rund 92 Prozent.
Leitz. Niemand ist besser darin, Werkzeuge für die maschinelle Bearbeitung von Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoffwerkstoffen und NE-Metallen herzustellen. Den Umsatz beziffert die Wirtschaftswoche auf 233 Millionen Euro und die Zahl der Mitarbeiter auf 2800. Der Exportanteil der Oberkochener Firma beträgt 74 Prozent.
Mapal. Das Aalener Traditionsunternehmen ist ebenfalls in der Liste vertreten. Mapal ist im Bereich Präzisionswerkzeuge für die Zerspanung nahezu aller Werkstoffe führend. Das führte zu einem Umsatz von 461 Millionen Euro und knapp 5300 Mitarbeitenden.
Maschinenfabrik Alfing Kessler. Knapp 1100 Mitarbeitende stellen Großkurbelwellen und Induktionshärteanlagen her. Mit einer Exportquote von 56 Prozent und einem Umsatz von 207 Millionen Euro sind die Aalener ebenfalls Mitglied der renommierten Auflistung.
Paul Hartmann AG. Das Unternehmen mit über 200-jähriger Historie ist mit ihren Systemangeboten für Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe im Ranking vertreten. Mit rund 10.600 Mitarbeitenden und einem Umsatz von über 2,3 Milliarden Euro rangiert Hartmann in der Auflistung. Der Exportanteil wurde mit 66 Prozent angegeben.
Röhm. Das Sontheimer Unternehmen ist für seine Spannwerkzeuge bekannt. Knapp 900 Mitarbeitende erwirtschafteten einen Umsatz von 111 Millionen Euro. Die Exportquote lag bei 54 Prozent.
RUD Ketten Rieger & Dietz. Die Aalener Traditionsfirma ist weltweit führend in der Sparte Ketten und Kettensysteme. Insgesamt erwirtschafteten laut Wirtschaftswoche rund 1100 Mitarbeitende einen Umsatz von 191 Millionen Euro. Der Exportanteil wurde mit 67 Prozent beziffert.
Voith. Der Heidenheimer Konzern ist als Komplettanbieter für Wasserkraftwerkausrüstung sowie die Papierherstellung führender Anbieter. Mit knapp 20.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro gehört Voith zu den größeren Weltmarktführern. Der Exportanteil lag bei hohen 86 Prozent.

Weltmarktführer mit Produktionsstätten in der Region

Hinzu haben es Unternehmen ins Ranking geschafft, die bedeutende Standorte in der Region haben. Diese sind:
Andritz. In Schwäbisch Gmünd betreibt die österreichische Andritz-Gruppe seit 2010 das Werk Andritz Ritz (früher Ritz). Andritz ist Weltmarktführer bei Anlagen, Ausrüstungen und Service für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie sowie metallverarbeitende Industrie. In Schwäbisch Gmünd werden Pumpen und Motoren für den Transport von Flüssigkeiten aller Art produziert.
C.D. Wälzholz. Die Hagener Spezialisten für Stahlbänder unterhalten in Oberkochen eine Produktionsstätte. Oberflächenveredelte, phosphatierte Bänder werden dort hergestellt.
EMAG. Das Unternehmen aus Salach ist Nummer Eins im Bereich Fertigungssysteme für die Serienfertigung präziser Metallteile und mit einem Werk in Heubach ansässig. Dort werden modernste Laserschweiß- und Fügetechnologien entwickelt.
Kistler. Eine Dependance in Lorch unterhält der Schweizer Messtechniker Kistler mit der Kistler Instrumente AG. Kistler ist führend im Bereich dynamischer Messtechnik in der Autoindustrie (Sensoren).
LMT. Zu den Schwarzenbeker Experten für Tablettenpressen und Kapselfüllmaschinen gehört auch die Oberkochener LMT Tools, die Metallbearbeitungswerkzeuge herstellt.
Mahle. Ebenfalls in Lorch beheimatet ist ein Werk von Mahle. Der Stuttgarter Konzern ist führend bei Kolbensystemen und Zylinderkomponenten im Automobilbereich. In Lorch werden von rund 200 Mitarbeitenden Filtersysteme hergestellt.
Robert Bosch Automotive Steering. Mit seinen Werken in Schwäbisch Gmünd gehört das Unternehmen zum Bosch-Konzern, der laut Wirtschaftswoche u.a. weltweit führend in der Lenkungstechnik ist. Als größter Arbeitgeber in Schwäbisch Gmünd ist das Unternehmen ein wichtiger Akteur im Wirtschaftsgeschehen. 
Weleda AG. Ebenfalls Weltmarktführer im Bereich Naturkosmetik ist die Schweizer Weleda AG mit Hauptsitz in Arlesheim. Das Unternehmen hat seinen größten Standort mit knapp 1000 Mitarbeitenden in Schwäbisch Gmünd. Weleda insgesamt hat einen Exportanteil von 91 Prozent bei einem Jahresumsatz von 425 Millionen Euro und insgesamt rund 2500 Mitarbeitenden.

Runden Tisch Wasserstoff auf Einladung der IHK abgehalten 5. 12.2022

Wasserstoff in die Region: Industrie soll rasch ihre Bedarfe für die Nutzung von Wasserstoff melden

Auf Einladung der IHK Ostwürttemberg trafen sich rund 50 Unternehmensvertreter mit den beiden Landräten der Region und der IHK-Spitze, um sich zum Thema Wasserstoffinfrastruktur und –nutzung in der Industrie abzustimmen. Christoph Luschnat und Christoph Diehn von Terranets BW Stuttgart erläuterten die Rahmenbedingungen für den schnellen Bau einer Wasserstoffpipeline in der Region. Voraussetzung dafür ist ein ausreichend großer Bedarf an H2 sowie eine zeitnahe Bedarfsermittlung bei den Firmen in der Region. Gemeinsam mit der EurA AG findet eine Bedarfsabfrage bei den Unternehmen der Region statt.
Ostwürttemberg soll zur Wasserstoffregion werden. Dieses Ziel ist im Masterplan Ostwürttemberg 2030 festgeschrieben, der innerhalb der Zukunftsoffensive erarbeitet wurde.
„Bis 2045 müssen über 80 Prozent der Primärenergie in Deutschland durch klimaneutrale Energien ersetzt werden. Wasserstoff wird dabei eine herausragende Rolle zuteilwerden“,
sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler beim Treffen.
Er erinnerte an die gesetzlichen Vorgaben des Green Deals der EU und weitere gesetzliche Vorgaben von Land und Bund.
 
Ein laufendes Projekt in der Region ist HyFIVE. Es greift das Thema Wasserstoffnutzung in Fahrzeugen und der Industrie sowie die Verteilung und Erzeugung von Wasserstoff auf. Im Technologiepark Aspen in Schwäbisch Gmünd soll die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse sowie deren Einsatzfähigkeit für eine Wasserstoffversorgung demonstriert werden. Weitere Projekte sollen konkretisiert werden.
Die Terranets BW-Vertreter gingen auf den stark gestiegenen Bedarf für die Wasserstoffanwendungen ab dem Jahr 2030 ein. Mit Modellrechnungen lasse sich bereits heute ein Wasserstoffnetz modellieren. Die planfestgestellte SEL-Pipeline (siehe Grafik) zwischen Esslingen und Bissingen führt an Heidenheim vorbei durch die Region. Sie bietet für Ostwürttemberg die Chance, ans überregionale Leitungsnetz für Wasserstoff Anschluss zu finden.
Voraussetzung für eine rasche Realisierung dieser Pipeline ist eine Bedarfsermittlung für den Wasserstoffeinsatz bei den Unternehmen. Diese müssen zu diesem Zweck weiter vernetzt werden. Potenzielle Großabnehmer wie die Papierfabrik Palm in Aalen-Unterkochen oder Schwenk Zement in Heidenheim-Mergelstetten spielen dabei eine besondere Rolle. 
Die EurA AG in Ellwangen führt deshalb eine Abfrage der Wasserstoffbedarfe in Firmen durch. Bislang wurde bereits eine Menge von über 100.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr identifiziert, eine Hochrechnung ergibt einen Minimalbedarf von über 420.000 Tonnen pro Jahr für Ostwürttemberg.
Wichtig sei nach Aussagen der Experten, dass sich die Unternehmen heute über Prozessmöglichkeiten rund um den Energieträger Wasserstoff informieren, um die richtigen Entscheidungen für das Betreiben notwendiger Prozesse in der Zukunft zu treffen – und das unter der Prämisse eines klimaneutralen Wirtschaftens.
„Dazu ist es wichtig, dass Unternehmen jetzt Informationen über Produktionsmittel bekommen, die das Medium Wasserstoff nutzen und die für eine zukünftige Energie- und Prozessversorgung gebraucht werden. Auch muss aufgezeigt werden, in welchen Produktionsprozessen bei Firmen ein Einsatz von Wasserstoff möglich ist“,
erläuterte der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Möglichst rasch – aber bis spätestens Ende 2023 - benötigt Terranets BW nähere Angaben zu den Bedarfen. Die Teilnehmenden am Runden Tisch haben die Unterstützung der Betriebe bei der Ermittlung von potenziellen Wasserstoffbedarfen zugesagt. Gerade den Energieversorgern aus der Region sowie den energieintensiven Unternehmen kommt dabei eine wichtige Rolle zu – unterstützt durch IHK, die beiden Landkreise, die EurA AG und Terranets BW. Das Entwickeln gemeinsamer Projektideen ist ebenso angedacht.
„Unsere Aktivitäten können nicht seriell hintereinander laufen, sondern müssen parallel aufgegleist werden. Der zeitliche Druck aufgrund des Klimaschutzes ist bereits groß und wird weiter wachsen. Wir wollen uns als Region fit machen für die flächendeckende Nutzung von Wasserstoff“,
sagte IHK-Hauptgeschäftsführer.

Kontakt bei Fragen: 
Erhard Zwettler
Tel. 07321 324-127; 
zwettler@ostwuerttemberg.ihk.de   
Vollversammlung tagt im IHK-Bildungszentrum 5.12.2022

IHK Ostwürttemberg senkt ab 2023 Beitrag

Die IHK-Vollversammlung traf sich zu ihrer letzten Sitzung des Jahres 2022 im IHK-Bildungszentrum in Aalen. Dabei wurden der Wirtschaftsplan und die Wirtschaftssatzung für 2023 beschlossen. Erfreulich für die Mitgliedsunternehmen: Der Umlagehebesatz wird für die Beiträge auf 0,24 Prozent gesenkt. Dr. Christian Müller, Mitglied des Konzernvorstands der Carl Zeiss AG, wurde in die Vollversammlung zugewählt und als Mitglied des Präsidiums gewählt. Axel Lang, Geschäftsführer der WKS GmbH in Aalen, rückt als Mitglied in die Vollversammlung nach.
Anlässlich der Einweihung des IHK-Bildungszentrums vor fünf Jahren tagte die Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg zu diesem kleinen Jubiläum in Aalen. Neben den personellen Veränderungen im Präsidium und der Vollversammlung beschäftigte das Gremium die aktuelle konjunkturelle Lage sowie die veränderten Bedingungen der Energieversorgung seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Dr. Sebastian Bolay, DIHK-Bereichsleiter Energie, Umwelt und Industrie, erläuterte den Mitgliedern der Vollversammlung die aktuelle Situation bei der Energiesicherheit. Er gab Einblicke in die Arbeit und Ergebnisse der Gaspreiskommission, in die der DIHK umfassend eingebunden war.
„Sie als Region tun gut daran, dass Sie schon alles dafür tun, um ans Wasserstoffnetz angeschlossen zu werden.“,
so Dr. Bolay.
IHK-Präsident Markus Maier blickte in die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage. Die Aussichten der regionalen Unternehmen haben sich demnach deutlich eingetrübt. Sowohl die wirtschaftliche Lage wie die Geschäftserwartungen haben sich seit Mitte des Jahres 2022 merklich verschlechtert.
„Vor allem der Handel schlägt Alarm: Über 70 Prozent der Handelsbetriebe gehen von einer Verschlechterung der Lage aus“,
sagte Präsident Maier.
Hohe Energie- und Rohstoffpreise, der Fachkräftemangel sowie eine sinkende Inlandsnachfrage stellen die größten wirtschaftlichen Risiken für die Unternehmen dar. Ein Lichtblick für Maier:
„Lediglich 5 Prozent der Unternehmen haben bislang mit einer Reduzierung der Produktion reagiert“. 
IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler berichtete zum Fachkräfteaktionsplan, der innerhalb der neubelebten Fachkräfteallianz im November 2022 von den regionalen Akteuren beschlossen worden war.
„Das Thema Fachkräftesicherung wird uns unabhängig von den aktuellen Krisen als strukturelles Problem in Zukunft noch weit stärker beschäftigen. Dabei müssen viele Register gezogen und das Problem breitgefächert angegangen werden“,
sagte er.
Zudem informierte Rentschler das Gremium über die Ergebnisse des Wasserstoff-Gipfels: Möglichst rasch sollen die Bedarfe der Industrieunternehmen ermittelt werden, um die Anbindung der Region an die bereits planfestgestellte Wasserstoffpipeline voranzutreiben.
„Ziel ist, die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger gerade für die energieintensiven Unternehmen der Region zu ermöglichen.“
Er rief das Gremium auf auch auf politischer Ebene mitzuhelfen, um die Zukunftsinitiative Ostwürttemberg weiter voran zu bringen.

Personelle Veränderungen

Für den ausgeschiedenen Dr. Matthias Metz rückte Axel Lang, Geschäftsführer der WKS GmbH in Aalen in die Vollversammlung nach.
Um den Gewerbezweig der optischen Industrie entsprechend seiner wirtschaftlichen Bedeutung angemessen in der Vollversammlung zu repräsentieren, beschloss die Vollversammlung zudem die Zuwahl von Dr. Christian Müller, Mitglied des Konzernvorstands der Carl Zeiss AG, Oberkochen in das Gremium. Dr. Müller wurde zudem in das Präsidium der IHK Ostwürttemberg gewählt.

IHK-Finanzen im Blick

Nach dem Bericht der ehrenamtlichen Rechnungsprüferin Charlotte Helzle, Geschäftsführerin hema GmbH, Aalen entlastete das Gremium Präsidium und Hauptgeschäftsführung für die Wirtschaftsführung 2021. Das aktuelle Wirtschaftsjahr 2022 werde sich voraussichtlich besser als erwartet entwickeln. 
Zur Planung des Wirtschaftsjahres 2023 informierte Präsident Markus Maier, das trotz der aktuellen Situation, insbesondere an den Energiemärkten, eine Senkung des Beitrags möglich sei. Eine Senkung des Umlagehebesatzes auf 0,24 Prozentpunkte wurde nach Erläuterung der konkreten Planungen durch den Hauptgeschäftsführer von der Vollversammlung beschlossen. 

Verkehrspolitische Positionen

Die IHK-Vollversammlung hat zudem ihre  verkehrspolitischen Positionen aktualisiert. Diese bilden die Grundlage für die politische Arbeit, insbesondere auf Landesebene. Neben den allgemeinen Zielen, die Verkehrsinfrastruktur zu erhalten, auszubauen, zu optimieren und effizient zu nutzen sind auch konkrete Ziele benannt: Der mehrgleisige Ausbau der Schienenstrecke Aalen – Heidenheim und der Ausbau der Bundesstraßen 19 und 29 sowie der Bundesautobahn A7. 

Bericht der Wirtschaftsjunioren

David Grüner, Geschäftsführer der Grüner GmbH, Gerstetten und Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg im Jahr 2023 berichtete über deren Aktivitäten unter dem Motto „Gemeinsam – Gestalten – Genießen“.

Lob für starkes Engagement für die regionale Wirtschaft 12.2022

IHK Ostwürttemberg dankt rund 2.000 Ehrenamtlichen für ihren Einsatz

Bei der IHK Ostwürttemberg engagieren sich rund 2.000 Persönlichkeiten aus IHK-Mitgliedbetrieben regelmäßig ehrenamtlich. Davon bringen sich rund 1.700 als Prüfer in der Aus- sowie  der Weiterbildung ein. Rund 300 Persönlichkeiten aus den regionalen Unternehmen sind in Vollversammlung, Ausschüssen und Arbeitskreisen der IHK Ostwürttemberg tätig.
„Den ehrenamtlichen Einsatz der Vertreterinnen und Vertreter aus den IHK-Mitgliedsbetrieben können wir nicht hoch genug wertschätzen. Nicht immer ist es einfach, Ehrenamt und berufliche Aufgaben unter einen Hut zu bringen. Umso wichtiger ist es, allen Ehrenamtlichen herzlich zu danken“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler anlässlich des „Internationalen Tags des Ehrenamts“, der immer am 5. Dezember gewürdigt wird.
„Von diesem Engagement profitieren nicht nur wir als Kammer-Organisation, sondern die regionale Wirtschaft. Die vielen Ehrenamtlichen bilden das Rückgrat in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Ohne sie wäre unser Gemeinwesen ärmer“,
so Rentschler weiter.
Allein 50 Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren sich in der Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg.
„Dort übernehmen sie wichtige Verantwortung, denn sie fällen zukunftsweisende Grundsatzentscheidungen, zum Beispiel zu wirtschaftspolitischen Fragestellungen und zur strategischen Entwicklung unserer Region“,
sagt Rentschler.
Die weiteren rund 2.000 Ehrenamtlichen engagieren sich aber auch in IHK-Ausschüssen, Arbeitskreisen sowie als Prüfer in der Aus- und Weiterbildung. Ein besonderes Augenmerk gilt auch den mehr als 500 Ausbildungsbotschaftern in Ostwürttemberg, die vor der Pandemie über 200 Einsätze pro Jahr an Schulen leisteten und nun wieder verstärkt aktiv werden. Dafür schult die IHK junge Auszubildende, die dann ihr Wissen und ihre Erfahrung in den Schulen weitergeben.
„Unsere Ausbildungsbotschafter zeigen sehr anschaulich, dass ehrenamtliches Engagement keine Frage des Alters ist. Wer in jungen Jahren schon gesellschaftliche Verantwortung im Verein oder im Beruf übernimmt, ist Vorbild für andere und hat unseren besonderen Dank verdient“,
so Rentschler.
Die Beweggründe der Unternehmerinnen und Unternehmer für ihr ehrenamtliches Engagement sind ganz unterschiedlich und reichen vom Standort Ostwürttemberg, der ihnen besonders am Herzen liegt, bis zur  Stärkung des Mittelstandes oder der dualen Ausbildung.
„Vor allem wollen aber auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer mehr Selbstverantwortung übernehmen und dadurch bürokratische Lasten reduzieren“,
erläutert Thilo Rentschler.
„Das Ehrenamt hilft, staatliche Bürokratie sinnvoll und wirksam zu reduzieren und damit zusätzliche Kosten zu vermeiden, was es sprichwörtlich für uns noch unbezahlbarer macht.“ 
 
Für den IHK-Hauptgeschäftsführer ist klar:
„Wer etwas ändern will, muss bei sich selbst anfangen und seine Ideen in die Gesellschaft einbringen. Das gibt uns allen gemeinsam neuen Schwung.“  

 
Einstieg noch möglich 5.12.2022

IHK-Bildungszentrum in Aalen Umschulung zum Industriemechaniker startet

Im IHK-Bildungszentrum in Aalen beginnt am 27. Februar 2023 eine Umschulung in Vollzeit zum/zur Industriemechaniker/-in. In Zeiten des Fachkräftemangels bietet das Angebot der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine gute Möglichkeit, um dem Fachkräftemangel durch berufliche Qualifizierung entgegen zu treten. Ein Einstieg in die Umschulung zum Industriemechaniker ist noch bis 27. März 2023 möglich. 
In der Region Ostwürttemberg ist der Industriemechaniker eine passende Antwort für den Fachkräftemangel der Industriebetriebe, weil bei sehr vielen von ihnen Zerspanung wichtiger Bestandteil in der Produktion ist. Das Umschulungsangebot der IHK Ostwürttemberg ist eine gute Alternative um den steigenden Fachkräftebedarf zu decken.
Die Umschüler zum Industriemechaniker absolvieren zunächst eine umfassende Metallgrundausbildung. Danach folgt eine fundierte Ausbildung an konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen. Anschließend werden sie an CNC-Maschinen, in der Schweißtechnik sowie anhand modernster Steuerungen in der Automatisierungstechnik ausgebildet. Außerdem sind die Grundlagen der Elektrotechnik in weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung. In einem betrieblichen Praktikum können sich die Umschüler schließlich im industriellen Produktionsprozess bewähren. Die Umschulungsdauer beträgt 24 Monate in Vollzeit und wird von Montag bis Freitag im IHK- Bildungszentrum Aalen durchgeführt. 
Oliver Kosik, stellvertretender Leiter des IHK-Bildungszentrums in Aalen, sagt:
„Die breite Ausbildung bietet den zukünftigen Absolventen und Absolventinnen hochattraktive Arbeitsstellen in kleinen wie auch in großen Unternehmen der Region.“
Diese Umschulung wird bei entsprechender Voraussetzung finanziell gefördert (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Deutsche Rentenversicherung). 
Weitere Informationen beim IHK-Bildungszentrum Aalen , Tel. 07361 5692-0.
Die digitale Transformation im Blick 2.12.2022

IHK-Digitalisierungsausschuss

Die Hochschulentwicklung, Künstliche Intelligenz (KI), Transfer und Softwarepatente waren die Themen des IHK-Digitalisierungsausschusses am 24. November 2022. Die Ausschussvorsitzende Heike Niederau-Buck, CIO der Voith Group begrüßte die rund 20 Vertreter der Wirtschaft in der Hochschule Aalen.
„Die Zukunftsoffensive hat das Ziel, Ostwürttemberg als eine Modellregion für nachhaltige Transformation zu gestalten. Die digitale Infrastruktur ist hierbei ein wichtiger Grundstein. Die Hochschule Aalen und das digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg sind ein wichtiger Teil der Zukunftsoffensive und behalten die digitale Transformation im Blick“,
so die Ausschussvorsitzende, Niederau-Buck.
Prorektor Prof. Dr. Heinz-Peter Bürkle berichtete über die Digitalisierungsstrategie sowie über die geplanten Projekte zur Entwicklung der Hochschule Aalen im Zusammenhang mit der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“. Nicht nur in der Lehre sei die Hochschule sehr gut aufgestellt, auch die Digitalisierung in der Hochschule an sich sei unverzichtbar und durchgängig umgesetzt. Die Hochschule Aalen bietet zahlreiche Studiengänge im Bereich der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz an. Diese Themen sind zudem querschnittlich in allen zukunftsentscheidenden Studienangeboten enthalten und werden weiter ausgebaut. 

Zwischen 2017 und 2022 wurden mehr als 18 Mio Euro aus Drittmitteln zur KI-Forschung an der Hochschule Aalen eingesetzt. Das Ziel hierbei war, das bereits an der Hochschule aktive und anwendungsorientierte Innovationsökosystem zum Thema KI mit neuen Schwerpunkten auszubauen. Mit dem Zentrum Machine Learning, der KI-Werkstatt Mittelstand und zahlreichen Forschungsprojekten in KI-Feldern sollen innovative Lösungen zu aktuellen Themen wie Ressourcen- und Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, CO2-Reduktion sowie Industrie 4.0 erforscht und in die regionalen Unternehmen transferiert werden. Eine weitere Möglichkeit zur vielschichtigen Entwicklung des Zukunftsfelds KI wird durch die KI-Allianz Baden-Württemberg geboten. Hierbei spielt die Hochschule Aalen als regionaler Partner der KI-Allianz eine wichtige Rolle. Das Hochschulwissen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor zur Bildung einer Modellregion für nachhaltige Transformation in Ostwürttemberg.
Der Leiter des digiZ | Digitalisierungszentrums Ostwürttemberg Peter Schmidt berichtete über die gelungene Arbeit des digiZ in der ersten Förderperiode.
„Das digiZ mit seinen drei Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd hat sich als erste regionale Anlaufstelle rund um die Digitalisierung etabliert und den Grundstein für die Zukunftsfähigkeit der Region gelegt.“,
so Schmidt.
Durch zahlreiche Kooperationen und Projekten konnten essenzielle Aufbauarbeiten erledigt werden. Um die Weiterentwicklung und konsequente Umsetzung einer Wertschöpfungskette sicherzustellen, plant das digiZ im Zuge des zweiten Förderaufrufs durch Einbindung regionaler Akteure aus der Wirtschaft und Wissenschaft die Attraktivität sowie die Effizienz der Digitalisierung in der Region zu erhöhen. So werden an den digiZ Standorten eine Demonstrations-, eine Lern-, und eine Ideenwelt geschaffen und entwickelt. Das digiZ fungiert als ein wichtiger Teil der Zukunftsoffensive, um eine nachhaltige Transformation in der Region zu schaffen.
Der Patentanwalt Arakdius Dalek informierte die Ausschussmitglieder über die Voraussetzungen sowie die praktische Umsetzung der Patentierbarkeit. Zudem zeigte er Beispiele für patentierbare Erfindungen auf und folgend die Wirksamkeit des Schutzes eines Patents in der Praxis.
Mitglieder des Digitalisierungsausschusses der IHK Ostwürttemberg sind:
Michael Belko, Geschäftsführer der digitalforfuture GmbH; Prof. Heinz-Peter Bürkle, Prorektor Hochschule Aalen; Zoltan Demeter, Geschäftsführer  SYFIT GmbH; Sascha Eberhard, Geschäftsführer Franke GmbH; Werner Elbert, Leiter IT Hauff-Technik GmbH & Co. KG; Armin Haas, Vorstandsmitglied code’n’ground AG; Helmut Haas, Geschäftsführer INNEO Solutions GmbH; Hubert Herkommer, IT-Leiter Kreissparkasse Ostalb; Diana Höfer, Leitung IT-Organisation TELENOT ELECTRONIC GMBH; Timo Lenz, Geschäftsführer Veroo Consulting GmbH; Alexander Müller, Teamleiter Informationssicherheit NetCom BW GmbH; Heike Niederau-Buck, Chief Information Officer Voith Group; Klaus Raab, Geschäftsführer Raab IT-Systemhaus GmbH & Co. KG; Florian Reiter, Leiter IT Ferdinand Menrad GmbH + Co. KG; Heiko Rössel, Aufsichtsratsmitglied RÖWAPLAN AG; Dr. Martin Ruff, Innovation Manager Robert Bosch Automotive Steering GmbH; Wolfgang Scherer, Bereichsleiter Innovationsprojekte EurA AG; Tobias Schmailzl, Geschäftsführer PlanB. GmbH; Uwe Silberhorn, Product Manager Industrial IT, EXTRA Computer GmbH; Isa Topac, Head of Digital Transformation VARTA AG; Matthias Törner, Bereichsleiter IT bei EnBW ODR AG; Carsten Trapp, Head of Corporate IT bei Zeiss und Wolfgang Weiß, Geschäftsführer des Zentrums für Digitale Entwicklung GmbH.

Innovationen als Motor des Wandels 5.12.2022

IHK-Forschungs- und Innovationsausschuss

Am 22. November 2022 war der IHK-Forschungs- und Innovationsausschuss zu Gast bei der ams Osram GmbH in Herbrechtingen. Unter dem Vorsitz von Dominic Lutz, Geschäftsführer der Gaugler & Lutz GmbH & Co. KG in Ebnat, informierten sich die Ausschussmitglieder bei Werksleiter Harald Mannbeiß, wie bei ams Osram die Herausforderungen der Transformation gemeistert werden.
Digitalisierung, Demographie und Dekarbonisierung sind die Treiber des Transformationsprozesses in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ hat die Region im breiten Konsens einen Masterplan mit Maßnahmen und Zielen entwickelt, um den Transformationsprozess erfolgreich zu gestalten. Wie durch gute Ideen und  Innovationen der Wandel gelingen kann, stand im Fokus des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses bei ams Osram. In seiner Begrüßung machte der Ausschussvorsitzende Dominic Lutz klar, dass Innovationen der Schlüssel für alle Transformationsherausforderungen sind.
Welche Chancen und Möglichkeiten eine stetige Weiterentwicklung und Schaffung neuer Innovationen bieten, weiß ams Osram-Werksleiter Harald Mannbeiß. Bei asm Osram in Herbrechtingen werden mit etwa 700 Mitarbeitern 200 Millionen Leuchtmittel im Jahr produziert.
„Bei ams Osram bauen wir auf unsere über 70-jährige Stärke des dynamischen und erfolgreichen Wandels sowie auf eine hohe Innovationskraft, die stets neue Entwicklungen und Produkte hervorbringt“,
so Harald Mannbeiß.
So sind bei dem Leuchtenspezialist ams Osram in Herbrechtingen fast zehn Prozent der gesamten Belegschaft ausschließlich für die Entwicklung neuer Innovationen zuständig.
Erneuerbare Energien eröffnen auch für den Gmünder Automobilzulieferer Voestalpine Automotive Components Schwäbisch Gmünd GmbH & Co. KG neue Wege für Produktinnovationen. Florian Gerstner, Leiter des Tec Center bei voestalpine berichtet über die Entwicklung eines neuen und innovativen Trägersystems für Photovoltaikanlagen. Von 2018 bis 2021 hat ein Entwicklerteam an dem Trägersystem „iFix“ getüftelt.
Florian Gerstner:
„ Mit dem innovativen Trägersystem konnten wir uns neben dem Automobilzuliefergeschäft ein zweites Standbein erarbeiten. Der Marktstart übertraf alle Erwartungen.”
Markus Götz von der Zukunftsfonds Heilbronn GmbH & Co. KG berichtet, wie der Risikokapitalgeber vor allem junge Technologieunternehmen bei der Transformation einer innovativen Idee zu einem erfolgreichen Produkt begleitet. Der Zukunftsfonds Heilbronn ist einer der großen Risikokapitalgeber in Deutschland. Er ist privat finanziert und mit Eigenkapital in dreistelliger Millionenhöhe ausgestattet. 

Bestenehrung 2022 der IHK Ostwürttemberg 30.11.2022

Otto Rieger-Preis geht an Tobias Werner

Tobias Werner, Verkäufer bei der Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG in Gschwend, ist stolzer Träger des renommierten Otto Rieger-Preises für die beste Leistung bei der Abschlussprüfung der Auszubildenden in Ostwürttemberg. Dieser wurde bei der Bestenehrung der IHK Ostwürttemberg am 28. November 2022 im Congress Centrum Heidenheim zum fünften Mal verliehen. Tobias Werner ist zudem auch Landesbester in seinem Beruf als Verkäufer im Lebensmittelhandel.

Gesellschaftliches Anliegen der Otto Rieger-Stiftung ist es, dass sich ein tatkräftiger und bestens ausgebildeter Nachwuchs etabliert.
„Tobias Werner hat als junges Talent bewiesen was auch in herausfordernden Zeiten geleistet werden kann“,
so Dr. Jörg Steffen Rieger, Geschäftsführer der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, bei der Preisvergabe.
„Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden.“,
so Dr. Rieger.


BU: von links: IHK-Präsident Markus Maier, Tobias Werner, Verkäufer bei der Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG in Gschwend; Dr. Jörg Steffen Rieger, Geschäftsführer der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG und IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.


390 Auszubildende erhalten eine Auszeichnung für ihre Leistungen in den Abschlussprüfungen 2.12.2022

IHK Ostwürttemberg: Die besten Azubis 2022

390 Prüfungsteilnehmende an den beruflichen Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg haben im Jahr 2022 in ihrer dualen Berufsausbildung herausragende Prüfungsleistungen erzielt. Am 28. November 2022 wurden ihnen im Congress Centrum in Heidenheim ihre Auszeichnungen überreicht.
Insgesamt 390 Absolventen wurden für ihre Spitzenleistungen ausgezeichnet und erhielten für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen von der IHK Ostwürttemberg Preise und Belobigungen beim Festabend überreicht. An den Winter- und Sommerprüfungen 2022 hatten insgesamt 2.006 Prüfungsteilnehmer in 40 kaufmännischen und in 66 gewerblich-technischen Berufen teilgenommen.
„Das ist eine beachtliche Zahl an hervorragenden Ausbildungsabsolventen, die hier in der Region Ostwürttemberg nun fest im Beruf stehen. Fast jeder fünfte Auszubildende, der seine Ausbildung abgeschlossen hat, wurde ausgezeichnet",
freute sich IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler über die herausragenden Prüfungsergebnisse und gratulierte allen Absolventen herzlich.
Für die Spitzenleistung bei den Abschlussprüfungen wurde Tobias Werner mit dem Otto Rieger-Preis ausgezeichnet, der 2022 zum fünften Mal verliehen wurde. Er ist bei der Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG in Gschwend als Verkäufer beschäftigt. Tobias Werner ist gleichzeitig Landesbester in seinem Beruf sowie auch bester kaufmännischer Auszubildender in der Region Ostwürttemberg.
Fünf weitere Landesbeste in ihrem Beruf konnten ausgezeichnet werden. Thomas Brandner hat bei der Fritz Planung GmbH, Aalen, hat seine Ausbildung als Technischer Systemplaner für elektrotechnische Systeme abgeschlossen, ebenso Michael Fezer als Automobilkaufmann bei der Mercedes-Benz AG, Schwäbisch Gmünd. Marco Gröner ist bester Zerspanungsmechaniker – er lernte bei der Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd. Tobias Ilg wurde bester Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau bei der Firma MAPAL in Aalen. Nadine Preuß wurde als beste Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung als Azubi der Spedition Brucker GmbH, Aalen, ausgezeichnet. Eine bundesweite Bestenehrung wurde für 2022 noch nicht vollzogen; sie ist auf das Frühjahr 2023 verschoben.

„Wir besitzen in der Region hervorragende Ausbildungsunternehmen, zudem wird in den beruflichen Schulen zielgerichtet gute Arbeit geleistet“,
lobte der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Lob zollte er allen Beteiligten und ehrenamtlich Engagierten für deren Einsatz bei der dualen Berufsausbildung -insbesondere im Prüfungswesen. Rund 1.500 Fachkräfte aus Unternehmen und Berufsschulen engagieren sich jährlich ehrenamtlich in rund 400 Prüfungsausschüssen beim Abnehmen der Prüfungen.
„Durch diese wertvolle Arbeit ist eine berufliche Ausbildung auf diesem hohen Qualitätsniveau erst möglich.“
IHK-Präsident Markus Maier gratulierte in seiner Ansprache den jungen Fachkräften zu ihren Bestleistungen. Mit viel Einsatz, Ausdauer und Durchhaltevermögen hätten die jungen Fachkräfte in den vergangenen zwei bis dreieinhalb Jahren an ihrem Berufsabschluss gearbeitet.
„Um unser Modell der dualen Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule werden wir in vielen Ländern beneidet. Fähige Ausbilder in den Firmen, eine gut organisierte Berufsschule mit engagierten Lehrern – organisatorisch unterstützt durch die IHK sowie begabte und zielstrebige Azubis ergeben ein Erfolgskonzept“,
sagte der IHK-Präsident.
In einer sich rasch verändernden Arbeitswelt ist ein festes Fundament durch Ausbildung wichtig, attestierte der IHK-Präsident.
„Dieses Rüstzeug wird jedoch nicht ausreichen, um junge Fachkräfte wie Sie über mehr als 45 Jahre bis in den Ruhestand zu tragen. Lebenslanges Lernen sowie die Qualifizierung im Beruf werden Sie begleiten“,
betonte er.
Es gelte, im Beruf Wissen und Kenntnisse weiter aufzubauen.
„Sie sind die Generation, die die kürzeste Halbwertszeit an Wissen verkraften muss. Werden Sie Teil des Wandels. Bleiben Sie aktiv und nutzen Sie alle Möglichkeiten, sich im Beruf fortzubilden. Wir brauchen Sie hier in der Region“,
sagte Markus Maier.
Heidenheims Oberbürgermeister Michael Salomo hielt die frisch gebackenen Fachkräfte dazu an: dran zu bleiben.
„Sie haben unter Beweis gestellt, was Sie leisten“,
so Salomo.
Wichtig ist es jetzt das vorhandene Wissen und die Fähigkeiten zu nutzen und weiter zu entwickeln.
Heidenheims Landrat Peter Polta beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen.
„Trotz herausfordernde Zeiten – Corona und Angriffskrieg – haben Sie ihr Ziel immer vor Augen gehabt.“
Er betonte, dass die Ausbildung nach wie vor viel Wert ist.
„Sie sind die Zukunftsmacher der Region.“,
so Polta.

Die Landesbesten aus der Region


Thomas Brandner
Technischer Systemplaner - Elektrotechnische Systeme
Fritz Planung GmbH, Aalen

Michael Fezer
Automobilkaufmann
Mercedes-Benz AG, Schwäbisch Gmünd

Marco Gröner
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Tobias Ilg
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Nadine Preuß
Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung
Spedition Brucker GmbH, Aalen

Tobias Werner
Verkäufer
Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG, Gschwend


Preise



Ismail Burak Akkanis
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Annika Baier
Industriekauffrau
Ladenburger GmbH, Bopfingen

Constantin Balle
Bankkaufmann
Landesbank Baden-Württemberg, Aalen

Luca Bass
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Henry Bauer
Kraftfahrzeugmechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Mercedes-Benz AG, Schwäbisch Gmünd      

Florian Johannes Bereska
Mechatroniker
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim    

Jakob Berhalter
Bauzeichner - Architektur
Rosenberg

Felix Bohner
Mechatroniker
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Frank Brinkmann
Industriekaufmann
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Arthur Brodt
Werkzeugmechaniker - Einsatzgebiet: Formentechnik
Heidenheim

Jonas Brück 73433 Aalen Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
SDZeCOM GmbH & Co. KG Bahnhofstr. 65 73430 Aalen

Marvin Bullinger
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Franziska Czehofsky
Industriekauffrau
Abtsgmünd

Annika Damm
Zerspanungsmechanikerin - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Darja Denisov
Kauffrau im Einzelhandel
Ellwangen

Joel Eberenz
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Elektrotechnische Ausrüstungen
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Marian Elser
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Aalen

Carina Engelhardt
Industriekauffrau
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Aalen

Amelie Fidler
Fachkraft für Lagerlogistik
TE Connectivity Germany GmbH, Wört

Adrian Fladrowski
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Levin Fober
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Gerhard Forster
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Vanessa Frank
Kauffrau im Groß- und Außenhandel
Welzheim

Lukas Fuchs
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Energieverteilungsanlagen/-netze
Ellwangen

Judy Grimm
Industriekauffrau
Margarete Steiff GmbH, Giengen


Johannes Gschwender
Technischer Produktdesigner - Maschinen- und Anlagenkonstruktion
Jagstzell

Andriko Helwer
Technischer Produktdesigner - Maschinen- und Anlagenkonstruktion
Adelmannsfelden

Leon Hermann
Bankkaufmann
Landesbank Baden-Württemberg, Aalen

Elias Heumader
Mechatroniker
Unterschneidheim

Tim Heyer
Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik - Formteile
Gerstetten

Anna Hillmann
Industriekauffrau
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Tobias Hillmann
Industriekaufmann
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Joel Hirsch
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Maschinenfabrik Seydelmann KG, Aalen

Daniel Huber
Elektroniker für Geräte und Systeme - Einsatzgebiet: Mess- und Prüftechnik
Lorch

Moritz Ilg
Mechatroniker
Maschinenfabrik Alfing Kessler GmbH, Aalen

Sebastian Kirchdörfer
Mechatroniker
Dinkelsbühl

Lena Klaus
Industriekauffrau
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Hannes Kohler
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Julian Kohnle
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Elektrotechnische Ausrüstungen
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Franz Kohout
Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung
Mögglingen

Alexander Kolb
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Patrick Krajewski
Verkäufer
Alfdorf

Kai Samuel Kratschmann
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Franke GmbH, Aalen

Niklas Krauss
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Johannes Kreer
Mechatroniker
Aalen

Stefan Krieg
Automobilkaufmann
Mercedes-Benz AG, Schwäbisch Gmünd

Domenic Kunz
Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
BARMER, Schwäbisch Gmünd

Sophie Kurz
Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement
Omega - Sorg GmbH, Essingen

Marie Celine Lang
Industriekauffrau
Stödtlen

Dominik Lanzenstiel
Bauzeichner - Architektur
Ederheim

David Mack
Elektroniker für Automatisierungstechnik - Einsatzgebiet: Produktions- und Fertigungsautomation
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd    

Lukas Mack
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Marc Mangold
Mechatroniker
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Felix Mayer
Mechatroniker
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Liridon Mehani
Bankkaufmann
Kreissparkasse Ostalb

Johannes Mettmann
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Aalen

Maria Moninger
Industriekauffrau
VARTA Microbattery GmbH, Ellwangen

Tim Moroff
Elektroniker für Automatisierungstechnik - Einsatzgebiet: Produktions- und Fertigungsautomation
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Jonas Müller
Mechatroniker
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Edon Mustafa
Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement
Omega - Sorg GmbH, Essingen

Hendrik Nagel
Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
Böhmenkirch

Fabian Nagler
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Mark Lukas Neifert
Kaufmann im Einzelhandel
Autohaus B. Widmann GmbH & Co. KG, Aalen

Paul Moritz Pötzl
Mechatroniker
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim    

Mika Priemer
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Energieverteilungsanlagen/-netze
Westhausen

Daniel Rahn
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Schubert Fertigungstechnik GmbH, Bartholomä

Ramón Rose
Kaufmann im Einzelhandel
Heidenheim

Daniel Rudolf
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Mönchsroth

Jakob Salvasohn
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Schalt- und Steueranlagen
RUD-Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Aalen

Thomas Schenk
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Simon Schimmele
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VARTA Microbattery GmbH, Ellwangen      

Marco Schirru
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Andreas Schmid
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Aalen

Erik Schmid
Elektroniker für Geräte und Systeme - Einsatzgebiet: Informations- und kommunikationstechn. Geräte
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Franka Pauline Schmid
Industriemechanikerin - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Jannik Schnele
Kaufmann im Groß- und Außenhandel
Lauchheim

Konradin Dieter Schönborn
Produktionstechnologe - Einsatzgebiet: Produktionsunterstützende Dienstleistung
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Hannah Schultz
Zerspanungsmechanikerin - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Klara Schuwerk
Technische Produktdesignerin - Maschinen- und Anlagenkonstruktion
Unterschneidheim

Tristan Schwarz Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
BARMER, Schwäbisch Gmünd    

Lucas Schwarzer
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
RUD-Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Aalen        

Philipp Sinder
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Larissa Stadelmeier
Industriemechanikerin - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA, Ellwangen

Martin Starz
Mechatroniker
Riesbürg

Mike Steinmüller
Fachinformatiker - Systemintegration
Heidenheim

Marco Stoller
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik mbH, Bopfingen  

Aaron Trinkle
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Simon Ulmer
Mechatroniker
Aalen

Lukas Urban
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA, Ellwangen

Johann Vogt
Chemielaborant
Weleda A.G. Schwäbisch Gmünd

Simon Wakengut
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Siegfried Wallisch
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Markus Walliser
Elektroniker für Automatisierungstechnik - Einsatzgebiet: Produktions- und Fertigungsautomation
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Johannes Weber
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Jonas Weizmann,
Elektroniker für Geräte und Systeme - Einsatzgebiet: Informations- und kommunikationstechn. Geräte
Bopfingen


Lukas Wettemann
Elektroniker für Geräte und Systeme - Einsatzgebiet: Informations- und kommunikationstechn. Geräte
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Paul Wöhrle
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Lea Zobel
Kauffrau im Groß- und Außenhandel
Ellwangen

Belobigungen


Sarah Abele
Kauffrau für Büromanagement
Durlangen

Mehmet Akin
Kaufmann im Einzelhandel
Bopfingen

Mhd Ali Alagha
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Heidenheim

Imran Cemal Alkan
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH, Aalen

Alexander Ammar
Fachinformatiker - Systemintegration
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Ahmet Emir Aslan
Fachlagerist
Günther + Schramm GmbH, Oberkochen

Matea Barisic
Kauffrau im Groß- und Außenhandel
GABO Stahl GmbH, Essingen

Kevin Beeh
Fachinformatiker - Systemintegration
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Evi Beißwenger
Elektronikerin für Automatisierungstechnik - Einsatzgebiet: Produktions- und Fertigungsautomation
Aalen

Lea Binder
Bankkauffrau
Heubach

Sabrina Birle
Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement
Königsbronn

Pia Bolsinger
Industriekauffrau
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Patrick Briel
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Meike Bruckmeier
Kauffrau für Büromanagement
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Marcel Buck
Zerspanungsmechaniker Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd        

Ralf Alexander Butz
Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
PlanB. GmbH, Hüttlingen

Yusuf Cavusoglu
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Marie Czeiler
Industriekauffrau
Gaildorf

Jonas Dambacher
Industriekaufmann
UGA SYSTEM-TECHNIK GmbH & Co. KG, Herbrechtingen

Joshua Dambacher
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Maschinenfabrik Seydelmann KG, Aalen

Damyan Damyanov
Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
Bartholomä

Serhat Dilek
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Max Dischinger
Mechatroniker
Maschinenfabrik Alfing Kessler GmbH, Aalen

Luis Dürr
Zweiradmechatroniker - Fahrradtechnik
Adelmannsfelden

Thomas Eckl
Industriekaufmann
Ellwangen

Pascal Ehrmann
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Stödtlen

Hanna Elser
Industriekauffrau
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd    

Kevin Emmerich
Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik - Formteile
Weisser Spulenkörper GmbH & Co. KG, Neresheim

Luisa Engel
Industriekauffrau
Aurnhammer GmbH, Ellwangen

Ulrich Erhard
Bankkaufmann
Lorch

Luisa Faas
Technische Produktdesignerin - Maschinen- und Anlagenkonstruktion
VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik mbH, Bopfingen

Tom Frank
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Melina Friedel
Industriekauffrau
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Joel Friedrich
Fachlagerist
Göggingen

Juliane Friedrich,
Automobilkauffrau
Heidenheim

Sven Froneberg
Mechatroniker
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Jonas Fürst
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd        

Julia Gaebel
Bankkauffrau
VR-Bank Schwäbischer Wald eG, Mutlangen

Victoria Georgiadis
Kauffrau für Büromanagement
Sampson Georgiadis SG Innenausbau & Trockenbau, Abtsgmünd

Nico Grockenberger
Mechatroniker
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Larissa Groll
Verkäuferin
Schwäbisch Gmünd

Nils Gütinger
Koch
Widmann`s Löwen GmbH & Co. KG, Königsbronn

Suong Suong Ha Duong
Kauffrau für Büromanagement
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Hendrik Haas
Elektroniker für Geräte und Systeme - Einsatzgebiet: Informations- und kommunikationstechn. Geräte
Aalen

Diana Hagen
Elektronikerin für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Energieverteilungsanlagen/-netze
Schwäbisch Gmünd

Luis Hagen
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
August Mössner GmbH & Co. KG, Eschach

Jonas Hager
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Jonas Hahn
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik mbH, Bopfingen

Stefan Hahn
Chemikant
Umicore Galvanotechnik GmbH, Schwäbisch Gmünd

Nick Hanselmann
Mechatroniker
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Simon Harsch
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

India Hasenwandel
Kraftfahrzeugmechatronikerin Schwerpunkt: Nutzfahrzeugtechnik
Mercedes-Benz AG, Schwäbisch Gmünd

Franziska Haupt
Hotelfachfrau
Waldstetten

Tim Jona Hauser
Feinoptiker Carl Zeiss AG, Oberkochen

Lorenz Hausner
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA, Ellwangen

Maximilian Heer
Mechatroniker
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd    

Tim Hemminger
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
August Mössner GmbH & Co. KG, Eschach

Jonas Hoffmann
Industriekaufmann
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Ralph Hollndonner
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Lisa Huber
Kauffrau für Büromanagement
Landratsamt Ostalbkreis

Manuel Huttelmaier
Industriekaufmann
Umicore Galvanotechnik GmbH, Schwäbisch Gmünd

Laurin Irtenkauf
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Nguyen Nam Jasper
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Sontheim

Andreas Kahlhöfer
Elektroniker für Automatisierungstechnik –Einsatzgebiet:
Produktions- und Fertigungsautomation OSRAM GmbH, Herbrechtingen

Katharina Kammerer
Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung
Oberkochen

Anil Kaymaz
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Gundelfingen

Benjamin Kieser
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Aalen

Savas Kilic
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Robin Klemens
Industrieelektriker - Betriebstechnik
IHK-Bildungszentrum, Aalen

Alexander Kloos
Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung
EVO Informationssysteme GmbH, Durlangen        

Philipp Kohn
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Luis Kölbel
Mechatroniker
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Waldemar Korn
Fachinformatiker - Systemintegration
PAUL HARTMANN AG, Heidenheim

Lara Naomi Krukenfelner
Kauffrau für Büromanagement
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Yannik Kubiza
Mechatroniker
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Anna-Magdalena Kurz
Tourismuskauffrau
Aalen

Lea Kurz
Kauffrau für Marketingkommunikation
Arnulf Betzold GmbH, Ellwangen

Manuel Lang
Elektroniker für Automatisierungstechnik - Einsatzgebiet: Produktions- und Fertigungsautomation
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Thomas-Andree Lauer
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
OSRAM GmbH, Herbrechtingen

Nils Leberle
Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik - Formteile
Weisser Spulenkörper GmbH & Co. KG, Neresheim

Waldemar Lefler
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Ines Lehmann
Bauzeichnerin - Architektur
Heidenheim

Vera Lehmann
Kauffrau für Büromanagement
Stadt Ellwangen


Alexandra Leyh
Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung
Heidenheim

Jessica Lieber
Industriekauffrau
Herbrechtingen

Marina Lindner
Industriekauffrau
PAUL HARTMANN AG, Heidenheim

Marius Lingnau
Bankkaufmann Raiffeisenbank Rosenstein eG, Heubach

Damaris Lühr
Kauffrau für Büromanagement
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim

Manuel Lutz
Fachinformatiker - Systemintegration
Tannhausen

Marius Magg
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Aalen

Luca Johannes Maile
Mechatroniker
Carl Zeiss AG, Oberkochen      

Junis Meuer
Kauffrau für Büromanagement
Julius Gaiser GmbH & Co. KG, Heidenheim

Johannes Meyer
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Bopfingen

Andrej Mikolaichuk
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Lauchheim

Felix Müller
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Schleifmaschinensysteme
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Natalja Nazarenus
Kauffrau im Einzelhandel
Aalen

Nico Nierichlo
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Instandhaltung
SCHWENK Zement GmbH & Co. KG, Heidenheim

Michael Odenbach
Mechatroniker
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Yannick Nikolai Ortwein
Mechatroniker
BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Benedikt Pflanz
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Alfing Kessler Sondermaschinen, Aalen

Leon Pösl
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA, Ellwangen

Henry Preßmar
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Pfisterer Kontaktsysteme GmbH, Gerstetten

Jonas Raab
Industriekaufmann
Rosenberg

Anna Ramras
Kauffrau für Büromanagement
Ellwangen

Robin Rautenberg
Fachpraktiker im Verkauf
Steinheim

Lea Reichersdörfer
Zerspanungsmechanikerin - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Luca Reichersdörfer
Fachinformatiker - Systemintegration
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Niklas Reiger
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Maschinenfabrik Alfing Kessler GmbH, Aalen

Leah Sofie Rentschler
Kauffrau für Büromanagement
Aalen

Simon Richter
Mechatroniker
TE Connectivity Germany GmbH, Wört

Fabio Rieger
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress, Aalen      

Maximilian Ries
Mechatroniker
TE Connectivity Germany GmbH, Wört

Katharina Rinn
Industriekauffrau
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Aalen

Katharina Roscher
Kauffrau für Büromanagement
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Vanessa Rudolph
Fachlageristin
Schwäbisch Gmünd

Karl Sauber
Werkzeugmechaniker - Einsatzgebiet: Stanztechnik
TE Connectivity Germany GmbH, Wört

Christopher Scheurle
Kaufmann für Versicherungen und Finanzen
Herrn Dieter Waibel Versich., Bausparen, Investment, Schwäbisch Gmünd

Svea Schickling
Kauffrau im Einzelhandel
Nersingen

Robin Schletterer
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Betriebsanlagen, Betriebsausrüstungen
TE Connectivity Germany GmbH, Wört

Christian Schmid
Elektroniker für Betriebstechnik - Einsatzgebiet: Energieverteilungsanlagen/-netze
Neuler

Markus Schmid
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Georg Schneider
Industrieelektriker - Betriebstechnik
IHK-Bildungszentrum, Aalen

Andreas Scholz
Fachkraft für Lagerlogistik
Schwäbisch Gmünd

Aleksandra Schubert
Kauffrau im Einzelhandel
Heidenheim

Jessica Schwarz
Industriekauffrau
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Jannis Schweier
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Ederheim

Andreas Stefan Sebera
Bankkaufmann
Kreissparkasse Ostalb

Evelyn Seibel
Kauffrau für Büromanagement
Aalen

Daniel Seibold
Informatikkaufmann
Landratsamt Heidenheim

Nadine Seifert
Industriekauffrau
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Celina Semmler
Kauffrau im Groß- und Außenhandel
Ellenberg

Vasileios Sidiropoulos
Fachkraft für Lagerlogistik
Giengen

Christopher Siegl
Zerspanungsmechaniker - Einsatzgebiet: Drehmaschinensysteme
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Joachim Simon
Konstruktionsmechaniker - Einsatzgebiet: Stahl- und Metallbau
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Marc Smoger
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.

Tobias Sorg
Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann
Newerkla GmbH & Co. KG, Aalen

Achim Sorge
Bauzeichner - Architektur
Neresheim

Hannes Staudenmaier
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Produktionstechnik
RUD-Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Aalen

Fabian Stegmaier
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Feingerätebau
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Oliver Stein
Mechatroniker
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG, Aalen

Lukas Maximilian Stephan
Mechatroniker
Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd

Tobias Stimm
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik mbH, Bopfingen

Kai-Uwe Strobl
Kaufmann im E-Commerce
Arnulf Betzold GmbH, Ellwangen

Benedikt Sünder
Mechatroniker
Westhausen

Ana-Kristine Tatishvili
Köchin
Widmann`s Löwen GmbH & Co. KG, Königsbronn

Aaron Thaler
Informatikkaufmann
Carl Zeiss AG, Oberkochen

Yigit Turan
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Schwäbisch Gmünd

Marius Uhl
Elektroniker für Automatisierungstechnik - Einsatzgebiet: Produktions- und Fertigungsautomation
Ellwangen

Dinah Veile
Kauffrau für Büromanagement
Ellwangen

Ricarda Vierl
Chemielaborantin
Weleda A.G. Schwäbisch Gmünd

Laura Vornberger
Zerspanungsmechanikerin - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Maren Vornberger
Zerspanungsmechanikerin - Einsatzgebiet: Fräsmaschinensysteme
Kessler & Co. GmbH & Co. KG, Abtsgmünd

Emanuel Weinschenk
Automobilkaufmann
Schwäbisch Gmünd

Marc-Antonio Weiss-Espinal
Fachinformatiker - Systemintegration
Heubach

Leonie Weizmann
Industriekauffrau
Bopfingen

Maximilian Wesiak
Kaufmann im Einzelhandel
Aalen

David Wetzel
Kaufmann im Einzelhandel
Aalen

Leo Winter
Industriemechaniker - Einsatzgebiet: Maschinen- und Anlagenbau
Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH, Aalen

Magnus Woditsch
Konstruktionsmechaniker - Einsatzgebiet: Schweißtechnik
Heubach

Kathrin Wörle
Kauffrau für Büromanagement
Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim

Hüseyin Yilmaz
Industrieelektriker - Betriebstechnik
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V.
Die Region schreibt ihre Zukunft fort: Bearbeitung der Zukunftsziele startet mit thematischen Impulsen 14.11.2022

Zukunftskongress „Transformation: jetzt!“

Beim Zukunftskongress „Transformation: jetzt!“ im Sparkassen Business Club der Heidenheimer Voith-Arena haben sich rund 250 Teilnehmende aufgemacht, die im Masterplan Ostwürttemberg 2030 fixierten Ziele zu bearbeiten. Mit zwei Vorträgen sowie vier Impulsen in Paneldiskussionen wurden Zukunftsthemen aufgegriffen.
Vor einem Jahr hat sich die Region Ostwürttemberg aufgemacht, aktiv ihre Zukunft zu gestalten. Die Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ hat Leitziele für die Region in sieben Workshops herauskristallisiert, die nun in Angriff genommen werden. Als Auftakt dieser Umsetzungsphase bot der Zukunftskongress die Möglichkeit, in die Themen Klimaneutralität, Wasserstoffregion Ostwürttemberg, Transformationsnetzwerk sowie gestärkte Start-up- und Innovationsstrukturen einzutauchen.
„Wir gehen voran, um unseren Wohlstand zu sichern und verstecken uns nicht hinter der großen Politik“,
sagte IHK-Präsident Markus Maier zur Einführung.
„Optimismus ist Pflicht! Es liegt viel Arbeit vor uns, nichts wird uns geschenkt werden. Aber es führt nur eine Richtung in die Zukunft: nach vorn!“
Beide Landräte der Region betonten, dass es wichtig ist, an der Zukunftsfähigkeit zu arbeiten.
„Wenn wir Transformation und Krisen als Chancen begreifen, dann hätte es für unsere Zukunftsoffensive keinen besseren Zeitpunkt geben können. Dass Veränderungen nun schneller als erwartet kommen müssen erhöht zwar den Druck, aber auch die Dynamik.
Wir werden uns mit vereinten Kräften nun den skizzierten Projektideen widmen und unsere Unternehmen aus Industrie und Handwerk bei der Bewältigung der Herausforderung begleiten und unterstützen“,
sagte Landrat Dr. Joachim Bläse in seinem Statement am Ende der Veranstaltung.
„Wer sollte besser sein als wir. Wir sind Macher.“
Landrat Peter Polta hatte zuvor auf die Dringlichkeit der Zukunftsoffensive hingewiesen angesichts der äußeren Veränderungen in der Weltwirtschaft durch den russischen Angriffskrieg.
„Wir werden die Ziele nicht abheften und zur Seite legen. Jetzt beginnt die Kärrnerarbeit. Wir haben Fahrt dazu aufgenommen“,
sagte Polta.
IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler dankte den Akteuren, die bislang an der Zukunftsoffensive mitgearbeitet haben.
„Es werden Lösungen gesucht, anstatt Schuldige. Ohne Ideologie, dafür mit ausgeprägtem Realitätssinn wird vorgegangen. Er skizzierte, welche weiteren Schritte nun notwendig sind: der Aufbau eines schlagkräftigen Teams für die Netzwerkarbeit, der Re-Start der Fachkräfteallianz und ein Runder Tisch Wasserstoff, das laute Trommeln in Berlin und Stuttgart für Fördergelder oder auch eine Qualifizierungsoffensive.” 
Leitvortrag von Prof. Holger Kaßner
Erproben, vernetzen, öffentlich machen. Projekte konkretisieren, gemeinsame regionale Strategien erarbeiten und Förderungen beantragen. Auf diese Phase der Zukunftsoffensive stimmten die Referenten beim Zukunftskongress ein. Prof. Dr. Holger Kaßner, Leiter des Schwäbisch Gmünder fem, erläuterte, wie Wandel und Transformation die Zukunft bedingen.
Er stellte dar, dass Menschen linear in die Zukunft denken, Transformationsprozesse jedoch ähnlich einer Exponentialfunktion plötzlich steil ansteigen. „Deshalb bedingt ein Transformationsprozess hohen Aufwand. Bei der Synchronisation entsteht ein hoher Anpassungsdruck, disruptive Prozesse starten“, erläuterte er. Die Gesellschaft im Land sei jedoch gut gewappnet – finanziell, industriell sowie gesellschaftlich. Die sogenannte „German Angst“ müsse überwunden werden auf dem Weg in die Zukunft.
Zwei Paneldiskussionen
In den von Markus Kilian, Geschäftsführer der Bezirksgruppe von Südwestmetall, sowie Markus Schmid, Geschäftsbereichsleiter bei der IHK Ostwürttemberg, moderierten Paneldiskussionen Experten und Unternehmensvertreter zu Wort. Im Expertenpanel gab Prof. Dr. Markus Hölzle, Vorstandsmitglied Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung, Einblicke in die Zukunft der Energieversorgung und die Wasserstoffstrategie im Land. Joachim Erdle, Bereichsvorstand Corporate Finance Landesbank Baden-Württemberg, berichtete über die EU-Taxonomie als Herausforderung für die Unternehmen.
Prof. Dr. Markus Hölzle, machte deutlich, dass Wasserstoff und elektrische Energie, da weltweit und zu attraktiven Preisen verfügbar, das Rückgrat der globalen Energiewende sind. Diese Wende werde gelingen, davon sei er überzeugt. Es gebe viele Fördergelder, weswegen Hölzle dazu ermunterte, dafür auch die Hände aufzuhalten und sich nicht vornehm zurückzuhalten. Ausdrücklich verwies er auf den Aufbau des Industrieparks Aspen in Schwäbisch Gmünd im Rahmen des Hy-Five-Projekts Alb-Donau als Keimzelle einer lokalen Wasserstoffinfrastruktur mit überregionaler Pipelineanbindung.
Joachim Erdle unterstrich, dass nicht nur Großunternehmen angesichts der EU-Taxonomie stark unter Druck stehen. Dabei handelt es sich um ein Klassifizierungssystem für die Bewertung ökologischer Nachhaltigkeit von wirtschaftliche Handeln. Erdle mahnte die Unternehmen dringend, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Das koste zwar Geld, tue man es aber nicht, koste es noch viel mehr Geld. Der Referent beschrieb die Taxonomie als Chance und Herausforderung zugleich vor dem Hintergrund des grünen Deals der EU, der vorsieht, Europa bis 2050 zu einem klimaneutralen Kontinent zu machen und die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken.
   
Im zweiten Panel wurde aus Unternehmenssicht geschildert.
Konrad Grimm, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Alfing Kessler GmbH (MAFA), referierte über den Transformationsprozess der Automobilwirtschaft. Klimaneutrale Unternehmensprozesse standen im Fokus des Beitrags von Britta Fünfstück, Vorstandsvorsitzende der Paul Hartmann AG.
Dabei machte Konrad Grimm klar, dass sein Unternehmen sich seit rund 18 Monaten intensiv mit dem Transformationsprozess auseinandersetzt, an dessen Ende in den Jahren 2028 bis 2030 ein neues Geschäftsmodell stehen soll.
Denn: „Verbrennungsmotoren im Automotive-Bereich sind keine Prämisse mehr für die weiteren Planungen bei der MAFA. Wir müssen raus aus der Komfortzone. Wir wollen andere Produkte herstellen, die Kurbelwellen ersetzen“,
sagte Grimm.
Als Beispiel nannte er geschmiedete Weichen für die Deutsche Bahn.
Dipl. -Phys. Britta Fünfstück beschrieb den Prozess hin zu nachhaltigem Wirtschaften in ihrem Unternehmen. Wichtig sei, dass man sich vor der Umsetzung ganz klar über die Ziele sein müsse, soll das Unterfangen auch gelingen.
„Was genau ist der Fokus? Wir nennen diese Ziele, die für die nächsten zehn Jahre gelten, Nord Stars. Man muss eine Dekade vorausdenken, weil sonst nicht die derzeit gültigen Grundfeste infrage gestellt werden“,
sagte die IHK-Vizepräsidentin.
Die Kundenanforderungen spielten bei den Nachhaltigkeitszielen eine wichtige Rolle. Britta Fünfstück erläuterte anhand von Beispielen aus den verschiedenen Geschäftsfeldern der Paul Hartmann AG die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. Nachhaltigkeit im Design, der Einsatz nachwachsender Rohstoffe oder das Insourcing aus Gründen der CO2-Ersparnis seien Handlungsfelder.   
Im abschließenden Plenumsvortrag wurde das im Masterplan definierte Querschnittsziel der Mitarbeiterqualifizierung aufgegriffen. Christian Rauch, Vorsitzender der Agentur für Arbeit in Baden-Württemberg, stellte klar, dass Qualifizierung der Schlüssel zur Sicherung des Wohlstands ist. Er ging dabei auf eine Umfrage der Bundesagentur ein.
„Weiterbildung der Beschäftigten sollte keine Kostenstelle oder ein Incentive darstellen, sondern ein Investment in die Zukunft des Unternehmens sein“,
sagte er.
Die Zukunftsoffensive Ostwürttemberg bezeichnete er als beispielgebend. Die Beteiligung an der Offensive sei großartig. Weiterbildung sei kein Selbstläufer. Bedarfe müssten regional ermittelt und passgenaue Angebote geschaffen werden.   

Mehr Schlagkraft und regionaler Zusammenhalt bei der Bewältigung des Fachkräftemangels 7.11.2022

Die Akteure der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg verständigen sich auf eine aktualisierte regionale Vereinbarung und konkrete Maßnahmen

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung haben die Partner der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg die im Jahr 2012 geschlossene Vereinbarung aktualisiert, mit Unterschriften neu besiegelt und einen Aktionsplan formuliert. In enger Anbindung an die Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ sollen konkrete Fachkräfte-Projekte in der Region gemeinschaftlich umgesetzt werden.
Vor dem Hintergrund des sich immer weiter verstärkenden Fachkräftemangels in Ostwürttemberg, der sich durch alle Berufsgruppen und Wirtschaftszweige zieht, besteht dringender Handlungsbedarf für die Partner der Fachkräfteallianz.
Die negativen Auswirkungen des demographischen Wandels bekommen die Unternehmen der Region schon jetzt mit voller Wucht zu spüren und ein Wettbewerb um die besten Talente ist im Gange. Ohne Zuwanderung von Fachkräften wird die Region das Problem nicht lösen können.
Auch die ökologische und digitale Transformation schreitet in großen Schritten voran. Das bevorstehende Aus für den Verbrennungsmotor sowie die Entstehung neuer Arbeitsplätze in Bereichen wie Wasserstoff- oder Batterietechnologien stellen nur einen kleinen Teil der neuen Qualifizierungsanforderungen für Beschäftigte in der Industrie und in den Handwerksbetrieben dar.
Die Fachkräfteallianz Ostwürttemberg begleitet die Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ eingebettet und setzt mit einem Aktionsplan wichtige Impulse für die dort festgelegten Querschnittsziele „Qualifizierungs- und Beschäftigungsoffensive“ sowie „Standortmarketing und -entwicklung“.
Bei dem Strategietreffen zum „Restart der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg“ Anfang November in den Räumen der IHK Ostwürttemberg kamen die Landkreise sowie Kammern, Gewerkschaften, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Hochschulen und Verbände zusammen.
„Wir möchten der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg neue Schlagkraft verleihen. Die im Jahr 2012 geschlossene Vereinbarung wurde nun erneuert und fortgeschrieben und verdeutlicht, dass wir uns in einem breiten regionalen Schulterschluss der großen Herausforderung des Fachkräftemangels stellen werden und die formulierten Schwerpunkte gemeinsam bearbeiten – jede Institution kann dabei ihre Expertise und vorhandene Netzwerke einbringen“,
beschreibt Landrat Peter Polta, Landrat des Landkreises Heidenheim und Aufsichtsratsvorsitzender der WiRO, den Anlass des Treffens.
„Im Rahmen der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ haben wir uns mit den zukünftigen Herausforderungen auseinandergesetzt. Wir sind uns einig, dass wir die Ziele nur erreichen können, wenn wir auf dem Fundament unserer Qualifizierungs- und Beschäftigungsoffensive gemeinsam durchstarten. Die bewährte „Fachkräfteallianz Ostwürttemberg“ gibt uns dabei eine starke Struktur, beschreibt Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg die Verbindung von „Zukunft Ostwürttemberg“ mit der Fachkräfteallianz.  

Claudia Prusik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen belegte die Notwendigkeit gebündelter Aktionen mit Zahlen.
„Die Bevölkerungszahl in Ostwürttemberg steigt zwar, jedoch auch die Anzahl an Personen, die altersbedingt aus der Erwerbstätigkeit ausscheiden. In Ostwürttemberg fehlen aktuell 1.000 Fachkräfte – Tendenz steigend. Es gilt, alle Potenziale gleichermaßen in den Blick zu nehmen: Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland auszubilden, zu gewinnen, zu entwickeln und zu binden.“
„Zukunftsthemen in unserer Wirtschaftsregion können wir nur angehen und meistern, wenn wir qualifizierte Fachkräfte in den Unternehmen aus Industrie und Handwerk haben, die die Themen umsetzen. Für die Unternehmen der Region stellt der Fachkräftemangel eine hohe Belastung dar, weil Aufträge nicht angenommen oder nicht abgearbeitet werden können,“
ergänzt Markus Kilian, Geschäftsführer Südwestmetall Ostwürttemberg.
Neben der Erklärung wurde ein Aktionsplan mit konkreten Projekten und Maßnahmen formuliert, der Unternehmen aus Industrie und Handwerk bei der Bewältigung des Fachkräftemangels unterstützen soll. In Anlehnung an die in der Vereinbarung gesetzten Schwerpunkte werden im Folgenden eine Auswahl an Projektideen aufgeführt.

Die Auswirkungen der technologischen und ökologischen Transformation mit neu entstehenden Tätigkeits- und Qualifikationsfeldern in eine Chance verwandeln.
Mit dem jüngst gestarteten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg werden kleine und mittlere Unternehmen und insbesondere deren Beschäftigte mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt, um die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen. Um die Beschäftigten fit für die Transformation zu machen, sollen Qualifizierungskonzepte genutzt werden. Zudem soll ein zu diesem Bereich passendes Weiterbildungsangebot ausgebaut sowie Qualifizierungsverbünde konzipiert werden, die Unternehmen – ähnlich der Verbundausbildung – zusammenbringen, um sich bei der Weiterbildung gegenseitig zu unterstützen.
Auch die Hochschulen der Region werden ihre Angebote auf die veränderten Rahmenbedingungen anpassen und so beispielsweise GreenTech Skills noch mehr in der Aus- und Weiterbildung verankern. Dazu gehören Fähigkeiten, die eine klimafreundliche oder klimaneutrale Konzeption und Herstellung von Produkten, Produktionsstätten oder Anwendungen ermöglichen.
Eine umfassende Integration unterschiedlicher Zielgruppen mit geringer oder ausbaufähiger Arbeitsmarktbeteiligung ins Erwerbsleben.
Hier steht unter anderem das Projekt „Unsere Jobs - Ihre Chance“ kurz vor der Umsetzung, bei dem Arbeitssuchenden die Chance auf einen Jobeinstieg gegeben werden. Geeignete Kandidat*Innen werden von der Agentur für Arbeit und den Job-Centern auf Basis von Job-Profilen der Unternehmen ausgewählt und im Projekt qualifiziert. Die Unternehmen erklären sich zu einer Übernahme erfolgreicher Teilnehmer*Innen bereit.
In einem Speed-Dating-Format sollen Fachkräfte und Azubis an verschiedenen Orten in der Region mit Unternehmen zusammengebracht werden. Ebenso soll das Potenzial von Studienabbrechern mit verschiedenen Maßnahmen erschlossen werden.

Gezielt bei internationalen und inländischen Fachkräften für die Attraktivität des Lebens- und Arbeitsorts Ostwürttemberg werben.
Fach- und Führungskräfte werden vor allem von großen Arbeitgebermarken oder auch spannenden Branchen angezogen. Die existierende Standortmarketing- und Fachkräftekampagne soll ausgeweitet und weiterentwickelt werden – vor allem mit digitalen Aktionen im Bereich Social-Media.
Das Welcome Center Ostwürttemberg dient insbesondere KMU als zentrale und übergeordnete Informationsstelle für Fragen rund um die Rekrutierung internationaler Fachkräfte. Gleichzeitig ist es auch für internationale Fachkräfte und ihre Familien, einschließlich der internationalen Studierenden an den Hochschulen in Ostwürttemberg, eine wichtige Anlaufstelle, deren Wirkungskreis ausgeweitet und Maßnahmen verstärkt werden sollen.

Das Know-how der Allianzpartner synergetisch nutzen
in anlassbezogenen, temporären Foren vertiefen.
Neben einer allgemeinen Wohnbauoffensive sollen verschiedene bereits existierende oder neue Projektideen gemeinschaftlich in der Region auf- oder ausgebaut werden.
Neben einem gemeinsamen regionalen und einem internationalen Speed-Dating für Fachkräfte und Azubis soll es auch eine Job-Bus-Tour durch die Region oder zusätzliche Beratungsangebote und Anlaufstellen für die unterschiedlichen Themenschwerpunkte und Zielgruppen geben.
Die regionalen Akteure möchten darüber hinaus die flächendeckende Verfügbarkeit der regionalen MINT-Angebote erhöhen und die schon erfolgreich agierenden Akteure vernetzen und stärken. Damit sollen noch mehr junge Menschen für MINT-Themen begeistert werden, um später in entsprechenden Berufen tätig zu werden.

Die Mitglieder der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg sind:
Agentur für Arbeit Aalen
Arbeitgeberverband Südwestmetall
DGB Kreisverband Heidenheim
DGB Kreisverband Ostalb
DGB Region Ostwürttemberg
DHBW Heidenheim
Handwerkskammer Ulm
Hochschule Aalen
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
IG Metall Aalen/Gmünd
IG Metall Heidenheim
IHK Ostwürttemberg
Jobcenter Heidenheim
Jobcenter Ostalbkreis
Kreishandwerkerschaft Heidenheim
Kreishandwerkerschaft Ostalb
Landkreis Heidenheim
Landkreis Ostalbkreis
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
SRH Fernhochschule Riedlingen
Verdi Ulm-Oberschwaben
Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO)
Fachkräfteallianz
BU: Die Mitglieder der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Personen (v.l.n.r.): Phillip Jochmann (IG Metall Heidenheim), Dr. Stefan Rössler (Handwerkskammer Ulm), Tamara Hübner (IG Metall Aalen / Schwäbisch Gmünd), Thomas Koch (Jobcenter Ostalbkreis), Nadine Kaiser (WiRO), Markus Kilian (Südwestmetall), Markus Maier (Präsident IHK Ostwürttemberg), Landrat Peter Polta (Landratsamt Heidenheim), Thilo Rentschler (IHK Ostwürttemberg), Alfred Köble (Jobcenter Heidenheim), Claudia Prusik (Agentur für Arbeit Aalen), Dr. Joachim Bläse (Landratsamt Ostalbkreis), Markus Schmid (IHK Ostwürttemberg), Prof. Dr. Kirsten Hermann (SRH), Prof. Dr.-Ing. Dr. Rainer Przywara (DHBW Heidenheim), Lisa Huurdeman (IHK Ostwürttemberg), Edgar Buhl (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd)


Die Arbeit an den gefassten Zielen geht jetzt los! 7.11.2022

Vorstellung des Masterplans Ostwürttemberg 2030

Die Bündnispartner bei der im November 2021 gestarteten Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ haben bei der IHK in Heidenheim den Masterplan Ostwürttemberg 2030 vorgestellt. Er bildet in den kommenden Jahren die Basis für die zukunftsorientierte Transformation der Region auf wesentlichen Themenfeldern. Bereits am 9. November 2022 soll beim Zukunftskongress im Business Club der Heidenheimer Voith-Arena die Umsetzung dieser Vision beginnen.
Digitalisierung, Demographie und Dekarbonisierung sind die Treiber des Transformationsprozesses in Wirtschaft und Gesellschaft, der durch die aktuelle wirtschaftliche und geopolitische Situation noch beschleunigt wird.
„Deshalb ist es wichtig, dass wir im engen Schulterschluss bereits vor über einem Jahr die Grundlagen für die Zukunftsoffensive gelegt haben und nun an die Umsetzung konkreter Projekte gehen können“,
sagt IHK-Präsident Markus Maier.
Über 30 Themen wurden für die Vision einer zukunftsfesten Region in Workshops identifiziert und vom Steuerungskreis der Zukunftsoffensive verschriftlicht im Masterplan Ostwürttemberg 2030. In dem 60-seitigen Dokument, das die Bündnispartner nun vorgestellt haben, werden sie beschrieben.
„Mit dem Masterplan Ostwürttemberg 2030 steht der Region jetzt ein umfangreicher Instrumentenkasten zur Verfügung, mit dessen Hilfe die aktuelle Situation als Katalysator genutzt und Transformationsprozesse beschleunigt werden können“,
erklärt Markus Maier.
Unter der Leitung der beiden Landräte in der Region, Dr. Joachim Bläse (Ostalbkreis) und Peter Polta (Heidenheim), sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler  hat der Steuerungskreis der Initiative künftige Handlungsfelder zusammengefasst und mit bereits bestehenden Strukturen in der Region verknüpft.
„Wir fangen deshalb nicht bei Null an, sondern bündeln vorhandene Ressourcen, um sie beim Bewältigen von Herausforderungen, die durch die Transformationstreiber entstehen, zu nutzen“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
„Wenn wir Transformation und Krisen als Chancen begreifen, dann hätte es für die Offensive Zukunft Ostwürttemberg keinen besseren Zeitpunkt geben können. Dass Veränderungen nun schneller als erwartet kommen müssen erhöht zwar den Druck, aber auch die Dynamik“,
sagte Landrat Dr. Joachim Bläse.
„Für den Landkreis Heidenheim ist die nachhaltige Gestaltung der Zukunft der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg, die sich durch ihre Innovationskraft und Wirtschaftsstärke auszeichnet, elementar“,
betont Landrat Peter Polta.
Während der nun zu Ende gehenden Phase, in der die im Masterplan hinterlegten Ziele zusammengefasst wurden, habe sich der Schulterschluss in der Region verstärkt, betonen die Kooperationspartner.
„Die letzten Monate haben eindrücklich gezeigt, wie stark die Region in Krisenzeiten zusammenhält und dass sie ihre Zukunft selbst in die Hand nimmt: Das zeigt die große Beteiligung an dem gesamten Zukunftsprozess und das gemeinsam erzielte Ergebnis“,
erklärt Thilo Rentschler.    

Die im Masterplan hinterlegten Ziele

Der Masterplan Ostwürttemberg 2030 wird getragen durch vier Säulen, welche die Ziele der Zukunftsoffensive (ZO) darstellen, flankiert durch zwei Querschnittsziele als Basis und Leitplanke. Diese sind:
ZO-Ziel 1: Ostwürttemberg soll zu einer Wasserstoffregion werden:
Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft und essentieller Bestandteil der Energiewende auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ziel muss es deshalb sein, dass unsere Region möglichst rasch einen Anschluss an die überregionale Wasserstoffinfrastruktur erhält und so die Wettbewerbsfähigkeit der Region gesichert wird.
ZO-Ziel 2: Das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg wird etabliert:
Die Vision der regionalen Wirtschaftsakteure ist es, Ostwürttemberg zu einer Modellregion für die erfolgreiche ökologische und digitale Transformation der Automobilindustrie- und Zuliefererbranche, von Wirtschaft und Gesellschaft, zu machen. Um das zu schaffen, wird ein Transformationsnetz Ostwürttemberg für die Region etabliert, das flachendeckend wirkt.
ZO-Ziel 3: Ostwürttemberg wird zu einer klimaneutralen Region:
Der Klimawandel gehört mit zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Es gilt, diesem mit wirksamen Klimaschutzmaßnahmen entschlossen entgegenzutreten. Außerdem will sich die Region den Themen Kreislaufwirtschaft und Recycling stellen und hier Projekte initiieren und überregional verknüpfen.
ZO-Ziel 4: Schaffung von Zukunftsstrukturen im Bereich Start-up und Innovationsagentur Ostwürttemberg:
Damit die Region im Bereich Start-up und Innovation mehr Schlagkraft gewinnt, ist es notwendig, die aktuell kleinteiligen Strukturen neu zu denken und zu einer leistungsfähigeren Einheit zusammenzuführen.
Querschnittsziel 1: Qualifizierungs- und Beschäftigungsoffensive:
Die Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft erfordert ein groß angelegtes Konzept zur Weiterbildung der Beschäftigten und des weiteren Erwerbspersonenpotenzials. Ziel ist es, möglichst viele Beschäftigte, egal auf welcher Qualifikationsstufe, mit den Fähigkeiten auszustatten, die für die Arbeit in der nahen und ferneren Zukunft von maßgeblicher Relevanz sind.
Querschnittsziel 2: Standortmarketing und -entwicklung:
Zentrale, bewährte und neue Botschaften sollen weiter ausgebaut und Maßnahmen entwickelt werden, um die Positionierung der Region Ostwürttemberg als attraktiven Standort in Süddeutschland weiter zu festigen und nicht nur nach innen, sondern überregional und international zu verbreiten.
Aufbau des Transformationsnetzwerks kommt voran
In der nun startenden Phase III der Zukunftsoffensive für die Region beinhaltet den Aufbau eines Transformationsnetzwerks für Ostwürttemberg. Projektstart war rückwirkend der 1. August 2022 mit einer Laufzeit von drei Jahren bis Herbst 2025. Dafür erhalten die Partner Bildungswerk, IG Metall, WiRO und IHK Ostwürttemberg zusammen rund 5 Mio. Euro Fördermittel vom Bund für ihr dezentrales Konzept mit Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd. Im Netzwerk werden bis zu acht Mitarbeitende die Themen der Transformation vorantreiben. Ziel ist, Ostwürttemberg resilient und erfolgreich in einer sich rasch ändernden Umgebung aufzustellen und zu einer Modellregion für nachhaltige Transformation auszubauen.
Flankierend werden für die Region Offensiven zur Verbesserung der Infrastruktur gestartet. Schwerpunkte bilden dabei die Forschungsinfrastruktur an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Verkehrs- und Digitalinfrastruktur sowie die Regional- und Landesentwicklungsplanung.
Was kommt als Nächstes?
Ab 2023 sollen die Projekte mit Leben gefüllt werden, die Handlungsfelder verfeinert und konkrete Dinge umgesetzt werden. Das Transformationsnetzwerk soll Akteure noch stärker zusammenführen und lösungsorientierte Ansätze in den Beratungscentern leisten. Vieles wird dann angepasst und weiterentwickelt – und es entstehen daraus neue Ideen“, beschreibt es IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.   

Zitate der Kooperationspartner

Dr. Joachim Bläse, Landrat Ostalbkreis:
„Wenn wir Transformation und Krisen als Chancen begreifen, dann hätte es für die Offensive Zukunft Ostwürttemberg keinen besseren Zeitpunkt geben können. Dass Veränderungen nun schneller als erwartet kommen müssen erhöht zwar den Druck, aber auch die Dynamik. ‚Wasserstoffregion‘ und ‚Klimaneutrale Region‘ sind dabei Schlüsselziele der Offensive, für die sich der Ostalbkreis gerne federführend mit dem Nachbarlandkreis einsetzt. Die Erfahrungen und Netzwerke zahlreicher innovativer Akteure aus Unternehmen, Forschung und Verwaltung können hier optimal eingebracht werden, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und uns so unabhängiger und resilienter zu machen.“
Peter Polta, Landrat Kreis Heidenheim:
„Für den Landkreis Heidenheim ist die nachhaltige Gestaltung der Zukunft der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg, die sich durch ihre Innovationskraft und Wirtschaftsstärke auszeichnet, elementar. Mit der Offensive Zukunft Ostwürttemberg tun wir genau das im engen Schulterschluss mit allen Beteiligten. Es gilt nun gemeinsam, die im Masterplan erarbeiteten Maßnahmen anzupacken, voranzutreiben und in die Tat umzusetzen, damit wir unsere Ziele erreichen.“
Markus Maier, IHK-Präsident:
„Der tiefgreifende Transformationsprozess unserer Region wird aktuell durch die Energiekrise stark beschleunigt. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass sie Investitionen in Zukunftsfelder aufgrund geschäftlicher Unsicherheiten verschieben müssen, gleichzeitig jedoch dem Druck ausgesetzt sind, Produktionsprozesse so schnell wie möglich klimaneutral zu gestalten. Dafür braucht es dringend neue Lösungen und Ansätze. Mit dem Masterplan Ostwürttemberg 2030 steht der Region jetzt ein umfangreicher Instrumentenkasten zur Verfügung, mit dessen Hilfe die aktuelle Situation als Katalysator genutzt und Transformationsprozesse beschleunigt werden können.“
 
Thilo Rentschler, IHK-Hauptgeschäftsführer:
„Die letzten Monate haben eindrücklich gezeigt, wie stark die Region in Krisenzeiten zusammenhält und dass sie ihre Zukunft selbst in die Hand nimmt: Das zeigt die große Beteiligung an dem gesamten Zukunftsprozess und das gemeinsam erzielte Ergebnis. Wir fangen nicht bei Null an, sondern bündeln vorhandene Ressourcen, um sie beim Bewältigen von Herausforderungen, die durch die Transformationstreiber entstehen, zu nutzen.“
Nadine Kaiser, Geschäftsführerin Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO):
„Die Region Ostwürttemberg punktet mit ihren Unternehmer-Leuchttürmen, mittelständischen und familiengeführten Unternehmen aus Industrie und Handwerk, mit ihrer Lage, einem sehr guten Hochschul- und Bildungsangebot, einer guten Anbindung an die Ballungszentren sowie einer hohen Lebensqualität. Die Region verfügt hier über echte Standortvorteile, die es noch stärker zu vermarkten gilt. Die Standortmarketing-Aktivitäten unter der Dachmarke „Raum für Talente und Patente“ haben weiterhin Gültigkeit und wir werden die Aktivitäten ausweiten sowie zusätzliche neue Botschaften generieren.“
Frederick Brütting, Oberbürgermeister Aalen:
„Wir stehen in einem umfassenden Transformationsprozess. Dieser Wandel unserer Volkswirtschaft kann nur dann erfolgreich bewältigt werden, wenn wir als Region eng zusammenstehen und die vor uns liegende Aufgabe gemeinsam bewältigen. Die Zukunftsoffensive Ostwürttemberg und der jetzt vorliegende Masterplan ist einer der Schlüssel, diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Der Masterplan skizziert einen Weg, unsere Energieversorgung zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen, die Fachkräfte von heute fit für die Zukunft zu machen und durch eine kluge Vernetzung der Unternehmen neue Geschäftsmodelle in der Region zu entwickeln.“
Richard Arnold, Oberbürgermeister Schwäbisch Gmünd:
„Die Stadt Schwäbisch Gmünd ist gerne aktiver Mitwirkender und Treiber der Zukunftsoffensive Ostwürttemberg und trägt mit dem Projekt Aspen – einem nachhaltigen Technologiepark der Zukunft rund um einen 10 MW Elektrolyseur – wesentlich zur Transformation unserer Wirtschaft, aber auch zur Energiewende in unserer Region bei.“
Michael Salomo, Oberbürgermeister Heidenheim:
„Die Offensive ‚Zukunft Ostwürttemberg‘ stellt eine unerlässliche Weichenstellung für den Wirtschaftsstandort Ostwürttemberg dar. Heidenheim verdankt ihre Entwicklung zu großen Teilen dem wirtschaftlichen Erfolg der Vergangenheit. Dass wir diesen Erfolg auch in Zukunft fortführen können, wird über die Umsetzung des Masterplans garantiert. Nur so machen wir unsere Wirtschaftsregion fit für die Zukunft; so schaffen wir die Möglichkeit zur Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze; so erhalten wir unseren Wohlstand und ermöglichen die weitere Entwicklung unserer Stadt. Als OB begleite ich diesen Transformationsprozess gemeinsam mit meiner Stadtverwaltung mit aller Kraft.“
Michael Dambacher, Oberbürgermeister Ellwangen:
„Die Herausforderungen durch die wirtschaftlichen Umbrüche können wir in der Region nur gemeinsam bewältigen. Dabei sind auch die jeweils lokalen Stärken und Schwächen zu berücksichtigen und in den Veränderungsprozess einzubinden. Der Wirtschaftsstandort Ellwangen bringt sich gerne mit seinem „Bildungscampus Ellwangen“ und der Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie ein, um dringend benötigte Fachkräfte aus dem europäischen Ausland für den regionalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren.“
Dieter Henle, Oberbürgermeister Giengen an der Brenz:
„Die Stadt Giengen bringt die Region unter anderem durch die gezielte Förderung von Start-ups und großzügige Gewerbeflächen im GIP A7 voran. Eine vielversprechende Zukunftstechnologie ‚Made in Giengen’ ist die Gewinnung industriell nutzbarer Wertstoffe aus Abfällen durch Karbonisieren. Ferner bringen wir uns in der Fachkräfteallianz im ZO-Masterplan aktiv ein.“
Claudia Prusik, Vorsitzende Geschäftsführung Agentur für Arbeit:    
„Mit Blick auf das ‚Fundament‘ der Zukunftsoffensive – der Beschäftigungs- und Qualifizierungsoffensive, gilt es aus meiner Sicht vier wesentliche Kernthemen in den Fokus nehmen: 1. Ausbilden – ein elementares und unumgängliches Muss, um Fachkräfte für die Zukunft zu gewinnen. Und das ist das nächste Schlagwort: 2. Gewinnen. Wir müssen in der Region sämtliche Potenziale ausschöpfen. Personengruppen wie Berufsrückkehrende, Karrierewechselnde, aber auch Bewerberinnen und Bewerber mit Defiziten, die es auszugleichen gilt, dürfen im Prozess nicht verloren gehen. Hierzu zählen auch Fachkräfte aus dem Ausland, die es mit Blick auf die demografische Entwicklung für unsere Region zu gewinnen gilt! 3. Entwickeln! Das ist ein wesentliches Kernthema! Denn nur mit gut qualifiziertem Personal können wir für die Herausforderungen der ‚3 D‘ gut gewappnet bleiben. Dies ist von zentraler Bedeutung für die Beschäftigten und die Unternehmen. Und last but not least: 4. Binden! Es ist wichtig, dass Unternehmen ihre Arbeitskräfte an sich binden, aber auch die Region insgesamt Arbeitskräfte bindet – so punkten wir als eine starke und zukunftsfähige Region.“
Markus Kilian, Geschäftsführer Südwestmetall Bezirksgruppe Ostwürttemberg:
„Wir bearbeiten das Feld der Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung gemeinsam mit dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft seit Jahrzehnten. Aktuell nehmen die Engpässe zu. Aufgrund tiefgreifender Veränderungsprozesse werden allein in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) in den nächsten fünf Jahren mehr als eine Million zusätzliche technologische Fähigkeiten (Skills) benötigt, um künftigen Anforderungen und Aufgaben begegnen zu können. Dies zeigt die Future Skills-Studie der Agentur Q, der gemeinsamen Einrichtung des Arbeitgeberverbands und der IG Metall im Land. Dies wird durch die Transformation, durch die neuen Antriebsarten, die generellen Anforderungen an Klimaneutralität für Produkte und Produktionsprozesse, aber auch die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung stark beeinflusst. Neben der Ausbildung einschließlich digitaler Zusatzqualifikationen liegt die regelmäßige Weiterbildung im ureigensten Interesse der Beschäftigten und der Betriebe. Damit dies für alle Menschen in der Region möglich ist, egal ob Ungelernte oder Experten, möchten wir die Region noch stärker zusammenbringen und stärker machen."
Tamara Hübner, Geschäftsführerin IG Metall Aalen & Schwäbisch Gmünd | Ostalb:
„Gemeinsames Ziel ist es, mit dem Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg den Transformations- und Veränderungsprozess der regionalen Automobilindustrie, den Zuliefererbetrieben und fahrzeugnahem Maschinenbau zu unterstützen und die Beschäftigung mittel- und langfristig in der Region zu sichern. Die Transformation gelingt nur gemeinsam mit den Beschäftigten und den Arbeitnehmervertretungen.“
Prof. Dr. Harald Riegel, Rektor Hochschule Aalen:
Als eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland verstehen wir uns als Innovationsmotor für die Region Ostwürttemberg und die Offensive Zukunft Ostwürttemberg. International bestens vernetzt und regional in Ostwürttemberg verankert, arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern aus der Wissenschaft und Industrie an den Themen der Zukunft: wir erarbeiten die Grundlagen für neue Geschäftsmodelle, forschen an innovativen Methoden der Produktion und entwickeln hochtechnologische Produkte. In der Lehre bilden wir die Fachkräfte von morgen fundiert in den Grundlagen und an hochaktuellen Themen aus – sowohl an der Hochschule als auch in den Weiterbildungseinrichtungen Graduate Campus, Graduate School Ostwürttemberg und TaxMaster. Die Schwerpunkte unseres Lehrangebots Wirtschaft, Technik und Gesundheit passen wir an die Bedarfe der Gesellschaft und der Industrie an und entwickeln diese mit Blick auf Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsthemen kontinuierlich weiter. Mit der Einrichtung des Gründercampus wurden die Angebote zur Unterstützung der Start-up-Landschaft an der Hochschule Aalen zusammengeführt, um Gründende auf ihrem Weg von der ersten Idee bis hin zu einem wettbewerbsfähigen Unternehmen zu unterstützen.
Prof. Dr. Claudia Vorst, Rektorin PH Schwäbisch Gmünd:
„Vielfältige Vernetzungen, auch zwischen Bildung und Wissenschaft, kennzeichnen die Region Ostwürttemberg. Die PH bildet Lehrkräfte mit Gespür für die Herausforderungen der globalen und regionalen Transformationen des dritten Jahrtausends aus.“
Prof. Dr.-Ing. Dr. Rainer Przywara, Rektor DHBW Heidenheim:
„Die DHBW Heidenheim leistet einen Beitrag zur Zukunftsoffensive Ostwürttemberg, indem sie an zwei Zukunftsprojekten mitwirkt:
• Im Projekt Kreislaufwirtschaft/Recycling im Handlungsfeld Klimaneutrale Region Ostwürttemberg wird der gesamte Produktlebenszyklus ausgewählter Produkte vom Design über die Beschaffung und Herstellung bis zur Entsorgung in den Blick genommen. Das geschieht in Kooperation mit regionalen Unternehmen, denen Austauschforen geboten werden.
• Im Projekt Digital & Sustainability Accelerator Ostwürttemberg unterstützt die DHBW Heidenheim im Handlungsfeld Start-up-, Innovations- und Zukunftsstrukturen die regionale Gründerszene insbesondere bei technologieorientierten Unternehmensgründungen sowohl technisch als auch bei der Kundenfindung.


Info Steuerungskreis Zukunftsoffensive

Zum Steuerungskreis der Zukunftsoffensive gehören die Mitglieder des Arbeitskreises (AK) Kommunales und Wirtschaft sowie assoziierte Mitglieder. Geschäftsführend sind im Steuerungskreis die beiden Landräte Dr. Joachim Bläse und Peter Polta sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler tätig. Hinzu kommen aus dem AK Kommunales und Wirtschaft IHK-Präsident Markus Maier, Regionalverbandsdirektor Thomas Eble sowie die fünf Oberbürgermeister Frederick Brütting (Aalen), Michael Salomo (Heidenheim), Richard Arnold (Schwäbisch Gmünd), Michael Dambacher (Ellwangen) und Dieter Henle (Giengen). Assoziiert sind: Prof. Dr. Ralf Dringenberg, Dr. Ing. Michael Fried, Tamara Hübner, Claudia Prusik, Prof. Dr. Rainer Przywara, Prof. Dr. Harald Riegel und Prof. Dr. Claudia Vorst.  
 






Knapp 5 Mio. Euro Förderung für die Region 28.10.2022

Startschuss für das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg

IHK Ostwürttemberg, WiRO, Bildungswerk Baden-Württemberg und die IG Metall geben den Startschuss für das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg. Unterstützt werden dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen und deren Beschäftigte, um die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für einen Zeitraum von drei Jahren mit knapp 5 Millionen Euro gefördert.
Einer der wirtschaftlichen Schwerpunkte Ostwürttembergs liegt bei den Automobilzulieferern und dem fahrzeugnahen Maschinenbau. Diese Branchen stehen für rund 600 Unternehmen mit rund 33.000 Mitarbeitenden, was einem Anteil von über 20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten entspricht. Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess und hat in Zukunft große Herausforderungen zu schultern: Neben neuen Anforderungen für den Klimaschutz sowie der damit zusammenhängenden Kompensation von Arbeitsplatzverlusten im Bereich des Verbrennungsmotors kommen Technologiesprünge und damit auch neue Qualifizierungsbedarfe auf die Unternehmen und Beschäftigten zu. Fragile Lieferketten und die Problematik steigender Energiekosten sind Faktoren, die die Branche zusätzlich belasten. Der Transformationsprozess bietet jedoch auch erhebliche Wachstumspotentiale für die Unternehmen und die Region Ostwürttemberg.
Hier setzt das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg an. Die Koordination übernimmt die IHK Ostwürttemberg, in engem Schulterschluss mit den Projektpartnern der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO), dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. (Biwe) und der IG Metall Aalen/Schwäbisch Gmünd/Heidenheim. Dabei werden die Partner im Rahmen des Förderprogramms „Transformationsstrategien für Regionen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit knapp 5 Mio. EUR gefördert.
„Mit dem Transformationsnetzwerk werden wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei den Veränderungsprozessen unterstützen. Durch neue Angebote wie z.B. thematische Transformationswerkstätten, einem Fokus auf dem Wissens- und Technologietransfer und der Qualifizierung der Beschäftigten werden Unternehmen und Beschäftigte durch den Transformationsprozess begleitet“,
so die Netzwerkpartner.
Ziel ist es, gemeinsam mit den assoziierten Partnern, darunter Arbeitnehmervertreter*innen, Agentur für Arbeit und Job-Center, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Kommunen, Landkreisen, Verbänden, Kammern, der Start-up Region Ostwürttemberg, dem Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg neue Marktchancen aufzuzeigen, Partner für die Umsetzung zu vermitteln und möglichst vielen Unternehmen, vor allem KMU, neues Wissen und Know-how zugänglich zu machen. Um die Beschäftigten fit für die Transformation zu machen, sollen Qualifizierungskonzepte entwickelt und erprobt werden. Das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg wird auch überregionale Kontakte und Kompetenzen nutzen und hat beispielsweise Partnerschaften mit eMobil BW oder der Agentur Q und wird sich zudem mit Netzwerken aus anderen Regionen verzahnen.
Ziel: Ostwürttemberg zur Referenzregion machen
Mit einem schlagkräftigen Team, das aus Projektmanagerinnen und -managern mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten besteht und zusätzlich durch die vorhandenen Personalkapazitäten der vier Projektpartner getragen wird, startet das Transformationsnetzwerk ab Oktober an den Standorten Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd. Das Netzwerk ist zudem Teil der Standortoffensive „Zukunft Ostwürttemberg“ und zielt darauf ab, die Region Ostwürttemberg zu einer Referenzregion für die erfolgreiche ökologische und digitale Transformation der Automobilzulieferer und des fahrzeugnahen Maschinenbaus zu machen.

Ansprechpartner/-innen der vier Projektpartner:
IHK Ostwürttemberg
Lisa Huurdeman, Tel.: 07321 324-258 oder
huurdeman@ostwuerttemberg.ihk.de
Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft
Sarah Pein, Tel.: 0172 3192360 oder pein.sarah@biwe.de
Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg:
Nadine Kaiser, Tel.: 07171-927-5322 oder kaiser@ostwuerttemberg.de
IG Metall Ostwürttemberg
Erika Bresel, Tel.: 07361-955-910 oder erika.bresel@igmetall.de
„Im Winter kann es eng werden“ 14.10.2022

8. Wirtschaftsgespräch

„Im Winter kann es eng werden“
ODR-Vorstand Frank Reitmajer über Energieversorgung, Sicherheit, steigende Preise und die Abh#ängigkeit von Russland

Unabhängig davon, wie viel Gas künftig über die Pipeline Nordstream 1 geliefert wird: Es wird in jedem Fall eng, die Energieversorgung ist im kommenden Winter nicht gesichert. Dies hat Frank Reitmajer, der Vorstand der EnBW ODR AG, beim achten Wirtschaftsgespräch der IHK Ostwürttemberg und der Handwerkskammer Ulm in der Hammerschmiede in Königsbronn unmissverständlich deutlich gemacht.
Deutschland muss nach seiner Überzeugung die nach seinen Worten riskante und problematische Abhängigkeit von Russland beenden und stattdessen auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Deutschland und Europa müssten Energiesouveränität erreichen durch mehr Tempo bei der Energiewende. Während aber Russland die Gaslieferungen innerhalb von zwei Stunden stoppen kann, sei die angestrebte Souveränität nicht so schnell zu erreichen, ergänzte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Er beschrieb daher die derzeitige Situation als einen Alptraum, aus dem man nicht aufwacht.
Dass Industrie und Handwerk vor großen Herausforderungen stehen, machte IHK-Präsident Markus Maier in seiner Begrüßung deutlich.
„Letzten Endes steht unser aller Wohlstand auf dem Spiel“,
beschrieb er die aktuelle Situation.
„Energie ist die zentrale Frage für den Industriestandort Deutschland geworden!“
Die Mitgliedsunternehmen der IHK und der Handwerkskammer Ulm hätten eine große gemeinsame Schnittmenge von Interessenlagen, Forderungen und Wünschen, denn letztlich bewegten sich alle in einem gemeinsamen wirtschaftlichen, konjunkturellen und gesellschaftlichen Umfeld. Gemeinsam und mit aller Kraft werde man sich mit Einfallsreichtum, Mut und Zuversicht gegen negative konjunkturelle und strukturelle Einwirkungen auf die Region stemmen. Aber selten seien die Unternehmen auch so von den politischen Entscheidungsträgern abhängig gewesen,
unterstrich Maier.
Reitmajer verwies darauf, dass man in den letzten Jahren Erdgas als eine Brückentechnologie für den Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Energie auf dem Weg zur Klimaneutralität eingeschätzt habe. Der Angriff Putins auf die Ukraine und der Wegfall Russlands als verlässlicher Handelspartner sowie die daraus resultierende Instabilität der Versorgung Europas mit Erdgas lasse diese Idee der Brückentechnologie als hinfällig oder zumindest als stark eingeschränkt erscheinen.
Reitmajer:
„Unsere Überlegung, von Kohle und Erdöl zunächst auf Erdgas und erst im zweiten Schritt auf erneuerbare Energien umzusteigen, ist keine resiliente Strategie mehr. Vielmehr gilt es jetzt, so schnell wie möglich den aktuellen Energieeinsatz durch Effizienz, Elektrifizierung und erneuerbare Energien sowie Wasserstoff zu ersetzen.“
Bezahlbarkeit stark im Fokus
Wegen den Unsicherheiten auf den Energiemärkten und wegen der möglicherweise knappen Energie werde die Bezahlbarkeit von Gas und Strom mittelfristig stark im Fokus bleiben. Dass dabei Energie fast unbezahlbar zu werden droht, machte der Redner an Zahlen fest. Demnach steigen die Gas-Preise rasant  und könnten sich innerhalb von zwei Jahren verfünfzehnfachen. Besonders stark gestiegen seien die Preise seit Februar dieses Jahres, was auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen sei und darauf, dass Russland weniger liefere und so für eine Angebotsverkürzung sorge. Welche Preissteigerungen 2023 und 2024 zu erwarten seien, könne man jetzt noch nicht absehen, mehr als 100 Prozent bei einzelnen Versorgern lägen aber durchaus im Bereich des Möglichen. Beim Anstieg der Großhandelspreise um das zehn- bis 15-fache im Vergleich zu 2021 dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein, mutmaßte Reitmajer weiter.
Bei der Versorgungssicherheit erweise sich die enge Verflechtung mit Russland, die über Jahre auf nunmehr über 50 Prozent gewachsen sei, als eine riskante Abhängigkeit. Blieben die Lieferungen aus Russland bis Ende des Jahres ganz aus, wäre nur ein Teil zu ersetzen. Derzeit bemühe sich die Bundesregierung, durch die Einrichtung zweier schwimmender Flüssiggasterminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel ab Januar kommenden Jahres Abhilfe zu schaffen. Reitmajer:
„Die müssen funktionieren, sonst wäre die nicht gedeckte Menge kaum auszugleichen.“
Dabei handelt es sich, wie er ergänzte, um 20 Prozent der gesamten Jahresmenge von Deutschland.
Gasmangellage droht
Bei einem kompletten und längerfristigen Lieferstopp Russlands werde es wohl zu einer Gasmangellage und zu einer Rationierung von Gas durch die Bundesnetzagentur kommen. Diese habe nämlich eine Studie veröffentlicht, wonach es bei allen denkbaren Varianten eng werden wird. Die Politik habe zwar reagiert, aber es brauche Zeit. Offen sei auch, ob die Speicher, falls sie gefüllt sind – und da sei Deutschland gut unterwegs – über den Winter reichen. Denn niemand wisse, wie kalt es werde, wie viel Russland liefere und wie erfolgreich die Einsparbemühungen seien. In einem kalten Winter jedenfalls seien die Speicher binnen kürzester Zeit leer.
Aber nicht nur Gas wird immens teuer, von einer vergleichbaren Entwicklung sprach Reitmajer beim Strom. Hier bezifferte er die Steigerung mit dem Zehnfachen im Vergleich zum Januar 2021. Und auch hier sei der Krieg Russlands in der Ukraine der wesentliche Grund für eine rasante Entwicklung. Im kommenden Jahr, davon müsse man ausgehen, seien auch beim Strom Preissteigerungen von über 100 Prozent bei einzelnen Versorgern realistisch. Man gehe davon aus, dass die Stromversorgung in diesem Winter gesichert sei.
„Im Endeffekt wird beim Strom wie auch beim Gas die Ausprägung des Winters die entscheidende Rolle spielen.”
Die andere Seite der Medaille: Die hohen Preise setzten einen sinnvollen Anreiz, Energie sparsam zu verbrauchen.
Der Referent machte aber auch deutlich, welch große Herausforderung die Energiewende darstellt, um Energiesouveränität und Klimaneutralität zu erreichen. Denn bisher kommt Energie für den Verbrauch von Kraftwerken, Heizungen, Verkehr, Industrie und Sonstigem, also die Primärenergie, nur zu 16 Prozent aus Erneuerbaren, aber zu 26 Prozent aus Erdgas, zu 15,5 Prozent aus Kohle und zu 24 Prozent aus Mineralöl. Ein Umsteuern auf eine Versorgung größtenteils aus erneuerbaren Energien sei nur mit einem riesigen Kraftakt möglich, verbunden mit hohen Kosten und steigenden Preisen, ist Reitmajer überzeugt.
In der von IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler moderierten Fragerunde sagte der Referent, wenn es tatsächlich zu einer Gasmangellage kommen sollte, werde von oben nach unten abgeschaltet. Als erste müssten große Industrieunternehmen ihren Gasverbrauch senken, als letzte kämen die eigentlich geschützten Haushalte dran. Dabei werde in Teilnetzen abgeschaltet, die Pläne dafür lägen bereits in den Tresoren. Aber auch das Wiederanschalten werde dann ein großes Problem, weil Fachleute jeden einzelnen Gasanschluss überprüfen müssten. Das könne Monate dauern. Wenn Heizlüfter zum Einsatz kommen sollten, werde man auch dies steuern, indem man sie aus dem Stromnetz nimmt.
Polta: Müssen zusammenstehen
Der Heidenheimer Landrat Peter Polta sprach von bewegten, unsicheren Zeiten und unterstrich, der Landkreis Heidenheim und der Ostalbkreis arbeiteten hier gut und partnerschaftlich zusammen und hätten sich auf Energiesparmaßnahmen geeinigt. Dazu gehöre etwa, dass man auf Aufzüge verzichte und verstärkt den Öffentlichen Personennahverkehr nutze. Das Landratsamt in Heidenheim werde nachts nicht mehr angestrahlt, die Birnen seien bereits ausgebaut. Die Herausforderungen beträfen alle, weswegen es gelte, zusammenzustehen und Lösungen zu finden.
In seinem Schlusswort betonte der Präsident der Handwerkskammer Ulm, Joachim Krimmer, angesichts des Umstiegs auf erneuerbare Energien brauche man gute Fachkräfte. Wenn der Wandel gelingen solle, müssten noch mehr junge Menschen für das Handwerk gewonnen werden. 700 hätten jetzt eine Lehre begonnen, es gebe aber immer noch offene Stellen. Krimmer:
„Die Unternehmen brauchen aber auch verlässliche Zahlen und Rahmenbedingungen von der Politik. Nur so kann die Energiewende gelingen!“
Wettbewerb für Talente und Patente gestartet 19.10.2022

Innovationspreis Ostwürttemberg 2023

Ostwürttemberg gilt nicht von ungefähr als „Raum für Talente und Patente“. Hinter jeder Innovation stehen dabei engagierte Menschen. Und genau deren Kreativität und Erfindergeist, deren Neugier und Ehrgeiz sind es, die Innovationen erst ermöglichen. Exakt dies möchte der Innovationspreis Ostwürttemberg würdigen und belohnen. Die Bewerbungsphase zum Innovationspreis 2023 hat begonnen. Teilnahmeunterlagen sowie alle wichtige Informationen zum Preis stehen unter www.talente-und-patente.de  bereit.
Jedes Jahr werden Unternehmen, Organisationen, Teams sowie Einzelpersonen für deren Leistungsfähigkeit und Kreativität ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Innovationspreis Ostwürttemberg von den Kreissparkassen Heidenheim und Ostalb, der IHK Ostwürttemberg sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO).
Ab sofort und noch bis einschließlich 28. Februar 2023 können die Bewerbungen zur Teilnahme am Innovationspreis 2023 eingereicht werden. Willkommen sind dabei Unternehmen, Organisationen sowie Einzelpersonen mit Firmensitz bzw. Wohnort in Ostwürttemberg, welche die Wettbewerbsvoraussetzungen erfüllen. Der Bewerbungsprozess ist übersichtlich und einfach aufgebaut: Im Grunde braucht es dazu lediglich den ausgefüllten Bewerbungsvordruck sowie Nachweise über Auszeichnungen, Preise oder andere Anerkennungen. Falls es sich um Patente handelt, bedarf es einer Kopie der Patentschrift.
Die Kandidaten können sich in drei Kategorien bewerben:
„Sieger/Preisträger/Auszeichnungen“, „Patente“ sowie „Gründung und junge Unternehmen“.
Insgesamt ist der Innovationspreis 2023 mit 8.000 Euro dotiert, die auf die einzelnen Kategorien aufgeteilt werden.
Weit wertvoller als das Preisgeld an sich, ist jedoch für alle Teilnehmer der damit einhergehende Imagegewinn, den die Unternehmen durch den Wettbewerb erfahren dürfen. Am renommierten Innovationspreis Ostwürttemberg teilzunehmen wird auch von Marketing- und PR-Abteilungen stets positiv aufgenommen und kann entsprechend öffentlichkeitswirksam kommuniziert werden. Es bietet sich zudem die Möglichkeit, sich als Arbeitgeber attraktiv zu positionieren, von Marktbegleitern abzuheben und somit die Chance zur Talentbindung. Viele regionale Unternehmen haben bereits den strategischen Nutzen des Innovationspreises für sich entdeckt. Die Firmen können hierdurch ihre Position als regionaler Innovationsmotor stärken und ihre Kreativität und wirtschaftliche Bedeutung klar zum Ausdruck bringen.
IHK Ostwürttemberg 21.10.2022

Digitale Unternehmerwoche vom 21. – 25. November 2022

Die IHK Ostwürttemberg bietet vom 21. bis 25. November 2022 zum zweiten Mal eine digitale Unternehmerwoche an. Neben den digitalen Gründerwochen, die ebenfalls schon zweimal mit insgesamt über 500 Teilnehmern stattfanden, erweitert diese das Beratungsangebot der IHK Ostwürttemberg. Im Rahmen der Unternehmerwoche geben Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen wertvolle Tipps und Hinweise für den Unternehmeralltag. Die etwa einstündigen Vorträge sind kostenlos und finden digital statt. Am Ende der Vorträge können sehr gerne Fragen an die Expertinnen und Experten gestellt werden.
Den Auftakt macht am 21. November um 9 Uhr der IHK-Innovationsberater und Leiter des Digitalisierungszentrums (digiZ) Ostwürttemberg, Peter Schmidt mit seinem Vortrag „Wie gehe ich als Unternehmer/in das Thema Digitalisierung an?". Um 10:30 Uhr zeigt Julien Appler von der Bibby Financial Services GmbH die Möglichkeiten des Factorings und damit einhergehend der Liquiditätssicherung auf. Am 22. November um 9 Uhr stellt Simone Uhl, Marketingexpertin und Dozentin für Social Media Marketing an der DHBW in Heidenheim, einen Marketingleitfaden für das eigene Business vor. Weiter geht es am selben Tag um 10:30 Uhr mit Matthias Greßler von der DATEV eG, der zum Thema „Elektronische Rechnungen: ZUGFeRD, XRechnungen und Co. kennen und können“ referiert.
Markus Lorenz von der Patentanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB LORENZ & KOLLEGEN in Heidenheim beantwortet am Mittwoch, 23. November um 9 Uhr allen Tüftlern die Frage „Wie schütze ich meine Geschäftsidee? Einführung in Patente, Marken und Designs“.
Es folgt um 10:30 Uhr Michaela Streibelt vom Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der Bundesregierung, die das Thema Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und die Praxisumsetzung speziell für kleine und mittlere Unternehmen aufgreift.
Am 24. November um 9:00 Uhr freut sich Tanja Krapp vom Trainingszentrum für Kommunikation und Verkauf (TKV) mit dem Thema „Führung und Persönlichkeitsentwicklung für Unternehmer/innen" auf viele Teilnehmer. Den Abschluss bildet dann am 25. November um 10:30 Uhr Motivationstrainerin Christine Hoeft mit ihrem Vortrag „Begeistern Sie mit Ihrer Homepage".
Anmeldung zu den kostenfreien Online-Vorträgen derzeit nur telefonisch oder per E-Mail bei Sabine Frey Tel. 07321 324-182, frey@ostwuerttemberg.ihk.de .
Der Einwahllink wird einen Tag vorher per E-Mail versendet.
IHK Ostwürttemberg

Normenkontrollrat zu Gast: Überbürokratisierung ist ein Wettbewerbsnachteil für die Wirtschaft

Bei einem Treffen des Normenkontrollrats Baden-Württemberg mit Wirtschaftsvertretern aus Ostwürttemberg ging es Anfang Oktober um die Entlastung der Unternehmen von unnötiger Bürokratie.
Der Normenkontrollrat Baden-Württemberg (NKR BW) ist ein unabhängiges Expertengremium, das eingerichtet wurde, um die Landesregierung bei der Bürokratievermeidung und Bürokratieabbau, sowie bei einer besseren Rechtssetzung zu unterstützen. Auf Initiative des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) besuchen Vertreterinnen und Vertreter dieses Normenkontrollrats aktuell die IHKs in Baden-Württemberg, um die Vorschläge der Unternehmer vor Ort aufzunehmen. Anfang Oktober war die Vorsitzende des Normenkontrollrats, Dr. Gisela Meister-Scheufelen, bei der IHK Ostwürttemberg in Heidenheim zu Gast.
Bei dem Treffen wies Dr. Meister-Scheufelen auf das Versprechen der Landesregierung hin, bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode im Jahr 2026 die Bürokratiebelastung um mindestens 200 Millionen Euro, idealerweise sogar um bis zu 500 Millionen Euro zu reduzieren.
„Hier gilt es Druck auf die Politik zu machen“,
so Dr. Meister Scheufelen bei dem Treffen.
160 Vorschläge hat der Normenkontrollrat bereits eingebracht. Darunter befinden sich Themen wie mehr Transparenz bei Verwaltungsabläufen, etwa durch die Veröffentlichung der Dauer von Genehmigungsverfahren, oder die Wiederaufnahme einer Berechnung der Folgekosten von Bürokratie für die Wirtschaft.
Beispiele für Bürokratieabbau
Dr. Gisela Meister-Scheufelen nannte Beispiele, die in der vergangenen Legislaturperiode umgesetzt wurden und so für Vereinfachungen und Ersparnissen geführt haben. Eines der Beispiele – der „Bauantrag online“: Dieser sorge für Erleichterung und bringe eine Ersparnis von 99 Mio. Euro. Zudem wurde das Straßengesetz novelliert. Hier wurden durch den Wegfall von formalen Genehmigungserfordernissen und Verfahrenskonzentration bei der Straßenbaubehörde 9 Mio. Euro eingespart. Und durch die elektronische Rechnung im öffentlichen Auftragswesen wurden 39 Mio. Euro eingespart.
Wirtschaftsvertreter aus Ostwürttemberg bringen sich ein
Jeder kennt Beispiele für überflüssige Bürokratie, die oft ärgerlich, zeitaufwändig aber auch teuer ist. So auch die Wirtschaftsvertreter aus Ostwürttemberg. Horst Enßlin, Geschäftsführer der Essinger Wohnbau GmbH; Josef Funk, Inhaber Modehaus Funk; Sebastian Maier, Technischer Vorstand der EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG; Franz Rieger, Geschäftsführender Gesellschafter der Rieger Metallveredelung GmbH & Co.KG; Thomas Schwarz, Geschäftsführer der Spedition Schwarz GmbH und Reinhard Skusa, Citymanager der Stadt Aalen, brachten im mehrstündigen Austausch ihre Beispiele und Anregungen ein.
Vor allem die Defizite bei der Digitalisierung stellen die Unternehmen vor Herausforderungen. Die Papierflut binde unnötige Kapazitäten, digital würden viele geforderte Prozesse deutlich schneller funktionieren. Bei einigen Prozessen müssten sogar Experten eingebunden werden, von denen es allerdings zu wenige gebe.
Außerdem müssen die Gesetze auf tatsächliche Notwendigkeit überprüft und in ihrer Anzahl deutlich reduziert werden, um diese überhaupt überblicken zu können. Zudem müssten Genehmigungsverfahren für den Stromnetzausbau deutlich verkürzt werden, um die Voraussetzungen für die Energiewende zu schaffen.
Diese Überbürokratisierung stelle einen Wettbewerbsnachteil für die Wirtschaft dar. Bürokratische Hürden blockieren Investitionen, kosten Zeit und Geld. 2,5 Prozent seines Umsatzes muss ein durchschnittliches Unternehmen nach Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) allein für bürokratische Auflagen einsetzen.
Um auch die künftigen Herausforderungen wie Digitalisierung und Industrie 4.0, Klimaschutz – Stichwort Green Deal, die Transformation der Automobilwirtschaft sowie den Fachkräftemangel und die Bemühungen zur Qualifizierung von Mitarbeitenden für den Wirtschaftsstandort Ostwürttemberg meistern und die Initiative „Zukunft Ostwürttemberg“ gestalten zu können, ist eine Entbürokratisierung mit ein guter Schritt in eine positive Zukunft der Region.
Der Normenkontrollrat fordert deshalb ein Entbürokratisierungsgesetz. Es sei Aufgabe der Politik, bürokratische Strukturen abzubauen, so Meister-Scheufelen. Ihre Hoffnung sei, dass die derzeitige Krise die Bereitschaft, unbürokratischer zu werden, erhöhe.
IHK-Digitalisierungsausschuss 14.10.2022

IT-Fachkräfte im Fokus

Am 22.09.2022 tagte der IHK-Digitalisierungsausschuss bei der EXTRA Computer GmbH in Giengen-Sachsenhausen. Unter der Leitung von Heike Niederau-Buck, CIO der Voith Group, widmete sich der Ausschuss dem Thema Sicherung von IT-Fachkräften.
Gastgeber des jüngsten Treffens der Mitglieder des IHK-Digitalisierungsausschusses war die EXTRA Computer GmbH in Giengen-Sachsenhausen. Dort befasste sich der von der IHK Ostwürttemberg initiierte Fachausschuss mit Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von IT-Fachkräften.
Die digitale Transformation verändert nicht nur die Arbeitswelt, sie schafft auch zusätzliche Jobchancen. Gleichzeitig stellt der demografische Wandel die Unternehmen der Region vor neue Herausforderungen. Die Vorsitzende des IHK-Digitalisierungsausschusses und CIO der Voith Group Heike Niederau-Buck erklärte in ihrer Begrüßung, dass Unternehmen neue Wege gehen müssen, um digital affine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und IT-Fachkräfte zu gewinnen.
Gerade im IT-Umfeld, in dem der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte sehr hoch ist, bedarf es neuer Lösungsansätze im Recruiting, berichtet der Geschäftsführer des IT-Herstellers EXTRA Computer, Christoph Maier. EXTRA Computer hat attraktive Rahmenbedingungen geschaffen, damit sich die IT-Fachkräfte für das Unternehmen entscheiden. Maier betont, wie wichtig kurze Reaktionszeiten und effiziente Einstellungsprozesse im Unternehmen sind. Christoph Maier:
„Jeder Bewerber bekommt von uns innerhalb von 48 Stunden eine individuelle Rückmeldung auf seine Bewerbung.“
Der Leiter des digiZ | Digitalisierungszentrums Ostwürttemberg Peter Schmidt informierte die Mitglieder, dass die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut das digiZ im Beisein der Landräte sowie den Landtagsabgeordneten aus der Region für die zweite Stufe einer Förderausschreibung prämiert hat. Das digiZ mit seinen drei Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd macht mit Best-Practice Beispielen die Digitalisierung nah- und greifbar.
„Unsere Standorte sind zudem auch Lernwelten, die mittels diverser Qualifizierungsangebote neue Erkenntnisse und Wissen schaffen“,
so Peter Schmidt.
Die Leiterin des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) Dr. Petra Arndt berichtete über die betriebliche Gestaltung von Lern- und Bildungsprozessen, um Fachkräfte in Unternehmen optimal auf ein sich veränderndes Arbeitsspektrum vorzubereiten.
Mitglieder des Digitalisierungsausschusses der IHK Ostwürttemberg sind:
Michael Belko, Geschäftsführer der digitalforfuture GmbH; Prof. Heinz-Peter Bürkle, Prorektor Hochschule Aalen; Zoltan Demeter, Geschäftsführer  SYFIT GmbH; Sascha Eberhard, Geschäftsführer Franke GmbH; Werner Elbert, Leiter IT Hauff-Technik GmbH & Co. KG; Armin Haas, Vorstandsmitglied code’n’ground AG; Helmut Haas, Geschäftsführer INNEO Solutions GmbH; Hubert Herkommer, IT-Leiter Kreissparkasse Ostalb; Diana Höfer, Leitung IT-Organisation TELENOT ELECTRONIC GMBH; Timo Lenz, Geschäftsführer Veroo Consulting GmbH; Alexander Müller, Teamleiter Informationssicherheit NetCom BW GmbH; Heike Niederau-Buck, Chief Information Officer Voith Group; Klaus Raab, Geschäftsführer Raab IT-Systemhaus GmbH & Co. KG; Florian Reiter, Leiter IT Ferdinand Menrad GmbH + Co. KG; Heiko Rössel, Aufsichtsratsmitglied RÖWAPLAN AG; Dr. Martin Ruff, Innovation Manager Robert Bosch Automotive Steering GmbH; Wolfgang Scherer, Bereichsleiter Innovationsprojekte EurA AG; Tobias Schmailzl, Geschäftsführer PlanB. GmbH; Uwe Silberhorn, Product Manager Industrial IT, EXTRA Computer GmbH; Isa Topac, Head of Digital Transformation  VARTA AG; Matthias Törner, Bereichsleiter IT bei EnBW ODR AG; Carsten Trapp, Head of Corporate IT bei Zeiss und Wolfgang Weiß, Geschäftsführer des Zentrums für Digitale Entwicklung GmbH.
  
IHK Ostwürttemberg 14.10.2022

Gaspreisbremse: Kommt zum richtigen Zeitpunkt

Die IHK Ostwürttemberg bewertet die Vorschläge der Gaskommission für eine Gaspreisbremse insgesamt als positiv. Begrüßt wird in der Region auch die Unterstützung und Beschleunigung von Transformationsplänen durch die Bundesregierung.
„Härtefallfonds für besonders betroffene Unternehmen müssen auf der Agenda bleiben.“,
so IHK-Präsident Markus Maier.
Der Wegfall der Lieferungen von russischem Erdgas hat umfangreiche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Bevölkerung. Die Bewältigung dieser Herausforderung hat sich die Experten-Kommission „Gas und Wärme“ eingesetzt und Vorschläge zur Bewältigung der Gaspreiskrise erarbeitet. Die Kommission hat Ihre Vorschläge vorgelegt.
Der DIHK und die IHK Ostwürttemberg bewerten diese Vorschläge der Gaskommission für eine Gaspreisbremse als positiv.
„Die Kommission hat sich auf eine schnelle und einfach Preisbremse geeinigt, die für die Unternehmen eine klare Perspektive bringt.“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Allerdings liegen noch herausfordernde Winter vor uns. Erdgas müsse von allen massiv eingespart werden, so Rentschler weiter.
Der Zwischenbericht geht ebenso auf die notwendige Transformation ein: Die Energiekrise beschleunigt den Strukturwandel in Deutschland, der im Zuge der Transformation hin zur Klimaneutralität zu erwarten ist. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass ihre Transformationspläne durch die extremen Preisentwicklungen wichtiger Brückentechnologien gefährdet sind. Gleichzeitig weist die Experten-Kommission darauf hin, dass vor dem Hintergrund der Gaskrise diese Transformationsprozesse schnell umgesetzt werden sollten.
„Wir freuen uns über die Unterstützung bei den Transformationspläne durch die Bundesregierung und werden auch unseren Transformationsprozess für die Region Ostwürttemberg weiter voran bringen.“,
so IHK-Präsident Markus Maier.
Ebenfalls begrüßt es die IHK-Organisation einen Härtefallfonds für besonders betroffene Unternehmen zu verankern. Die Energiepreise werden auf längere Sicht hoch sein und damit als besondere Belastung bestehen bleiben. Die Wirtschaft braucht den schnellen Ausbau von erneuerbaren Energien, der Stromnetze und der Gas- und Wasserstoffinfrastruktur als langfristig sichernde Maßnahme für den Industriestandort Deutschland. Allerdings muss der Markt langfristig wieder den Energiepreis durch den Ausgleich von Angebot und Nachfrage bilden.


IHK Ostwürttemberg 28.09.2022

Warnung: Gefälschte E-Mails von „IHK Deutschland“ im Umlauf

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwürttemberg warnt vor gefälschten E-Mails. Von der E-Mail-Adresse service@ihk24.de werden alias „IHK Deutschland“ Nachrichten an die Unternehmer verschickt, um Unternehmensinformationen abzugreifen und Schadsoftware zu installieren.
Angebliche IHK-Mails erreichen momentan Unternehmen und Unternehmer in Ostwürttemberg. Die IHK Ostwürttemberg warnt davor die E-Mails zu öffnen und zu beantworten, da diese Schadsoftware enthalten. Die IHK bittet darum die E-Mails zu löschen.
In diesen Phishing-Mails wird das Mitgliedsunternehmen aufgefordert, sich „neu anzumelden”, ansonsten wird gedroht, dass der Account nach einer gewissen Frist gesperrt werden würde. Unterschrieben ist die Mail mit „IHK Deutschland“. IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler:
„Die in der Mail angegebene „IHK Deutschland“ existiert nicht. Die eingebauten Links führen zu einer Webseite, welche eine IHK-Login-Seite imitiert. Wir bitten unsere Unternehmen die E-Mail zu löschen.“
IHK Ostwürttemberg 12. September 2022

IT-Systeme der IHK Ostwürttemberg dank konsequentem Handeln vor größerem Schaden bewahrt

Am 3. August 2022 schaltete die IHK-GfI, IT-Dienstleister der IHK-Organisation, die bei ihr gehosteten IT-Systeme der IHK Ostwürttemberg ab. Dadurch ging die Webseite der IHK offline und die Mitarbeitenden waren per E-Mail nicht erreichbar. Verschiedene interne und externe Software-Anwendungen der IHK funktionierten nicht mehr. In unterschiedlicher Form waren die IT-Systeme aller 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland betroffen.
Wie aktuelle Erkenntnisse nun zeigen, war das Abschalten der bei der IHK-GfI gehosteten IT-Systeme der richtige Schritt, um die IHK Ostwürttemberg und ihre Mitgliedsunternehmen vor gravierenden Schäden zu bewahren. Hinter dem Cyber-Angriff stecken nach Erkenntnissen der IT-Forensiker extrem professionelle Hacker. Die Vorgehensweise der Hacker deutet auf einen Angriff zum Zweck der Spionage oder Sabotage hin, auch wenn sich ein finanziell motivierter Hintergrund des Angriffs noch nicht ausschließen lässt.
Von langer Hand vorbereitet
Die IHK-GfI entdeckte am 3. August 2022 ein auffälliges Verhalten in ihren IT-Systemen. Die Experten des IHK Cyber Emergency Response Teams (IHK-CERT) der IHK-GfI haben den Vorfall daraufhin unverzüglich untersucht. In Zusammenarbeit mit externen IT-Sicherheitsexperten entschied die IHK-GfI, aus Sicherheitsgründen die Verbindung aller Industrie- und Handelskammern zum Internet zu trennen. Ein solches Vorgehen verwehrt Angreifern den weiteren Zugriff auf die Systeme und verhindert somit eine weitere Fortführung des Angriffs, insbesondere den Diebstahl oder die mögliche Verschlüsselung von Daten. Dadurch konnte die IHK-GfI den Angriff stoppen.
Wie die IHK-GfI nun aktuell mitteilt, zeigen die Ergebnisse der IT-Forensik, dass der Angriff von langer Hand vorbereitet wurde. Die von den Hackern eingesetzten Werkzeuge zur Manipulation sind hochentwickelt.
„Bei der Cyber-Attacke auf die IHK-Organisation handelt es sich um einen extrem professionellen Angriff“,
bestätigt Dr. Christoph Hebbecker, Staatsanwalt bei der Zentral- und Anlaufstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) in Köln.
Angriff erkannt und aufgehalten
Nach Einschätzung der externen Experten reagierte die IHK-GfI konsequent und unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und aus der Erfahrung aus vergleichbaren Vorfällen absolut angemessen.
Aufgrund der Professionalität und Diskretion der Hacker bewertet die IHK-GfI das Risiko weiterer Angriffe als hoch. Daher werden die Software-Anwendungen und IT-Systeme der IHKs nur nach intensiver Prüfung schrittweise hochgefahren. Bis alle Industrie- und Handelskammern deutschlandweit wieder voll funktionsfähig arbeiten können, kann es folglich noch einige Wochen dauern. Dies gilt auch für die IHK Ostwürttemberg.  Zwar ist die Webseite der IHK in Teilen wieder online und die Mitarbeiter sind weiter telefonisch erreichbar. Zudem kann die IHK unter Fax 07321 324-169 schriftlich erreicht werden. Bis die IHK Ostwürttemberg ihren Mitgliedsunternehmen jedoch wieder vollständig mit ihren digitalen Services zur Verfügung stehen kann, wird es noch dauern. Trotzdem ist die IHK voll arbeitsfähig.
Gefahr von Trittbrettfahrern
Außerdem warnen die IHK Ostwürttemberg und die IHK-GfI ausdrücklich vor Trittbrettfahrern. Der Bekanntheitsgrad des Vorfalls ruft mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Kriminelle auf den Plan: Diese könnten Phishing, Social Engineering und andere Methoden einsetzen, um von der Situation zu profitieren. Daher sollte man besonders wachsam sein im Umgang mit (vermeintlichen) E-Mails der IHK. Zuletzt verschickten Kriminelle beispielsweise Phishing-E-Mails, die Mitgliedsunternehmen aufforderten, sich „neu zu identifizieren“, ansonsten würde der jeweilige Account nach einer gewissen Frist gesperrt werden. Wenn Zweifel bestehen, ob eine E-Mail tatsächlich aus der IHK stammt, so sollte zur Absicherung eine kurze telefonische Klärung stattfinden.
IHK Ostwürttemberg 09. September 2022

Land fördert überbetriebliche Ausbildung

Das Land unterstützt die überbetriebliche duale Ausbildung. Das Stuttgarter Wirtschaftsministerium stellt 10,9 Millionen Euro zur Verfügung, um Seminare und Kurse von Einrichtungen der Berufsbildung zu unterstützen. Neben der Förderung der überbetrieblichen dualen Ausbildung im Handwerk werden die Ausbildungsgänge im gewerblich-technischen wie auch kaufmännischen Bereich gefördert. Das IHK-Bildungszentrum in Aalen erhält 116.600 Euro.
„In Zeiten von realem Fachkräftemangel und nach den erschwerten Ausbildungsmöglichkeiten in der Pandemie ist eine Unterstützung der dualen Berufsausbildung wichtiger Baustein bei der Qualifizierung von Arbeitskräften“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Die IHK Ostwürttemberg ist dem Land dankbar für seinen Beitrag, der die Qualität der angebotenen Kurse und Seminare sowie deren Durchführung im IHK-Bildungszentrum sichern.
Die Anstrengungen, junge Menschen in eine berufliche Ausbildung zu bringen, müssen weiter verstärkt werden.
IHK-Hauptgeschäftsführer Rentschler:
„Wir brauchen mehr Auszubildende und dürfen möglichst niemanden auf der Strecke zwischen Schul- und Berufsabschluss verlieren.“
2022 wurden bei der IHK Ostwürttemberg 1531 neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen (Stichtag: 1. September).
Von den 10,9 Millionen Euro Landesförderung fließen mit rund 10,1 Millionen Euro ein Großteil in die Einrichtungen des Handwerks. Rund 770.000 Euro erhalten IHK-Einrichtungen. Die IHK Ostwürttemberg erhält neben den Zuwendungen für ihr Angebot im IHK-Bildungszentrum in Aalen selbst 8050 Euro, insgesamt also 124.650 Euro.
6.600 überbetriebliche Lehrgänge mit 62.400 Azubis werden von Handwerksorganisationen angeboten. Bei den Industrie- und Handelskammern des Landes werden neben der vielfältigen Ausbildung in den einzelnen Unternehmen 4.800 Auszubildende überbetrieblich betreut. In Aalen befindet sich mit dem IHK-Bildungszentrum eine von landesweit sechs überbetrieblichen Ausbildungszentren der IHK-Organisation.
„Innerhalb der Zukunftsoffensive Ostwürttemberg ist der Bereich Bildung und Qualifizierung das Fundament, auf dem eine positive Entwicklung der Region fußt. Wir wollen unsere Anstrengungen dabei verstärken. Die duale Ausbildung ist ein wichtiger Baustein dabei“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Rentschler.
Gerade das Angebot einer überbetrieblichen Ausbildung ist für kleine Firmen wichtig, die selbst keine bzw. beengte Möglichkeiten zur Ausbildung junger Menschen haben. Im IHK-Bildungszentrum ist eine moderne Lernumgebung mit guter Betreuung vorhanden.
„Im neuen IHK-Bildungszentrum, das seit fünf Jahren am Start ist, werden jedes Jahr über 60 Auszubildende in verschiedenen Berufsbildern geschult. Sie haben ihre Ausbildung in Firmen aus der gesamten Region im September gestartet“,
erläutert Rentschler weiter.

Informationen für Ausbildugnsbetriebe 09. September 2022

Ausbildungsstart im Bildungszentrum

Informationen für Ausbildungsbetriebe zu Prüfungen und Ausbildungsverträgen
Zum neuen Ausbildungsjahr 2022/23 nutzen viele kleinere und mittlere Betriebe eine Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum der IHK Ostwürttemberg in Aalen. Über 60 neue Auszubildende wurden zur überbetrieblichen Grundausbildung im IHK-Bildungszentrum angemeldet. Erfahrene Meister bilden die angehenden Fachkräfte im gewerblich-technischen Bereich im ersten Ausbildungsjahr aus.
Mechaniker aus den Bereichen Industrie, Konstruktion, Schneidewerkzeug, Verfahrens- und Zerspanungstechnik sind diesmal zur Ausbildung im IHK-Bildungszentrum angemeldet. Eine starke Nachfrage ist auch in den Bereichen der Elektrotechnik für die Berufe Mechatroniker und Elektroniker zu verzeichnen.
Durch die Kooperation im dualen System zwischen den Ausbildungsbetrieben und dem IHK-Bildungszentrum wird somit eine gute Grundlage für das weitere Arbeitsleben geschaffen, berichtete Bernd Schrimpf, Leiter des IHK-Bildungszentrums, zum Ausbildungsstart bei der Begrüßung der neuen Auszubildenden. Diese Grundlage bietet allen Auszubildenden die Chance, sich später im Arbeitsleben weiterzuentwickeln.
„Die Entscheidung für eine duale Ausbildung bildet ein solides Fundament für eine berufliche Entwicklung junger Menschen“,
sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Mit dem Ausbildungsstart am 1. September 2022 trafen sich über 60 Auszubildende zum Start ihrer Ausbildung im Aalener Bildungszentrum der IHK Ostwürttemberg. Im Bereich der Metallgrundausbildung wird zum Beispiel altbewährt mit der Grundbearbeitung wie dem Feilen von sogenanntem U-Stahl begonnen. Relativ rasch und zügig werden die Kenntnisse der Metallbearbeitung weiter vertieft. Die erfahrenen Ausbilder des IHK-Bildungszentrums kombinieren hier die Bereiche der fachpraktischen und der fachtheoretischen Grundausbildung. Somit wird eine fundierte Grundlage für die weitere berufliche Entwicklung gelegt.
Während dieser überbetrieblichen Grundausbildung soll ein Austausch zwischen den Ausbildungsbetrieben und dem IHK-Bildungszentrum erfolgen. So kann für die Ausbildungsbetriebe eine gute Grundlage für eine weitere Ausbildung entstehen und im Netzwerk der Betriebe Erfahrungen ausgetauscht werden.
Von Vorteil ist die Nähe des IHK-Bildungszentrums zur Technischen Schule in Aalen. Hier werden auf direktem Weg die tagesaktuellen Belange zwischen den Berufsschullehrern und den IHK-Ausbildern abgeglichen - eine fantastische Symbiose der gelebten dualen Ausbildung.
„Die Grenzen zwischen praktischer Ausbildung und theoretischer Wissensvermittlung sind nahezu fließend“,
betonte Schrimpf.
Seit dem Umzug des IHK Bildungszentrum Ende 2017 konnten bereits zahlreiche Auszubildende ihre überbetriebliche Grundausbildung in dem neuen und modern ausgestatteten Gebäude starten. Die IHK Ostwürttemberg wird auch weiterhin die Entwicklung des IHK-Bildungszentrums vorantreiben. Rechtzeitig zum Ausbildungsbeginn wurde der Umbau des digitalen Klassenzimmers auf serverbasierte Arbeitsplätze abgeschlossen. Alle Auszubildenden schreiben ihr Berichtsheft vom ersten Tag digital an modernen PC-Arbeitsplätzen – Block und Bleistifte werden zur Seite gelegt. Die Generation Z wird hier in der dualen Ausbildung auf aktuellsten Stand an die cloudbasierte Dokumentation geschult. Die digitale Ausbildungsnachweise sind bereits seit zwei Jahren Ausbildungsstandard im Bildungszentrum der IHK. So können auch zukünftig durch hochwertige und erfolgreiche Ausbildungen neue Fachkräfte für die Region gewonnen werden.
„Ergänzend dazu ist das IHK–Bildungszentrum seit dem 15. August 2022 nach DIN EN ISO – Zertifizierung 9001:2015 ohne jegliche Abweichung erneut zertifiziert worden“,
sagte Schrimpf.

Infos für IHK-Ausbildungsbetriebe

Am 3. August 2022 ist es zu einer Computersabotage auf die IT-Systeme aller Industrie- und Handelskammern bzw. deren Dienstleister, die IHK-GfI in Dortmund, gekommen. Die daraus resultierenden Einschränkungen dauern bedauerlicherweise weiter an. Folgende Regelungen wurden bezüglich der Ausbildung für die Ausbildungsbetriebe bzw. die Auszubildenden getroffen:
 
Prüfungen
Fristen für die Prüfungsanmeldungen zu Herbst- und Winterprüfungen sind bis auf weiteres ausgesetzt. Sollten Ausbildungsbetriebe der IHK Prüfungsanmeldungen nach dem 3. August 2022 per E-Mail zugesandt haben, sollten diese bitte nochmals per Post oder Fax verschickt werden.
Projektanträge bzw. Reporte können weiterhin über das bisherige Online-Portal (elektronische Prüfungsabwicklung AProS) mit dem folgenden Link hochgeladen werden.
https://fw.cic.cc/ihk/Ostwuerttemberg.html
(Bitte diese URL - wie hier angegeben - inkl. Groß- und Kleinschreibung übernehmen)
Ausbildungsnachweise (Berichtsheft)
Ausbildungsnachweise können derzeit über das dafür vorgesehene Portal nicht hochgeladen werden. Bitte senden Sie uns diesen jedoch nicht per Post zu. Sollte die Einsicht in den Ausbildungsnachweis erforderlich sein, wird die IHK Kontakt mit dem Betrieb bzw. den Auszubildenden aufnehmen.
Ausbildungsverträge
Ausbildungsverträge können derzeit ausschließlich postalisch oder per Fax bei der IHK Ostwürttemberg eingereicht werden. Das PDF-Formular kann auf der IHK-Homepage unter der Dokumentennummer 3313612 heruntergeladen werden.
Kontakt:
Telefon:      07321 324-0
Fax:              07321 324-169
Post:            IHK Ostwürttemberg
                      Ludwig-Erhard-Straße 1, 89520 Heidenheim
Die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen.

Steuerungskreis beschließt Vision Ostwürttemberg 2030 - 06. September 2022

Zukunftsoffensive Ostwürttemberg

Transformationsprozess nimmt Gestalt an: Steuerungskreis beschließt Vision Ostwürttemberg 2030
Am 25. Juli 2022 hat der Steuerungskreis der Zukunftsoffensive Ostwürttemberg (ZO) unter Leitung der Landräte Dr. Joachim Bläse und Peter Polta den Visionsentwurf für Ostwürttemberg einstimmig beschlossen, dessen Inhalte aus den vorbereitenden Workshops resultierten. Das Gremium hat sich entschieden dafür ausgesprochen, die Zukunftsoffensive auch im Hinblick auf die neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld mit Nachdruck voran zu bringen.
Damit wurden vier ZO-Ziele mit zwei Querschnittsaufgaben festgelegt, die jeweils durch verschiedene Federführungen bearbeitet werden sollen:
ZO-Ziel 1: Wasserstoffregion Ostwürttemberg (Gesamtfederführung: Landkreis Heidenheim und Ostalbkreis):
Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft und essentieller Bestandteil der Energiewende auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ziel muss es deshalb sein, dass die Region Ostwürttemberg möglichst rasch einen Anschluss an eine Wasserstoffpipeline erhält und sich hierbei modellhaft platziert.
ZO-Ziel 2: Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg (Gesamtfederführung: IHK Ostwürttemberg mit den Partnern Bildungswerk, WiRO, IG Metall):
Die Vision der regionalen Wirtschaftsakteure ist es, Ostwürttemberg zu einer Modellregion für die erfolgreiche ökologische und digitale Transformation der Automobilindustrie- und Zuliefererbranche, von Wirtschaft und Gesellschaft, zu machen. Um das zu schaffen, wird ein Transformationsnetz Ostwürttemberg für die Region etabliert, das flächendeckend wirkt.
ZO-Ziel 3: Klimaneutrale Region Ostwürttemberg (Gesamtfederführung: Landkreis Heidenheim und Ostalbkreis):
Der Klimawandel gehört mit zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Es gilt, diesem mit wirksamen Klimaschutzmaßnahmen entschlossen entgegenzutreten. Auch die Region Ostwürttemberg stellt sich den Herausforderungen, die aus dem Weg zur Klimaneutralität resultieren.
ZO-Ziel 4: Zukunftsstrukturen: Start-up und Innovationsagentur Ostwürttemberg (IHK):
Damit die Region im Bereich Start-up und Innovation mehr Schlagkraft gewinnt, ist es notwendig, die aktuell kleinteiligen Strukturen neu zu denken und zu einer leistungsfähigeren Einheit zusammenzuführen.
Querschnittsaufgabe: Beschäftigung und Qualifizierung (Agentur für Arbeit und Südwestmetall):
Die Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft, deren maßgeblichen Treiber die „3D“ sind, erfordern ein groß angelegtes Konzept zur Weiterbildung der Beschäftigten und des weiteren Erwerbspersonenpotenzials. Ziel ist es, möglichst viele Beschäftigte, egal auf welcher Qualifikationsstufe, mit den Fähigkeiten auszustatten, die für die Arbeit in der nahen und ferneren Zukunft von maßgeblicher Relevanz sind.
Querschnittsaufgabe:  Standortmarketing- und Entwicklung (Gesamtfederführung: WiRO und IHK):
Zentrale, bewährte und neue Botschaften sollen weiter ausgebaut und Maßnahmen entwickelt werden, um die Positionierung der Region Ostwürttemberg als attraktiven Standort in Süddeutschland weiter zu festigen. Nicht nur nach innen, sondern überregional und international soll die Positionierung verbreitet werden.
Vision Ostwürttemberg 2030
Aufbauend auf der Vision verschriftlichen alle beteiligten Akteure bis Ende der Sommerpause einen Masterplan. Dann geht es mit dem Bearbeiten der  Projektideen in den sechs Handlungsfeldern los. Der Steuerungskreis hofft weiterhin, auf das Engagement der zahlreichen Mitmachenden zählen zu können.
Zukunftstag am 9. November 2022
Am 9. November 2022 wird ab 17 Uhr der Zukunftstag II im BusinessClub in der Voith-Arena in Heidenheim stattfinden. In diesem Rahmen wird auch der Masterplan für Ostwürttemberg präsentiert.

IHK Ostwürttemberg 05. September 2022

IHK-Ratgeber „Herausforderung Selbständigkeit“

Für den erfolgreichen Aufbau eines eigenen Unternehmens benötigen Existenzgründer und Start-ups umfassende Informationen und fachkundige Unterstützung. Zur fundierten Vorbereitung einer Existenzgründung gibt es von den IHKs vielfältige Informationsunterlagen und Beratungsmöglichkeiten. Hierzu gehört unter anderem auch die Broschüre „Herausforderung Selbständigkeit“, die in der 22. Auflage neu erschienen ist. Darin enthalten sind umfangreiche Informationen zu allen gründungsrelevanten Themen wie dem Businessplan, der Finanzierung, rechtlichen Fragestellungen sowie Organisation und Controlling.
Zusätzlich unterstützt die IHK Ostwürttemberg mit persönlichen Beratungsgesprächen, per Internet und vielen weiteren Leistungen Existenzgründer auf dem Weg in ihre Selbständigkeit. Damit gibt die IHK eine fundierte Entscheidungshilfe zur realistischen Beurteilung von Chancen und Risiken eines Gründungsvorhabens oder einer Betriebsübernahme. Ein besonderes Angebot ist die Gründungswerkstatt Baden-Württemberg ( www.gruendungswerkstatt-baden-wuerttemberg.de). Mit diesem Online-Tool können Gründer ihren Businessplan Schritt für Schritt erstellen und erhalten zusätzliche Online-Begleitung durch erfahrene Experten der IHK.
Die 86 Seiten starke Broschüre „Herausforderung Selbständigkeit“ ist kostenlos als Print oder PDF erhältlich:
Brigitte Hergesell, Tel. 07321 324-175, hergesell@ostwuerttemberg.ihk.de  oder als kostenloser Download:
Herausforderung Selbständigkeit (PDF-Datei · 2276 KB) , Seiten-Nr. 3428582.
IHK Ostwürttemberg 02. September 2022

Vorgehen bei Außenwirtschaftsdokumenten und Ausbildungsverträgen

Außenwirtschaftsdokumente werden manuell bescheinigt, Ausbildungsverträge müssen postalisch eingereicht werden
Die Untersuchungen rund um die Computersabotage auf die IT-Systeme aller Industrie- und Handelskammern bzw. deren Dienstleister, die IHK-GfI in Dortmund, dauern bedauerlicherweise weiter an. Die Herstellung der IT-Dienste läuft. Die Webseiten der IHK Ostwürttemberg sowie der anderen IHKs sind wieder erreichbar.
Die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen hat mitgeteilt, dass sie dem Anfangsverdacht der Computersabotage nachgeht. Ob bei dem Vorfall Daten abgeflossen sind, ist Gegenstand der gegenwärtigen Ermittlungen. Ein Erpresserschreiben liegt nicht vor.
Die IHK Ostwürttemberg ist für ihre Kunden jederzeit auf dem Postweg, per Fax sowie Telefon und natürlich vor Ort erreichbar. Öffnungszeiten in Heidenheim sind von Montag bis Donnerstag 8:00 bis 17:30 Uhr sowie am Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr.
Der Bescheinigungsdienst für Außenwirtschaftsdokumente (Carnets, Ursprungszeugnisse) hat auf manuellen Betrieb umgestellt. Der Bescheinigungsdienst der IHK Ostwürttemberg ist Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr, Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr, jeweils außer 12:15 bis 13:00 Uhr besetzt.
Ausbildungsverträge können nicht online eingereicht werden
Durch die Computersabotage ist es derzeit nicht möglich, den Ausbildungsvertrag bei der IHK Ostwürttemberg online einzureichen. Auf der Homepage der IHK Ostwürttemberg kann unter der Dokumentennummer 3313612 ein beschreibbares PDF heruntergeladen werden. Bitte reichen Sie Verträge ausschließlich über den Postweg bei uns ein. Die Eintragungsbestätigung erhalten Sie bis auf weiteres ebenfalls ausschließlich über den Postweg. Durch die analoge Bearbeitung kann es zu geringen Wartezeiten kommen. Fragen können gerne telefonisch unter 07321 324-162 gestellt werden.
Anschrift der IHK Ostwürttemberg: Ludwig-Erhard-Straße 1, 89520 Heidenheim. Tel. 07321 324-0, Fax 07321 324-169.
IHK-Bildungszentrum ist erreichbar und geöffnet
Das IHK-Bildungszentrum in Aalen ist von Montag bis Donnerstag von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr sowie am Freitag von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet.
Anschrift des IHK-Bildungszentrums: Blezingerstraße 3, 73430 Aalen.
Tel. 07361 5692-0, Fax 07361 5692-29.
Derzeit ist leider noch nicht absehbar, wann die IT-Systeme der IHK wieder voll funktionstüchtig sind.

Metallberufe, Hotel- und Gastrobranche starke Zuwächse 2. September 2022

Ausbildungsbilanz 2022 erstmals seit 2019 positiv

Die Abschlussbilanz für das Ausbildungsjahr 2022 in den bei der IHK Ostwürttemberg eingetragenen Berufen fällt nach dem pandemiebedingten Rückgang der Jahre 2020 und 2021 wieder positiv aus. 1.531 Jugendliche haben sich für eine gewerblich-technische oder eine kaufmännische Ausbildung entschieden. Das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zu 2021 mit damals 1.429 neu eingetragenen Ausbildungsverträgen. Regionaler Lichtblick: Nach zwei negativen Jahren haben mit einem Plus von 95 Ausbildungsverhältnissen oder 23 Prozent die Metallberufe wieder deutlich zugelegt.
In der pandemiebedingt stark beeinträchtigen Hotel- und Gastronomiebranche konnten die Ausbildungszahlen um 46 Prozent erheblich gesteigert werden. Das Gesamtniveau von 2019 konnte insgesamt nicht erreicht werden. Damals wurden zum Stichtag 1. September 1.734 Ausbildungsverträge eingetragen. Das Minus gegenüber 2019 fällt mit 11,7 Prozent nicht mehr so deutlich wie noch im letzten Jahr aus. Damals war ein Rückgang von 17,6 Prozent festzustellen gewesen.
Nach den Rückgängen bei den Ausbildungszahlen in 2020 und 2021 gibt es in diesem Jahr ein deutliches Aufatmen auf dem Ausbildungsmarkt in den IHK-Berufen in Ostwürttemberg.
„Die diesjährige Bewerbungsphase vor dem Ausbildungsstart 2022 wurden von Corona, dem Ukrainekrieg sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Dennoch setzen die Betriebe auf die duale Berufsausbildung und somit auf die Ausbildung ihres eigenen Fachkräftenachwuchses“,
fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler die vorliegenden Zahlen zusammen.
„Wir freuen uns, dass wir nach zwei rückläufigen Jahren dieses Jahr 102 Ausbildungsverhältnisse mehr als 2021 präsentieren können. Die Region Ostwürttemberg braucht unbedingt Fachkräfte. Diese sind am einfachsten zu rekrutieren, wenn sie von den Betrieben selbst ausgebildet werden. Die Maßnahmen der Zukunftsoffensive, die nun immer mehr Fahrt aufnimmt, werden diese Entwicklung weiter verstärken. Die größte Herausforderung  ist schlichtweg die rückläufige Zahl an Bewerbern. Deshalb wird die IHK gemeinsam mit den Partnern innerhalb der Zukunftsoffensive diese Herausforderung annehmen und passgenaue Maßnahmen entwickeln“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Rentschler.
Blick in die Berufe
Die Ausbildungsverhältnisse in den gewerblich-technischen Berufen gingen um 105 Ausbildungsverträge nach oben. Bei den kaufmännischen Berufen dagegen wurden drei Verträge weniger eingetragen als 2021. Das Defizit liegt dabei eindeutig bei den Industriekaufleuten sowie bei den Kaufleuten im Groß- und Außenhandel. In beiden Berufen wurden weniger Azubis registriert.
Aufgefangen wird dieses Minus von den Hotel- und Gaststättenberufen, die mit 45,7 Prozent oder 51 Verträgen ihre Anzahl stark erhöht haben. Auch in der Transport- und Logistik-Branche konnten mehr Verträge abgeschlossen werden als noch im Vorjahr.
Mit 95 Verträgen oder einem Zuwachs um 23,6 Prozent - nach zwei rückläufigen Jahren – fällt die Bilanz in den Metallberufen deutlich positiv aus. Auch bei den Mechatronikern und Fachinformatiker ist mit 33,7 Prozent bzw. 26,9 Prozent ein deutlich positiver Trend zu verzeichnen. Rückläufig hingegen war die Zahl bei den Industriekaufleuten mit minus 9,5 Prozent oder zwölf Verträgen und auch bei den Kaufleuten im Groß- und Außenhandel mit minus 19,2 Prozent. Die Einzelhandelskaufleute konnten hingegen um 21 Prozent zulegen.
Betrachtet man die beiden Landkreise, so konnten die Ausbildungsverhältnisse in beiden deutlich zulegen. Im Landkreis Heidenheim ist der Zuwachs bei 8,6 Prozent, was 31 Ausbildungsverträge mehr entspricht, leicht höher als im Ostalbkreis. Dort wurden 71 Ausbildungsverträge mehr eingetragen - ein Plus von 6,6 Prozent.
Späterer Ausbildungsbeginn möglich
Auch wenn für den Start in die Ausbildung gemeinhin der 1. September als Datum gilt, so ist es ohne weiteres möglich, die Ausbildung auch zu einem späteren Zeitpunkt noch anzutreten. Die Berufsschulen in der Region sind auf diese Gegebenheiten vorbereitet, so dass dieses Angebot sehr gerne wahrgenommen werden kann.
Für alle Jugendlichen, die davon Gebrauch machen wollen bzw. noch einen Ausbildungsplatz suchen, gibt es in der IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de noch zahlreiche interessante Ausbildungsangebote. Darüber hinaus bietet die IHK Ostwürttemberg unter www.ihk-ausbildungsmesse.de  eine virtuelle Ausbildungsmesse an.
Nähere Informationenen zu den vielfältigen Angeboten bei der IHK Ostwürttemberg geben Lea Schmitt und Monika Schmid-Ritz unter Tel. 07321 324-138.
IHK-Gründungswerkstatt 16. August 2022

Von der Geschäftsidee bis zur Finanzierung

Die Industrie- und Handelskammern im Land  unterstützen gemeinsam mit der Online-Plattform Gründungswerkstatt Baden-Württemberg seit vielen Jahren Existenzgründer bei der Planung und Umsetzung ihres Geschäftsvorhabens. Neu gibt es jetzt auch eine Schnittstelle zum Finanzierungsportal „Ermöglicher“ der Bürgschaftsbanken.
Allein in den letzten zwei Jahren wurden in Ostwürttemberg mit diesem Tool über 200, in Baden-Württemberg mehr als 2.000 Gründer auf dem Weg in ihre Selbständigkeit begleitet. Die Nutzer schätzen dabei vor allem die Kombination von Online-Bausteinen mit der Möglichkeit der persönlichen IHK-Beratung.
Über die Gründungswerkstatt können Business- und Finanzpläne erstellt werden. Ein regionaler Experte der IHK Ostwürttemberg begleitet Existenzgründer und Jungunternehmer auf deren Wunsch bei der Nutzung des kostenlosen Informations-, Lern- und Beratungsangebots während des gesamten Gründungsprozesses. Gleichzeitig können Gründer bundesweit gemeinsam im Team mit anderen Gründern oder Unternehmern an ihrem Geschäftskonzept arbeiten, Aufgaben und Projekte definieren und untereinander kommunizieren.
In Kooperation mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg wurde jetzt dieses Erfolgsmodell mit einer Schnittstelle zum bundesweiten Finanzierungsportal www.ermoeglicher.de der Deutschen Bürgschaftsbanken erweitert. Künftig ist es möglich, den Finanzierungsbedarf direkt aus der Gründungswerkstatt Baden-Württemberg heraus an die Bürgschaftsbank zu übermitteln.
Damit erleichtert die IHK den Gründern den Weg zu einer Finanzierung ihrer Vorhaben. Von der ersten Gründungsidee bis zur Bereitstellung der Finanzierungsmittel erhält der Nutzer einen kostenlosen und kompletten Service rund um sein Vorhaben und das alles digital, sicher, schnell und bequem sogar von zu Hause aus.
„Die Möglichkeit, ab sofort die eigene Finanzierungsanfrage direkt mit wenigen Klicks aus der Gründungswerkstatt an die Bürgschaftsbank stellen zu können, vereinfacht die Zugangsmöglichkeiten zu Finanzierungen für Gründer enorm“, so Markus Schmid, Bereichsleiter Standortpolitik und| Unternehmensförderung.
Link zur Gründungswerkstatt Baden-Württemberg:
www.gruendungswerkstatt-baden-wuerttemberg.de

IHK-Rechtsausschuss konstituiert 16. August 2022

Dr. Michael Banz einstimmig zum Vorsitzenden wiedergewählt

In der konstituierenden Sitzung des IHK-Rechtsausschusses am 1. Juni 2022 wurde Dr. Michael Banz (Paul Hartmann AG, Heidenheim) in seinem Amt als Vorsitzender einstimmig bestätigt. Der IHK-Rechtsausschuss besteht aus 12 ehrenamtlichen Mitgliedern und berät die Vollversammlung der IHK Ostwürttemberg zu rechtsrelevanten Themen.
Dr. Michael Banz steht bereits seit 1993 an der Spitze dieses Gremiums. IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler gratulierte dem neuen und alten Vorsitzenden zur Wiederwahl und bedankte sich bei ihm, und den Mitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement.
Philipp Nüßlein, Referatsleiter Grundsatzfragen der Außenwirtschaftspolitik beim DIHK, informierte über das geplante EU-Lieferkettengesetz und erläuterte die kritische Stellungnahme des DIHK zum geplanten Vorhaben.
Ausschussvorsitzender Dr. Banz erläuterte den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von AGs.
Katja Bierbaum, stellvertretende Bereichsleiterin „Recht & Steuern | International“, informierte über die geplanten russischen Maßnahmen zu Zwangsverwaltung und Zwangsverwertung und erläuterte den russischen Gesetzentwurf über die „externe Administration für die Verwaltung von Organisationen“.

Konstituierende Sitzung des IHK-Industrieausschusses

Konstituierende Sitzung des IHK-Industrieausschusses

In der konstituierenden Sitzung des IHK-Industrieausschusses am 26. Juli 2022 wurde Franz Rieger  in seinem Amt bestätigt und einstimmig als Vorsitzender für die Wahlperiode 2022 bis 2026 wiedergewählt. Rieger, Inhaber der Firma Rieger Metallveredlung GmbH & Co. KG in Steinheim, steht seit dem Jahr 2013 an der Spitze des IHK-Industrieausschusses.
In der Sitzung dieses Gremiums, das die Vollversammlung bei industrierelevanten Themen unterstützt und berät, gratulierte Erhard Zwettler, stellvertretender Bereichsleiter und Branchenkoordinator Industrie bei der IHK Ostwürttemberg, auch im Namen von IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler dem alten und neuen Vorsitzenden zur Wiederwahl. Er freue sich auf eine auch zukünftig gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Zwettler hob hervor, dass die IHK auf die Expertise und die Hinweise der Ausschussmitglieder angewiesen ist, um die Stimme der Wirtschaft in der Politik wirkungsvoll einzubringen.
Nach Begrüßung und Vorstellungsrunde folgte der Vortrag von Thomas Eble, Verbandsdirektor Regionalverband Ostwürttemberg, der den Entwurf des Regionalplans 2035 vorstellte. Der Regionalverband Ostwürttemberg erstellt derzeit diesen fortgeschriebenen Regionalplan. Dieser enthält auch ein Kapitel zur regionalen Verkehrsinfrastruktur für die Region Ostwürttemberg. Das Fortschreiben des Regionalplans beeinflusst auch die künftige Energieversorgung: Flächen für Photovoltaik und Windkraftanlagen werden darin vorgesehen. Angesprochen wurde der Infrastrukturbedarf, der für neuausgewiesene Gewerbeflächen notwendig ist und bereits bei der Planung mitgedacht werden soll. Beim Aufstellen des Regionalplans müssen mögliche Nutzungskonflikte berücksichtigt werden.
Anschließend folgte die Projektvorstellung STRAteGO, die eine Transformation in Gewerbegebieten beschreibt. Dabei soll auf die Ausrichtung künftiger Gewerbeflächen eingegangen werden. Künftige Anforderungen an Gewerbeflächen sollen rechtzeitig einbezogen werden.
Als dritter Punkt wurden die interessanten Ergebnisse einer Betriebsbefragung von Dr. Hany Elgendy, Inhaber und Geschäftsführer des Planungsbüros ProRaum Consult in Karlsruhe, vorgestellt. Demografie, Fachkräftemangel sowie die Energie- und Mobilitätswende stehen dabei neben einer Vielzahl weiterer Punkte im Fokus. Daraus sollen Handlungsfelder für die Konzeption künftiger Gewerbeflächen abgeleitet werden.
Ausschuss beschließt Positionspapier
Das im Ausschuss vorgestellte Positionspapier „Gasmangellage und Versorgungssicherheit“ (PDF-Datei · 63 KB) war durch Rückmeldungen aus den Unternehmen sowie einem Austausch von Firmenvertretern verschiedener Branchen auf Einladung der IHK Ende im Juli entstanden. Aus der Diskussion wurden Forderungen und Appelle an die Bundespolitik abgeleitet. Dabei bekräftigen die Unternehmen ihre Bereitschaft, ihren Teil zur raschen Energieeinsparung zu leisten, betonen aber gleichzeitig, dass ein Abschalten von Produktionsanlagen in den Betrieben die komplexen Versorgungs-, Liefer- und Wertschöpfungsketten massiv stören würde.
„Industrielle Produktion folgt keinem Selbstzweck, sondern hält diese Versorgungsketten aufrecht“,
betont IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Es herrsche ein Wirtschaftskrieg, in dem sich die deutsche Volkswirtschaft und mit ihr die Unternehmen befinden, heißt es in dem Positionspapier. Die Unternehmen fordern, dass sie bei einer wahrscheinlich werdenden Gasmangellage mit ausreichend bemessener Vorlaufzeit über eine Stilllegung ihrer Produktionsanlagen informiert werden.

v.l. Herr Rieger, Inhaber der Firma Rieger Metallveredlung GmbH & Co. KG in Steinheim und Herr Zwettler, IHK Ostwürttemberg, Stv. Bereichsleiter Standortpolitik | Unternehmensförderung


Qualitätssiegel „Wirtschaftsfreundliche Kommune“ 02. August 2022

IHK Ostwürttemberg und Handwerkskammer Ulm zeichnen Stadt Herbrechtingen erneut als attraktiven Wirtschaftsstandort aus

Die Attraktivität einer Stadt hängt in hohem Maße von ihrer Wirtschaftsfreundlichkeit ab. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sowie der fortschreitenden Internationalisierung und Digitalisierung, spielt die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune eine bedeutende Rolle. Lebendige Innenstädte, ein großes Dienstleistungs- und Warenangebot und das Bestehen vielfältiger Handwerksbetriebe sind für Unternehmen und Arbeitnehmer unverzichtbar und tragen einen wichtigen Teil zur Lebensqualität bei. Vor diesem Hintergrund haben die IHK Ostwürttemberg und die Handwerkskammer Ulm in enger Zusammenarbeit mit Städten und Kreisen das Qualitätssiegel „Wirtschaftsfreundliche Kommune“ entwickelt. Diese Initiative soll den Kommunen dabei helfen, den eigenen Standort zu bewerten und zu verbessern.
 „Damit beide Seiten – Wirtschaft und Kommunen – voneinander profitieren, wollen wir mit der Auszeichnung ‚Attraktiver Wirtschaftsstandort‘ Impulse für die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunen geben“,
so Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg.
Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, ergänzt:
„Mit der Auszeichnung ‚Attraktiver Wirtschaftsstandort‘ würdigen wir Kommunen, die durch besondere Angebote und einem hohen Serviceniveau auch unseren lokalen Handwerksbetrieben das Wirtschaften vor Ort erleichtern und damit auch attraktiv für Neuansiedlungen sind.“
Die Stadt Herbrechtingen hat sich 2022 sehr erfolgreich dem Prozess der Auditierung gestellt. Durchgeführt wurde die Zertifizierung von der imakomm AKADEMIE aus Aalen als externer Dienstleister. Die Bewertung der Wirtschaftsfreundlichkeit erfolgte anhand eines Prüfbogens sowie auf Grundlage einer Internetanalyse und einer „Mystery Mail“ des externen Dienstleisters. Der Prüfbogen umfasst die Handlungsfelder „Konzepte und Strategien“, „Verwaltungsprozesse“, „Information & Kommunikation“, „harte Standortfaktoren“, „Weiche Standortfaktoren“ und  „Internationalität“. Insgesamt waren 67 reguläre Punkte zu erreichen, herausragende Leistungen wurden zusätzlich mit Sonderpunkten belohnt. Für eine erfolgreiche Auszeichnung mussten 70 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl erreicht werden.
„Dass die Stadt Herbrechtingen über das sehr gute Ergebnis hinaus Sonderpunkte für die exzellente Beratung und Betreuung von Betrieben erzielte sowie für ihr hervorragendes Betreuungsangebot ausgezeichnet wurde, zeigt die moderne und schlagkräftige Ausrichtung der Stadt, die damit sehr gut für zukünftige Herausforderungen gewappnet ist“,
erklärten Dr. Mehlich und Rentschler.
Thomas Diem, Erster Beigeordneter der Stadt Herbrechtingen, betonte, dass das erfolgreich bestandene Re-Audit gute Ansätze und Lösungen für ansässige Unternehmen bestätigt und die Stadt darin bestärkt, bereits vorhandene Instrumente auch zukünftig weiterzuentwickeln.
„Insbesondere kleine Städte werden sich in Zukunft noch stärker auf veränderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen einstellen müssen, um zukunftsfest zu bleiben und auch im Wettbewerb zu anderen Städten erfolgreich im Wandel zu sein. Herbrechtingen hat das Potenzial, das wir in Zukunft weiterentwickeln werden.“
Erstmals war Herbrechtingen 2019 ausgezeichnet worden.

IHK Ostwürttemberg 01. August 2022

Wirtschaftskrieg: Industriebetriebe bekennen sich zu ihrer Verantwortung

Die Unternehmen in der Region sind bereit, ihren Teil zur raschen Energieeinsparung zu leisten – allein schon getrieben durch die exorbitanten Preissteigerungen. Dazu zählen Einsparungen in den Produktionsprozessen ebenso wie das Absenken von Raumtemperaturen sowie ein mögliches Umstellen auf alternative oder klassische Energieträger weg vom Gas. Der IHK-Industrieausschuss positioniert sich mit dem Papier „Gasmangellage und Versorgungssicherheit“, um Gehör bei anstehenden Entscheidungsprozessen zu finden. Die IHK Ostwürttemberg informiert auch online, u.a. mit der Checkliste: Sicherheitskonzept Gas (PDF-Datei · 122 KB).
Die IHK Ostwürttemberg hat sich frühzeitig mit der Versorgungssicherheit und der Gasmangellage beschäftigt. Bereits in der März-Sitzung der IHK-Vollversammlung wurde über die Energiesituation informiert und diskutiert. Im Schulterschluss mit den Industrie- und Handelskammern Ulm, Schwaben und Bodensee-Oberschwaben wurde Ende Mai in Ulm eine Veranstaltung zur Versorgungssicherheit abgehalten. Im Anschluss daran wurde ein Austausch der vier Kammern mit Bundestagsabgeordneten der Regierungsparteien am 14. Juli 2022 organisiert. Dabei wurde ein Fragenkatalog erstellt. Bei einem Treffen von Unternehmensvertretern verschiedener Branchen aus Ostwürttemberg am 21. Juli 2022 wurde das Positionspapier: Gasmangellage und Versorgungssicherheit (PDF-Datei · 63 KB) auf den Weg gebracht. Am 26. Juli 2022 hat der IHK-Industrieausschuss sich in seiner konstituierenden Sitzung mit der Thematik befasst und dieses Positionspapier beschlossen.
Die Bundesregierung habe bezogen auf das Krisenmanagement in den vergangenen Monaten seit der Verschärfung der weltwirtschaftlichen Begebenheiten durch den Angriffskrieg auf die Ukraine durch Russland besonnen und zielgerichtet gehandelt. Strukturelle Probleme müssen neben dem Krisenmanagement und den kurzfristigen Maßnahmen jedoch ebenfalls mit voller Kraft angegangen werden, um das gesamte Land aus der derzeitigen Krisensituation zu führen.
Aus Sicht der IHK Ostwürttemberg sowie ihrer Industrieunternehmen ist es unerlässlich, dass jetzt sofort Privathaushalte einen wesentlichen Beitrag zum Bewältigen der Verknappung leisten müssen. Denn industrielle Produktion folgt keinem Selbstzweck, sondern ist notwendig, um die komplexen Versorgungs-, Liefer- und Wertschöpfungsketten in unserem Land und in Europa aufrecht zu erhalten – vor allem, um die Versorgung der Bevölkerung langfristig zu sichern. Es gilt aus unserer Sicht mit allen Mitteln zu verhindern, dass diese Kreisläufe zusammenbrechen.
Voraussichtlich im Januar 2023 müssen Firmen bei diesem Szenario ohne russischem Gas als sogenannte „nicht geschützte Kunden“ abgeschaltet werden. Selbst wenn die Gasspeicher voll gefüllt sind, reichen diese Vorräte nur für zehn bis zwölf Wochen. Die betroffenen Betriebe benötigen dringend eine individuell ausreichend bemessene Vorlaufzeit – auch um Schäden an den Produktionsanlagen zu verhindern. Die verbleibende Zeit bis in die Wintermonate muss zur Erstellungkonkreter Pläne genutzt werden. Eine indikative Information über mögliche Zeitfenster sowie indikative Informationen zur Priorisierung bei Abschaltung oder für die Region Ostwürttemberg auch durch Gasdruckprobleme implizierte Minderlieferungen - und dies Monate vor einer möglichen Abschaltung/Minderlieferung - werden als verantwortungsvolle, dem gemeinsamen Interesse eines guten Krisenmanagements dienende und notwendige Maßnahme gefordert.

Checkliste „Sicherheitskonzept Gas“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat bereits Ende Juni die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Für den Fall einer weiteren Eskalation und eines Versorgungsengpasses bei Gas empfiehlt die IHK Ostwürttemberg entsprechende Vorsorgemaßnahmen. Dazu hat die IHK eine Checkliste erstellt.
„In der Checkliste Sicherheitskonzept Erdgas sind die IHK-Empfehlungen und Vorbereitungsmaßnahmen zusammengefasst",
so Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Energiekostensenkung in der Produktion

Die aktuelle politische Situation konfrontiert vor allem die produzierenden Unternehmen mit noch nie dagewesenen Herausforderungen. Besonders kleine und mittelständische und Unternehmen mit energieintensiven Prozessen sind betroffen. Sie benötigen kurzfristig schnell umsetzbare Maßnahmen, um ihren Energieverbrauch und ihren Materialverbrauch (unsichere Lieferketten) von Verschwendung zu befreien. Ein Leitsatz lautet „20 Prozent gehen immer“.
Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der Hochschule Aalen und der IHK Ostwürttemberg wurde erläutert, wie sich Energiekosten in der Produktion senken lassen. Prof. Dr.-Ing. Rainer Schillig, Hochschule Aalen stellt die Informationen auf der IHK-Homepage als Download zur Verfügung.

Siebtes Sanktionspaket der EU gegen Russland in Kraft getreten

Die EU hat am 21. Juli 2022 neue Maßnahmen erlassen. Mit dem Paket werden
  • ein neues Verbot, Gold mit Ursprung in Russland zu kaufen, einzuführen oder zu verbringen, eingeführt;
  • Ausfuhrkontrollen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck verstärkt;
  • das bestehende Zugangsverbot zu Häfen auf Schleusen ausgeweitet;
  • bestehende Maßnahmen klargestellt, beispielsweise im Bereich der Vergabe öffentlicher Aufträge, des Luftverkehrs und der Justiz;
  • Sanktionen gegen weitere 54 Personen und 10 Organisationen verhängt, darunter der Bürgermeister von Moskau und die Sberbank.
Die neuen Maßnahmen sind – wie bereits die früheren Sanktionen – nicht gegen Russlands Nahrungsmittel-, Getreide- oder Düngemittelausfuhren gerichtet.
„Aktuelle Informationen zu Sanktionen, stellen wir auf unserer Homepage bereit, informieren in unseren Newslettern und beraten selbstverständlich auch im persönlichen Gespräch“,
so Katja Bierbaum, Stv. Bereichsleiterin Recht & Steuern | International.

Alle Infos und Checklisten: www.ihk.de/ostwuerttemberg/russlandukraine
01. August 2022

IHK-Bildungszentrum neu zertifiziert

Die IHK Ostwürttemberg betreibt im Bildungszentrum in Aalen eine sogenannte DVS-Kursstätte. DVS steht für Deutscher Verband für schweißtechnische Verfahren. Dort werden Schweißkurse angeboten und Schweißen innerhalb der überbetrieblichen Ausbildung gelehrt.
„Unsere Kursstätte im IHK-Bildungszentrum Aalen wurde erneut nach DIN EN ISO 9606-1 zertifiziert“, berichtet Kursstättenleiter Bernd Schrimpf. Materiallager, Gaslager, das Lager Schweißzusatzwerkstoffe, der Schleifraum, die Schweißwerkstatt, der Aufbewahrungsraum der Prüfstücke, die Dokumentation sowie die sogenannten Safety-Points: Alle Einrichtungen wurden vom Auditor genau unter die Lupe genommen. Der Auditbericht wurde ohne Abweichungen und Beanstandungen bestätigt.
Alle Firmen aus der Region Ostwürttemberg und darüber hinaus können in der modernen Schweißkursstätte ihre Mitarbeiter in den gängigsten Schweißverfahren ausbilden und die Schweißer-Prüfung ablegen lassen. Nach einer bestandenen Schweißer-Prüfung erhalten die Teilnehmenden eine entsprechende Schweißer-Prüfbescheinigung, die das  Schweißverfahren ausweist sowie einen Eintrag in den blauen Schweißerpass des DVS. Der Schweißerpass stellt in vielen Betrieben die Eintrittskarte für einen geprüften Schweißer dar. „Viele Betriebe vertrauen auf die hohen Qualitätsstandards des DVS, da diese international anerkannt sind“, betonte Bernd Schrimpf.
Das IHK-Bildungszentrum bietet die Schweiß-Verfahren in E, MAG und WIG sowie Löten an.  E steht für Elektro-Einhandschweißen, das heißt Schweißen mit der Elektrode. MAG steht für das Metall-Aktiv-Gasschweißen, auch als Schutzgasschweißen bekannt. Beim Edelstahlschweißen wird die Abkürzung WIG verwendet, dies steht für das Wolfram-Inert-Gasschweißen und kann sowohl bei Stahl wie auch Chromnickelstahl angewandt werden.
Die DVS-Schweißer-Prüfbescheinigungen verlieren nach drei Jahren ihre Gültigkeit und müssen daher regelmäßig erneuert werden. „Zur weiteren Steigerung der Ausbildungsqualität in unserem Haus wird aktuell ein weiterer Schweißwerkmeister von der IHK Ostwürttemberg zum Schweißlehrer für unserer DVS-Kursstätte ausgebildet“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Die modern eingerichtete Bildungsstätte mit bestens ausgebildeten Schweißlehrern ist das Fundament für eine Schweißausbildung auf höchstem Niveau. „Die erfolgreiche Zertifizierung hat dies bestätigt“, sagte Schrimpf.
Bei Fragen zum Thema Schweißen und den einzelnen Verfahren gibt es Infos unter Telefon 07361  5692-0.
22. Juli 2022

Wirtschaftsministerium wählt digiZ Ostwürttemberg mit aus

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Auswahl des digiZ | Digitalisierungszentrum mit seinen Standorten in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd als eines von zwölf landesweiten Digital Hubs bekanntgegeben. Der Auswahl vorausgegangen war eine von der IHK Ostwürttemberg und den Konsortialpartnern, den Landkreisen Heidenheim und Ostalb, eingereichte Projektskizze.
Im Beisein von Vertretern der IHK Ostwürttemberg, der Landräte sowie den Landtagsabgeordneten aus der Region prämierte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Projektskizze des digiZ als eines der landesweiten Digital Hubs.
„Mit zwölf regionalen Digital Hubs können wir ein noch dichteres Netz von Anlaufstellen vor Ort zur Digitalisierung der Wirtschaft bieten“,
so die Ministerin.
Das digiZ ist nun berechtigt, in der zweiten Stufe des Auswahlverfahrens einen Förderantrag beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg einzureichen.
„Die regionalen Digital Hubs bieten Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren im Land hilfreiche inhaltliche Unterstützung und Infrastruktur, um Digitalisierungsprojekte in die Umsetzung zu bringen. Sie dienen als Informations-, Vernetzungs-, Erprobungs- und Experimentierräume“,
so die Ministerin.
IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler betonte:
„Die drei Standorte des digiZ gehen auf die Bedürfnisse der Unternehmen in der Region ein und sind eine wichtige Anlaufstelle für die Betriebe.“
Im Rahmen eines ersten Förderaufrufs im Juli 2017 hatte das Wirtschaftsministerium bereits den Aufbau des digiZ mit rund einer Million Euro gefördert. Das digiZ bildet gemeinsam mit den landesweiten Digital Hubs und den drei in Baden-Württemberg angesiedelten, vom Bund ausgewählten und vom Land geförderten themenspezifischen de:hubs das schlagkräftige Digital Hub-Netzwerk Baden-Württemberg.
Für IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler ist wichtig, dass die Arbeit des digiZ auch künftig in die Zukunftsoffensive Ostwürttemberg einfließen kann.
„Damit unterstützt uns das Land, als Modellregion für nachhaltige Transformation positive Akzente bei der Digitalisierung zu setzen“,
sagte Rentschler.
„Ich freue mich sehr, dass dem Konsortium aus Ostwürttemberg dieser Erfolg in Stufe eins des Verfahrens gelungen ist. Er eröffnet gute Aussichten, die erfolgreiche Arbeit des Digitalisierungszentrums, vor allem auch zum Nutzen unserer Unternehmen, mit Landesförderung fortsetzen zu können. Wir werden gemeinsam alles daran setzen, auch in Stufe zwei erfolgreich zu sein. Danke für das Engagement der Standortkommunen!“,
sagte Landrat Peter Polta.
„Die Digitalisierung der Fertigung, der Einsatz digitaler Anwendungen und die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle bergen enorme Potenziale. Das Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg unterstützt die regionalen Unternehmen dabei, diese Potenziale zu erkennen und konkrete Digitalisierungsprojekte umzusetzen. Es freut mich außerordentlich, dass das Digitalisierungszentrum auch in den kommenden Jahren den digitalen Wandel im Ostalbkreis vorantreiben wird“,
sagte Dr. Joachim Bläse, Landrat des Ostalbkreises.

Weitere Informationen zum digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg:
www.digiZ-ow.de


22. Juli 2022

IHK-Jahresempfang 2022

Nach pandemiebedingter Pause von zweieinhalb Jahren hatte die IHK Ostwürttemberg am Freitag,15. Juli, zum traditionellen Jahresempfang geladen – aufgrund der Lage jedoch erstmals im Sommer. Den Sommerempfang nutzten so, bei strahlendem Sonnenschein, rund 300 Gäste als Gelegenheit zum Netzwerken und Meinungsaustausch in erfrischender Runde. Festredner des Abends war der langjährige Minister und frühere Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, der in einem Vortrag, für den er viel begeisterten Beifall bekam, die aktuelle Situation beleuchtete und auf große Herausforderungen einging.

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Dr. Schäuble unterstrich, dass es im russischen Angriffskrieg in der Ukraine auch um die Freiheit ganz Europas geht. IHK-Präsident Markus Maier betonte, dass sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren Themen und Rahmenbedingungen rasant verändert hätten. Die Weltwirtschaft bewege sich in gefährlichen Wassern. Mit der Region Ostwürttemberg gehe es zwar voran, der Fachkräftemangel werde aber auch hier zu einem zunehmend größeren Problem. IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler unterstrich, funktionierende Wirtschaftskreisläufe und Wertschöpfungsketten und gut funktionierende, demokratisch legitimierte Entscheidungen  seien unauflöslich miteinander verbunden.
Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.

In Bildern: Der IHK-Jahresempfang 2022

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Preisverleihung am 14. Juli 2022

Innovationspreis 2022

Nach nur eingeschränkt möglichen Veranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren konnte Landrat Dr. Joachim Bläse die Verleihung des Innovationspreises 2022 wieder in gewohntem Rahmen auf Schloss Kapfenburg eröffnen.
Bei einer feierlichen Abendveranstaltung wurden die fünf Preisträger zunächst in filmischen Kurzportraits vorgestellt und anschließend von ihren Laudatoren Dr.-Ing. Heinz-Peter Bürkle, Prorektor der Hochschule Aalen, Dieter Steck, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heidenheim, Markus Maier, IHK-Präsident, Peter Polta, Landrat des Kreises Heidenheim sowie Markus Frei, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ostalb, ausgezeichnet.
Preisträger sind in diesem Jahr Herr Prof. Dr.-Ing. Günter Dittmar aus Aalen, die CFD Schuck Ingenieurgesellschaft mbH aus Heidenheim, Herr Linus Lutz aus Westhausen, THE FORCE CT GmbH aus Heidenheim sowie die Bader Pulverbeschichtung GmbH aus Aalen-Fachsenfeld mit ihren herausragenden Leistungen, die Ostwürttemberg als „Region der Talente und Patente“ alle Ehre machen.
Der Festvortrag von Sven Hermann, Mitglied des Vorstands der ZEISS Gruppe für die Sparte Consumer Markets, setzte gleich zu Beginn den innovativen Rahmen der Veranstaltung. Joris König, Charles Kayser und Ann-Sophie Bengelmann, die jeweils als Teilnehmer bei Jugend musiziert 2022 sehr erfolgreich abschließen konnten, sorgten mit ihren musikalischen Beiträgen für eine würdige Atmosphäre. Durch den Abend führte Cornelia Frey, Moderatorin bei der Börse Stuttgart.
Der Innovationspreis Ostwürttemberg wird seit dem Jahr 2000 jährlich von der IHK, WiRO und den Kreissparkassen Heidenheim und Ostalb ausgerichtet. Der Preis würdigt hervorragende Leistungen von Tüftlern und Unternehmen aus der Region: Voraussetzung für die Bewerbung ist eine bereits erlangte Auszeichnung bei einem überregionalen bzw. nationalen oder internationalen Wettbewerb oder die Neueintragung eines Patents.

IHK-Ausbildungsbroschüre für Schulabgänger 2023 neu aufgelegt 11.07.2022

„Läuft. - Dein Weg in den Beruf“

„Läuft.“ heißt die IHK-Ausbildungsbroschüre im Magazincharakter der IHK Ostwürttemberg mit allen Informationen rund um den Start in die Berufswelt. Im Juni 2022 erscheint die Ausgabe für die Schulabgänger 2023 brandneu.

Im Mittelpunkt der Broschüre „Läuft. – Dein Weg in den Beruf“ steht die duale Ausbildung mit ihren vielen Facetten.
„Die IHK Ostwürttemberg möchte die duale Ausbildung in ihrer ganzen Vielfalt vorstellen und so zukünftige Fachkräfte für ihren Wunschberuf begeistern“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Im Interview erzählt Anton Lebersorger, ausgebildeter Koch und Gewinner des Kochwettbewerbs Fallstaff Cup 2021 in der Kategorie Gemüseküche, von seiner Berufsentscheidung, Motivation und Zukunftsplänen. Zudem gibt der junge preisgekrönte Koch Tipps, um seinen Traumjob zu finden, und was es braucht um erfolgreich zu sein. In der „Läuft.“ porträtiert die IHK Ostwürttemberg viele verschiedene IHK-Ausbildungsberufe und informiert damit junge Leserinnen und Leser über deren Karrieremöglichkeiten mit einer dualen Ausbildung. Wenn der Wunschberuf gefunden wurde, findet die Leserschaft viele Tipps rund ums Thema Bewerbung. Wie gestaltet man Bewerbungsunterlagen? Was erwartet einen im Vorstellungsgespräch? Wie gehe ich mit Absagen um? Das IHK-Ausbildungsmagazin gibt umfassende Antworten und Tipps auch zum Thema Online-Bewerbungen und virtuelle Bewerbungsgespräche und zeigt die konkreten Ansprechpartner für die Ausbildungsberatung.

Besonders praktisch für die Ausbildungsplatzsuchenden ist der IHK-Lehrstellenatlas mit rund 1.100 Angeboten für Ausbildungs- und Studienplätze von Unternehmen der Region. Diese Angebote umfassen rund 105 verschiedene Ausbildungsberufe oder Bachelor-Studiengänge, wobei letztere zum größten Teil in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim stattfinden. Für Schulabgänger und Berufseinsteiger ist dieser Leitfaden ein wichtiges und informatives Hilfsmittel im Berufswahlprozess. Das bestätigt auch die bisherige sehr große Nachfrage. Die Verteilung erfolgt über die Schulen. Die „Läuft.“ steht zusätzlich online als E-Paper unter www.ihk.de/ostwuerttemberg/laeuft  zur Verfügung.

Partner in der Umsetzung der beliebten Broschüre ist die Heidenheimer Zeitung.
„Wir freuen uns, dieses Vorzeigeprodukt mit einem professionellen Partner aus der Region erstellt zu haben“,
sagt André Louis, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Ausbildung.
Realisiert werden konnte die kostenlose Broschüre „Läuft.“ durch Anzeigen der regionalen Wirtschaft.
IHK Ostwürttemberg 01.07.2022

Partner des Mobilitätspaktes Aalen – Heidenheim ziehen positive Zwischenbilanz

Minister Hermann MdL:

„Nachhaltige und effiziente Mobilitätslösungen sind der Schlüssel“


Regierungspräsidentin Bay:

„Nur gemeinsam kann uns eine klimagerechte Mobilität gelingen“
Die Verkehrsinfrastruktur im Wirtschaftsraum Heidenheim – Aalen ist durch das hohe Verkehrsaufkommen auf Straße und Schiene an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Mit Maßnahmen in den Bereichen Straßeninfrastruktur, ÖPNV, Radverkehr, betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement soll die Mobilität umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. Die Partnerinnen und Partner des Mobilitätspakts Aalen – Heidenheim – die kommunale Ebene, die regionale Wirtschaft, die Verbände und Institutionen sowie das Land – konnten das Maßnahmenpaket mit 42 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsprobleme vor Ort erfolgreich vorantreiben.
Im Rahmen der zweiten Steuerkreissitzung unter Leitung von Verkehrsminister Winfried Hermann MdL haben die Partnerinnen und Partner heute (29. Juni 2022) im Landratsamt Heidenheim eine erfreuliche Zwischenbilanz gezogen und sich über die bereits erreichten Erfolge des Paktes ausgetauscht. Minister Hermann hob die erreichten Fortschritte hervor:
„Mich freut es zu sehen, dass die ersten Maßnahmen aus dem Mobilitätspakt Form annehmen und die einzelnen Projekte gut vorankommen. Es gibt sowohl Verbesserungen beim Radverkehr wie auch beim ÖPNV. Eine besondere Herausforderung ist der Ausbau und die Elektrifizierung der Brenzbahn. Nachhaltige und effiziente Mobilitätslösungen, wie beispielsweise der Ausbau und die Elektrifizierung der Brenzbahn, sind der Schlüssel, um die Herausforderungen im Raum Aalen-Heidenheim in den Griff zu bekommen. Nun gilt es, weiter an der Umsetzung zu arbeiten, um die Bürgerinnen und Bürger in der Region so schnell wie möglich zu entlasten.“
Die Stuttgarter Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte anlässlich der Steuerkreissitzung:
„Eine klimagerechte und nachhaltige Mobilität können wir nur gemeinsam erreichen. Daher bedanke ich mich für das große Engagement aller Beteiligten.“
Erste Ergebnisse von umgesetzten Maßnahmen konnten seit dem Start des Mobilitätspaktes erreicht werden – viele Projekte befinden sich in der Umsetzung und einige grundlegende Untersuchungen und Neuerungen stehen an. Insbesondere beim Ausbau und der Elektrifizierung der Brenzbahn als ein entscheidendes Schlüsselprojekt innerhalb des Mobilitätspaktes und für die Region konnten unter der Federführung von Landrat Peter Polta weitreichende Fortschritte bei den Planungen erzielt werden. Auch im Handlungsfeld des öffentlichen Personennahverkehrs unter der Leitung von Landrat Dr. Joachim Bläse konnte von zahlreichen Erfolgen bei der Umsetzung der Maßnahmen berichtet werden.

Wichtige Schritte für ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept
Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer fundierten Grundlage zur Beurteilung weiterer Maßnahmen ist eine zusammenhängende Verkehrsuntersuchung für den Raum Aalen – Heidenheim. Die im Frühjahr 2022 beauftragte Analyse unter Federführung des Regierungspräsidiums Stuttgart führt unter anderem die örtlich vorliegenden Verkehrsuntersuchungen und Mitarbeiterbefragungen zusammen und wird so die verschiedenen Verkehrsbedürfnisse und Prognosen abbilden. In diesem Zusammenhang werden auch die Wechselwirkungen der verschiedenen Verkehrsträger untereinander betrachtet. Erste Ergebnisse werden bereits in diesem Herbst erwartet.
Auch das in der Raumschaft kontrovers diskutierte Thema der im Bundesverkehrswegeplan enthaltenen Verbindung der B 19 und der Bundesautobahn A 7 als B 29a wurde in der Steuerkreissitzung thematisiert. Mit dem Ziel, im stark verkehrsbelasteten Untersuchungsbereich ökologisch verträgliche Lösungsansätze zu finden, wurde der Beschluss gefasst, diese als neue Maßnahme in das Maßnahmenpaket aufzunehmen. Die Planung des Projekts erfolgt durch das Regierungspräsidium Stuttgart. Vor dem Einstieg in die Planung der Aufstiegsstrecke, die sich an die bereits fertiggestellte Ortsumfahrung von Aalen-Ebnat anschließt, führt die Stadt Aalen mit den Bürgerinnen und Bürgern einen öffentlichen Begleitprozess durch. Die Ergebnisse, die bis Ende des Jahres 2022 vorliegen sollen, fließen als mögliche Variante in die sich anschließende Vorplanung des Regierungspräsidiums Stuttgart ein.
Die Ergänzung des vorhandenen kommunalen Radwegenetzes und des RadNETZ-BW um eine schnelle und durchgängige Radverbindung zwischen Aalen und Heidenheim entlang der B 19 wird aktuell geplant und soll ab Herbst 2023 umgesetzt werden. Um dem dynamisch steigenden Radverkehr auch in Zukunft gerecht zu werden, hat der Ostalbkreis für den Mobilitätspakt eine Analyse für den Korridor Aalen – Heidenheim beauftragt, die das Potential für eine zusätzliche Radschnellverbindung prüft. Mit den Ergebnissen ist im Herbst 2022 zu rechnen.
Um künftig den Fußverkehr zu stärken, wurde in der Sitzung der Beschluss gefasst, eine neue Maßnahme zum Ausbau der Fußverkehrsinfrastruktur in den Mobilitätspakt aufzunehmen. Hier werden die Partner zukünftig verstärkt die Möglichkeiten von Fußverkehrsmaßnahmen wie beispielsweise die Überprüfung von Gehwegführungen, Verbreiterungen und Anlage von Gehwegen sowie den Einbau von Querungshilfen vor Ort erörtern und Verbesserungen vornehmen.
„Ich freue mich, dass wir mit der Erstellung einer Potenzialanalyse für eine Radschnellverbindung zwischen Aalen und Heidenheim sowie der neuen Maßnahme für den Fußverkehr die nachhaltigen Mobilitätsformen in den Fokus rücken und so die Chancen für einen attraktiven und einfachen Umstieg hin zur klimafreundlichen Mobilität verbessern“,
so Regierungspräsidentin Bay weiter.
Die Verantwortlichen des Mobilitätspakts haben in der Steuerkreissitzung abschließend einvernehmlich bekräftigt, die fruchtbare Zusammenarbeit und den aktiven Austausch weiter engagiert fortzuführen. Gemeinsames Ziel ist es, eine deutliche Verbesserung der Mobilität in der Raumschaft Aalen – Heidenheim für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.

Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg:

„Unser Anliegen als IHK beim Mobilitätspakt Aalen - Heidenheim ist es, die Mobilität auf der für unsere Region so wichtigen Verkehrsachse Aalen - Heidenheim ganzheitlich und über alle Verkehrsträger hinweg zu betrachten und dann für deutliche Verbesserungen zu sorgen. Verbesserungen, die sowohl für die Unternehmen und täglichen Pendler, aber auch die indirekt betroffenen, vor allem die Anwohner spürbar sind. Wenn wir hier sowohl kurz-, mittel- und langfristige konkrete Lösungen finden, wäre das für uns ein gelungenes Projekt.“


Hintergrundinformationen:
Mobilitätspakt Aalen – Heidenheim
Unter der politischen Leitung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg wurde der Mobilitätspakt Aalen – Heidenheim im Oktober 2020 durch das Regierungspräsidium Stuttgart, die Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis, die Städte Aalen, Heidenheim und Oberkochen, die Gemeinde Königsbronn, die Unternehmen Carl Zeiss AG, Voith GmbH & Co. KG, Paul Hartmann AG, die Hochschule Aalen, der Regionalverband Ostwürttemberg und die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg (IHK) sowie die Nahverkehrsgesellschaft mbH des Landes gegründet. Gemeinsam sollen unter dem Leitbild einer nachhaltigen Mobilität Lösungsansätze erarbeitet und Maßnahmen umgesetzt werden, um der hohen verkehrlichen Belastung im Raum Aalen – Heidenheim entgegenzuwirken. Mit dem Mobilitätspakt sollen spürbare Verbesserungen hin zu einer vernetzten und neuen Mobilität in der Region Aalen – Heidenheim gelingen. Ausgangspunkt für die Gründung des Mobilitätspaktes ist die Erkenntnis, dass das bisherige Verkehrssystem vielfach an die Grenzen der Leistungsfähigkeit stößt.
Weitere Informationen unter: https://aa-hdh.mobilitaetspakt-bw.de/de

Mobilitätspakte in Baden-Württemberg
Mobilitätspakte sind Plattformen des Austausches, um tragfähige Mobilitätslösungen für eine Lebens- und Wirtschaftsregion zu entwickeln. Verantwortliche Akteurinnen und Akteure schließen sich zusammen, um gemeinsam verkehrsträgerübergreifende Maßnahmen für die überlastete Infrastruktur in den entsprechenden Wirtschaftsräumen zu erarbeiten und dabei die Klimaschutzziele im Blick zu behalten.
Weitere Informationen unter: www.vm.baden-wuerttemberg.de/mobilitaetspakte.

Hinweis für die Pressevertreterinnen und -vertreter:
Für Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart unter der Telefonnummer 0711/904-10002 oder per E-Mail an presse-stelle@rps.bwl.de gerne zur Verfügung.

IHK Ostwürttemberg 30.06.2022

IHK-Vollversammlung besichtigt Papierfabrik Palm

Der Sitzung der IHK-Vollversammlung am 27. Juni 2022 war ein Betriebsrundgang bei der Papierfabrik Palm in Unterkochen vorgeschaltet.
Im Vorfeld der Sitzung besichtigten die Mitglieder der IHK-Vollversammlung am 27. Juni 2022 die Papierfabrik Palm in Unterkochen. Dieses Jahr feiert diese ihren 150. Geburtstag. Die Firma wird heute in vierter beziehungsweise fünfter Generation von Dr. Wolfgang Palm und seit kurzem auch von seiner Tochter Marina Palm als Mitglied der Geschäftsführung geleitet.
Bereits 2021 wurde am Stammsitz in Aalen-Neukochen eine neue Papiermaschine in Betrieb genommen. Sie zählt zu den modernsten Papierfabriken weltweit und verfügt über einige technologische Neuerungen – so beispielsweise über eine neue Papiertrocknungseinheit. IHK-Präsident Markus Maier:
„Sie ist groß, sie strahlt technische Ästhetik aus, sie ist heute schon eine Wegmarke der Industriegeschichte unserer Region.“
Die Mitglieder der IHK-Vollversammlung zeigten sich beeindruckt von der starken Rolle der Papierfabrik in Ostwürttemberg und als Versorger am Markt. Mit eigenem Gleisanschluss versehen, werden hier 750.000 Tonnen Papier pro Jahr produziert. Der Umsatz wird 2022 bei stolzen 2,5 Mrd. Euro liegen. Die Firma hat in die Zukunft der Region und die ihrer Firma investiert – über 500 Mio. Euro.

IHK Ostwürttemberg 29.06.2022

Dr. Matthias Metz als Mitglied des Präsidiums und der IHK-Vollversammlung verabschiedet

Dr. Matthias Metz, Mitglied des Konzernvorstands der Carl Zeiss AG, scheidet zum 30. Juni 2022 durch seinen Wechsel in den Vorsitz der Geschäftsführung der BSH Hausgeräte GmbH in München aus der IHK-Vollversammlung aus. Dr. Metz wurde am 26. November 2018 als Vollversammlungsmitglied gewählt und gleichzeitig ins Präsidium der IHK Ostwürttemberg nachgewählt. Er hat in dieser Zeit sehr viele Impulse gesetzt und gerade in den vergangenen Monaten durch sein sehr großes Engagement innerhalb unserer vielbeachteten Zukunftsoffensive Ostwürttemberg wichtige Themen aufgegriffen und weitergestaltet.

„In den Präsidiums- und Vollversammlungssitzungen sowie bei weiteren Veranstaltungen haben wir Sie als kompetenten Vertreter unserer regionalen Wirtschaft wahrgenommen, der kein Blatt vor den Mund nimmt und ehrbar und mit vollem Einsatz seine Standpunkte vertritt.“,
so IHK-Präsident Markus Maier. Er bedankte sich auch im Namen des Präsidiums, der Vollversammlung sowie aller IHK-Mitgliedsunternehmen bei Dr. Metz.
Dr. Matthias Metz dankte dem Gremium für die großartige Zusammenarbeit. Er habe gern für das Gemeinwohl gearbeitet und diese Zeit im Präsidium der IHK Ostwürttemberg hat ihm auch den Blick über das eigene Unternehmen und über den Tellerrand hinaus ermöglicht.
„Ostwürttemberg soll weiter strahlen, um genügend Fachkräfte in die Region zu locken.“,
so Dr. Matthias Metz, Vorstandsmitglied der Zeiss AG.

Gemäß § 2 Abs. 1 der IHK-Wahlordnung rückt Dipl.-Wirt. Ing. (FH) Axel Lang, geschäftsführender Gesellschafter der WKS GmbH in Aalen in die IHK-Vollversammlung nach.



Sitzung IHK-Vollversammlung 29.06.2022

Energiesicherheit treibt die Unternehmen in der Region um – Fachkräfteallianz Ostwürttemberg ist vor dem Restart

Bei der Sitzung der IHK-Vollversammlung am 27. Juni 2022 nahm die Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Situation aufgrund des Kriegs gegen die Ukraine großen Raum ein. IHK-Präsident Markus Maier zufolge hat sich die wirtschaftliche Lage der Betriebe weiter verschärft.
Die IHK-Vollversammlung tagte am 27. Juni 2022 im Ostertag-Gebäude in Aalen. Die Energiesicherheit und die Energiepreise bereiten den Unternehmen in Ostwürttemberg Sorgen. Nach der drastischen Gasversorgung durch Russland wurde die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Die Situation bei der Energiesicherheit hat sich dadurch verschärft hat und somit erreicht das Geschäftsrisiko ein historisch negatives Niveau.
Frank Reitmajer, Vorstandsmitglied der EnBW ODR AG, gab dem Vollversammlungsgremium aktuelle Einblicke in die Gaslieferung und zu den Gaspreisen. Die zweite Stufe des Notfallplans Gas kann dazu führen, dass die Preisbindung für die Gasversorger endet. Verbrauchern würden damit trotz laufendem Vertrag höhere Preise drohen. Doch die Bundesnetzagentur hält sich noch zurück, den Versorgern außervertragliche Preiserhöhungen bei Gas zu erlauben. Für die Unternehmen ändert sich mit der zweiten Stufe des Gas-Notfallplans noch nichts. Erst mit der Notfallstufe als letztem Schritt der Eskalationsleiter würden die regionalen Energielieferanten in einer Gasmangellage zuteilen, wer noch Gas bekommt. Dann wird von den größten bis zu den kleinsten Unternehmen – ohne Systemrelevanz – hin abgeschaltet. Privathaushalte sind geschützt.
„Diese Situation ist für uns auch neu. Wir müssen Firmen anrufen, um ihnen mitzuteilen, dass sie ihr Gas abstellen sollen.“,
so Reitmajer.
Die deutschen Speicher werden seit Jahresbeginn kontinuierlich aufgefüllt, (Füllstand: 57,6 Prozent). Die Gasleitungen in Deutschland verlaufen allerdings von Nord nach Süd. Wenn hier der Druck bei noch geringerer Gaslieferung unter 3 Bar sinkt, ist allerdings auch die Versorgung der Privathaushalte nicht mehr gesichert.
Er gab zudem die Information des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, weiter: Die Gasspeicher füllen sich besser als in den Vorjahren. Sie sind auch stärker gefüllt als noch im April/Mai, aber sie sind noch nicht gut genug gefüllt. Wenn kurzfristig weniger oder kein russisches Gas kommt, dann hätte Deutschland für zweieinhalb Monate, unter stabilen Bedingungen, bei einem normalen Winter, einen Puffer. Das wäre für die industrielle Versorgung, aber auch die Gaskundinnen und -kunden eine ganz ordentliche Voraussetzung.
Der deutliche Anstieg der Gaspreise bewegt sich am aktuellen Rand, die Strompreise bewegen sich seitwärts auf hohem Niveau.
IHK-Präsident Markus Maier zeigte auf, dass sich die gesamte Problematik auch in der DIHK-Konjunkturumfrage widerspiegelt.
„Selbst wenn der Krieg Russlands in der Ukraine bald enden würde, sorgen die bereits genannten Probleme: Lieferketten, Logistik, zu hohe Energie- und Rohstoffpreise dafür, dass der DIHK für dieses Jahr lediglich noch von 1 bis 1,5 Prozent Wachstum ausgeht.“,
so Präsident Maier. Die Geschäftserwartungen brechen zudem massiv ein: Ein Drittel der Betriebe rechne in den nächsten zwölf Monaten mit schlechteren Geschäften, nur noch 19 Prozent erwarten eine Besserung.
39 Prozent der Unternehmen geben die Kostensteigerungen bereits zumindest teilweise an die Kunden weiter, 34 Prozent beabsichtigen das noch zu tun. Quer über alle Branchen und Regionen hinweg beschreiben aktuell 78 Prozent der Betriebe die Energie- und Rohstoffpreise als eines ihrer größten Geschäftsrisiken. In der Industrie sind es sogar 93 Prozent und am Bau 91 Prozent.
Vor dem Hintergrund der aktuellen volkswirtschaftlichen Situation ist es unglaublich wichtig, dass sich der weltweite Warentransport schnell wieder normalisiert und wir unsere Energieabhängigkeit reduzieren. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Versorgung der Region mit Wasserstoff werden deshalb wichtiger denn je. Ostwürttemberg braucht so schnell wie möglich einen Anschluss an das Wasserstoffnetzwerk. Dafür stehen wir auch gegenüber politischen Entscheidungsträgern mit Nachdruck ein. Die Unternehmen in Ostwürttemberg sind bereits auf einem guten Weg, benötigen jedoch dringend politische Unterstützung! Im Land, im Bund und der EU.
Das alles darf aber nicht davon ablenken, dass uns der Fachkräftemangel trotzdem mit voller Wucht trifft und in Zukunft noch mehr treffen wird. Die im Juni aktualisierte Auswertung des Fachkräftemonitors zeigt für das laufende Jahr 2022 einen Fachkräfteengpass auf. Noch im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie einen Fachkräfteüberschuss zur Folge. Zurzeit steht in der Region Ostwürttemberg einem Angebotspotenzial von 161.000 Fachkräften eine Nachfrage in Höhe von 162.000 gegenüber. Das führt zu einem Fehlen von 1.000 Fachkräften oder einem Anstieg der Zahl der zurzeit offenen Stellen: Allein im Ostalbkreis gibt es 5.000 Stellenangebote aus allen Branchen und Bereichen.
Die Entwicklung hin zu einem Engpass an Fachkräften wird sich bis zum Jahr 2035 verschärfen. So wird für das Jahr 2035 ein absoluter Engpass in Höhe von 35.000 Fachkräften prognostiziert (Prognose 2021: 33.000 im Jahr 2035). Berufsgruppen mit medizinischem Fokus und technischem Profil (Ingenieure, IT’ler, Mechatroniker) stellen in der Region Ostwürttemberg etwa die Hälfte der TOP-10-Engpassberufsgruppen dar. Eine Lösung dieser demographisch bedingten Entwicklung ist mit Sicherheit die Automatisierung von Arbeitsschritten, die Digitalisierung der Arbeitswelt und damit die weitere Rationalisierung in der produzierenden Wirtschaft.
Die IHK Ostwürttemberg wird sich wieder verstärkt auf das Fachkräftethema fokussieren.
„Wir reaktivieren die Fachkräfteallianz Ostwürttemberg und haben auch für unsere Zukunftsinitiative die Themen der Fachkräfteakquise, Bildung und Qualifizierung fest verankert“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Bericht des Hauptgeschäftsführers
IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler gab Einblicke in den strategischen Masterplan der Initiative „ Zukunft Ostwürttemberg“ (ZO). Die Grundlage steht und wird vollends abgestimmt. Somit kann die Region weiter die Zukunft Ostwürttembergs gestalten. Die Mitarbeiterakquise für das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg ist gestartet. Das Transformationsnetzwerk wird Unternehmen, Beschäftigte und die Politik bei den Herausforderungen der ökologischen und digitalen Transformation in der Region Ostwürttemberg unterstützen.
Um die Zufriedenheit der IHK-Mitgliedsunternehmen zu erfragen, laufen momentan zwei Umfragen: Eine Mitgliederumfrage mit Interviews durch einen externen Dienstleister sowie eine kurze Online-Umfrage. Die Ergebnisse werden im Sommer vorliegen und ausgewertet werden. So soll das Service- und Dienstleistungsangebot der IHK Ostwürttemberg noch besser auf die Mitglieder angepasst werden.
Der Jahresabschluss 2021 liegt nach vorläufiger Feststellung im Plan. Die Rechnungsprüfung hat begonnen. Die IHK-Vollversammlung wird darüber am 1. Dezember 2022 formal beschließen.
Im Wirtschaftsplan 2022 ist die Beitragsentwicklung auf gutem Niveau. Notwendige Sanierungsmaßnahmen werden nach Plan umgesetzt. Nach Prüfung, insbesondere vor dem Hintergrund der Rohstoff- und Baupreise, werden einzelne Maßnahmen verschoben. Die Vollversammlung nahm diese Information zur Kenntnis.


Resilienz gegen Cyberangriffe erhöhen

digiZ unterstützt Unternehmen bei der Cybersicherheit

Die rasant voranschreitende Digitalisierung eröffnet viele Chancen und bringt gleichzeitig ebenso bedeutende Risiken für alle Unternehmen mit sich. Auch durch den Krieg in der Ukraine verzeichnen Cyberangriffe in vielen Ländern enorme Zuwächse. Das digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg ist seit Dezember 2021 Partner und regionale Anlaufstelle der „ Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand“ (TISiM).
„Das digiZ als Anlaufstelle unterstützt kompetent und gezielt mit diversen Angeboten die hiesigen Unternehmen bei den komplexen Herausforderungen zum Thema Cyber-Sicherheit und bietet eine Plattform zum gemeinsamen Austausch“,
sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Hacker suchen gezielt Schwachstellen der IT-Systeme von Unternehmen, Behörden und wichtigen Infrastrukturbetreibern, um sensible Daten auszuspähen sowie Geräte und Prozesse zu sabotieren. Nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM entsteht durch Hackerangriffe der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro. Somit ist es unumgänglich besser heute als morgen umfassende, individuelle Sicherheitskonzepte zu erarbeiten, um hiergegen bestmöglich gewappnet zu sein.
Das Thema Datensicherheit gewinnt bei den meisten Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Dennoch haben viele Betriebe Defizite bei den technischen Vorkehrungen als auch den organisatorischen Maßnahmen zur Schaffung einer bestmöglichen IT-Sicherheit. Eine aktuelle Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ergab, dass weniger als ein Drittel der befragten Unternehmen über einen IT-Notfallplan, der im Falle eines Cyber-Angriffes feste Abläufe definiert, verfügen. Doch solche Attacken können jedes Unternehmen treffen – oft völlig unverhofft und unabhängig von Größe und Branche – und hinterlassen oft große Schäden.
Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler appelliert, die Bedrohung durch Cyberangriffe ernst zu nehmen:
„Die Anzahl der Cyberangriffe nimmt stetig zu. Dennoch werden die Gefahren vielerorts noch immer unterschätzt.“
Rentschler befürchtet, dass zunehmend Firmen im Bereich der kritischen Infrastrukturen im Fokus der Hackerangriffe stehen.
Leider ist auch der gesetzliche Rahmen rund um das Thema Cybersicherheit weder einfach noch übersichtlich, sondern gleicht eher einem großen Flickenteppich aus unterschiedlichen Gesetzgebungen. So bestehen derzeit sowohl in Deutschland als auch in Europa hierzu keine einheitlichen gesetzlichen Vorgaben. Und doch sind die Betriebe angehalten, komplexe rechtliche Anforderungen einzuhalten, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Genau hier kann das digiZ als regionale Transferstelle für IT-Sicherheit im Mittelstand wertvolle Unterstützung leisten. Jedes Unternehmen kann aus dem breiten Angebotsspektrum passgenaue und an der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtete Aktionen wählen.
„Die Nutzung des digiZ als regionale Transferstelle für IT-Sicherheit ist ein entscheidender Faktor für die Cybersicherheit in Ostwürttemberg“,
sind sich der IHK-Hauptgeschäftsfürher Thilo Rentschler als auch die beiden Landräte Peter Polta und Dr. Joachim Bläse einig.
„Das zeigt uns deutlich den Bedarf einer solchen Anlaufstelle, die wertvolles Wissen für unsere Unternehmen der Region bündelt und schnelle Unterstützung anbieten kann.“

Im Angebot sind sowohl diverse Tools zur Optimierung der IT-Sicherheit, umfangreiche Infomaterialien, verschiedene Workshop-Formate sowie Möglichkeiten zur gemeinsamen Vernetzung. Erklärtes Ziel des Gesamt-Portfolios ist es, den Betrieben Wissen zum Schutz vor Schadsoftware und Datenklau als auch im Umgang mit Hackerangriffen an die Hand zu geben. Somit können sie möglichst schon proaktiv den Risiken der zunehmenden Cyberkriminalität begegnen

Infoveranstaltung zum Thema
Am Donnerstag, 21. Juli 2022 um 11 Uhr informieren das digiZ und die Transferstelle für IT-Sicherheit im Mittelstand über Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit in Unternehmen. Im Anschluss wird eine „Security Awareness Schulung“ für Unternehmen angeboten. Hier erfahren die Teilnehmer praxisnah,  welche Angriffsarten es gibt, welche Ziele die Angreifer verfolgen und wie sie sich präventiv aber auch im Angriffsfall richtig verhalten.

Informationen und Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung gibt es online unter www.digiZ-ow.de oder bei Peter Schmidt, schmidt@ostwuerttemberg.ihk.de oder Tel. 07321 324-126.
IHK Ostwürttemberg 22.06.2022

Region packt beim Strukturwandel aktiv an

Das Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) attestiert 93 Regionen im Westen, Norden und dem Großraum Berlin eine hohe Dynamik. Die Region Ostwürttemberg und mit ihr die Länder Baden-Württemberg und Bayern besitzen aktuell ein hohes wirtschaftliches Niveau. IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler:
„Ostwürttemberg hat sich mit dem Start der Zukunftsoffensive im Jahr 2021 rechtzeitig auf den Weg gemacht, um sich zukunftsfest aufzustellen und weiterhin dynamisch den Transformationsprozess bezüglich Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischen Wandel zu gestalten.“
Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg hat die IW-Studie unter die Lupe genommen. Darin wurden anhand von 14 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt sowie Lebensqualität alle 400 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland bewertet.
Die Ergebnisse wurden unterteilt in die Darstellung des Ist-Zustands/Niveaus sowie der zu erwartenden Dynamik. Für das Niveauranking wurden zum Großteil die Datensätze aus dem Jahr 2020 herangezogen. Für das Dynamikranking galten als Basis für den zweijährigen Untersuchungszeitraum hauptsächlich die Jahre 2018 und 2019. Deshalb wird die derzeitige Situation zeitlich verzerrt dargestellt.
„Wir haben uns rechtzeitig auf den Weg gemacht, unser hohes wirtschaftliches Niveau zu sichern, auszubauen und Transformation aktiv zu gestalten“,
betont Hauptgeschäftsführer Rentschler.
„Wir nehmen unsere Aufgaben sehr ernst und selbst in die Hand. Wir arbeiten innerhalb der Zukunftsoffensive in diesem breiten Bündnis von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an den identifizierten Themenfeldern.“
Dieser 2021 gestartete und nun aktuell fortgesetzte Prozess ist sehr dynamisch. Rentschler:
„In den Daten des IW-Regionalrankings sind diese Aktivitäten noch nicht eingeflossen. Die IHK sowie die an der Zukunftsoffensive beteiligten Partner aus Politik und Gesellschaft sehen die Region als vorbildlich an, sich für künftige wirtschaftliche Herausforderungen zu wappnen.“

„Gamechanger“ in Region vorhanden

Die IW-Studie kommt zu dem Schluss, dass es sogenannter „Gamechanger“ bedarf, um in Fragen digitaler, ökologischer und demografischer Transformation eine Dynamik zu entwickeln. Rentschler:
„Genau diese haben wir in den Workshops und den Aktivitäten innerhalb unserer Zukunftsoffensive zusammengeführt. Daraus sind bereits wichtige Impulse entstanden, die es nun umzusetzen gilt.“
Wichtig für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Unterstützung durch die Bundes- und Landesregierung. Hierbei ist Ostwürttemberg ebenfalls auf gutem Weg. Für den Aufbau eines „Transformationsnetzwerks Automobil und Maschinenbau“ wurden Bundesfördermittel in Höhe von 6 Millionen Euro beantragt. Dieses Netzwerk soll Ostwürttemberg zu einer Modellregion wachsen lassen.
„Auch dies unterstreicht die Dynamik unserer Region bei der wirtschaftlichen Entwicklung“,
betont der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Ebenfalls wichtig sei, dass die richtigen Zukunftsthemen bearbeitet werden. Die Zukunftsoffensive fokussiere sich auf den Ausbau und die Versorgung der Region mit Wasserstoff, um Klimaneutralität und Umweltschutz rasch zu verwirklichen. Das Fördern von Gründung sowie der Start-up-Szene sowie ein massiver Ausbau der beruflichen Qualifizierung sind weitere wichtige Handlungsfelder. Zusammen mit dem Transformationsnetzwerk speziell für die Schlüsselbranchen Automotive und Maschinenbau kombiniert mit einem Ausbau der Forschungs-, Verkehrs- und Digitalinfrastruktur und einer intelligenten künftigen Regionalplanung gelingt eine gute Positionierung, ist sich der ehemalige Oberbürgermeister Thilo Rentschler sicher.
IHK Ostwürttemberg 17.02.2022

IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2022

Derzeit bewerten 48 Prozent der 500 befragten Unternehmen in Ostwürttemberg ihre aktuelle Geschäftslage mit „gut“.  Das sind 7 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst 2021. 13 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer beschreiben ihre Lage mit „schlecht“. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber dem Herbst 2021 (5 Prozent). Vor allem die hohen Energie- und Rohstoffpreise machen den Unternehmen in Ostwürttemberg zu schaffen. Die Industrie „schlägt sich gut“, ist jedoch besonders von dem starken Preisanstieg betroffen. Hinzu kommt die durch Omikron verursachte Unsicherheit zum Jahreswechsel, die das Stimmungsbild trübt.
Die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage zeigt, dass der im Herbst 2021 aufkeimende Optimismus zu Beginn des Jahres 2022 ausgebremst wird: Der Geschäftslageindikator sinkt um 14 Prozentpunkte. Auch der Geschäftserwartungsindikator liegt 10 Prozentpunkte niedriger als noch im Herbst 2021. Relativ gesehen liegen beide Indikatoren jedoch deutlich über dem Vor-Corona-Niveau.
Ein Blick auf die aktuelle Lage zeigt, dass die Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal bei 47 Prozent der befragten Betriebe gestiegen sind. 30 Prozent melden gefallene Umsätze. Für die nächsten zwölf Monate rechnen nur noch 44 Prozent der Betriebe mit einer Umsatzsteigerung, das sind 10 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst 2021. Bei der Geschäftserwartung und den Inlandsinvestitionen wird von einer deutlichen Mehrheit der Betriebe keine große Veränderung in den nächsten zwölf Monaten erwartet.
„Die Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie, die anhaltenden Lieferengpässe und die Unsicherheit, die durch die Corona-Pandemie zum Jahreswechsel verursacht wurde, hemmen die Geschäfte und wirken sich auf die Geschäftserwartungen im Befragungszeitraum aus“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler. Das größte Risiko stellen die Energie- und Rohstoffpreise dar, dicht gefolgt von der Corona-Pandemie und dem Fachkräftemangel. Im Vergleich zur Herbstumfrage wurde die Pandemie bei der aktuellen Umfrage wieder als verstärktes Risiko wahrgenommen.
Rentschler betont, dass die Pandemie derzeit zwar noch im Vordergrund stehe, der Fachkräftemangel bald jedoch alle anderen wirtschaftlichen Risiken überschatten werde.
„Die Region braucht branchenübergreifend gut qualifizierte Fach- und Arbeitskräfte, um die zentralen Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Dekarbonisierung erfolgreich zu bewältigen“,
erklärt er.
Die Konjunkturumfrage zeigt, dass die Personalnachfrage trotz verhaltener konjunktureller Entwicklung relativ hoch bleibt und die Hauptmotive der
Inlandsinvestitionen bei Mehrfachnennungen der Ersatzbedarf, die Digitalisierung und der Umweltschutz/Energieeffizienz sind. Vor allem im Bereich des Umweltschutzes ist im Vergleich zur Herbstumfrage ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.
Die Industrie ist nach Angaben der Unternehmen zu 82 Prozent in ihren Kapazitäten ausgelastet, im Herbst 2021 waren es noch 86 Prozent. Die Geschäftslage beurteilen 43 Prozent als gut, das sind 9 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst 2021. Positiv fällt auf, dass mehr Industriebetriebe steigende Auftragseingänge melden und lediglich 6 Prozent der Betriebe eine fallende Tendenz prognostiziert. Die Exporterwartungen der nächsten zwölf Monate fallen für Asien besonders hoch aus. Kein Betrieb geht von sinkenden Exporten aus, während 46 Prozent steigende Exportquoten prognostizieren.
Der Handel bewertet die aktuelle Geschäftslage zwar mit 51 Prozent als „gut“, das Kaufverhalten der Kunden wird jedoch deutlich zurückhaltender eingeschätzt. Als kauffreudig schätzen lediglich 10 Prozent der Betriebe das Kundenverhalten ein. Die Hälfte der befragten Betriebe bewerten das Kundenverhalten als „zurückhaltend“.
„Der Wegfall der 3G-Zutrittsbeschränkung für den Einzelhandel ist eine Erleichterung für Händler und Kunden und trägt sicherlich auch wieder zu einer Normalisierung des Kaufverhaltens bei“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.
Die Lageeinschätzung der Dienstleister fällt im Vergleich zum vergangenen Herbst ebenfalls nüchterner aus. Die aktuelle Geschäftslage beurteilen knapp die Hälfte der Betriebe mit „gut“, das sind 7 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst. Die Ertragslage bewerten 39 Prozent mit „gut“, das sind rund 14 Prozentpunkte weniger als im Herbst 2021. Die Corona-Pandemie stellt für die Branche das größte Risiko dar (62 Prozent), gefolgt vom Fachkräftemangel (47 Prozent) und den Energie- und Rohstoffpreisen.
35 Prozent der Verkehrsbetriebe in Ostwürttemberg bewerten die aktuelle Geschäftslage mit „gut“, ein Viertel meldet eine „schlechte“ Geschäftslage. Die Fracht-/Beförderungskapazitäten sind zu 64 Prozent ausgelastet, im Herbst lag die Auslastung noch bei 86 Prozent. Als die beiden größten wirtschaftlichen Risiken werden die hohen Energie- und Rohstoffkosten und der Fachkräftemangel angegeben (80 Prozent). Die Corona-Pandemie schließt mit etwas Abstand als drittgrößtes Risiko an.

Ein Blick in die Landkreise:

Im Landkreis Heidenheim bewertet eine knappe Mehrheit der Betriebe die aktuelle Geschäftslage mit „gut“. Das sind 18 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst 2021. 45 Prozent der Betriebe erwarten eine Verbesserung der Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten (Herbst 2021: 43 Prozent). Der Umsatz gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal ist bei 42 Prozent der Betriebe gestiegen; von einer Steigerung der Umsätze in den nächsten zwölf Monaten gehen zum Jahresbeginn 2022 lediglich 49 Prozent der Unternehmen aus (im Herbst 2021 waren es noch 68 Prozent). 25 Prozent der befragten Betriebe in Heidenheim gehen von steigenden Inlandsinvestitionen aus.
Im Ostalbkreis wird die Lage etwas verhaltener bewertet. 46 Prozent der befragten Betriebe bewerten die aktuelle Geschäftslage mit „gut“. Der Anteil derer, die eine „schlechte“ Geschäftserwartung angeben, ist im Vergleich zur Herbstumfrage um 10 Prozentpunkte gestiegen. 27 Prozent gehen von einer Verbesserung der Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten aus, die große Mehrheit erwartet keine Veränderung der Geschäftslage. Der Umsatz gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal ist bei 47 Prozent der befragten Betriebe gestiegen. In den nächsten zwölf Monaten rechnen 44 Prozent der Betriebe mit steigenden Umsätzen. Positiv ist die Einschätzung vor allem bei den Inlandsinvestitionen: 34 Prozent der befragten Betriebe gehen von steigenden Investitionen aus.
Eine Steigerung der Beschäftigtenzahlen wird sowohl für den Landkreis Heidenheim als auch für den Ostalbkreis erwartet.
Vor allem die Industrie entwickelt sich im Ostalbkreis zum Zugpferd der Wirtschaft: Keines der befragten Unternehmen beurteilt die aktuelle Geschäftslage mit „schlecht“, das ist ein Rückgang um 20 Prozentpunkte im Vergleich zum Frühjahr.
Der vollständige Konjunkturbericht mit Branchendetails und Vergleichswerten steht zum Download bereit.