IHK im Blick | Hauptgeschäftsführung

Strategische Führung für eine starke Region

Die Hauptgeschäftsführung der IHK Ostwürttemberg verfolgt das Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung der Region aktiv und nachhaltig zu unterstützen. Mit Weitblick, Vernetzung und strategischem Handeln sind die Sicherung der Fachkräfte, die Förderung von Innovationen sowie die Begleitung von Unternehmen bei Transformationsprozessen zentrale Eckpunkte des Engagements – regional verwurzelt und zugleich europäisch vernetzt.
Mit der Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“, deren strategische Ausrichtung im Herbst 2025 weiterentwickelt wurde, werden auf diese Ziele gesetzt. Im Rahmen der Herbstsitzung des Steuerungskreises wurde der überarbeitete Masterplan 2.0 beschlossen. Er bildet die Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit und setzt neue bzw. angepasste Schwerpunkte für die regionale Entwicklung.
Der Masterplan 2.0 umfasst vier Handlungsfelder: Innovationsökosysteme, Infrastruktur und Flächen, Energiewende und Nachhaltigkeit sowie Resiliente Region. Als tragendes Fundament aller Aktivitäten wirken Bildung und Beschäftigung, die als Querschnittsthemen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Ostwürttembergs sichern sollen.
Mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung haben die Partner der Offensive
ihren gemeinsamen Willen zur Fortsetzung der Zusammenarbeit bekräftigt – ein klares Signal für Verantwortung, Verlässlichkeit und den gemeinsamen Gestaltungsanspruch für die Zukunft der Region.

MINT: Fachkräfte von morgen fördern

Ein zentrales Anliegen ist die Förderung von MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). MINT ist eingebettet in die Gesamtstrategie der Offensive Zukunft Ostwürttemberg. 2025 fanden wichtige Gespräche mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, der Baden-Württemberg-Stiftung, dem Stifterverband sowie regionalen MINT-Akteuren statt.
Für 2026 sind zwei Teilzeitstellen geplant, deren Aufgabe die strategische Weiterentwicklung der MINT-Bildungslandschaft ist. Fokus: nachhaltige Fachkräftesicherung, Innovationsförderung und chancengerechte Bildung. Durch Projektentwicklung, Fördermittelakquise und Kooperationen sollen Bildungsangebote ausgebaut, vernetzt und skaliert werden. Ein weiterer Baustein ist der Start des GAPP-Programms, ein internationales Schüler-Austauschprogramm mit Berufsschulen in der Region. Zudem wird im Wirtschaftsdialog das Thema „KI at School and Work“ diskutiert.

Politik & Wirtschaft im Dialog

2025 war ein Schwerpunkt auf wirtschaftspolitischer Beratung: Mit dem BWIHK wurde das Positionspapier „Kurs Wirtschaftswende“ für die Landtagswahl 2026 erarbeitet. Bundes- und Landesabgeordnete wurden regelmäßig zu wirtschaftlichen Themen konsultiert, u. a. MdB Kiesewetter, MdL Büttner, MdL Hagel. Ein besonderes Highlight: Manuel Hagel, MdL, CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzender, besuchte am 22. September 2025 gemeinsam mit den Abgeordneten Bückner und Mack die Region. Stationen waren die Maschinenfabrik Alfing Kessler, die IHK und SCHWENK Zement. Im Fokus standen wirtschaftliche Herausforderungen, regionale Transformationsstrategien und Zukunftstechnologien. Außerdem erfolgt im Sommer ein Austausch mit MdLs von SPD und Grünen.

Impulsgeber für Wohnen & Bauen

Als Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg und federführender Vertreter für das Themenfeld Wohnen & Bauen im BWIHK hat Thilo Rentschler das vergangene Jahr maßgeblich geprägt. Im Mittelpunkt seines Engagements stand die Überzeugung, dass bezahlbarer Wohnraum zu einem zentralen Standortfaktor für Baden-Württemberg geworden ist – insbesondere mit Blick auf Fachkräftesicherung, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Rentschler brachte diese Perspektive konsequent in politische Prozesse ein, etwa bei der Novellierung des Landesentwicklungsplans, der Reform der Landesbauordnung sowie beim bundesweiten Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus. Mit Positionspapieren, öffentlichen Stellungnahmen und Fachkonferenzen setzte er klare Impulse für eine realistische Flächenpolitik, schnellere Genehmigungsverfahren und wirtschaftlich tragfähige Bauweisen. Ein besonderer Fokus lag zudem auf dem Thema Mitarbeiterwohnen, das Rentschler als gemeinschaftliche Aufgabe von Wirtschaft, Kommunen und Politik vorantreibt.

IHK-Infrastruktur & Standort

Die Planungen für den IHK-Anbau wurden 2025 konkret: Spatenstich am 06.10.2025 und erste Abbrucharbeiten markierten den Start der Erweiterung. Investitionen von 8 Millionen Euro umfasst das Projekt.

Energie, Wasserstoff & Resilienz

Die IHK führte 2025 intensive Gespräche mit regionalen Unternehmen, darunter EnBW ODR, Schwenk Zement und Papierfabrik Palm, zu den aktuellen Herausforderungen und Strategien der Energieversorgung. Ziel war es, regionale Unternehmen auf die Energiezukunft vorzubereiten und nachhaltige Versorgungsstrukturen zu fördern – ein neues Energiekonzept wurde entwickelt. Parallel fanden Austauschrunden auf Führungsebene mit Unternehmen, IHK, LRA, Terranets und Stadtwerken statt, um den Aufbau eines regionalen Wasserstoffverteilnetzes voranzutreiben. Dieses Netzwerk soll die Transformation hin zu klimaneutralen Produktions- und Mobilitätslösungen unterstützen.

Resiliente Region

Im Rahmen der Offensive Zukunft Ostwürttemberg wurde der Masterplan 2.0 neu aufgestellt. Ein zentrales Handlungsfeld ist die Resiliente Region, die regionale Wirtschaft, Infrastruktur und Energieversorgung widerstandsfähig gegenüber Krisen machen soll. Der Vortragsabend mit General a. D. Erhard Bühler am 24. September 2025, bei dem er sicherheitspolitische Herausforderungen in Europa beleuchtete, fügte sich dabei thematisch perfekt ein und unterstrich die Bedeutung von Resilienz für Wirtschaft und Gesellschaft.

HK-Strukturen & Personalentwicklung

Intern wurden Strukturen und Prozesse gestärkt: Einführung eines Controlling-Systems, Neuerungen im Personalentwicklungskatalog, Recruiting-Prozess sowie die Ausweitung des Azubi-Unterrichts sichern die Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der IHK.
Mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung haben die Partner der Offensive ihren gemeinsamen Willen zur Fortsetzung der Zusammenarbeit bekräftigt – ein klares Signal für Verantwortung, Verlässlichkeit und den gemeinsamen Gestaltungsanspruch für die Zukunft der Region.