Wirtschaft in Ostwürttemberg
Nr. 6947598
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Wirtschaft & Recht 2026

2026: Was jetzt auf Unternehmen zukommt

Das neue Jahr startet mit zahlreichen gesetzlichen Neuerungen, die für kleine und mittlere Unternehmen entscheidend sein können. Manche schaffen Entlastung und eröffnen Chancen, andere bringen zusätzliche Pflichten und mehr Bürokratie. Wir zeigen, worauf sich Betriebe einstellen müssen - ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.
Mit dem Jahreswechsel begann für Unternehmen die Planung unter neuen Rahmenbedingungen: 2026 bringt eine Reihe gesetzlicher Änderungen. Einige erleichtern Prozesse und stärken die Wettbewerbsfähigkeit, andere erhöhen den administrativen Aufwand. Aus Sicht der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ist das ein Problem:
„Gerade beim Mittelstand verursacht die überbordende Bürokratie erhebliche Schäden. Die mittelständischen Betriebe verfügen in der Regel nicht über spezielle Abteilungen, die diese Lasten abarbeiten können. Vielmehr werden Ressourcen beansprucht, die viel dringender in produktiven Verwendungen eingesetzt werden müssten“,
beklagt Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge bei der DIHK.
Kevin Heidenreich, Referatsleiter Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik bei der DIHK, ergänzt:
„Die Bundesregierung hat den Bürokratieabbau ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Der durchaus vorhandene Wille zur Entlastung muss sich jetzt aber auch in der Umsetzung der Gesetze in der Praxis widerspiegeln.“
2026 müsse das Jahr werden, in dem die Unternehmen eine deutliche Entlastung von bürokratischen Belastungen spüren können.
„Im Rahmen der vorgelegten Modernisierungsagenda finden sich dafür bereits gute Ansätze. Es bedarf aber noch deutlicherer Signale für einen wirklichen Wendepunkt.“
  • CO₂-Grenzausgleich (CBAM)
  • Data Act
  • Entgelttransparenzgesetz
  • Forschungszulage
  • Greenwashing-Regeln
  • Lieferkettengesetz
  • NIS-2-Richtlinie
  • Produkthaftung
  • Recht auf Reparatur
  • Verpackungsgesetz (VerpackDG)

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