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Unternehmer-Coaching: Abschlussfazit nach dem ersten Jahr und Ausblick
Knapp 20 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region haben sich 2025 am neuen Format des regionalen Unternehmercoaching beteiligt. Es entstand ein Format, das nicht auf einen festen Endpunkt zielt, sondern auf tragfähige Zusammenarbeit, kontinuierliches Lernen und nachhaltige Wirkung. Entsprechend wird das Unternehmercoaching fortgeführt.
Initiiert wurde das Programm durch den Wirtschaftsclub Ostwürttemberg (Oliver Helzle) und die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg (Gero Niklas) in Zusammenarbeit mit der IHK Ostwürttemberg, vertreten durch Markus Schmid und Südwestmetall, vertreten durch Geschäftsführer Markus Kilian. Die Förderung des Programms erfolgte durch das Transformationsnetzwerk Ostwürttemberg in Kooperation mit dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. Bei einer öffentlichen Ausschreibung für die Moderation des Programms wurde der Abtsgmünder Unternehmer und systemische Unternehmensberater Heiko Rössel ausgewählt.
Über das Jahr 2025 hinweg trafen sich die Gruppen achtmal in Präsenz, davon dreimal direkt in Unternehmen der Teilnehmenden. Die Gastgeber öffneten dabei ihre Betriebe, stellten Organisation, Herausforderungen und aktuelle Fragestellungen vor und erhielten im Anschluss offenes, wertschätzendes und zugleich klares Feedback der anderen Unternehmerinnen und Unternehmer.
Ergänzt wurden die Präsenztermine durch zahlreiche Online-Sessions, in denen konkrete Themen wie Personalführung und -verwaltung, Vergütungsmodelle, Kennzahlensysteme und Cockpits zur Unternehmenssteuerung, systemische Organisationsentwicklung oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmensalltag behandelt wurden.
Für die Teilnehmenden wurde schnell sichtbar, dass das Coaching konkret wirkt. Viele Anregungen und Hinweise wurden unmittelbar im eigenen Unternehmen ausprobiert. Bereits im darauffolgenden Treffen konnten Erfahrungen, Erfolge und Lernschleifen in die Gruppe gespiegelt werden. Diese kurze Wirkungskette aus Impuls, Anwendung und Rückmeldung verstärkte die Dynamik der Gruppe und machte deutlich, dass im Coaching nicht nur diskutiert, sondern danach direkt umgesetzt wurde.
Im Verlauf des Jahres entwickelte sich dabei ein hohes Maß an Vertrauen. Aus dem anfänglichen Austausch wurde ein Raum, in dem auch kritische unternehmerische und persönliche Themen offen angesprochen wurden. Oder, wie Christoph Oestreicher von der oestreicher GmbH (Heidenheim) es formuliert:
„Ein Raum für Offenheit, Erfahrung und Perspektiven, die Zuversicht, Orientierung und neue Impulse im Unternehmen geben.“
Dieses Vertrauen bildete die Grundlage dafür, dass sowohl strategische Fragestellungen – etwa zu Vision, Führung, Personal oder Steuerungslogiken – als auch aktuelle operative Themen bearbeitet wurden. Pascal Berroth von Berroth Backparadies GmbH & Co. KG (Schwäbisch Gmünd) bringt diesen Nutzen prägnant auf den Punkt:
„Austausch auf Augenhöhe. Impulse, die sofort Wirkung zeigen.“
Auffällig war über das gesamte Jahr hinweg das außergewöhnlich hohe Commitment der Teilnehmenden. Zwischen den Modulen vereinbarte Aufgaben wurden sehr diszipliniert umgesetzt – ein klares Zeichen für die erlebte Relevanz. André Haselkuß von Gloning Krantechnik GmbH (Stödtlen) beschreibt dies so:
„Guter Austausch, viele praxisnahe Impulse und einiges, das ich direkt anwenden kann.“
Ein besonderer Mehrwert entstand durch den branchenübergreifenden Blick. Unternehmerinnen und Unternehmer lernten voneinander – auch aus Fehlern und gescheiterten Versuchen – ohne diese selbst machen zu müssen. Dominik Wild von PARITY Software GMBH (Ditzingen) fasst diesen Effekt treffend zusammen:
„Aus Fehlern und Scheitern zu lernen, ohne jeden Fehler selbst machen zu müssen, an blinden Flecken zu arbeiten, ist extrem hilfreich.“
Bewusst wurde das Coaching nicht als klassische Weiterbildungsmaßnahme konzipiert. Der Fokus lag konsequent auf Hilfe zur Selbsthilfe. Dass dieser Ansatz trägt, zeigt eine Entwicklung, die aus der Gruppe selbst heraus entstanden ist: der Wunsch nach einer weiterführenden systemischen Weiterbildung für Unternehmer, die 2026 zusätzlich angeboten und gefördert wird.
Details dazu gibt es hier:
| https://eveeno.com/systemischerkompass |
Rückblickend lässt sich das erste Jahr so zusammenfassen: Vertrauen führt. Es schafft Offenheit, fördert Verantwortung und ermöglicht nachhaltige Entwicklung – bei den Unternehmerinnen und Unternehmern ebenso wie in ihren Unternehmen.
Deshalb werden viele Teilnehmer das Programm fortsetzen und das Transformationsnetzwerk hat sich entschlossen, auch 2026 das Format „Unternehmercoaching“ zu unterstützen.
Details dazu gibt es hier:
| https://eveeno.com/uco26 |
Kontakt
Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg
Ludwig-Erhard-Straße 1
89520 Heidenheim
Tel. 07321 324-0
Fax 07321 324-169
zentrale@ostwuerttemberg.ihk.de
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