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Gut gesichert, schlecht vorbereitet
Die Cybersicherheitslücke im Mittelstand
Ransomware, Phishing, gestohlene Zugangsdaten – Cyberangriffe auf Unternehmen nehmen nicht ab, sie werden gezielter. Die gute Nachricht: Viele Betriebe haben die Grundlagen im Griff. Die schlechte: Im echten Ernstfall wären die meisten trotzdem nicht ausreichend vorbereitet.
Das zeigt die aktuelle DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 deutlich: 88 % der befragten Unternehmen machen regelmäßige Datensicherungen, 85 % spielen IT-Sicherheitsupdates zeitnah ein. Doch bei der eigentlichen Krisenvorsorge klafft eine gefährliche Lücke: Nur 30 % verfügen über einen dokumentierten Notfallplan – und gerade einmal 13 % üben den Ernstfall überhaupt.
Was fehlt, wenn es wirklich brennt
Ein Backup schützt Daten – aber wer ruft wen an, wenn die Produktion stillsteht? Wer entscheidet, ob Lösegeld gezahlt wird? Wer informiert Kunden und Lieferanten? Genau hier scheitern viele Betriebe, nicht weil sie nachlässig sind, sondern weil sie den Schritt vom technischen Basisschutz zur organisatorischen Krisenvorsorge schlicht noch nicht gegangen sind.
Ein Notfallplan muss kein 50-seitiges Dokument sein. Entscheidend ist, dass er existiert, bekannt ist und – mindestens einmal im Jahr – geprobt wird. Unternehmen, die das tun, erholen sich nach einem Angriff nachweislich schneller und erleiden geringere wirtschaftliche Schäden.
Drei Schritte, die jetzt zählen
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Notfallplan erstellen: Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Wiederanlaufprozesse schriftlich festhalten – auch für den Fall, dass IT-Systeme nicht verfügbar sind.
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Ernstfall üben: Einmal im Jahr eine Simulation durchführen – selbst ein einfacher Tisch-Workshop (Tabletop Exercise) deckt kritische Lücken auf.
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NIS2 & CRA im Blick behalten: Wer als Lieferant kritischer Infrastrukturen gilt oder digitale Produkte herstellt, muss bis September 2026 Meldepflichten und Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Das digiZ | Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg unterstützt Unternehmen in der Region dabei, den eigenen Sicherheitsstand realistisch einzuschätzen und konkrete nächste Schritte zu planen.
Veranstaltungshinweis: Beim Online-Workshop „IT-Notfallmanagement kompakt" am 21. April 2026 (10 bis 12 Uhr) erarbeiten teilnehmende Unternehmensvertreter in zwei Stunden die Grundlagen für einen eigenen Notfallplan – mit Praxisbeispielen, Checklisten und konkreten ersten Schritten.
Kontakt
Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg
Ludwig-Erhard-Straße 1
89520 Heidenheim
Tel. 07321 324-0
Fax 07321 324-169
zentrale@ostwuerttemberg.ihk.de
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