3 min
Lesezeit
Die Hochschule steht Kopf
Semesterausstellung gibt Anregungen für kreative Gestaltung zur Lösung von Zukunftsproblemen
Am Ende jedes Semesters lädt die Hochschule für Gestaltung (HfG) Schwäbisch Gmünd die Öffentlichkeit zur Semesterausstellung ein. Studierende präsentierten Mitte Februar in den Gängen und Räumen in der Rektor-Klaus-Straße ihre Semester- und Abschlussarbeiten aus den vier Studiengängen Digital Product Design and Development – Gestaltung vernetzter Systeme, Interaktions‑, Kommunikations- und Produktgestaltung sowie aus dem Masterprogramm Strategische Gestaltung.
Die Arbeiten zeigen, was das Grundlagenstudium an der HfG Schwäbisch Gmünd ausmacht, wie Gestaltung dazu beiträgt, künftige Entwicklungen verantwortungsvoll zu beeinflussen und nach welchen Kriterien Gestaltungsentscheidungen getroffen werden. Dabei werden kreative Ideen zur Lösung von Problemstellungen ausgearbeitet und dem Publikum präsentiert und erläutert. Neue Geschäftsideen sowie das Anknüpfen an bestehende Produkte stehen im Fokus – ein interessantes Spielfeld für Unternehmen aus der Region, um kreative Prozesse und Produkte neu zu schaffen.
Bei der Semesterausstellung der Hochschule für Gestaltung wurden innovative Projekte vorgestellt.
Das Heute verstehen, das Morgen gestalten
Die Welt ist geprägt von ständigem Wandel und rasantem technologischen Fortschritt.
„Um die Herausforderungen zu meistern, ist es entscheidend, das Heute zu verstehen und daraus zu lernen. Unsere Studierenden haben sich mit aktuellen gesellschaftlichen, ökologischen und kulturellen Entwicklungen auseinandergesetzt, um die Zukunft aktiv mitzugestalten“,
erläutert Prof. Michael Schuster beim Ausstellungsrundgang.
Nachhaltigkeit und Umwelt, Bildung und Erziehung, Gesellschaft, Gesundheit und Soziales sowie Technik und Mobilität waren die fünf Themenbereiche, unter die die Semesterarbeiten eingereiht waren.
Beispielsweise entsteht mit der Bachelorarbeit HADES aus dem Studiengang Interaktionsgestaltung ein digitales Gesamtsystem zur Dokumentation, zum Schutz und zur Erforschung von Höhlen.
„Rund 30 Prozent des Trinkwassers stammen aus Karstgebieten und Höhlen bilden Lebensräume für einzigartige und hochspezialisierte Tierarten“,
erklärt Student Kilian Koeble. Das Projekt verbindet eine mobile App, die autorisierte Höhlenforscher bei der 3D-Erfassung und Archivierung unterirdischer Räume unterstützt, mit einer Website, die diese Daten für wissenschaftliche Zwecke anonymisiert zugänglich macht. Daraus könnte ein studentisches Start-up entstehen.
Kontextbasierte Wissensvermittlung für Kinder ist – ebenfalls bei der Interaktionsgestaltung – eine wegweisende Semesterarbeit aus dem Themenbereich Bildung und Erziehung. Oder COSM – dahinter verbirgt sich im Masterstudiengang Strategische Gestaltung die digitale Planung für effizientes, nachhaltiges Bauen im Kontext für ein Bauhandwerk im Jahr 2035. Das sind zwei weitere Beispiele für interessante Ansätze, die Unternehmen im Auge haben sollten. Oder blicken wir in die Prozessgestaltung: Dort wurden beispielsweise unter der Prämisse „Teilen statt besitzen“ ein einfach zusammenbaubares Bett „auf Zeit“, eine Schirmverleihstation sowie als Sitzgelegenheit nutzbare Pollersysteme konzipiert.
Viele weitere zukunftsweisende Ansätze regten bei der Semesterausstellung zum Staunen sowie dem Nachdenken über Weiterentwicklungen und weiteren Ansätzen an. Durch die Semesterarbeiten führt ein digitaler Guide unter:
Kontakt:
| Prof. Michael Schuster, michael.schuster@hfg-gmuend.de |
| Prof. Leif Huff, leif.huff@hfg-gmuend.de |
Kontakt
Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg
Ludwig-Erhard-Straße 1
89520 Heidenheim
Tel. 07321 324-0
Fax 07321 324-169
zentrale@ostwuerttemberg.ihk.de
89520 Heidenheim
Tel. 07321 324-0
Fax 07321 324-169
zentrale@ostwuerttemberg.ihk.de
