IHK Ostwürttemberg

Kaufkraftkennzahlen 2018

Einzelhandelsrelevante Kaufkraft Einzelhandelsumsatz
Stand 01.01.2017 Bevölkerung in Mio. Euro Euro pro Kopf in Mio. Euro Euro pro Kopf
Aalen 67.684 501,58 7.373 514,34 7.561
Abtsgmünd 7.415 52,58 7.071 42,14 5.667
Adelmannsfelden 1.669 11,32 6.786 2,44 1.464
Bartholomä 2.200 15,81 7.175 4,12 1.872
Böbingen an der Rems 4.509 32,65 7.210 11,75 2.595
Bopfingen 11.865 79,26 6.667 115,79 9.740
Dischingen 4.362 32,10 7.342 7,68 1.757
Durlangen 2.869 19,53 6.791 5,98 2.079
Ellenberg 1.708 11,79 6.858 1,47 853
Ellwangen (Jagst) 24.664 172,71 6.942 214,75 8.632
Eschach 2.146 15,29 7.094 7,97 3.698
Essingen 6.231 46,62 7.455 48,59 7.770
Gerstetten 11.613 80,35 6.916 42,21 3.633
Giengen an der Brenz 19.634 129,24 6.567 93,88 4.770
Göggingen 2.446 17,79 7.226 9,46 3.841
Gschwend 4.937 33,48 6.784 413,86 3.370
Heidenheim an der Brenz 48.709 339,31 6.948 413,86 8.475
Herbrechtingen 13.173 96,43 7.304 56,92 4.312
Hermaringen 2.096 14,82 7.075 6,15 2.934
Heubach 9.765 67,50 6.876 38,80 3.952
Heuchlingen 1.827 13,20 7.207 2,41 1.317
Hüttlingen 6.035 44,42 7.332 23,43 3.868
Iggingen 2.560 18,70 7.255 14,54 5.641
Jagstzell 2.296 15,79 6.859 6,37 2.768
Kirchheim am Ries 1.806 11,69 6.486 2,38 4.515
Königsbronn 7.094 52,36 7.420 16,20 4.279
Lauchheim 4.700 34,08 7.212 9,47 4.435
Leinzell 2.036 13,75 6.719 4,82 3.267
Lorch 10.801 79,46 7.323 48,99 3.320
Mögglingen 4.280 31,98 7.408 18,47 2.602
Mutlangen 6.582 49,78 7.523 29,35 2.602
Nattheim 6.119 42,80 7.005 19,96 3.267
Neresheim 7.873 54,36 6.885 26,21 3.320
Neuler 3.142 22,75 7.208 7,23 2.291
Niederstotzingen 4.631 32,56 7.004 12,09 2.602
Oberkochen 7.785 57,42 7.380 28,88 3.712
Obergröningen 451 3,14 6.945 k. A. k. A.
Rainau 3.280 23,71 7.143 2,31 695
Riesbürg 2.270 15,55 6.852 1,64 723
Rosenberg 2.589 23,74 9.132 4,01 1.544
Ruppertshofen 1.828 12,53 6.816 3,57 1.941
Schechingen 2.280 15,86 6.937 2,27 992
Schwäbisch Gmünd 60.349 414,58 6.828 440,06 7.248
Sontheim an der Brenz 5.465 38,55 7.036 21,20 3.869
Spraitbach 3.356 23,17 6.874 11,38 3.376
Steinheim am Albuch 8.542 60,81 7.114 26,13 3.057
Stödtlen 1.881 13,25 7.035 2,99 1.588
Täferrot 989 6,84 6.892 k. A. k. A.
Tannhausen 1.818 11,84 6.561 2,27 1.258
Unterschneidheim 4.649 32,29 6.882 10,84 2.311
Waldstetten 7.101 52,81 7.428 24,31 3.419
Westhausen 6.045 43,32 7.127 28,38 4.669
Wört 1.413 10,03 7.017 2,08 1.453
Landkreis Heidenheim 131.498 919,77 6.984 716,28 5.439
Landkreis Ostalbkreis 311.587 2.224,14 7.103 1.802,19 5.756
Ostwürttemberg 443.085 3.143,91 7.068 2.518,47 5.662
Baden-Württemberg 10.951.893 79.786,39 7.240 134,268 6.176
Deutschland 82.526.522 573.716,97 6.924 506.962,95 6.118


Berechnung der Kennzahlen

Die für die Region Ostwürttemberg ausgewiesenen Daten beruhen auf Prognosen der Michael Bauer Research GmbH, der CIMA Beratung + Management GmbH und der BBE Handelsberatung GmbH für das Jahr 2018. Die Daten der Michael Bauer Research GmbH, Nürnberg, liegen in hoher Datentransparenz vor. Dennoch unterliegen die Zahlen naturgemäß den Unsicherheiten, denen Prognosen immer unterworfen sind. Hinzu kommen die Unschärfen, die dadurch entstehen, dass die Datenbasis der amtlichen Statistik mit Annahmen aufgearbeitet werden muss.

Einzelhandelsrelevante Kaufkraft

Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft ist derjenige Teil der allgemeinen Kaufkraft, der tatsächlich im Einzelhandel (einschließlich Online- und Versandhandel) ausgegeben wird. Grundlage für die Berechnung ist die Summe aller abhängig und selbständig erzielten Nettoeinkünfte einer Region, ermittelt aus der amtlichen Lohn- und Einkommenssteuerstatistik. Hinzugerechnet werden sonstige Erwerbseinkommen und Transfereinkommen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kinder- und Wohngeld, Renten sowie BAföG. Der Anteil des Einkommens, der im Einzelhandel ausgegeben wird, kann den amtlichen Einkommens- und Verbrauchsstichproben entnommen und mit Hilfe von Regionaldaten zu Einkommensklassen und soziodemografischen Kategorien ermittelt werden. Basierend auf den Fortschreibungen dieser Daten und einer Bevölkerungsprognose werden die einzelhandelsrelevante Kaufkraft am Wohnort sowie die Kaufkraftkennziffern für das aktuelle Jahr prognostiziert.

Einzelhandelsumsatz

Im Gegensatz zur einzelhandelsrelevanten Kaufkraft sind im Einzelhandelsumsatz nur die am Einkaufsort im stationären Einzelhandel getätigten Umsätze zu Endverbraucherpreisen, inklusive Bäckereien, Konditoreien und Metzgereien sowie Factory Outlet Centern enthalten. Weder der Internet- und Onlinehandel, noch der Einzelhandel mit Kfz, Krafträdern oder Tankstellen sind Bestandteil dieser Berechnung. Ermittelt werden der Einzelhandelsumsatz sowie die Umsatzkennziffern auf Basis von Auswertungen der Einzelhandels-Gutachten der BBE-/CIMA-Gruppe und zahlreichen einschlägigen aktuellen amtlichen Statistiken, Desk Research-Recherchen und Handelsdatenbanken.
In der vorliegenden Ausgabe 2018 ist speziell Folgendes zu beachten:
Als eine wichtige Berechnungsgrundlage für die Ermittlung des Einzelhandelsvolumens in Deutschland steht jährlich, wenngleich mit einer gewissen Zeitverzögerung, die „Jahresstatistik im Handel“ des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung. Mit Erweiterung der Stichprobengröße dieser Erhebung sind die Werte der Jahresstatistik signifikant gestiegen (von 2013 auf das derzeit neueste verfügbare Jahr 2015 um insgesamt 12 Prozent). Daher hat die Michael Bauer Research GmbH in der vorliegenden Studie die Gesamtmarktannahmen erheblich erhöht (=> höhere absolute Kaufkraftwerte). Weiterhin sind nunmehr die Umsätze der Apotheken auf das Segment Selbstmedikation/Ergänzungssortiment (also ohne Arzneimittelverordnungsvolumen GKV, PKV und Sonstige) beschränkt.
Da bei der Einzelhandelsrelevanten Kaufkraft als Definition der im stationären Einzelhandel erzielte Umsatz zu Endverbraucherpreisen, inklusive Internet- und Versandhandel, zugrunde gelegt wird, beim stationären Einzelhandelsumsatz die Internet- und Versandhandelsumsätze jedoch nicht berücksichtigt werden (Ort des Kaufaktes und Point of Sale sind beim Internet- und Versandhandel nicht identisch) liegt die Bundessumme bei der Einzelhandelsrelevanten Kaufkraft höher als beim Einzelhandelsumsatz.

Zentralitätskennziffer

Die Zentralitätskennziffer zeigt die Kaufkraftbindung einer Stadt oder Gemeinde an und gibt den Netto-Kaufkraftzufluss von oder -abfluss nach außen an. Die Zentralitätswerte stellen also jeweils Saldoangaben dar, die sich aus der Verrechnung von Zu- und Abflüssen eines Einkaufstandortes ergeben. Bei einem Wert über 100 gilt, dass die Kaufkraftzuflüsse aus dem Umland die Kaufkraftabflüsse aus dem Stadtgebiet übersteigen. Bei einem Wert unter 100 überwiegen die Abflüsse an das Umland die Zuflüsse von dort.
Berechnung:
Einzelhandels-Umsatzkennziffer geteilt durch einzelhandelsrelevanter Kaufkraftindex mal 100
Dagegen beziehen sich Kaufkraftzu- und abflüsse eigentlich auf die Absolutbeträge in Euro, in denen bei der Einzelhandelsrelevanten Kaufkraft auch der Online- und Versandhandel enthalten ist, was impliziert dass die Einzelhandelsrelevante Kaufkraft in Summe höher ist als der Einzelhandelsumsatz und somit tendenziell mehr Gebiete Kaufkraftabflüsse als -zuflüsse verzeichnen.
Die gewachsene Bedeutung des Online-Handels führt in Konsequenz dazu, dass alle Städte mit einer Einzelhandelszentralität von nicht mehr als etwa 113,1 (Stand: 2018) einen Kaufkraftabfluss verzeichnen.
© Michael Bauer Research GmbH, Nürnberg, und CIMA Beratung + Management GmbH/BBE Handelsberatung GmbH, München, 2018, basierend auf © Statistisches Bundesamt