Tourismusnetzwerk Baden-Württemberg
Bundeskabinett beschließt Nationale Tourismusstrategie
Die Bundesregierung hat am 28. Januar im Kabinett die Nationale Tourismusstrategie (NTS) beschlossen. Die Strategie setzt einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um, indem sie die für den Tourismus relevanten Maßnahmen aller Ressorts erstmals unter dem übergeordneten Ziel der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Deutschland bündelt. Dabei werden die für den Tourismus wichtigen Schwerpunktthemen Unternehmensentlastung und Bürokratieabbau, Attraktivität und Anbindung des Reiselands Deutschland, Digitalisierung, Arbeitsbedingungen und Arbeitskräftegewinnung, nachhaltiger Tourismus und EU-Tourismuspolitik adressiert und alle Bereiche der Querschnittsbranche Tourismus gleichermaßen berücksichtigt.
Stimmen aus der Branche
„Wir schaffen mit der Nationalen Tourismusstrategie bessere Rahmenbedingungen für die Unternehmen und Mitarbeiter der Tourismusbranche“,
sagt der Koordinator für Maritime Wirtschaft und Tourismus im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Christoph Ploß.
„Mehr Investitionen in die Infrastruktur, geringe Standortkostenkosten für die Luftfahrt und die Digitalisierung von Visaverfahren werden neben vielen anderen Maßnahmen dazu beitragen, dass die Tourismuswirtschaft in Deutschland in den nächsten Jahren wachsen wird. Die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, mit der in Zukunft eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit gilt, soll noch in diesem Jahr beschlossen werden. Diese Reform wird vor allem den kleinen und mittelständischen Betrieben sehr helfen.“
„Erstmals bekennt sich der Bund darin klar zu seiner koordinierenden Rolle. Auch die Tatsache, dass sich die Bundesregierung seit sehr langer Zeit im Kabinett grundsätzlich mit dem Tourismus beschäftigt, ist ein wichtiges Zeichen für die Relevanz der Branche in Deutschland“,
lobt Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV).
„Wir begrüßen, dass die Strategie die Attraktivität der deutschen Reiseregionen vor allem durch eine leistungsfähige Infrastruktur verbessern will. Damit wird die Grundlage für eine nachhaltige Qualität der touristischen Angebote geschaffen“,
erklärt Meyer.
„Als Dachverband der Tourismuswirtschaft begrüßen wir den klaren wirtschaftspolitischen Fokus der Strategie. Das ist ein wichtiges Signal für die Branche in aktuell nicht immer einfachem Fahrwasser. Die Themen und Maßnahmen, die wir als BTW gefordert haben, um den Tourismusstandort einerseits und die Tourismusbranche als Arbeitgeber und wichtige Wirtschaftskraft anderseits zu stärken, finden sich in diesem Papier wieder“,
kommentiert der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, Sören Hartmann.
„Nicht minder wichtig: Die Bundesregierung betont schwarz auf weiß ihre Wertschätzung gegenüber unserer Branche und deren gesellschaftlichen wie volkswirtschaftlichen Wert.“
Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg:
„Die Nationale Tourismusstrategie trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland zu sichern und zu stärken. Dies kommt auch tourismusstarken Bundesländern wie Baden-Württemberg zugute.“ Als klassische Querschnittsbranche gibt es kaum einen Bereich in Gesellschaft oder Politik, der keine Berührungspunkte mit dem Tourismus hat. „Gerade in einem wirtschaftsstarken und zugleich touristisch vielfältigen Land wie Baden-Württemberg ist es von besonderer Bedeutung, dass der Tourismus in den Belangen der allgemeinen Bundespolitik verankert wird und das Tourismusbewusstsein in Gesellschaft, Politik und Verwaltung gefördert wird“,
so Dr. Rapp weiter.
„Ich begrüße daher ausdrücklich, dass die Nationale Tourismusstrategie die bundespolitischen und für den Tourismus zukunftsrelevanten Themen der Fachkräftesicherung und Arbeitsmarktpolitik konkret angeht. Die geplante Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit anstelle einer täglichen bringt nicht nur für Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe Erleichterungen. Sie bietet auch für die Mitarbeitenden flexiblere Planungsmöglichkeiten, sodass sich Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren lassen. Dass die Digitalisierung und die Vereinfachung der Visaverfahren ebenfalls noch in diesem Jahr angegangen werden sollen, um damit Reiseerleichterungen für Gäste zu erreichen sowie dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist ebenfalls ein wichtiger Schritt für die Sicherung der Betriebe und der Wettbewerbsfähigkeit“,
führt Staatssekretär Rapp weiter aus.
Staatssekretär Dr. Rapp begrüßt auch die von der Bundesregierung geplanten Verbesserungen im Luftverkehr:
„Insbesondere gesenkte Standortkosten im Flugverkehr sind für Baden-Württemberg von zentraler Bedeutung, da sie nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Flughäfen und Airlines im naturgemäß sehr international geprägten Luftverkehrsmarkt stärken, sondern auch den Tourismus fördern, die Gewinnung internationaler Gäste nachhaltig unterstützen und die wirtschaftliche Anbindung Baden-Württembergs in die Welt ermöglichen. Für eine bessere Anbindung Baden-Württembergs an die Drehkreuze der Golfregion setzen wir uns zudem derzeit auch für Landerechte von Emirates am Flughafen Stuttgart ein.“
Quellen: Pressemitteilungen des Bundeswirtschaftsministeriums, des Deutschen Tourismusverbands, des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft und des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.
