Driventic beschäftigt 1400 Mitarbeitende
Der Heidenheimer Technologiekonzern Voith hat die Ausgliederung seiner Nutzfahrzeugsparte abgeschlossen. Seit dem 1. November 2025 ist die frühere Division Commercial Vehicles als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Driventic am Markt. Voith will sich stärker auf andere Bereiche konzentrieren.
Laut Voith bleibt Driventic zunächst zu 100 Prozent Teil der Voith Group, agiert aber
„rechtlich, operativ und organisatorisch eigenständig“.
Rund 1400 Mitarbeiter in 18 Ländern gehören zu Driventic – darunter etwa 350 Beschäftigte am Stammsitz in Heidenheim. Die bisherigen Arbeitsverträge bleiben durch einen Überleitungstarifvertrag für die kommenden vier Jahre bestehen. Er gilt für die Standorte Heidenheim, Garching, Crailsheim und Zschopau.
Geschäftsführer von Driventic ist Dr. Gregor Wiche. Heidenheim bleibt der Hauptsitz des neuen Unternehmens. Der Standort bündelt zentrale Unternehmensfunktionen und ist strategischer Mittelpunkt des globalen Netzwerks. Eine Produktion für Nutzfahrzeuge gibt es in Heidenheim nicht. Gefertigt wird weiterhin am Standort München-Garching sowie in regionalen Werken wie Shanghai.
Driventic startet mit etablierten Produkten, globalen Kunden und einer klaren Strategie. Als eigenständiges Unternehmen kann Driventic schneller auf Markt- und Kundenanforderungen reagieren und autonomere Investitions- und Geschäftsentscheidungen treffen. Das Unternehmen baut sein Geschäft für E-Mobilität für Busse und schwere Nutzfahrzeuge aus und arbeitet gleichzeitig daran, die starke Marktposition im Bereich konventioneller Antriebslösungen mit einem bereits gut etablierten Produktsortiment zu erhalten und nach Möglichkeit auszubauen, so Voith.
Für die Sparte Voith Turbo bedeutet die Ausgliederung laut Cornelius Weitzmann, President & CEO Voith Turbo, eine stärkere Fokussierung: Das Unternehmen will sich künftig auf die Bereiche Energie, Bergbau, Maschinenbau, Schiffstechnik und Schienenverkehr konzentrieren. Zwischen dem volumengetriebenen Seriengeschäft der Nutzfahrzeuge und den projektorientierten Kernsegmenten habe es „nur geringe Synergien“ gegeben.
Erprobungsbus mit elektrischem Antrieb von Voith in Heidenheim.
