Fahrtrichtung Aalen – Heidenheim

B19 Kochertalbrücke: Lkw-Sperre ab November

Das Regierungspräsidium Stuttgart informiert, dass die bereits angekündigte Gewichtsbeschränkung für die Kochertalbrücke an der B 19 zwischen Unterkochen und Oberkochen ab Donnerstag, 5. November 2026, in Kraft tritt. In Fahrtrichtung Aalen-Heidenheim dürfen dann nur noch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 7,5 Tonnen die Brücke befahren.
Hintergrund ist der sanierungsbedürftige Zustand des Bauwerks, das bis zu seinem geplanten Ersatzneubau entlastet werden soll, um die Verkehrssicherheit weiterhin zu gewährleisten. Für den normalen Pkw-Verkehr ergeben sich keine Einschränkungen. Im Linienbusverkehr zwischen Aalen, Unterkochen und Oberkochen kann es aufgrund der Umleitungen zu Verzögerungen kommen. Für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen werden eine großräumige Umfahrung über die A 7 sowie eine kleinräumige Umleitung für den örtlichen Schwerverkehr eingerichtet.

Sanierungsbedürftiges Bauwerk erreicht Belastungsgrenze

Die Kochertalbrücke wurde 1965 als 395 Meter lange Spannbetonbrücke errichtet und weist neben altersbedingten Schäden auch konstruktionsbedingte Mängel auf, darunter spannungsrisskorrosionsgefährdeten Spannstahl. Eine umfassende Instandsetzung ist aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr möglich. Deshalb ist ein Ersatzneubau vorgesehen, der als prioritäre Maßnahme im Brückenerhaltungsprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen wurde. Bereits seit 2024 gelten zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit zusätzliche Maßnahmen wie eine reduzierte Brückenklasse, ein Lkw-Abstandsgebot und eine Geschwindigkeitsbeschränkung.

Ersatzneubau unter Vollsperrung geplant

Für den Ersatzneubau wurde eine umfangreiche Variantenuntersuchung durchgeführt. Dabei erwies sich die Lösung „Ersatzneubau an Ort und Stelle unter Vollsperrung“ als die bevorzugte Variante, da sie aus Sicht von Planung, Bauzeit und Umweltauswirkungen die beste Lösung darstellt. Die Straßenbauverwaltung strebt einen möglichst schnellen Baubeginn sowie eine kurze Sperrzeit der Bundesstraße an und will alle Möglichkeiten zur Beschleunigung der Planung, Vergabe und Bauausführung nutzen. Eine Vollsperrung der Strecke wird während des Neubaus jedoch unvermeidbar sein.