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Mit zwei Jahren Ausbildung erfolgreich durchstarten
Nicht jeder Jugendliche traut sich direkt eine dreijährige Ausbildung zu. Schlechte Erfahrungen in der Schule, Unsicherheit in Mathe oder einfach die Frage, wohin der eigene Weg führen soll, halten viele davon ab, sich auf klassische Ausbildungsberufe zu bewerben.
Einige Firmen sehen darin jedoch kein Hindernis – sondern eine Chance. Mit einer zweijährigen Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer bieten Unternehmen jungen Menschen einen Einstieg ins Berufsleben. Dass danach trotzdem alle Wege offenstehen, zeigen Beispiele aus Firmen in der Region eindrucksvoll: Mit einer zweijährigen Ausbildung gestartet, stehen weitere Karriereschritte offen.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist eine Entwicklung bei Auszubildenden enorm wichtig.
Eine zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer gibt vor allem Jugendlichen eine Perspektive, die sich eine dreijährige Ausbildung zunächst noch nicht zutrauen.
Noten allein sind nicht entscheidend
Vor allem Motivation und Lust auf die Ausbildung sind dabei wichtig. Gerade bei der zweijährigen Ausbildung spielt der persönliche Eindruck eine deutlich größere Rolle als perfekte Zeugnisse. Im Bewerbungsgespräch versuchen Ausbildungsverantwortliche deshalb bewusst, den Jugendlichen die Nervosität zu nehmen.
Besonders wichtig ist dabei, dass Jugendliche authentisch bleiben – sowohl im Gespräch als auch bei der Bewerbung.
Ein ehrlich geschriebenes Anschreiben, bei dem Persönlichkeit dahintersteckt, ist im Zweifelsfall wichtiger als ein perfektes Zeugnis. Gerade bei jungen Bewerbern geht es weniger um einen lückenlosen Lebenslauf, sondern vielmehr darum, wer die Person eigentlich sei.
Keine Sackgasse, sondern echte Chance
Dass die zweijährige Ausbildung keine Sackgasse ist, zeigen Unternehmen auf. Wer gute Leistungen zeigt, kann später auf eine dreijährige Ausbildung umsatteln – etwa zum Industriemechaniker oder Werkzeugmechaniker. Wer gute Leistungen zeigt, kann bereits nach einem Jahr in die Ausbildung zum Industriemechaniker oder Werkzeugmechaniker wechseln.
Praktikum als Türöffner
Praktika spielen für die Ausbildungsabteilungen vieler Betriebe eine entscheidende Rolle. Deshalb ermöglichen viele Unternehmen immer wieder Praktika oder Probearbeiten – gerade auch dann, wenn Bewerber noch unsicher sind oder bislang wenig praktische Erfahrungen gesammelt haben.
Beispiel: Von zweijähriger Ausbildung in Führungsposition
Julian Käfer empfiehlt Jugendlichen, möglichst viele Praktika zu machen. Der heutige Leiter des Maschinenbaus bei einem Mittelständler kennt den Weg selbst: 2012 begann er mit der zweijährigen Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, wechselte später zum Industriemechaniker und absolvierte anschließend berufsbegleitend die Weiterbildung zum Industriemeister Metall. Heute führt er knapp 30 Mitarbeitende.
Motivation durch Erfolgserlebnisse
Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln – unabhängig vom Schulabschluss oder anfänglichen Unsicherheiten. Denn: Wenn junge Menschen merken: ‚Hey, ich kann es eben doch‘, dann macht das ganz viel mit ihnen. Diese Erfolgserlebnisse motivieren enorm.
Vorteile einer zweijährigen Ausbildung
- starker Praxisbezug
- verkürzte Ausbildungsdauer motiviert
- bereits abgeschlossene Ausbildung nach 2 Jahren
- bessere Chancen am Arbeitsmarkt als eine ungelernte Kraft
- 3- bis 3,5-jähriger Anschlussberuf bei voller Anrechnung möglich
Alle weiteren Informationen zu zweijährigen Ausbildungsberufe und die möglichen Fortsetzungsberufen gibt es bei der Arbeitsagentur.
Kontakt
Stefan König
Teamleitung Ausbildungsberatung
Abteilung: Bildung / Recht
