Wirtschaft in Ostwürttemberg
Nr. 7166722
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Ausbildung 4.0 auf der Ostalb

RUD modernisiert Elektrolabor für Azubis

Moderne Ausbildung benötigt Lernumgebungen, die den technischen Fortschritt widerspiegeln, ergonomisches Arbeiten ermöglichen und den Praxisbezug stärken. Vor diesem Hintergrund hat das Unterkochener Unternehmen RUD seine Ausbildungswerkstatt inklusive Elektrolabor umfassend modernisiert und setzt dabei auf flexible, zeitgemäße Arbeitsplatzsysteme von Bott Systems GmbH (Crailsheim), die Auszubildenden optimale Voraussetzungen für eine fundierte berufliche Qualifizierung bieten.
„Ein Arbeitsplatz soll Azubis nicht einschränken, sondern sich ihnen anpassen.“
Mit diesem Leitsatz beschreibt Kai Pratz, Gebietsverkaufsleiter Süd/West Planung bei Bott Systems, die Grundidee hinter den modernen Ausbildungslösungen. Eine Philosophie, die man auch bei der RUD Ketten teilt. Für das Unternehmen, das sich seit seiner Gründung 1875 vom Kettenschmiedebetrieb zum international tätigen Technologieführer entwickelte, besitzt die Qualität der Ausbildung einen besonderen Stellenwert. Denn die Nachwuchsgewinnung ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des.

Der Wettbewerb um Talente ist im Gang

Patrick Pfisterer, Ausbildungsleiter bei RUD, bringt diese Haltung auf den Punkt: “Ausbildung ist für uns enorm wichtig, weil sie die Zukunft sichert. Ohne qualifizierte Ausbildung gibt es perspektivisch keine innovativen Fachkräfte, keine Weiterentwicklung und keine Wettbewerbsfähigkeit mehr.”
Gerade in einer Region, in der selbst teils mittelständische Weltmarktführer beherbergen und in der große Namen der Industrie quasi Tür an Tür stehen, ist der Wettbewerb um Nachwuchstalente ausgesprochen intensiv. Das gilt insbesondere für technisch geprägte Berufe wie den Elektroniker für Betriebstechnik, bei denen moderne und praxisnahe Lernumgebungen den Grundstein für eine fundierte Ausbildung legen. Pratz beschreibt es so: “Heute bewerben sich die Unternehmen bei den Auszubildenden.” Der erste Eindruck zähle, das Wohlfühlen sei ein entscheidender Faktor.
Nach einem Systemvergleich auf einer Fachmesse fiel die Wahl von RUD auf Bott. In enger Zusammenarbeit der beiden Unternehmen entstand anschließend eine Lösung, die die Anforderungen des neuen Elektrolabors optimal erfüllt und passgenau auf die räumlichen Gegebenheiten zugeschnitten ist.

Ergonomisches und effizientes Arbeiten

Die primus two Arbeitsplatzsysteme, die im modernisierten Elektrolabor bei RUD zum Einsatz kommen, verbinden ergonomische Gestaltung und sicherheitstechnische Ausstattung mit einem modularen Design. Die main base ist dabei das technische Herzstück jedes Arbeitsplatzes: Sie bündelt sicherheitsrelevante Bedienelemente, Spannungsquellen und digitale Schnittstellen und sorgt damit für eine klare, gut strukturierte Bedienoberfläche.
Die Arbeitsplätze können wahlweise im Sitzen oder im Stehen genutzt werden und lassen sich mit wenigen Handgriffen zu größeren Lerninseln zusammenschieben – ideal für Unterweisungen, Gruppenaufgaben oder gemeinsame Projektarbeit.
Für Emiliano Acri, Elektroniker‑Azubi im ersten Lehrjahr, macht gerade diese Anpassbarkeit im Arbeitsalltag einen großen Unterschied: „Früher hatten wir starre Tische, was oft zu unbequemen und auf Dauer belastenden Körperhaltungen geführt hat. Jetzt kann ich mir mit dem primus two‑System einfach die Position einstellen, die für mich am besten passt. Dadurch arbeite ich konzentrierter, gesünder – und insgesamt deutlich effizienter.“
Die ergonomischen Vorteile kommen besonders bei Tätigkeiten wie SPS‑Verdrahtungen oder in der Installationstechnik zum Tragen, bei denen präzise Handarbeit essenziell ist, da diese Präzision auf Dauer nur durch eine möglichst belastungsarme Körperhaltung sichergestellt werden kann. Nicht zuletzt tragen auch die zahlreichen integrierten Datendosen, USB‑Ports und Netzwerkanschlüsse zu einem zeitgemäßen Arbeiten bei, da digitale Arbeitsunterlagen, SPS‑Programme oder Messprotokolle direkt am Platz genutzt werden können.

Flexibles und modulares Design

Die main base von Bott Systems lässt sich je nach Anwendungsfall neu bestücken. © Bott Systems GmbH
Neben Ergonomie und Bedienkomfort spielt bei der Gestaltung moderner Ausbildungsumgebungen auch die Flexibilität eine zentrale Rolle. Hier erweist sich die Modularität der Bott‑Systeme als entscheidender Vorteil. So lassen sich technische Geräte wie Spannungsquellen, Messinstrumente oder Funktionsgeneratoren dank des modularen Profil‑ und Aufbausystems jederzeit einfach austauschen oder ergänzen und so an neue Lerninhalte oder didaktische Anforderungen anpassen. Ein besonderes Element bildet zudem die wandmontierte main base wall, die sich über mehrere Meter erstreckt und gemeinsam mit einer großzügigen, frei bestückbaren Experimentier‑ und Installationsfläche eine komplette Wand des neuen Elektrolabors einnimmt. An dieser Fläche können sowohl elektrotechnische als auch mechatronische Übungen
durchgeführt werden. So lassen sich hier je nach Bedarf beispielsweise unterschiedliche Didaktikboards einhängen, die strukturierte Übungsflächen für Schaltskizzen, Installationsaufgaben oder Messaufbauten bieten – und so Theorie und Praxis unmittelbar miteinander verbinden.
Diese Kombination aus modularen Arbeitsplatzsystemen und einer flexibel nutzbaren Übungswand ermöglicht es RUD eröffnet zugleich auch die Möglichkeit, perspektivisch weitere Berufsbilder wie beispielsweise Industriemechaniker auszubilden.

Platzsparend und übersichtlich

Eine zentrale Herausforderung war zudem die optimale Nutzung der vorhandenen Fläche. Das Elektrolabor ist kompakter als andere Teile des neuen Ausbildungszentrums, sodass Bott ein raumhohes Schranksystem integrierte, in dem Arbeitsmaterial, Werkzeuge und didaktische Elemente übersichtlich, ergonomisch und platzsparend aufbewahrt werden können.

Positives Fazit

Das neue Elektrolabor bei RUD zeigt beispielhaft, wie moderne, ergonomische und flexibel gestaltbare Arbeitsplatzsysteme die Qualität der Ausbildung nachhaltig steigern. In Zusammenarbeit mit der Bott Systems GmbH ist eine Lernumgebung entstanden, die nicht nur technisch auf dem neuesten Stand ist, sondern gleichzeitig auch eine spürbar positive Wirkung auf die Motivation der Auszubildenden entfaltet.
Emiliano Acri zieht ein durchweg positives Resümee:
"Durch das E-Labor von Bott komme ich auf jeden Fall viel motivierter zur Arbeit und lerne auch schneller und besser. Es fühlt sich klasse an, dass RUD so in uns Azubis investiert.”
Auch Patrick Pfisterer bestätigt die positive Atmosphäre im Ausbildungsalltag:
“Die Azubis wollen aus ihrem Elektrolabor überhaupt nicht mehr raus.”
Das Projekt macht deutlich, dass hochwertige Ausbildung weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht – sie schafft eine Lernkultur, die junge Menschen befähigt und motiviert.
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