Statistik

Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex (VPI) zeigt, wie sich die Preise für Waren und Dienstleistungen in Deutschland verändern und bildet die Grundlage für die Berechnung der Inflationsrate. Regelmäßige Auswertungen geben Unternehmen wie Verbrauchern einen wichtigen Überblick über aktuelle Preisentwicklungen, Trends und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Inflationsrate im August 2026 bei +2,9 %

Weiter steigende Kraftstoffpreise treiben die Inflationsrate
Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im August 2026 bei +2,9 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise erneut leicht verstärkt, nachdem sie im Juli 2026 bei +2,8 % und im Juni 2026 bei +2,3 % gelegen hatte.
"Auch im August waren gestiegene Energiepreise hauptverantwortlich für die Gesamtteuerung", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). "Besonders deutlich hat sich die vor allem durch den Iran-Krieg verursachte Teuerung der Energie bei den Kraftstoffen gezeigt", so Brand.
Im Vergleich zum Vormonat Juli 2026 stiegen die Verbraucherpreise insgesamt im August 2026 um 0,2 %.
Jahr 2026 Basisjahr
2020=100
Januar 122,8
Februar 123,1
März 124,5
April 125,2
Mai 125,0
Juni 124,6
Juli 125,6
August 125,8
September
Oktober
November
Dezember

Energieprodukte verteuerten sich um 10,5 % gegenüber August 2025
Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im August 2026 um 10,5 % höher als im August 2025. Damit verstärkte sich die Teuerung für Energie im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat erneut deutlich (Juli 2026: +8,3 %; Juni 2026: +3,4 %). Dies war der höchste Anstieg der Energiepreise seit über drei Jahren (Februar 2023: +19,1 % gegenüber Februar 2022).
Die seit dem Beginn des Iran-Kriegs auf dem Rohölmarkt beobachtete Preisentwicklung machte sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher auch im August 2026 an den Tankstellen bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich Kraftstoffe um 27,7 % (Juli 2026: +23,0 %).
Leichtes Heizöl, ein Teil der Haushaltsenergie, verteuerte sich von August 2025 bis August 2026 mit +49,6 % noch stärker. Da leichtes Heizöl nur einen geringen Anteil an den Konsumausgaben für Haushaltsenergie hat und die Preise für Strom (-5,5 %), Erdgas einschließlich Betriebskosten (-2,9 %) und Fernwärme (-1,0 %) im Vorjahresvergleich gleichzeitig sanken, war Haushaltsenergie insgesamt um 0,7 % günstiger als im Vorjahresmonat.
Die rückläufigen Preisentwicklungen bei Strom, Erdgas und Fernwärme sind teilweise auf die bereits seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung zurückzuführen.
Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist mit +0,1 % unterdurchschnittlich
Die Preise für Nahrungsmittel blieben im August 2026 mit +0,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat nahezu unverändert, nach jeweils +0,4 % im Juli, Juni und Mai 2026. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im August 2026 dennoch einige Nahrungsmittel deutlich teurer, unter anderem Eier (+15,2 %), frisches Gemüse (+5,2 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+4,4 %).
Günstiger binnen Jahresfrist waren hingegen vor allem Speisefette und Speiseöle (-15,3 %, darunter Butter: -29,9 %), frisches Obst (-5,6 %) und Molkereiprodukte (-5,5 %).

Inflationsrate im Jahr 2025 bei +2,2 %

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 % gegenüber 2024 erhöht. "Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert. Im Jahresdurchschnitt 2024 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei +2,2 % gelegen, in den Jahren zuvor deutlich über 2 Prozent", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

2023 hatte die Jahresdurchschnittsrate bei +5,9 % gelegen, 2022 bei +6,9 % und 2021 bei +3,1 %.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die monatliche Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – im Dezember 2025 bei +1,8 %. Zum Jahresende schwächte sich die monatliche Rate somit ab und fiel im Dezember erstmals im Jahr 2025 unter zwei Prozent. Ein noch niedrigerer Wert wurde zuletzt im September 2024 mit +1,6 % erreicht.
Jahresteuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie lag 2025 bei +2,8 %. In 2025 verteuerten sich Dienstleistungen erneut besonders stark: +3,5 %.
(Quelle: destatis)