Statistik
Insolvenzen
Die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen zeigt in Ostwestfalen wie auch in NRW deutliche Veränderungen im Zeitverlauf. Steigende Fallzahlen, unterschiedliche Betroffenheit einzelner Branchen sowie rückläufige Forderungssummen prägen das aktuelle Bild. Die folgenden Daten geben einen kompakten Überblick und bieten weiterführende Informationen zur regionalen Insolvenzentwicklung.
Ostwestfalen: Beantragte und eröffnete Insolvenzverfahren
| Jahr | Verfahren insgesamt | Verfahren eröffnet | Entwicklung zum Vorjahr in % |
|
150 | 95 | 13,6 |
| 2025 | 548 | 377 | 17,3 |
| 2024 | 467 | 322 | 13,3 |
| 2023 | 411 | 289 | 16,8 |
| 2022 | 352 | 244 | 17,7 |
| 2021 | 299 | 198 | -17,9 |
| 2020 | 364 | 238 | -21,4 |
Weitere ausführliche Informationen zur Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in Ostwestfalen haben wir für Sie im Bereich “Weitere Informationen” zusammengestellt.
NRW: Unternehmensinsolvenzen im 1. Quartal 2026 auf dritthöchstem Stand der letzten 10 Jahre
- 9,4 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2025
- Insolvenzhäufigkeit pro 10.000 Unternehmen im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“ am höchsten
- Zahl der betroffenen Beschäftigten rückläufig – Anstieg um rund 31 % bei den voraussichtlichen Forderungen
IT.NRW teilt mit: Im 1. Quartal 2026 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 1.720 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 9,4 % mehr als im 1. Quartal 2025. Damals hatte es 1.572 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im 1. Quartal 2026 den dritthöchsten Stand innerhalb der letzten 10 Jahre. Mehr Insolvenzen gab es nur im 2. Quartal 2016 und im 3. Quartal 2025.
Rückgang bei den betroffenen Beschäftigten – Anstieg bei den voraussichtlichen Forderungen
Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 1. Quartal 2026 mit 5.468 Beschäftigten um 46,9 % niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Damals hatte es 10.296 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben. Nach ersten Auswertungen lag im 1. Quartal 2026 der Großteil der betroffenen Beschäftigten im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe”.
Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Quartal 2026 auf 2,7 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 30,9 % höher als im Vorjahresquartal. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei rund 2 Milliarden Euro gelegen.
Besonders betroffene Wirtschaftsbereiche
Im 1. Quartal 2026 wurden bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen durchschnittlich 23,2 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichnete dabei der Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei” mit 47,9 gemeldeten Insolvenzverfahren je 10.000 Unternehmen in diesem Wirtschaftsbereich. Es folgten das „Gastgewerbe” mit 45,2 Verfahren und das „Baugewerbe” mit 44,1 Verfahren je 10.000 Unternehmen.
Methodische Hinweise
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass es sich bei den Forderungen um diejenigen handelt, die von den Gläubigerinnen und Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an das Statistische Landesamt bei den Amtsgerichten angemeldet wurden.
Weitere Quartalsergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für NRW nach Wirtschaftszweigen finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.
(Quelle: IT.NRW)
Sie benötigen weitere Insolvenzstatistiken zu den einzelnen Kreisen und der Stadt Bielefeld? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Diese und weitere Statistiken finden Sie auf den Seiten von IT.NRW.
