Wirtschaft und Verteidigung
Überblick: Wirtschaftliche Verteidigung
Die sicherheitspolitische Zeitenwende stellt Deutschland und Europa vor neue Herausforderungen. Die wirtschaftliche Verteidigung gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung – etwa bei der Sicherung kritischer Infrastrukturen, der Versorgungssicherheit und der Abwehr geostrategischer Abhängigkeiten. Die IHK Ostwestfalen informiert, berät und vertritt die Interessen der regionalen Wirtschaft in diesem komplexen Umfeld.
Was ist Gesamtverteidigung?
Gesamtverteidigung umfasst alle zivilen und militärischen Maßnahmen zur Verteidigung Deutschlands und des NATO-Gebiets. Die Wirtschaft ist dabei zentraler Akteur – von der Versorgung mit Gütern und Energie über Cyberabwehr bis zur Sicherstellung von Infrastruktur und Kommunikation. Die Rahmenrichtlinie Gesamtverteidigung beschreibt diese strategischen Ebenen und betont die Rolle der Wirtschaft in Krisen- und Kriegsfällen.
Einordnung in die Sicherheitsarchitektur
Die wirtschaftliche Verteidigung ist eingebettet in nationale und internationale Strategien:
- NATO: Strategisches Konzept, Warfighting Capstone Concept
- EU: Readiness 2030, Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik
- Deutschland: Nationale Sicherheitsstrategie, Wirtschaftssicherstellungsgesetz
Diese Konzepte zeigen, wie stark die wirtschaftliche Resilienz Teil der Sicherheitsarchitektur geworden ist.
Szenarien und Bedrohungslagen
Die Bedrohungslage ist vielschichtig:
- Großer Krieg oder begrenzte Sabotage
- Cyberangriffe auf Energie- und Kommunikationsnetze
- Störungen internationaler Lieferketten
Die NATO spricht von einem „Multidomänen-Umfeld“ – alles ist möglich, jederzeit, überall. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer mehrschichtigen Resilienz.
Wirtschaft als Schlüsselakteur
Die Wirtschaft ist sowohl Anbieter als auch Adressat verteidigungsrelevanter Leistungen:
- Produktion von Gütern (Lebensmittel, Medizin, Logistik, IT)
- Schutz vor Cyberbedrohungen und Spionage
- Sicherstellung der Versorgung im Notstand
- Aufrechterhaltung der sozialen Marktwirtschaft
- Staatliche Eingriffe nur im Rahmen der Verhältnismäßigkeit
Chancen für Unternehmen
Die Vorbereitung auf Krisen schafft auch wirtschaftliche Potenziale:
- Aufträge von Streitkräften, NATO, EU
- Dienstleistungen rund um Sicherheit und Krisenvorsorge
- Förderprogramme für Innovation und Infrastruktur
- Neue Geschäftsmodelle und Absatzmärkte
Unser Service-Angebot
-Informationen zur Auftragsvergabe und Fördermitteln
-Beratung zu Forschung, Innovation und Sicherheit
-Leitfäden zur Vorbereitung auf Krisen- und Verteidigungsfälle
-Interessenvertretung auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene
-Ansprechpartner für Unternehmen in Ostwestfalen
-Beratung zu Forschung, Innovation und Sicherheit
-Leitfäden zur Vorbereitung auf Krisen- und Verteidigungsfälle
-Interessenvertretung auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene
-Ansprechpartner für Unternehmen in Ostwestfalen
Weitere Beratungsangebote
Kontaktwege für Unternehmen zur Bundeswehr
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Aktuelle Aufträge und Ausschreibungen der Bundeswehr und Bundesämter finden interessierte Unternehmen über Portale wie TED für EU-Ausschreibungen oder über Service.Bund für nationale Vergaben sowie der E-Vergabe des Bundes (www.service.bund.de).
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Für Beschaffungsfragen ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) Ansprechpartner, per E-Mail erreichbar unter BAAINBwJ1@bundeswehr.org.
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Für Innovationen und Industriekontakte stehen Ansprechpartner unter Tel.: 030/6794 2206 zur Verfügung oder per E-Mail: industriekontakt.planungsamt@bundeswehr.org sowie innovation@bundeswehr.org.
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Ansprechpartner für Dienstleistungen & Infrastruktur ist das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen oder der Vergabesatellit BLB NRW
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Die Bundeswehr-Dienstleistungszentren sind über die E-Vergabe-Suche oder Service.Bund-Suche auffindbar.
