Wirtschaft und Verteidigung

Aktuelle Gesetzgebung zu Verteidigung und Wirtschaft

Die sicherheitspolitische Zeitenwende bringt zahlreiche gesetzliche Neuerungen mit sich – von der Bundeswehrbeschaffung über kritische Infrastrukturen bis zur EU-Verteidigungsstrategie. Diese Seite bietet einen strukturierten Überblick über aktuelle Gesetzgebungsverfahren auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene mit Relevanz für Unternehmen und Gesamtverteidigung.

Bundesebene

Die Bundesregierung setzt mit dem KRITIS-Dachgesetz ein klares Zeichen für die Stärkung der physischen Resilienz. Ergänzend bleiben das Verkehrssicherstellungsgesetz und die Zuständigkeitsverordnung zentrale Instrumente zur Steuerung von Transport und Infrastruktur im Verteidigungsfall. Die Lebensmittelversorgung wird über das ESVG geregelt, dessen Umsetzung den Ländern obliegt.

Europäische Union

Neben den nationalen Gesetzesinitiativen zur Gesamtverteidigung flankiert auch die Europäische Union die sicherheitspolitischen Entwicklungen mit eigenen Maßnahmen. Mit Instrumenten wie der CER-Richtlinie, dem European Defence Industry Programme (EDIP) und dem Defence Readiness Omnibus (ReArm-Europe-Plan) stärkt die EU gezielt die Resilienz sowie die Industrie- und Logistikkapazitäten ihrer Mitgliedstaaten. Dabei stehen beschleunigte Genehmigungsverfahren, Priorisierung sicherheitsrelevanter Projekte und die Förderung von Dual-Use-Technologien im Fokus.

Nordrhein-Westfalen

Auch auf Landesebene werden gesetzliche Grundlagen für die Gesamtverteidigung weiterentwickelt. In Nordrhein-Westfalen stehen dabei insbesondere die Modernisierung des Katastrophenschutzes und die Regelung der Ernährungsnotfallvorsorge im Mittelpunkt.