Gewerbeflächen und Industrieflächen in Ostwestfalen
Ostwestfalen zählt zu den stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands – doch die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und Industrieflächen ist knapp. Viele Kommunen und Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ausreichend Flächen für neue Betriebe, Erweiterungen und innovative Projekte bereitzustellen. Um den Mangel an Wirtschaftsflächen in Ostwestfalen zu entschärfen, wurden im neuen Regionalplan OWL gezielt Flächen gesichert, die für die Entwicklung von Gewerbe- und Industriegebieten genutzt werden können.
Leitfaden für Kommunen zur Entwicklung von Wirtschaftsflächen
Mit einem neuen Leitfaden unterstützt die IHK Ostwestfalen Städte und Gemeinden bei der strategischen Entwicklung von Gewerbeflächen. Ziel ist es, vorhandene Flächenpotenziale effizient zu nutzen, moderne Planungsinstrumente einzusetzen und wichtige Akteure frühzeitig einzubeziehen. Der Leitfaden liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen, wie Kommunen zukunftsfähige Wirtschaftsflächen in Ostwestfalen schaffen können – für eine starke Wirtschaft und eine lebenswerte Region.
Interkommunale Gewerbegebiete in Ostwestfalen
Ein Erfolgsmodell in der Region sind interkommunale Gewerbegebiete. Hier arbeiten mehrere Städte und Gemeinden zusammen, um Flächen gemeinsam zu entwickeln und Synergien zu nutzen. Vorteile sind die Lage an verkehrsgünstigen Standorten, die Möglichkeit zur Entwicklung größerer, zusammenhängender Industrie- und Gewerbeflächen sowie die Aufteilung von Planungs- und Verwaltungsaufwand.
In Ostwestfalen entstehen aktuell u. a. diese interkommunalen Gewerbegebiete:
- Interkommunales Gewerbegebiet OWL (Bielefeld/Herford/Bad Salzuflen)
- Aurea (Herzebrock-Clarholz/Oelde/Rheda-Wiedenbrück)
- IBV Borgholzhausen/Versmold
- IKO Oberbehme (Hiddenhausen/Kirchlengern)
- Ravenna-Park (Halle (Westf.)/Borgholzhausen/Versmold)
- „Am Wiehen“ (Hüllhorst/Löhne)
- Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH (Gütersloh, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz)
Diese Projekte zeigen, wie interkommunale Zusammenarbeit bei Gewerbeflächen in Ostwestfalen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Nachhaltige Gestaltung von Unternehmensstandorten
Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Umweltschutz gewinnt die nachhaltige Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen zunehmend an Bedeutung. Die Broschüre „Nachhaltig und zukunftsfähig – Der Unternehmensstandort“ bietet Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen, Best-Practice-Beispiele und Informationen zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten. Sie unterstützt Betriebe dabei, ihre Standorte ökologisch auszurichten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Auch die Broschüre „Ökologische Gestaltung von Unternehmensstandorten“ zeigt praxisnah, wie Unternehmen Flächen verantwortungsvoll nutzen und weitere Bodenversiegelung vermeiden können. Ziel ist es, erfolgreiche Beispiele aus der Region bekannt zu machen und andere Betriebe zur Nachahmung anzuregen.
Nachhaltig und zukunftsfähig - Der Unternehmensstandort (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 7202 KB)
Ökologische Gestaltung von Unternehmensstandorten - Praxisbeispiele in Ostwestfalen (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 5937 KB)
Ökologische Gestaltung von Unternehmensstandorten - Praxisbeispiele in Ostwestfalen (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 5937 KB)
Umwelt- und Hochwasserschutz im Blick
Neben der Flächenentwicklung rücken auch Themen wie Hochwasser- und Starkregenmanagement stärker in den Fokus. Mit der Broschüre „Management von Hochwasser und Starkregen – Eine Einstiegshilfe für Betriebe“ erhalten Unternehmen praxisnahe Tipps, um ihre Standorte besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.
