IHK Ostwestfalen

Infrastruktur und Mobilität in Ostwestfalen – Herausforderungen und Chancen

Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und Lebensqualität in Ostwestfalen. Sanierung, Ausbau und intelligente Weiterentwicklung der Verkehrswege entscheiden in den kommenden Jahren maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
Ob Industrie, Handel, Dienstleistung oder Tourismus – eine gute Verkehrsanbindung ist für alle Branchen entscheidend. Mobilität bedeutet nicht nur funktionierende Gütertransporte, sondern auch die tägliche Erreichbarkeit für Beschäftigte und Kundinnen und Kunden – ein entscheidender Faktor in Zeiten des Fachkräftemangels.
Die Region profitiert von ihrer Lage an den europäischen Hauptachsen A2, A30, A33 und A44, vom Flughafen Paderborn/Lippstadt, der Bahnlinie Paris–Moskau und dem RegioPort OWL. Doch diese Infrastruktur muss gepflegt, modernisiert und ausgebaut werden, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Laut Prognosen des Bundesverkehrsministeriums wird der Güterverkehr bis 2051 um 46 Prozent, der Personenverkehr um 13 Prozent zunehmen. Besonders der Anteil des Lkw-Verkehrs wird stark wachsen, während die Schiene nur moderat zulegt und die Wasserstraßen stagnieren.
Jahrzehntelange finanz- und verkehrspolitische Versäumnisse haben zu maroden Straßen, Brücken und Engpässen geführt. Über die Hälfte der Fahrbahnen in NRW gilt laut aktuellem Straßenzustandsbericht als schlecht oder sehr schlecht. Um die Standortgunst Ostwestfalens zu sichern, sind gezielte Investitionen, beschleunigte Verfahren und eine moderne Mobilitätsstrategie dringend erforderlich.