Verkehrsinfrastruktur
IHK-Position zum A 33-Lückenschluss Nord
Die ostwestfälische Wirtschaft macht sich für den Lückenschluss der A 33 im Norden mit der A 1 stark. Die Vollversammlung der industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, das Parlament der Wirtschaft, hat am 4. März 2024 ein entsprechendes Positionspapier einstimmig beschlossen.
Konkret geht es bei der A 33 um den Bau der letzten, rund neun noch nicht realisierten Autobahnkilometer zwischen der Ortsumgehung Belm (B 51n) und der A 1 bei Wallenhorst in Niedersachsen. Ein Großteil der bisher 106 Autobahnkilometer der A 33 führt vom Kreuz Wünnenberg-Haaren über Paderborn, Bielefeld und Halle durch Ostwestfalen und macht die Fernstraße damit zu einer der wichtigsten Verkehrsachsen in der Region.
Der Lückenschluss A 33-Nord wird im Vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans sowie im korrespondierenden Fernstraßenausbaugesetz geführt. Das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt wurde im November 2020 eröffnet und läuft derzeit noch. Mit Baubeginn ist nicht vor 2026 zu rechnen, mit Fertigstellung frühestens 2032.
Hier der Wortlaut der Position:
Position der IHK Ostwestfalen zum Lückenschluss A 33 Nord
Die A 33 ist die zentrale Verkehrsachse in Ostwestfalen. Sie verbindet unsere Region mit den Seehäfen, dem Emsland und den Niederlanden; darüber hinaus besitzt sie europäische Bedeutung. 2019 erfolgte der Lückenschluss der A 33 zwischen der Landesgrenze Niedersachsen/NRW westlich Borgholzhausen und Bielefeld. Von der A 44 im Kreuz Wünnenberg-Haaren kommend endet die A 33 heute nordöstlich von Osnabrück am Beginn der Ortsumgehung Belm im Zuge der B 51n.
Die noch vorhandene Lücke im Autobahnnetz zwischen der A 33/B 51n (Ortsumgehung Belm) und der A 1 soll durch den Weiterbau der A 33 geschlossen werden. Der Lückenschluss A 33 Nord wird im Vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans sowie im korrespondierenden Fernstraßenausbaugesetz geführt. Das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt wurde im November 2020 eröffnet und läuft zurzeit noch.
Die IHK Ostwestfalen befürwortet die Umsetzung des rund neun Kilometer langen Neubauabschnittes, denn erst mit diesem Lückenschluss kann die A 33 ihre volle verkehrliche Funktion entfalten und das nachgeordnete Straßennetz entlasten. Der Lückenschluss wird zu einer Entlastung der stark frequentierten A 30 zwischen den Autobahnkreuzen Osnabrück-Süd und Lotte sowie der A 1 beitragen. Kapazitätsengpässe auf der Straße und damit schwer kalkulierbare Fehlzeiten sowie wirtschaftliche Nachteile für die Unternehmen werden mit dem Lückenschluss deutlich verbessert.
Für die Unternehmen unserer Region ist Straßeninfrastruktur elementarer Bestandteil attraktiver Standortbedingungen. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist notwendig, um den Industrie- und Logistikstandort Ostwestfalen zukunftsfähig aufzustellen. Viele Unternehmen arbeiten mit Geschäftspartnern und Kunden aus dem In- und Ausland zusammen. Die stetig steigenden Pendlerzahlen belegen, dass zur Sicherstellung einer qualifizierten Belegschaft Mitarbeitende in einem großen Einzugsgebiet akquiriert werden müssen. Darum spielen die Autobahnen für die regionale und überregionale Erreichbarkeit sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr eine große Rolle.
