Innovation und Digitalisierung

Projekt iPassPro des Fraunhofer IEM gestartet

Im Projekt iPassPro entwickelt das Fraunhofer IEM mit Partnern einen digitalen Produktpass, der mithilfe von KI Produkt- und Nutzungsdaten für zirkuläre Produkte auswertet. Ziel ist eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft durch bessere Datenverfügbarkeit.
Der Digitale Produktpass gilt als Schlüsseltechnologie für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Im Projekt iPassPro entwickelt das Fraunhofer IEM als Konsortialführer gemeinsam mit dem Heinz Nixdorf Institut, dem Wuppertal Institut sowie ConWeaver, Spherity, CP Contech, Böllhoff und Kannegiesser einen intelligenten Produktpass für die Industrie.
Ziel ist es, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Produkt- und Nutzungsdaten auszuwerten und so das Engineering zirkulärer Produkte gezielt zu unterstützen.
Damit Produkte reparierbar, wiederverwendbar oder recycelbar sind, müssen entsprechende Informationen bereits im Engineering verfügbar sein. In vielen Unternehmen sind solche Daten zwar vorhanden, aber über unterschiedliche IT-Systeme und Lebenszyklusphasen verteilt.
Diese fehlende Durchgängigkeit erschwert die Umsetzung zirkulärer Produktkonzepte erheblich. Genau hier setzt der Digitale Produktpass an. Im Zuge der europäischen Ökodesign-Verordnung (ESPR) wird er schrittweise für zahlreiche Produktgruppen eingeführt.
Er soll künftig Informationen über Materialien, Herstellung, Nutzung und Wiederverwertung digital verfügbar machen – und so die Grundlage für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft schaffen.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik