Innovation und Digitalisierung

Innovative Lösungen gegen Mikroplastik

Kleine Partikel, große Arbeit: Mikroplastik schwebt in der Luft, treibt in den Ozeanen und befindet sich sogar im Trinkwasser.
Die Kunststoffteilchen sind kleiner als fünf Millimeter, kaum abbaubar und gelten als gefährlich für die Umwelt und menschliche Gesundheit. Zu den Hauptquellen von Mikroplastik gehört der Abrieb von Reifen, der auf Straßen zurückbleibt und vom Regen in die Kanalisation und schließlich in die Gewässer gespült wird.
Eine Idee, um dieses Problem zu lösen, hat das Start-up MicroBubbles aus Bad Lippspringe. Prof. Dr. Nina Altensell, am Campus Minden der Hochschule Bielefeld für das Lehrgebiet Siedlungswasser- und Kreislaufwirtschaft zuständig, besuchte das Start-up gemeinsam mit Studierenden und Experten aus dem Projekt InCamS@BI.
Allein in NRW gibt es rund 1.500 Regenklärbecken. Diese werden beispielsweise zur Behandlung von verschmutztem Niederschlagswasser von Straßen eingesetzt. Sie speichern und reinigen Niederschlagswasser bei Regen und geben es in angeschlossene Gewässer ab. Das Niederschlagswasser führt jedoch auch jede Menge Feinpartikel wie Mikroplastik mit sich, das in erster Linie durch den Abrieb von Autoreifen entsteht und sich von den Regenklärbecken aus in andere Gewässer weiter verteilen kann: Etwa ein Drittel des Mikroplastiks im Meer stammt heute von Reifen.
„Ein wichtiger Schritt wäre es deshalb, das Mikroplastik schon früh im Wasserkreislauf, beispielsweise in den Regenklärbecken, aus dem Wasser zu entfernen, bevor es in die Gewässer gelangt. In klassischen Regenklärbecken, deren Wirkung auf der Sedimentation beruht, funktioniert der Rückhalt dieser feinen und leichten Partikel jedoch nur sehr eingeschränkt “, erklärt Professor Dr. Nina Altensell, Expertin für Siedlungswasser- und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bielefeld (HSBI).
Genau hierfür hat das Start-up MicroBubbles eine neuartige Behandlungsidee entwickelt. Diese hat sich Altensell im Wintersemester gemeinsam mit Studierenden des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen, ihrem Kollegen Michael Koltermann und dem Physiker Tim Robertino Baumann aus dem Projekt InCamS@BI von HSBI und Universität Bielefeld angeschaut. Auch Baumann arbeitet bereits seit mehreren Jahren an einem Filter für Mikroplastik.
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Quelle: HSBI