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EU‑Australien‑Handelsabkommen: Neue Chancen für Export und Investitionen

Die Europäische Kommission und Australien haben sich im März auf ein Handelsabkommen geeinigt. Damit sollen auf beiden Seiten Zölle abgeschafft werden, um Handel und Investitionen zu erleichtern. Europa sichert sich zudem den Zugang zu wichtigen Rohstoffen.

Deutliches Wachstumspotenzial für EU‑Exporte und Schlüsselbranchen

Es wird erwartet, dass die EU-Exporte in den nächsten zehn Jahren um bis zu 33 Prozent wachsen werden, wobei der Ausfuhrwert jährlich bis zu 17,7 Milliarden Euro erreichen könnte. Zu den Schlüsselbranchen mit starkem Wachstumspotenzial zählen Milchprodukte (voraussichtlich um bis zu 48 Prozent), Kraftfahrzeuge (52 Prozent) und Chemikalien (20 Prozent). Die Investitionen der EU in Australien könnten um über 87 Prozent steigen.

Strategische Rohstoffe, Nachhaltigkeit und nächste Schritte

Mit diesem Abkommen stärkt die EU zudem ihre strategischen Interessen im Bereich der kritischen Rohstoffe und macht die Lieferketten der EU widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Schocks.
Das Freihandelsabkommen enthält zudem starke Nachhaltigkeitsverpflichtungen, die zu einem umweltfreundlicheren und faireren Handel beitragen und sicherstellen, dass die Einfuhren in die EU stärker an den EU-eigenen Produktionsstandards in den Bereichen Klima, Umwelt und Tierschutz ausgerichtet sind.
Das Europäische Parlament muss dem Abkommen nun noch zustimmen. Im Anschluss beschließt der Rat über den Abschluss. Sobald Australien das Abkommen dann ratifiziert hat, tritt es in Kraft.
Mehr Infos hier: Europäische Kommission