Innovation und Technologie
Green.OWL Transfertag im InnovationSPIN
Der Green.OWL-Transfertag im InnovationSPIN fand bereits im Januar statt und wurde von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit dem Nachhaltigkeits-Management der TH OWL ausgerichtet. Ziel der Veranstaltung war es, den Wissenstransfer im Projekt Green.OWL zu stärken und die regionale Zusammenarbeit weiter auszubauen. Damit soll Ostwestfalen-Lippe auf dem Weg zu einem europäischen Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften entscheidend vorangebracht werden.
Die Hochschule bringt sich aktiv in diese Vernetzungsprozesse ein und trägt dazu bei, neue Perspektiven und praxisnahe Lösungen für die Region zu entwickeln. In ihrem Grußwort betonte Professorin Dr. Yvonne-Christin Knepper-Bartel, Vizepräsidentin der TH OWL für Bildung und Nachhaltigkeit, die Bedeutung von Vernetzung und interdisziplinärem Miteinander für zukunftsfähige Lösungen.
Die TH OWL habe ihre Strukturen gezielt weiterentwickelt, um neue Formen der Partnerschaft über Fachbereichsgrenzen hinweg zu ermöglichen – etwa in den Bereichen IT, Smart City, Landwirtschaft, Technik und Umwelt: „Wir haben Strukturen aufgebrochen, um neue interdisziplinäre Zusammenarbeit zu ermöglichen. Dabei reduzieren wir nichts, sondern schaffen neue Kooperationsmöglichkeiten und bleiben ein verlässlicher Partner für die Region.“
Diese Neuausrichtung schaffe nicht nur bessere Voraussetzungen für Kooperationen mit externen Partner:innen, sondern komme auch den Studierenden zugute, für die interdisziplinäres Arbeiten zunehmend an Bedeutung gewinnt.
TH OWL-Nachhaltigkeitsmanager Christian Einsiedel hob in seiner Keynote die Bedeutung des Transfertags für die Hochschule hervor: „Das Ziel, Ostwestfalen-Lippe zu einer Nachhaltigkeitsmodellregion weiterzuentwickeln, unterstützen wir auf vielen Ebenen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Green.OWL-Projektpartnerinnen und -partner heute im InnovationSPIN zusammenbringen konnten. Der Workshop war sehr inspirierend – genauso, wie wir an der TH OWL lehren und arbeiten: kreativ, innovativ, nachhaltig.“
Im Anschluss stellte Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH, den aktuellen Stand des Green.OWL-Masterplans vor. Es gebe bereits erste praktische Erfahrungswerte, deswegen sei dieser Transfertag ein entscheidender Schritt in der Umsetzung: „Der Masterplan ist der Strategie- und Handlungsrahmen zur Nachhaltigkeitstransformation des Industriestandorts OWL. Er umfasst eine gemeinsame Vision, Ansätze für Leuchtturm-Projekte sowie vielfältige Unterstützungsangebote für regionale Akteure.“
Frank Limpke, erster Beigeordneter und Stadtkämmerer der Alten Hansestadt Lemgo, hatte die Gäste zu Beginn begrüßt: „Wir wollen erreichen, dass die Attraktivität dieses Wirtschaftsstandortes, gesteigert wird – nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Fach- und Arbeitskräfte. Wir wollen gleichzeitig den Ausstoß von Kohlendioxid reduzieren, die Biodiversität steigern und Wertschöpfungsketten optimieren.“
Das Projekt Green.OWL ist eine zentrale Säule der OstWestfalenLippe GmbH als Gesellschaft für Regionale Entwicklung. Das Projekt fungiert als strategischer Taktgeber für die Nachhaltigkeitstransformation der gesamten Region, 2025 wurde der Masterplan entwickelt.
In Zusammenarbeit mit Partner:innen wie der TH OWL, Fraunhofer IEM, der Universität Paderborn und vielen weiteren regionalen Akteur:innen werden praxisbezogene Maßnahmen, Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen sowie innovative Strukturen entwickelt, um Energiefragen, Kreislaufwirtschaft, Mobilität und Bildung nachhaltig zu gestalten.
Das zentrale Format des Transfertages war das „World Café“: In mehreren moderierten Gesprächsrunden an vier Stationen erarbeiteten die Teilnehmenden mit Anregungen aus ihren eigenen Erfahrungen, wie Themen und Transformationsfelder besser vorangetrieben werden können, wie Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit entsteht sowie wie Potenziale und Schnittstellen – etwa im Kontext eines KI-Portals – genutzt und gemeinsame Daten zur Zielmessung erhoben werden können.
Zum Abschluss fasste das Green.OWL-Team die Ergebnisse zusammen und gab Einblicke in die Jahresplanung. Der Transfertag bot den Teilnehmenden außerdem Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und Vernetzungen zu vertiefen, um gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen.
