International
Deutsch-dänische Wasserstoffpipeline geplant
Die geplante Wasserstoffpipeline zwischen Deutschland und Dänemark gilt als strategischer Baustein für eine stärker integrierte und resiliente europäische Energieversorgung und steht zugleich für die enge energiepolitische Zusammenarbeit beider Länder.
Deutschland und Dänemark haben dafür bereits über drei Milliarden Euro zugesagt. Die Pipeline soll grünen Wasserstoff aus Dänemark zur deutschen Industrie transportieren und fossile Energieimporte ersetzen. Geplant ist eine Kapazität von drei bis vier Gigawatt. Parallel treibt Dänemark den Aufbau seiner Wasserstoffproduktion voran, während Deutschland ein über 9.000 Kilometer langes Wasserstoff-Kernnetz plant. Zusätzlich stellt die Bundesregierung 1,3 Milliarden Euro an Fördermitteln bereit, um den Markthochlauf zu unterstützen.
Ein wichtiger nächster Schritt ist nun die Buchung von Transportkapazitäten: Seit dem 19. März haben Unternehmen die Möglichkeit, entsprechende Kapazitäten zu reservieren. Für die finale Investitionsentscheidung ist eine Mindestnachfrage von 500 Megawatt erforderlich. Die Entwicklungsvereinbarungen der sechs Unternehmen mit Energinet geben ein erstes positives Signal, stellen aber noch keine bindende Kapazitätsbuchung dar. Damit die Wasserstoffpipeline Realität wird, müssen weitere Unternehmen, auch aus der deutschen Industrie, jetzt nachziehen.
Ein Zögern der Industrie hätte Konsequenzen: Unternehmen riskieren, Fördermittel und Marktchancen zu verpassen, während die EU ihre Klimaziele weiter verschärft und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft aktiv vorantreibt.
Quelle: AHK Dänemark
