International
Newsletter "Ostwestfalen International"
Der IHK-Newsletter "Ostwestfalen International" informiert monatlich kurz und prägnant über wichtige Entwicklungen und Aspekte im Außenwirtschaftsbereich. Die Inhalte des Newsletters reichen von Veranstaltungshinweisen über Ländernews bis hin zu detaillierten Infos zu Zoll und Verfahrensfragen. Interessante Außenwirtschafts-Publikationen werden ebenfalls aufgeführt. Der Versand erfolgt monatlich kostenlos - tragen Sie sich gerne in den Verteiler ein.
Ausgabe Juli 2026:
Ausgabe Juli 2026:
Internetadressen des Monats
KonjunkturMonitor NRW
Das interaktive Tool bündelt konjunkturrelevante Daten aus den Themenbereichen Produzierendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Ergebnissen der Wirtschaftsstatistiken für NRW werden in einem Dashbord visualisiert. Zusätzlich können auch Vergleiche zwischen den Ergebnissen von Nordrhein-Westfalen und Deutschland gemacht werden. - Details
Veranstaltungen
Marktupdate Nigeria - online
Nigeria ist mit rund 242 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Markt Afrikas und zählt zu den größten Volkswirtschaften des Kontinents. Mehr als 80 Prozent der Exporterlöse stammen aus Öl- und Gasexporten. Daneben gewinnen weitere Wirtschaftsbereiche an Bedeutung, insbesondere die Landwirtschaft, wachstumsstarke Dienstleistungen (z. B. Handel, Finanz- und Telekommunikationssektor) sowie industrielle Weiterverarbeitung. In dem Webinar der IHK Mittlerer Niederrhein erhalten Sie am 10. Juli 2026 einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen sowie konkrete Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. - Details
Ukraine: Aktuelle Lage - Markteintritt - Recht - Absicherung - Zoll / online
Die wirtschaftlichen Beziehungen zur Ukraine gewinnen trotz der aktuellen Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich am 14. Juli 2026 zu unserer Online-Veranstaltung ein, in der wir Ihnen einen kompakten und praxisnahen Überblick über die derzeitigen Rahmenbedingungen geben. Im Fokus stehen die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage sowie die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für Unternehmen. Darüber hinaus beleuchten wir zentrale Aspekte eines erfolgreichen Markteintritts, geben Einblicke in relevante rechtliche Rahmenbedingungen und zeigen auf, welche Möglichkeiten zur Absicherung von Geschäften bestehen. Ergänzend werden wichtige Fragen rund um Zoll, Export und Handelsabwicklung praxisorientiert dargestellt. Die Teilnahme ist kostenlos. - Details
Unternehmensreisen
Polen: Geschäftsreise – Lebensmittel allgemein
Im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) organisiert die DIHK DEinternational GmbH in Zusammenarbeit mit AHK Polen vom 8. bis 10. September 2026 eine Geschäftsreise zum Thema Lebensmittel allgemein. Ziel dieser Reise sind Geschäftsanbahnungen, Erfahrungsaustausch und Kontaktvertiefung mit lokalen Unternehmen und Experten. Deutsche Hersteller profitieren vom guten Image deutscher Lebensmittelmarken in Polen. Chancen bestehen vor allem im Bereich Markenprodukte, Spezialitäten sowie bei gesundheitsorientierten und nachhaltigen Produkten. - Details
Irland: Unternehmensreise Pharma- und Medizintechnikbranche
Vom 2. bis 5. November 2026 führt die Deutsch-Irische Industrie- und Handelskammer (AHK) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Geschäftsanbahnungsreise nach Irland durch. Sie richtet sich an deutsche kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau mit Fokus auf Produktionstechnologie, Zuliefererindustrie für die Pharma- und Medizintechnikproduktion. - Details
Allgemeine Informationen
Unternehmenspreis: Berufsbildung ohne Grenzen
Berufsbildung ohne Grenzen zeichnet in diesem Jahr wieder mittelständische Unternehmen aus, die sich besonders für den internationalen Austausch von Auszubildenden und jungen Fachkräften engagieren. Gesucht werden Unternehmen, die mit Leidenschaft ihre Auszubildenden fördern und ihnen die Welt als Lern- und Erfahrungsort eröffnen. Egal, ob Sie bereits mehrere Auslandspraktika organisiert haben oder gerade erst Ihr erstes realisiert haben – erzählen Sie Ihre Geschichte. Zusätzlich wird ein weiteres Unternehmen in der Kategorie "Bester Newcomer" mit einem Hauptpreis ausgezeichnet. Dieser Preis bezieht sich auf Betriebe, die noch wenig Erfahrung im Bereich der internationalen Lernmobilität haben. Bewerbungen sind bis zum 1. September 2026 möglich. - Details
Europa: Youth Start-Up Challenge 2026
Die Europäische Kommission hat die Bewerbungsphase für die Youth Start-Up Challenge 2026 gestartet. Gesucht werden Start-up-Ideen von jungen Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren aus den EU-Mitgliedstaaten und den am Single Market Programme beteiligten Ländern. Die Ideen sollen sich mit Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, sozialer Inklusion, Innovation oder wirtschaftlicher Resilienz befassen. Bewerbungsschluss ist der 20. September 2026. - Details
EU-Kommission beschleunigt den Ausstieg aus Tierversuchen bei der Bewertung der Chemikaliensicherheit
Die Europäische Kommission hat im Juni einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen bei der Bewertung der Chemikaliensicherheit vorgelegt. Dieser enthält 22 konkrete Maßnahmen, um Tierversuche in 15 Rechtsbereichen (darunter Industriechemikalien, Pestizide, Biozide, Arzneimittel sowie Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe) durch tierversuchsfreie Methoden zu ersetzen. - Details
Europas erste Siliciumcarbid-Recyclingfabrik in NRW
Siliciumcarbid ist ein wichtiger Rohstoff. Er kommt u. a. beim Bau von Halbleitern, Elektroautos, Solaranlagen oder auch in der Raumfahrt zum Einsatz. Bislang ist die europäische Siliciumcarbid-Versorgung mit fast 90 Prozent stark von Importen abhängig. Um diesen Anteil zukünftig zu senken, entsteht in Frechen-Grefrath für einen dreistelligen Millionenbetrag nun die erste industrielle Recyclinganlage für Siliciumcarbid in Europa. Der offizielle Baubeginn auf der rund 9.200 Quadratmeter großen Fläche fand im Mai statt, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.
Tachografenpflicht für leichte Nutzfahrzeuge
Zum 1. Juli 2026 ist die nächste Stufe des EU-Mobilitätspakets in Kraft getreten. Damit wird die Tachografenpflicht auf leichte Nutzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 2,5 Tonnen im internationalen Güterverkehr und bei Kabotagefahrten ausgeweitet. Für diese Fahrzeuge gelten auch die europäischen Vorgaben zu Lenk- und Ruhezeiten, die es nicht nur einzuhalten, sondern auch lückenlos nachzuweisen gilt. Der Einsatz intelligenter Tachografen der zweiten Version (Smart Tacho 2) ist nun auch für diese Fahrzeugklassen Pflicht.
Länderinformationen
ASEAN: Geplante Wirtschaftszone eröffnet neue Perspektiven
gtai - Für die Sonderwirtschaftszone Johor-Singapore Special Economic Zone sind elf Schwerpunktsektoren ausgewiesen. Diese sind in großen Teilen kompatibel mit der Angebotspalette deutscher Produkte und Technologien. Dazu gehören verarbeitendes Gewerbe, Logistik, Nahrungsmittelsicherheit, Energie, Finanzdienstleistungen und Gesundheit. Weitere Schwerpunkte sind Luftfahrt, elektrische Komponenten, Halbleiter, Chemie und Petrochemie sowie Pharmazie. Diese Branchen bieten auch für deutsche Unternehmen ein großes Potenzial. - Details
Golfstaaten: Kein Wiederaufbauprogramm, aber Aufbau krisenfester Infrastruktur
gtai - Ein klassisches Wiederaufbauprogramm zeichnet sich in den Golfstaaten nicht ab. Der Irankrieg hat aber Schwachstellen bei Energie, Wasser, Industrie und Logistik sichtbar gemacht. Für deutsche Unternehmen liegt der Markt demnach in den Bereichen Brandschutz, Pumpen, Kompressoren, Schaltanlagen, Prozessleittechnik, Wasseraufbereitung, Ersatzteile, Turnaround-Engineering, digitale Überwachung und Steuerungs- und Kontrollsysteme in Industrieanlagen. - Details
Frankreich: EPR für industrielle und gewerbliche Verpackungen ab 1. Juli 2026
Zum 1. Juli 2026 tritt in Frankreich der neue EPR-Bereich für industrielle und gewerbliche Verpackungen in Kraft. Die AHK Frankreich teilt mit, dass die Rücknahmesysteme CITEO Pro, Léko Pro und Twiice offiziell für den neuen EPR-Bereich zugelassen worden sind. Unternehmen, die verpackte Produkte direkt an industrielle oder gewerbliche Endkunden in Frankreich verkaufen, gelten als „Hersteller“ im Sinne des Gesetzes. In diesem Fall müssen sie einem der drei zugelassenen Rücknahmesysteme beitreten und Ihre Verkaufsverpackungen, Um- und Transportverpackungen melden. Wird hingegen über einen französischen Händler vertrieben, ist Ihr französischer Händler für die Meldung der auf den Markt gebrachten Verpackungen verantwortlich.
Norwegen: EHF – die elektronische Rechnung ab 2027
Die elektronische Rechnungsstellung im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen (EHF) soll in Norwegen jetzt schon ab dem 1. Januar 2027 Pflicht werden. Das betrifft auch ausländische Unternehmen, die in Norwegen aktiv sind. Im Gegensatz zu PDF oder E-Mail Rechnungen werden EHF Rechnungen systemgestützt und maschinenlesbar übermittelt und können vom Empfänger automatisiert verarbeitet und verbucht werden. - Details
Polens Energieplan bietet große Chancen für deutsche Wirtschaft
Der von der polnischen Regierung verabschiedete Nationale Energie- und Klimaplan schafft zahlreiche Chancen für die bilaterale Zusammenarbeit. In Feldern wie der Netzmodernisierung, Wärmeerzeugung und einer umfassenden Elektrifizierung können deutsche Unternehmen im Nachbarland punkten. Bis 2040 will Polen bis zu 450 Milliarden Euro für die Energiewende ausgeben. - Details
Schweden: Podcast – Im Homeoffice aus Schweden arbeiten
Dr. Kerstin Kamp-Wigforss leitet den Bereich Recht bei der Deutsch-Schwedischen Handelskammer und erklärt, was deutsche Arbeitgeber beachten sollten, wenn Sie in Schweden Personal anstellen möchten. Auch die Idee, von Schweden aus Homeoffice zu machen, ist stark nachgefragt. - Podcast/open spotify
Ungarn: EU-Fördermittel für Entwicklungsprojekte – Chancen für deutsche Unternehmen
Die Verwendung der EU-Fördermittel ist zweckgebunden. Die mehr als 4 Mrd. Euro aus dem Kohäsionsfonds können für Entwicklungsprojekte der Verkehrsinfrastruktur, des Gesundheitswesens und im Bereich Wasserwirtschaft und Umweltschutz eingesetzt werden. Für etwa 1,8 Mrd. Euro sollen InterCity- und Vorstadtzüge (HÉV) angeschafft werden. Vorgesehen sind außerdem 1,5 Mrd. Euro für die Modernisierung des Stromnetzes sowie bis zu 800 Mio. Euro für die Förderung des Wohnungsbaus. Für Unternehmen lohnt es sich, frühzeitig Ausschreibungen vor allem in den Bereichen Verkehr, Energie, Bau, Innovation und Forschung aktiv zu verfolgen. - Details
USA: Neue Fabriken mit viel Importtechnik
gtai - Deutsche Anbieter von Maschinen und Anlagen sollten sich auf die wachsenden Industrien wie die Halbleiter- und Pharmabranche konzentrieren. Für die neu entstehenden Fabriken werden nicht nur Fertigungstechnologie wie Lithographie- oder Verpackungsmaschinen benötigt. Ebenso generieren sie eine hohe Nachfrage nach moderner Förder-, Sicherheits-, Klima-, Schalt-, Automatisierungs- und Umwelttechnik. Bei der Chipproduktion etwa braucht es Reinluftverfahren. Zudem entsteht bei der Herstellung von Halbleitern und Arzneiwaren viel Abwasser, das entsprechend aufbereitet werden muss. Auf diesen Feldern haben deutsche Anbieter einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber einheimischen Unternehmen. - Details
Zoll und Außenwirtschaftsrecht
EU erlässt weitere Sanktionen gegenüber Russland
Die bestehenden Maßnahmen im Zusammenhang mit der illegalen Annexion der Krim und Sewastopols wurden verlängert bis zum 23. Juni 2027. Des Weiteren wurden neue Sanktionen mit Fokus auf den russischen militärisch-industriellen Komplex erlassen gegen Personen und Unternehmen, darunter Hersteller und Zulieferer von Drohnen sowie militärischem Gerät, auch unter Einbeziehung von Akteuren aus Drittstaaten wie China. In den Bereichen von Russlands Energieeinnahmen und Russlands hybride Aktivitäten sowie Desinformationskampagnen erfolgten ebenfalls Sanktionen. - Details 1 und Details 2.
EORI-Nummer – Datenverwaltung ab 1. Oktober 2026 nur noch digital
Die EORI-Nummer ist die Zollregistrierungsnummer der Unternehmen. Sie ist die Voraussetzungen für alle Zollverfahren beim Export und Import. Der Zoll informiert darüber, dass ab 1. Oktober 2026 bei Beantragung, Änderungen und Beendigung der EORI-Nummer dies nur noch im Zoll-Portals mit einer speziellen digitalen Identifizierung (z. B. ELSTER, Online-Ausweis, BundID) erfolgen kann.. - Details
Zoll-Codierungen bei Ausfuhren
Die „ATLAS-Teilnehmerinformation 0958/26“ enthält Informationen zu ATLAS-Ausfuhr/ATLAS-Versand für die TARIC Codierungen bei fluorierten Treibhausgase (FGAS), ozonabbauenden Stoffe (ODS) und gemeinsamen Gesundheitseingangsdokumente (GGED (CHED)) sowie die Vorbereitung auf CERTEX-Schnittstellen. - Details
ATLAS: Änderung bei zwei Zollstellen
Der Zoll informiert über die Änderung der Referenznummer der Ausfuhrzollstelle Zollamt Hannover-Nord und über die Beendigung der Dienststelle DE009657 des HZA Ulm - ZA Biberach (DSS 9657) zum Tagende 30. Juni 2026. - Details
Präferenznachweise im internationalen Handel
Die EU hat mit vielen Länder Abkommen geschlossen, so dass Waren zollbegünstigt gehandelt werden können. Dies kann allerdings nur erfolgen, wenn die Waren den so genannten „Präferenzursprung“ haben, und der korrekte Präferenznachweis ausgestellt wird. Sehen Sie unter Details, welcher Nachweis von den Zollbehörden beim Import in die EU oder das Nicht-EU-Land anerkannt werden kann. - Details
Verfahrensvorschriften über den präferenziellen Ursprung von Waren geändert
Die EU hat mit der Verordnung 2026/1183 die Durchführungsverordnung (DVO) 2015/2447 in Bezug auf Verfahrensvorschriften über den präferenziellen Ursprung von Waren geändert. Die Änderungen sind unter Details einsehbar. - Details
EU-Stahlschutzmaßnahmen ab 1. Juli 2026
Die EU hat einen neuen Rahmen zum Schutz des EU-Stahlmarktes vor globalen Überkapazitäten geschaffen: überarbeitetes Zollkontingentsystem einschließlich einer Verringerung der Einfuhrkontingente und höherer Zölle auf Einfuhren, die diese Kontingente überschreiten. Um Umgehungen zu verhindern, führt die Verordnung zudem Bestimmungen zur „Melt-and-Pour“-Anforderung ein, die das Land identifiziert, in dem der Stahl erstmals geschmolzen und in seine ursprüngliche feste Form gegossen wurde. Die Verordnung tritt am 1. Juli 2026 in Kraft. - Details
Zoll-Präferenzursprung - Warenverkehr mit den Pazifik-Staaten mit REX-Status
Für Ausfuhren von Waren mit Ursprung in der EU in die Pazifik-Staaten wird ab dem 1. September 2026 das System des "ermächtigten Ausführers/EA" durch das System des "registrierten Ausführers/REX" ersetzt. Die bisherige Warenverkehrsbescheinigungen EUR.1 wird durch die Pazifik-Staaten ab 1. September 2026 nicht mehr akzeptiert.
Kanada verschärft Anforderungen für Aluminiumimporte
gtai - Die Canada Border Services Agency (CBSA) bereitet neue Meldepflichten für Aluminiumimporte vor und passt dazu den bestehenden Allgemeinen Einfuhrgenehmigungsrahmen an. - Details
Südafrika: Schutzmaßnahmen für Einfuhren von rostfreien Stahlprodukten
gtai - Von der Schutzmaßnahme sind Einfuhren von beschichteten, flachgewalzten Stahlprodukten (Coils) aus Eisen bzw. legiertem oder nichtlegiertem Stahl mit einer Breite von ≥ 600 mm und einer Dicke < 0,45 mm, die entweder mit Aluminium‑Zink oder mit Zink überzogen sind, betroffen. Die Maßnahme wird stufenweise umgesetzt. - Details
USA: Update - Abkommen zwischen den USA und der EU
gtai - Die EU setzt die Vereinbarung mit den USA mit den Verordnungen 2026/1455 und 2026/1461 um. Sie gelten ab 1. Juli 2026. Die EU schafft sämtliche Zölle auf US-amerikanische Industriegüter ab. Landwirtschaftliche und Fischereierzeugnisse – darunter Nüsse, Milchprodukte, frische und verarbeitete Obst- und Gemüsewaren, verarbeitete Lebensmittel, Saatgut, Sojaöl sowie Schweine- und Bisonfleisch – erhalten einen bevorzugten Marktzugang über Zollkontingente. - Details
Syrien reformiert den Zoll
gtai - Syrien modernisiert sein Zollsystem grundlegend: Seit 1. Juni 2026 gelten ein neues Zollgesetz und ein harmonisierter Zolltarif. Ziel der Reform ist die Modernisierung der Zollverwaltung. Zudem soll die Abwicklung von Import-, Export- und Transitverfahren effizienter werden. Für exportierende deutsche Unternehmen ergeben sich mehrere operative Konsequenzen. - Details
EU-Antidumpingmaßnahmen – Sonderzölle bei der Einfuhr
Für die nachstehend aufgeführten Waren aus den angegebenen Ländern erhebt die EU bei der Einfuhr Zusatz-Zölle. Die Verordnungen (EU-VO) sind einsehbar in den EU-Amtsblättern C bzw. L.
C/2026/2971 - Betonstahlmatten/Volksrepublik China, Türkei
C/2026/2964 - aliphatisch aromatische Copolyester/Volksrepublik China
C/2026/3097 - Schraub- und Steckregale aus Stahl/Volksrepublik China
C/2026/3105 - Aspartam/Volksrepublik China
C/2026/3124 - Mononatriumglutamat/Volksrepublik China
C/2026/3203 - Folien aus Aluminium/Volksrepublik China
EU-Verordnung 2026/90418 - Grafitelektrodensysteme/Volksrepublik China
EU-Verordnung 2026/1203 - Glasfasern/Ägypten, Volksrepublik China, Marokko, Türkei
EU-Verordnung 2026/1341 - Biodiesel/USA
EU-Verordnung 2026/1371 - Endlosglasfaserfilamente (Glasfaserverstärkungen)/Ägypten, Bahrein, Thailand
EU-Verordnung 2026/1373 - 1,4-Butandiol/Volksrepublik China, Saudi-Arabien, USA
EU-Verordnung 2026/90513 - Erbsenprotein/Volksrepublik China
EU-Verordnung 2026/1379 - Polyethylenterepfhathalat (PET)/Vietnam
Messen
Deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Auslandsmessen
Deutsche Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft werden 2027 bei Messebeteiligungen im Ausland staatlich unterstützt. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) plant 40 Auftritte unter der Dachmarke „Made in Germany“ in 25 Ländern. Den größten Anteil bilden Lebensmittelmessen (22 Beteiligungen), gefolgt von Land- und Forstwirtschaft (9) sowie Weinbau (6). Ergänzt wird das Programm durch zwei Gartenbaumessen und eine Beteiligung im Bereich Süßwaren. - Details
Gemeinschaftsstand: WHX - formerly Africa Health - Medlab Africa 2026
Die World Health Expo ist vom 6. bis 8. Oktober 2026 der Treffpunkt für Anbieter von Gesundheits- und Laborlösungen. Von Medizingeräten, Diagnostika und Labortechnologien bis hin zu digitaler Gesundheit – alle Branchen vernetzen sich mit Entscheidungsträgern, die bereit sind, Produkte und Dienstleistungen zu beschaffen, zu investieren und Partnerschaften einzugehen. Wenn Ihre Lösungen Krankenhäuser, Kliniken, Labore oder Gesundheitssysteme unterstützen, ist dies Ihre Plattform, um Marktanteile auszubauen und Geschäftsabschlüsse zu erzielen. Deutschland ist mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. - Details
Gemeinschaftsstand: SIAL Internationale Nahrungsmittelausstellung in Paris
Von Produzenten bis zu Händlern, einschließlich Gastronomen und Importeur-Exporteuren – die Lebensmittelmesse ist vom 17. bis 21. Oktober 2026 der internationale Knotenpunkt in Frankreich für Lebensmittelinnovationen. Deutschland ist mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. - Details
Publikationen
Exportförderung: Moderne Agrarexporte „Made in Germany“
Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist der drittgrößte Wirtschaftszweig Deutschland und damit ein bedeutender Pfeiler der Volkswirtschaft. Der Export hat dabei eine herausragende Bedeutung. Die deutsche Landwirtschaft erzielt heute nahezu jeden vierten Euro, die Ernährungswirtschaft mehr als jeden dritten Euro und die Landtechnik sogar etwa drei von vier Euro im Ausland. Dies positioniert die Agrar- und Ernährungswirtschaft als eine der exportstärksten Branchen Deutschlands. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat stellt die Agrarexportstrategie und -förderung in einem Leitfaden vor. - kostenloser Download
USA - Leitlinien für Importeure: Durchsetzung der Vorschriften zu Zwangsarbeit durch die CBP
Die US‑Gesetzgebung verbietet die Einfuhr von Waren, die ganz oder teilweise durch Zwangsarbeit – etwa Straf‑ oder Kinderarbeit – entstanden sind. Betroffen sind nicht nur Produkte aus Xinjiang, sondern auch in Drittländern weiterverarbeitete Erzeugnisse. Im Jahr 2025 wurden 7.325 Lieferungen aus zahlreichen Ländern wegen des Verdachts auf Menschenrechtsverletzungen beziehungsweise des Vorwurfs der Fertigung durch Zwangsarbeiter an der Zollgrenze gestoppt. Die CBP hat eine konsolidierte Übersicht über ihre wichtigsten Instrumente zur Durchsetzung von Verboten gegen Waren aus Zwangsarbeit veröffentlicht. - kostenloser Download
