Newsletter "Ostwestfalen International"
Der IHK-Newsletter "Ostwestfalen International" informiert monatlich kurz und prägnant über wichtige Entwicklungen und Aspekte im Außenwirtschaftsbereich. Die Inhalte des Newsletters reichen von Veranstaltungshinweisen über Ländernews bis hin zu detaillierten Infos zu Zoll und Verfahrensfragen. Interessante Außenwirtschafts-Publikationen werden ebenfalls aufgeführt. Der Versand erfolgt monatlich kostenlos - tragen Sie sich gerne in den Verteiler ein.
Ausgabe Januar 2026:
Ausgabe Januar 2026:
Internetadressen des Monats
Zweite Stufe des Lkw-Verkehrsportals ist live
Das Verkehrsportal stellt anonymisierte Mautdaten des Bundes übersichtlich dar. Seit Dezember 2025 ist auch eine Auswertung der Lkw-Verkehrsströme nach Fahrzeugdaten wie Schadstoffklasse und Gewichtsklasse möglich. - Details
Veranstaltungen
KI-Politik in den USA 2026 - online
Mit dem AI Action Plan und der neuen Executive Order zum National Policy Framework for Artificial Intelligence verfolgt die US-Administration einen Ansatz zur KI-Regulierung, der sich fundamental vom Ansatz der EU (KI-VO /DSGVO etc.) unterscheidet. Wohin steuert die US-KI-Politik? Expertenteams erörtern am 13. Januar 2026, 16 bis 17 Uhr (MEZ) die Faktoren, die die KI-Politik und Rechtslage in den USA im Jahr 2026 bestimmen werden. Die Online-Veranstaltung findet auf Deutsch unter Chatham House Rules statt. Veranstalter ist RGIT - Representative of German Industry and Trade. Die Teilnahme ist kostenlos. - Zugangslink am Tag der Veranstaltung
Seminar: NRW und Fukushima in Düsseldorf
Anlässlich des Besuches des Gouverneurs der Präfektur Fukushima, Masao Uchibori, in Düsseldorf, laden das Land NRW und Präfektur Fukushima am 15. Januar 2026 zu einem Austausch über erneuerbare Energien, Wasserstofftechnologien und Medizintechnik ein. Vorgestellt werden aktuelle Entwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Unternehmen und Institutionen beider Regionen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung: JETRO Düsseldorf, Yusuke Yokozawa, Tel. 0211 13602-46, E-Mail: Yusuke_Yokozawa@jetro.go.jp.
NRW-Wirtschaftsforum Ukraine
Das Forum eröffnet NRW-Unternehmen am 27. Januar 2026 (Zeughaus in Neuss) direkte Einblicke in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Ukraine. Expertenteams sowie vor Ort aktive Firmen berichten über Chancen im Außenhandel und bei Projekten. Teilnehmende erhalten zudem einen Überblick über Förder- und Finanzierungsinstrumente sowie Absicherungs-möglichkeiten. Vorgesehen sind auch Gelegenheiten zum Netzwerken mit potenziellen Partnern und Unterstützern in NRW und in der Ukraine. Zu Beginn des Events ist zudem ein Eröffnungstalk mit Mona Neubaur (NRW-Wirtschaftsministerin), S.E. Oleksii Makeiev (Botschafter der Ukraine in Deutschland) sowie Oliver Gierlichs (Präsident der AHK Ukraine/CEO Bayer Ukraine) geplant. Die Teilnahme ist kostenlos. - Details
CBAM-Update - online
Am 29. Januar 2026 informiert die IHK Ostwestfalen in einer Online-Veranstaltung über das aktuelle CBAM-Update. Erfahren Sie, was sich 2026 ändert, wer betroffen ist und wie Sie die Zulassung als CBAM-Anmelder erhalten. 2026 startet der kostenpflichtige Echtbetrieb des Systems für Unternehmen, deren jährliche Importmenge mindestens 50 Tonnen beträgt. Nur noch Unternehmen, die dann eine Zulassung als CBAM-Anmelder haben, können diese Waren noch importieren. Die Teilnahme ist kostenlos. - Details
ESG-Standards im internationalen Vergleich - online
Die neue Webinarreihe von Fin.Connect.NRW unterstützt Unternehmen dabei, aktuelle Herausforderungen der nachhaltigen Unternehmensführung praxisnah zu bewältigen. Am 4. Februar 2026 werden die ESG-Standards im internationalen Vergleich vorgestellt. Wie steht Europa eigentlich im weltweiten Vergleich da? Und was bedeutet das konkret für den Einkauf? Die Teilnahme ist kostenlos. - Details
Verkostung japanischer Spezialitäten aus der Region Kurume in Bielefeld
Die Region Kurume in der Präfektur Fukuoka auf der Insel Kyūshū ist bekannt für ihre traditionsreiche Lebensmittelproduktion und innovative Manufakturen. Gemeinsam mit der IHK Kurume (Japan) lädt die IHK Ostwestfalen am 14. Januar 2026 herzlich zu einer exklusiven Verkostung japanischer Produkte ein. Mehrere japanische Unternehmen aus der Region Kurume, die durch die IHK Kurume vertreten werden, präsentieren ausgewählte Spezialitäten und haben großes Interesse an einem Markteintritt in Deutschland – insbesondere in Ostwestfalen. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an den Lebensmitteleinzelhandel sowie an Gastronomiebetriebe, die ihr Sortiment um hochwertige, authentische japanische Produkte erweitern möchten. Die Teilnahme ist kostenlos. - Details
Unternehmensreisen
Kroatien: Energie-Geschäftsreise nach Zagreb
Die AHK Kroatien organisiert vom 23. bis 26. März 2026 im Rahmen der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie eine Unternehmerreise zum Thema „Grüne Transformation: Mit erneuerbarer Energie und Energieeffizienz zur klimaneutralen Industrie“ nach Zagreb. Die Reise bietet deutschen Anbietern von Lösungen für die industrielle Dekarbonisierung exklusive Marktinformationen, direkte Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern und die Chance, ihre Technologien vor kroatischem Fachpublikum zu präsentieren. - Details
Frankreich: Energie-Geschäftsreise nach Paris
Vom 23. bis 26. März 2026 organisiert die AHK Frankreich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Energiegeschäftsreise in den Großraum Paris. Ziel der Reise ist es, deutschen Unternehmen aus dem Bereich Energieeffizienz in Wohn- und Gewerbegebäuden die Möglichkeit zu bieten, ihre Lösungen einem qualifizierten französischen Fachpublikum zu präsentieren, sowie erste Geschäftskontakte zu knüpfen und sich erfolgreich auf dem französischen Markt zu positionieren. Gefragt sind insbesondere Lösungen in den Bereichen Wärmepumpen, hybride Heizsysteme, intelligente Steuerungs- und Energiemanagementsysteme, modulare Sanierungssysteme und nachhaltige Materialien. - Details
USA: Geschäftsanbahnungsreise - Lösungen für thermische Prozesse
Vom 23. bis 27. März 2026 führt eine vom BMWE geförderte Energie-Geschäftsreise mit Fokus auf energieeffiziente Lösungen für thermische Prozesse nach Illinois und Ohio. Geplant sind unter anderem maßgeschneiderte B2B Meetings und hochwertige Networking-Formate für den erfolgreichen Markteintritt. Die Reise richtet sich vor allem an Unternehmen aus den Bereichen Prozesswärme, Energiemanagement, digitale Effizienz und nachhaltige Rechenzentrumsinfrastruktur sowie skalierbaren Technologien. - Details
Irland: KI-Innovationsreise nach Dublin
Tauchen Sie vom 14. bis 16. April 2026 ein in Irlands boomende Tech-Szene. Entdecken Sie, wie Ihr Unternehmen mit modernsten KI-Strategien nachhaltig wachsen kann. Profitieren Sie von exklusiven Einblicken in Irlands boomende Tech-Szene. Erhalten Sie Einblicke in die Arbeitsweise globaler Marktführer wie z.B. Microsoft, LinkedIn und Salesforce. Lernen Sie, wie Sie deren Innovationsprozesse und Zukunftsvisionen in Ihrem Unternehmen umsetzen können, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern und Ihre Effizienz zu steigern. Sparen Sie Zeit und Ressourcen durch gezielte KI-Automatisierung. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten ein Abschlusszertifikat von AI Ireland und exklusiven Zugang zu modernsten KI-Toolkits. Kontakt: IHK Ostwestfalen, Luisa Griese, Tel. 0521 554-250, l.griese@ostwestfalen.ihk.de. - Details
Allgemeine Informationen
EUDR: Verschiebung und Änderungen
Am 18. Dezember 2025 hat auch der Europäische Rat formell zugestimmt und damit ist es offiziell: Der Anwendungsbeginn der EUDR wird auf den 30. Dezember 2026 verschoben; kleine und Kleinst- Unternehmen erhalten eine weitere Fristverlängerung bis zum 30. Juni 2027. Was sind die Kernpunkte der Änderungen?
- Anwendungsstart der EUDR für große Marktbeteiligte ist der 30. Dezember 2026.
- Kleine Unternehmen müssen ab dem 30. Juni 2027 EUDR-konform handeln.
- Nur Erstinverkehrbringer müssen eine Sorgfaltserklärung abgeben. Nur der erste nachgelagerte Marktbeteiligte muss deren Referenznummern sammeln.
- Neue Kategorie: „kleine und kleinste Primärerzeuger“. Diese müssen nur noch eine einmalige und vereinfachte Erklärung abgeben.
- Bis zum 30. April 2026 müssen die Auswirkungen der Vereinfachungen durch die EU-Kommission überprüft und der Verordnungstext gegebenenfalls angepasst werden.
- Der HS-Code „ex 49“ (Bücher, Zeitungen und Druckerzeugnisse) wird aus Anhang I gestrichen.
CBAM-Updates
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Ab dem 1. Januar 2026 gilt für importierte Erzeugnisse aus den Warengruppen Eisen, Stahl, Zement, Aluminium, Elektrizität, Düngemittel und Wasserstoff die Pflicht zum Kauf von CBAM-Zertifikaten sowie zur Abgabe einer jährlichen CBAM-Erklärung.
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Die EU-Kommission hat am 17. Dezember 2025 eine CBAM-Reform vorgeschlagen. Ab dem 1. Januar 2028 wird der Anwendungsbereich des CBAM auf bestimmte Stahl- und Aluminium-intensive nachgelagerte Produkte ausgeweitet. Die Kommission schlägt auch Maßnahmen vor, um Schlupflöcher zu schließen, um Umgehungen zu verhindern, sowie einen vorübergehenden Dekarbonisierungsfonds. Zu den Vorschlägen gehören auch verbesserte Berichterstattungsanforderungen für eine bessere Rückverfolgbarkeit von CBAM-Waren und die Bekämpfung falscher Angaben zur Emissionsintensität.
EU-Lieferkettenrichtlinie: Update
Das Europäische Parlament (EP) hat am 16. Dezember 2025 der im Trilog erzielten Einigung zur Vereinfachung der Nachhaltigkeitsberichterstattungsrichtlinie (CSRD) und der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) zugestimmt. Jetzt muss nun noch die formale Verabschiedung durch den Rat erfolgen, bevor die Richtlinie im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden kann. Unter anderem ist auch eine Verschiebung der Umsetzungs- und Anwendungsfrist angedacht. „Mitgliedstaaten sollen die Vorgaben bis zum 26. Juli 2028 in nationales Recht umsetzen. Unternehmen müssen die Vorschriften ab dem 26. Juli 2029 anwenden. Die Berichtspflichten für Unternehmen bestehen jedoch erst für das Geschäftsjahr, welches zum oder nach dem 1. Januar 2030 beginnt.“
DEG startet neues Programm "TradeConnect"
Mit TradeConnect werden lokale Finanzierungslücken für kleinvolumige Export- und Importgeschäfte in Entwicklungs- und Schwellenländern geschlossen. Es unterstützt lokale Banken in Entwicklungs- und Schwellenländern bei der Kreditvergabe an Partner deutscher Unternehmen, indem es bis zu 5 Mio. EUR oder maximal 50 % des Kreditvolumens absichert. Zum Start steht das Instrument zunächst über die Access Bank in Subsahara-Afrika zur Verfügung. - Details
Länderinformationen
Bulgarien tritt dem Euroraum bei
Zum 1. Januar 2026 wird der Euro offizielles Zahlungsmittel in Bulgarien und ersetzt den bulgarischen Lew zum festen Wechselkurs von 1 Euro = 1,95583 Lew. Bulgarien wird damit das 21. Mitglied der Eurozone.
Frankreich: Neuer EPR-Bereich für professionelle Verpackungen
Frankreich führt ab 1. Januar 2026 eine erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für industrielle und gewerbliche Verpackungen ein. Damit müssen auch deutsche Unternehmen, die Waren nach Frankreich liefern, ihre Verpackungen zurücknehmen und entsorgen lassen. Spätestens bis 1. Juli 2026 ist der Beitritt zu einem zugelassenen Rücknahmesystem verpflichtend. Für nicht in Frankreich ansässige Firmen wird zudem ein Bevollmächtigter vor Ort erforderlich sein. Betroffen sind insbesondere Verkaufs-, Sammel- und Transportverpackungen für die gewerbliche Nutzung.
Indien: Datenschutzgesetz tritt bis 2027 stufenweise in Kraft
gtai - Der Digital Personal Data Protection Act, 2023 tritt gestaffelt in Kraft. Die indische Regierung hat drei Zeitpunkte für die Umsetzung der 44 Vorschriften festgelegt. - Details
Indien führt neues E-Visum ein
gtai - Indien stellt ausländischen Fachkräften, die im Rahmen von investitions- und produktionsbezogenen Aktivitäten für kurze Zeit nach Indien gehen, nun ein spezielles elektronisches Geschäftsvisum zur Verfügung: das sogenannte e-Production Investment Visa. - Details
Neuseeland schiebt neue Straßenbauprojekte an
gtai - Die Erweiterung des Hawke's Bay Expressway ist ein vorrangiges Infrastrukturprojekt in Neuseeland, welches auch für deutsche Zulieferer Chancen bietet. Hinzu kommen Investitionsmaßnahmen im Bereich Straßenbau und Ingenieurdienstleistungen. Auch spezialisierte Planungs-, Umwelt- und Brückenbaukompetenzen werden gefragt sein. Beobachten sollten deutsche Unternehmen das Ausschreibungsportal der Waka Kotahi NZ Transport Agency hinsichtlich bevorstehender Bekanntmachungen (Notices of Source, NoS) und Ausschreibungen (Requests for Proposals). - Details
Niederlande: Einführung der Lkw-Maut – bereiten Sie sich vor
Die Einführung der LKW-Maut in den Niederlanden ist für den 1. Juli 2026 geplant. Die LKW-Maut gilt auf fast allen Autobahnen sowie einigen Provinz- und kommunalen Hauptstraßen. Je emissionsärmer und leichter das Fahrzeug, desto geringer der Betrag pro Kilometer. Die Maut gilt für niederländische und ausländische Fahrzeuge der Kategorien N2 und N3. Diese Fahrzeuge haben eine technisch zulässige Gesamtmasse ab 3.500 Kilogramm. Um die LKW-Maut bezahlen zu können, benötigen Sie einen Vertrag mit einem Mautdienstleister und ein funktionierendes Bordgerät Die Eurovignette wird in den Niederlanden am 1. Juli 2026 abgeschafft.
Norwegen: Offshore-Wind – Milliardenmarkt mit Chancen für Deutschland
Norwegens Offshore-Windindustrie ist längst kein Zukunftsprojekt mehr, sondern schon heute ein Milliardenmarkt. Etwa 800 Unternehmen mit rund 6.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind inzwischen in diesem Bereich aktiv. Bis 2040 werden laut der Studie VindKOMP II fast 20.000 zusätzliche Fachkräfte gebraucht, vor allem Technikerinnen und Techniker, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie maritimes Personal. Die norwegische Regierung reagiert mit Milliardeninvestitionen. Deutsche Hersteller von Windturbinen und Netztechnologien können sich mit norwegischem Know-how im Offshore-Bau, in Subsea-Technologien und in der maritimen Logistik ergänzen. Gemeinsame Wertschöpfungsketten in der Nordsee sind ebenso denkbar wie Ausbildungsinitiativen, die den steigenden Fachkräftebedarf abfedern.
Marokkos Nahrungsmittelbranche benötigt Maschinenimporte
Die marokkanische Lebensmittel- und Getränkeindustrie befindet sich im Wandel: Die Anforderungen an Quantität und Qualität von Nahrungsmitteln und Getränken nehmen beträchtlich zu. Die Regierung fördert gezielt Nahrungsmittel- und Getränkehersteller, die in die Modernisierung ihrer Produktionsanlagen investieren. Die Branche setzt im Gegenzug auf Automatisierung, Digitalisierung und nachhaltige Technologien, wobei sie die steigenden Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Ressourceneffizienz berücksichtigt. Die AHK zeigt unterschiedliche Vertriebskanäle auf. - Details
Slowakei kündigt die Einführung der E-Rechnung an
gtai - Ab 2027 sollen Unternehmen Rechnungen im B2B-Bereich digital und in Echtzeit an die Finanzverwaltung übermitteln. - Details
Vereinigtes Königreich: Umfassende Reform des Arbeitsrechts verabschiedet
Die tiefgreifendste Änderung des britischen Arbeitsrechts seit einer Generation stärkt vor allem die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Germany Trade & Invest informiert über die wichtigsten Änderungen. - Details
Zoll und Außenwirtschaftsrecht
ATLAS-Einfuhr: Umsetzung des CO₂-Grenzausgleichssystems (CBAM)
Mit der vollständigen Anwendung der CBAM-Verordnung (EU) 2023/956 zum 1. Januar 2026 treten neue Anforderungen für die Einfuhr bestimmter CBAM-Waren (Anhang I der Verordnung) in Kraft. Ab 2026 dürfen CBAM-Waren nur noch zum zollrechtlich freien Verkehr überlassen werden, wenn:
-
Der Anmelder ein zugelassener CBAM-Anmelder ist (Nachweis: CBAM-Kontonummer),
oder eine der vorgesehenen Ausnahmen greift.In ATLAS-Einfuhr ist hierfür verpflichtend die korrekte Anmeldung der TARIC-Unterlagencodierungen zur Maßnahme 775 – CBAM erforderlich. Bei Verwendung von Y128 müssen zwingend angegeben werden: -
EORI des Einführers (Datenfeld „Empfänger (TIN)“)
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EORI des Anmelders (Datenfeld „Anmelder (TIN)“) - Details
Einigung zur Reform des Allgemeinen Präferenzsystems der EU
Der neue Rahmen, auf den sich die EU-Ratspräsidentschaft und das EU-Parlament vorläufig geeinigt hat, sieht eine stärkere Verknüpfung der Handelspräferenzen mit der Achtung der Menschenrechte und der Umwelt sowie eine bessere Überwachung und Transparenz des Systems vor. Zudem wird eine neue Verknüpfung zwischen den Handelspräferenzen für begünstigte Länder und ihrer Zusammenarbeit in Migrationsfragen und bei der Rückübernahme ihrer illegal in der EU aufhältigen Staatsangehörigen eingeführt. Die Rechtsvorschrift wird ab dem 1. Januar 2027 gelten. - Details
EU-Sanktionen gegenüber Russland – aktualisierte FAQs
Am 19. Dezember 2025 hat die EU-Kommission ihre FAQs zu den Russland-Sanktionen aktualisiert. Darin befinden sich unter anderem auch Aussagen zu den Sonderwirtschaftszonen nach Artikel 5ah der EU VO 833/2014. - Details
Ausfuhrzölle oder -quoten für Aluminiumschrott in Diskussion
Aktuell läuft eine Initiative der EU-Kommission, um zu prüfen ob Ausfuhrzölle oder -quoten für Aluminiumschrott verhängt werden sollten. - Details
E-Commerce: EU führt Zölle auf Pakete mit geringem Wert ein
Ab Juli 2026 wird in der EU ein Zollsatz von 3 Euro pro Sendung auf E-Commerce-Pakete mit einem Wert von weniger als 150 Euro eingeführt. Angesichts des raschen Anstiegs der Einfuhren von Waren im elektronischen Handel in die EU haben die Kommission und die Mitgliedstaaten gemeinsam die Notwendigkeit einer dringenden Lösung anerkannt. Sie soll die Lücke bis zur Einrichtung der EU-Zolldatenplattform im Jahr 2028 im Rahmen der EU-Zollreform schließen. Der vorübergehende Zollsatz von 3 Euro je Sendung gilt für Pakete, die direkt aus Drittländern an Verbraucherinnen und Verbraucher versandt werden. Diese Maßnahme ist unabhängig von den laufenden Verhandlungen über eine EU-Bearbeitungsgebühr für E-Commerce-Pakete.
Saudi-Arabien nimmt bedeutende Änderungen im Zolltarif vor
gtai - Saudi-Arabien erhöht zahlreiche Zollsätze und führt neue Tarifpositionen ein – betroffen sind unter anderem Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Chemie und Stahl. - Details
Arzneimittel: Abkommen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich
gtai - Die USA und das Vereinigte Königreich erzielen eine Einigung zu Arzneimitteln. Laut Pressemitteilung der britischen Regierung gewähren die USA Zollfreiheit für Arzneimittel mit Ursprung im Vereinigten Königreich und sichern zu, Zölle auf Medizinprodukte nicht zu ändern. Im Gegenzug sichert das Vereinigte Königreich eine höhere Erstattungsrate für innovative Medikamente zu. Die Vereinbarung ist noch nicht rechtsverbindlich.
Kanada erhebt Zölle auf Stahlderivatprodukte
Mit Wirkung zum 26. Dezember 2025 erhebt die kanadische Regierung 25 Prozent Zölle auf den vollen Wert einiger Stahlderivatprodukte aus allen Ländern. Um welche Produkte es sich handelt hat die Regierung Kanadas auf ihrer Homepage veröffentlicht. - Details
USA: Aktualisierte Zollkontingente
Eine Übersicht ist auf der Homepage der U.S. Customs and Border Protection einsehbar. - Details
PEM-Präferenzregeln – Das revidierte Übereinkommen
Am 31. Dezember n2025 endete der Übergangszeitraum, in welchem das alte RÜ (oder das alte dem RÜ vorausgehende Protokoll) noch parallel zum revidierten RÜ angewendet werden konnte. Der Zoll informiert über die aktuelle Situation. - Details
Israel: Neue Liste der präferenzrechtlich nicht begünstigten Orte veröffentlicht
Die Europäische Kommission hat die Liste der präferenzrechtlich nicht begünstigten Orte mit den siebenstelligen Postleitzahlen mit Stand 27. Oktober 2025 veröffentlicht. - Details
Zollfreiheit für Getränke mit Ursprung in Norwegen
gtai - Die EU eröffnet ein zollfreies Kontingent für Einfuhren von Getränken mit Ursprung in Norwegen. Für Einfuhren, die über dieses Zollkontingent hinausgehen, gilt ein Zoll von 0,047 EUR/Liter. Falls das Zollkontingent bis zum 31. Oktober des Vorjahres nicht ausgeschöpft wird, gilt im Folgejahr zollfreier Zugang. Dies war 2025 der Fall. Für 2026 werden die Kontingente erneut geöffnet. - Details
Zoll-Ausfuhr-Anmeldungen – Änderungen zum März 2026
In der ATLAS-Teilnehmerinformation 0896/26 informiert der Zoll über Änderungen zu ATLAS-Ausfuhr (AES) bei der "Internet-Ausfuhranmeldung-Plus (IAA-Plus)" im Zoll-Portal.
Verstärkte EU-Einfuhr-Kontrollen
Die Europäische Kommission hat schärfere Kontrollen von Lebensmitteln, tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen, die in die EU eingeführt werden, angekündigt. Die angekündigten Maßnahmen umfassen:
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50 Prozent mehr Prüfungen in den nächsten zwei Jahren in Nicht-EU-Ländern, das Kontrollniveau in den EU-Ländern wird beibehalten;
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33 Prozent mehr Audits der Europäischen Grenzkontrollstellen, um zu überprüfen, ob die Mitgliedstaaten Grenzkontrollen im Einklang mit den EU-Anforderungen durchführen;
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eine engere Überwachung nicht konformer Rohstoffe und Länder, wobei die Kontrollhäufigkeit bei Bedarf erhöht wird;
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die EU-Kommission unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Durchführung dieser zusätzlichen Kontrollen;
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Einrichtung einer speziellen EU-Taskforce, um die Effizienz der Einfuhrkontrollen zu verbessern. Sie wird sich insbesondere auf Pestizidrückstände, die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und den Tierschutz konzentrieren und koordinierte EU-Überwachungsmaßnahmen für bestimmte eingeführte Erzeugnisse erwägen;
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Schulung von rund 500 Bediensteten der nationalen Behörden zu amtlichen Kontrollen im Rahmen eines speziellen EU-Programms;
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Aktualisierte Vorschriften für die Zulassung der Einfuhr von Erzeugnissen mit Spuren besonders gefährlicher Pestizide, die in der EU verboten sind, im Einklang mit kürzlich aktualisierten internationalen Standards.
EU-Antidumpingmaßnahmen – Sonderzölle bei der Einfuhr
Für die nachstehend aufgeführten Waren aus den angegebenen Ländern erhebt die EU bei der Einfuhr Zusatz-Zölle. Die Verordnungen (EU-VO) sind einsehbar in den EU-Amtsblättern C bzw. L.
CC/2025/6532 - Vor- und Nachspanndrähte und -Litzen aus nicht legiertem Stahl (PSC-Drähte und -Litzen)/Volksrepublik
C/2025/6555 - Drähte aus Mangan-Silicium-Stahl/Volksrepublik China
C/2025/90108 - zubereitete oder haltbar gemachte Zitrusfrüchte (Mandarinen usw.)/Volksrepublik China
Messen
NRW-Messebeteiligung auf der Viva Technology 2026, Frankreich
Im Fokus von Europas führendem Tech-Event stehen skalierungsorientierte Formate, die auf Wachstum, Finanzierung und internationale Geschäftsanbahnung ausgerichtet sind – von VC-Pitches und 1:1-Matchmaking bis hin zu kuratierten Corporate Challenges. Bei der kommenden „Viva Technology“ vom 17. bis 20. Juni 2026 steht zudem Deutschland als „Country of the Year“ im Mittelpunkt. Nordrhein-westfälische Startups und Scale-ups mit Wachstumsstrategie und Lösungen in KI, Deep Tech, Green Tech, Future Mobility oder digitaler Infrastruktur können Ihre Produkte und Dienstleistungen auf einem NRW-Gemeinschaftsstand präsentieren. - Details
Publikationen
China: Geschäftsklimaumfrage 2025/26
Die Deutsche Handelskammer in China hat die Geschäftsklimaumfrage 2025/26 veröffentlicht, die ein leicht verbessertes Stimmungsbild zeigt. Gleichzeitig nehmen Herausforderungen wie Preisdruck und der „Buy China“-Trend zu. Laut Umfrage erwägen 56 Prozent der deutschen Unternehmen eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Die Ergebnisse der Umfrage können kostenlos eingesehen werden. - Details
Korea: CSR-Report 2025 erschienen
Die AHK Südkorea hat die 11. Ausgabe des CSR-Berichts deutscher Unternehmen in Korea veröffentlicht. Die Publikation stellt erneut spannende Beispiele für Aktivitäten deutscher Unternehmen in Korea sowie die vielfältigen Möglichkeiten eines Engagements in der koreanischen Gesellschaft vor. Der Download ist kostenlos. - Details
Slowakei: Markt mit vielen Chancen – Daten und Fakten für Unternehmen
Diese aktuelle Broschüre der AHK gibt einen Einblick in die spannende wirtschaftliche Entwicklung des Landes: branchenspezifische Trends, vergleichende Perspektiven, Informationen zu Recht & Steuern, Ausbildungssystem und Arbeitsmarkt, öffentliche Förderung und mehr. Der Download ist kostenlos. - Details
Praktische Arbeitshilfe Import/Export – 22. Auflage erschienen
Erneut führen in der Ende 2025 veröffentlichten Ausgabe der Praktischen Arbeitshilfe erfahrene Expertinnen und Experten der Industrie- und Handelskammern Schritt für Schritt durch alle zentralen Abläufe des Export-/Importgeschäftes – vom EU-Binnenmarkt bis zum Handel mit Drittstaaten. Neben Klassikerthemen beleuchtet die aktuelle Publikation diesmal auch die Themen: Entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM). Die 22. Auflage kann beim Mendel Verlag zum Preis von 54,90 Euro zzgl. Versandkosten bestellt werden. - Details
