23. April 2026
IHK zeichnet 29 neue Ausbildungsbetriebe im Kreis Minden-Lübbecke aus
Im Kreis Minden-Lübbecke haben 2025 29 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) erstmals ausgebildet. Dieses Engagement würdigt die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld mit einer besonderen Auszeichnung: der Urkunde „IHK-anerkannter Ausbildungsbetrieb“. Stellvertretend für alle neuen Ausbildungsbetriebe im Kreis Minden-Lübbecke wurde jetzt die roda Computer GmbH in Hüllhorst während eines Unternehmensbesuchs ausgezeichnet.
„Die Duale Ausbildung ist ein zentraler Baustein zur Sicherung von Fachkräften. Unternehmen, die erstmals ausbilden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Region. Sie investieren nicht nur in ihre eigene Entwicklung, sondern auch in die beruflichen Perspektiven junger Menschen“, betonte dabei Ute Horstkötter-Starke, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung.
IHK-Geschäftsführerin Ute Horstkötter-Starke (rechts) und IHK-Ausbildungsberater Koray Sert (links) übergeben den Ausbildern Alexander Arent (Mitte, von links) und Nicolai Braszka sowie dem Standortleiter der roda Computer GmbH in Hüllhorst, Marc Rebeschke, die IHK-Urkunde als Erstausbildungsbetrieb.
Umfassende Unterstützung für Ausbildungsbetriebe
Die IHK unterstützt ihren Worten nach neue Ausbildungsbetriebe umfassend, von der ersten Orientierung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung der Ausbildung. Mit der Urkundenübergabe soll diese Leistung gezielt gewürdigt werden. Insgesamt haben 2025 187 von insgesamt 4.065 IHK-Ausbildungsbetrieben in Ostwestfalen erstmals ausgebildet. Dies sei ein starkes Signal für die Bereitschaft der Unternehmen, Verantwortung in der Nachwuchsförderung zu übernehmen.
Die Duale Ausbildung eröffnet jungen Menschen laut IHK vielfältige berufliche Chancen. Darüber hinaus bietet sie attraktive Entwicklungsmöglichkeiten: Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung können im Anschluss zahlreiche strukturierte Aufstiegsfortbildungen absolvieren – beispielsweise die Höhere Berufsbildung zu Fachwirtinnen, Betriebswirten, Industriemeisterinnen oder Technischen Betriebswirten.
Diese Abschlüsse sind öffentlich-rechtlich anerkannt und im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) akademischen Abschlüssen gleichgestellt: Fachwirtinnen oder Meister entsprechen dem Bachelor-Niveau, geprüfte IHK-Betriebswirte und Technische Betriebswirte sogar dem Master-Niveau.
Duale Ausbildung als Türöffner
Entsprechend positiv seien auch die Karriere- und Verdienstperspektiven: Fach- und Führungskräfte mit diesen Qualifikationen übernehmen häufig Leitungsfunktionen, können ins mittlere und obere Management aufsteigen und über Einkommensmöglichkeiten verfügen, die mit denen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen vergleichbar seien. Für einige eröffne sich zudem der Weg in die Selbstständigkeit.
„Die Duale Ausbildung ist ein echter Türöffner, nicht nur für den erfolgreichen Berufseinstieg, sondern auch für langfristige berufliche Entwicklung. Davon profitieren sowohl die Auszubildenden als auch die Unternehmen“, unterstrich Horstkötter-Starke.
