12. März 2026
Erfahrungsaustausch: Kooperationen IHK-Schule-Wirtschaft stärken Region
Wie gelingt wirksame Berufsorientierung und welche Rolle spielen dabei gelungene Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches „Kooperation IHK-Schule-Wirtschaft“, zu dem jetzt Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen und Unternehmen auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in deren Zweigstelle in Paderborn zusammenkamen.
IHK-Geschäftsführer Jürgen Behlke zog in seiner Begrüßung ein positives Zwischenfazit des Projektes: „Seit dessen Beginn im Jahr 2002 haben wir bisher 284 Kooperationen in der Region vermitteln können. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag, um jungen Menschen den Weg in die Berufswelt ein Stück weit zu erleichtern und das Verständnis zwischen Schule und Wirtschaft zu fördern. Und gute Kooperationen stärken Ostwestfalen und dessen Wirtschaft.“
Vernetzung von Schulen und Betrieben
Carolin Striewisch von der Medical School Hamburg beschrieb in ihrem Impulsvortrag den Stellenwert der Vernetzung zwischen Schulen und Betrieben in der beruflichen Orientierung. Dabei wurden auch die Rahmenbedingungen und die Kommunikation zwischen den Kooperationspartnern erörtert und analysiert.
„Nachhaltige Berufsorientierung gelingt dann, wenn Schulen, Unternehmen und regionale Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen. Das Berufswahl-SIEGEL macht diese Zusammenarbeit sichtbar und zeigt, wie junge Menschen durch praxisnahe Einblicke und verlässliche Netzwerke auf ihrem Weg in die Arbeitswelt unterstützt werden“, erläuterte Striewisch, die das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL wissenschaftlich begleitet.
Praxisnahe Einblicke
Die Geling-Faktoren ihrer Zusammenarbeit beleuchteten danach Vertreter der Schulen der Brede in Brakel und deren Kooperationspartner in einer Diskussionsrunde. Demnach bestehen die Kontakte der Schule zur Wirtschaft zum Teil schon seit mehreren Jahren und haben sich bewährt.
Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderem die Connext Communication GmbH in Paderborn, die Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter und die Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG in Brakel. Thomas Plet, Personalreferent bei Connext, erläuterte, warum sich das Unternehmen engagiert: „Mit praxisnahen Einblicken, begleitet durch unsere Auszubildenden und Studierenden, möchten wir unsere Unternehmensatmosphäre erlebbar machen und Interessierten den Zugang zu uns erleichtern, sei es für ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein duales Studium.“
Auch die Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter berichtete positiv über die Zusammenarbeit. Individualkundenberaterin Marina Savas betonte, dass die Kooperation mit den Schulen der Brede für die Sparkasse von großer Bedeutung sei, „da sie jungen Menschen frühzeitig praxisnahe Unterstützung bei ihrer beruflichen Orientierung bietet“. Helene Rutz, ebenfalls in der Sparkasse als Individualkundenberaterin tätig, unterstrich die Bedeutung der regelmäßigen Bewerbungstrainings, die die Sparkasse mit den Schülerinnen und Schülern durchführt. „Damit möchten wir Schülerinnen und Schüler gezielt auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereiten und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt stärken.“
Weitere Informationen zum Projekt
Auch für den Beschlaghersteller Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG ist die Kooperation ein Gewinn: „Wir sind als Unternehmen sehr gern der Wegbegleiter der Schule für die Wirtschaft für junge Menschen“, sagte Matthias Grothe, Bereichsleiter Personal bei FSB. „Dafür bieten wir vom Praktikum bis hin zur Berufsausbildung zahlreiche Brücken und Hilfestellungen an.“
Die IHK unterstützt weiterführende Schulen und ausbildende Unternehmen bei dem Aufbau langfristiger Partnerschaften. Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt Kooperation IHK-Schule-Wirtschaft.
