22. April 2026
IHK zeichnet 38 neue Ausbildungsbetriebe im Kreis Gütersloh aus
Im Kreis Gütersloh haben im vergangenen Jahr 38 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) erstmals ausgebildet.
IHK-Geschäftsführerin Ute Horstkötter-Starke (rechts) und IHK-Ausbildungsberater Burkhard Heinisch (links) übergaben cross media IT-Geschäftsführer Georg Binek (Mitte links) und seinem Auszubildenden Arne Dörfert die IHK-Urkunde Erstausbildungsbetrieb.
Dieses Engagement würdigt die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld mit einer besonderen Auszeichnung: der Urkunde „IHK-anerkannter Ausbildungsbetrieb“. Stellvertretend für alle neuen Ausbildungsbetriebe im Kreis Gütersloh wurde die cross media IT GmbH in Gütersloh während eines Unternehmensbesuchs ausgezeichnet.
„Die Duale Ausbildung ist ein zentraler Baustein zur Sicherung von Fachkräften. Unternehmen, die erstmals ausbilden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Region. Sie investieren nicht nur in ihre eigene Entwicklung, sondern auch in die beruflichen Perspektiven junger Menschen“, betonte dabei Ute Horstkötter-Starke, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung.
Die IHK unterstützt neue Ausbildungsbetriebe umfassend, von der ersten Orientierung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung der Ausbildung. Mit der Urkundenübergabe soll diese Leistung gezielt gewürdigt werden. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 187 von insgesamt 4.065 IHK-Ausbildungsbetrieben in Ostwestfalen erstmals ausgebildet. Dies sei ein starkes Signal für die Bereitschaft der Unternehmen, Verantwortung in der Nachwuchsförderung zu übernehmen.
Die Duale Ausbildung eröffnet laut IHK jungen Menschen vielfältige berufliche Chancen. Darüber hinaus bietet sie attraktive Entwicklungsmöglichkeiten: Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung können im Anschluss zahlreiche strukturierte Aufstiegsfortbildungen absolvieren – beispielsweise die Höhere Berufsbildung zu Fachwirtinnen, Betriebswirten, Industriemeisterinnen oder Technischen Betriebswirten.
Diese Abschlüsse seien öffentlich-rechtlich anerkannt und im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) akademischen Abschlüssen gleichgestellt: Fachwirtinnen oder Meister entsprechen dem Bachelor-Niveau, geprüfte IHK-Betriebswirte und Technische Betriebswirte sogar dem Master-Niveau.
Entsprechend positiv seien auch die Karriere- und Verdienstperspektiven: Fach- und Führungskräfte mit diesen Qualifikationen übernehmen häufig Leitungsfunktionen, könnten ins mittlere und obere Management aufsteigen und über Einkommensmöglichkeiten verfügen, die mit denen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen vergleichbar seien.
Für einige eröffne sich zudem der Weg in die Selbstständigkeit. „Die Duale Ausbildung ist ein echter Türöffner, nicht nur für den erfolgreichen Berufseinstieg, sondern auch für langfristige berufliche Entwicklung. Davon profitieren sowohl die Auszubildenden als auch die Unternehmen“, unterstrich Horstkötter-Starke.
