IHK informiert über Teilqualifikationen – in kleinen Schritten zum Berufsabschluss
Bei einem Themenfrühstück hat die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) gemeinsam mit den Agenturen für Arbeit in Gütersloh und Bielefeld interessierte Unternehmen und Bildungsträger über das Thema Berufsabschluss durch Teilqualifikationen (TQ) informiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, wie Menschen ohne Berufsabschluss Schritt für Schritt zu einem anerkannten Abschluss gelangen können – und wie Unternehmen davon profitieren.
„Die Bedeutung von Teilqualifikationen wächst. Sie wird in der Personalentwicklung strategisch gut aufgestellter Unternehmen künftig nicht mehr wegzudenken sein“, erklärt Ute Horstkötter-Starke, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung. Teilqualifikationen ermöglichen – auch berufsbegleitend – eine schrittweise, praxisnahe Qualifizierung bis zum anerkannten Berufsabschluss. Sie sind aus anerkannten Ausbildungsberufen abgeleitet und in einzelne Qualifizierungsbausteine unterteilt, die flexibel durchlaufen werden können.
„Der Bedarf an Fachkräften übersteigt schon jetzt in vielen Branchen die Verfügbarkeit. Das erschwert die Produktionsbedingungen für die heimische Wirtschaft und trifft Ostwestfalen mit seiner starken Industrie besonders“, sagt Ute Horstkötter-Starke und betont: „Es sind also kreative und flexible Maßnahmen gefragt, um alle vorhandenen Potenziale am Arbeitsmarkt optimal zu nutzen.“ Der Weg der Nachqualifizierung über TQ richtet sich an Menschen, für die eine klassische Berufsausbildung nicht mehr zielführend ist. Dazu zählen beispielsweise Erwachsene über 25 Jahre ohne Berufsabschluss, Personen mit nicht mehr arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen, angelernte Mitarbeitende, Arbeitssuchende oder Zugewanderte.
Informierten über die Möglichkeiten der Teilqualifikationen (von links): Ute Horstkötter-Starke, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung, Sandra Berg (Gütersloh) und Simon Rimmert (Bielefeld) als Vertreter des Arbeitgeberservices der Agenturen für Arbeit sowie Burkhard Heinisch, IHK-Referent Berufliche Bildung.
