26. April 2022
IHK: Ukraine-Krieg belastet Wirtschaft in Ostwestfalen immer stärker
Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) betont, dass der Ukraine-Krieg die Wirtschaft in Ostwestfalen immer stärker belastet. „Die wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion werden für nahezu alle Unternehmen bedeutend sein. Das zeichnet sich angesichts der Kostenexplosion bei den Energiepreisen und stärker einbrechender Lieferketten immer mehr ab“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra-Pigerl-Radtke. Allerdings sei das ganze Ausmaß der Folgen momentan immer noch schwer abzuschätzen.
„Wir beantworten täglich Anfragen besorgter und betroffener Unternehmen etwa zu den Fragen, ob Waren noch nach Russland beziehungsweise in die Ukraine ein- oder aus den beiden Ländern ausgeführt werden können“, erläutert Pigerl-Radtke. Es sei zwar weiterhin erlaubt, Produkte in die Ukraine ein- und auszuführen, in der Praxis sei der Warenverkehr aber aufgrund von Liefer- und Transportschwierigkeiten nahezu zum Erliegen gekommen. Die Ein- und Ausfuhr zahlreicher Produkte nach beziehungsweise von Russland sei aufgrund der EU-Sanktionen verboten. Auch hier kämen die Geschäfte zunehmend zum Erliegen. Das zeige, dass die von der Politik verhängten und von der Wirtschaft mitgetragenen Sanktionen gegen Russland wirkten.
Grundsätzlich unterhalten laut der IHK-Hauptgeschäftsführerin rund 200 Unternehmen aus Ostwestfalen Geschäftsbeziehungen zur Ukraine, 20 mit Produktionsstätten vor Ort. Zudem hätten 350 Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu Russland, 150 davon mit Produktionsstätten vor Ort.
Die IHK hält ihre Unternehmen mit aktuellen Meldungen zum Russland-Ukraine-Krieg auf ihrer Website www.ostwestfalen.ihk.de auf dem Laufenden. Dort befinden sich auch die Kontaktdaten des zuständigen IHK-Teams, das die Unternehmen individuell berät.
