Erfolgsgeschichten aus Ostwestfalen
Arzu Ipek übernimmt Spielzeugladen "Memories"
Arzu Ipeks Herzenswunsch ging am 2. April 2025 in Erfüllung: An diesem Tag übernahm sie das Spielzeuggeschäft „Memories“ in Enger. Ihre Chefin in der Kita Taka-Tuka-Land in Hiddenhausen Nadine Kerber war es, die sie auf die Idee brachte, ihre Leidenschaft für Spielwaren und ihre Freude an der Arbeit mit Kindern auf diese Weise zu verbinden.
„Im Februar hat mir meine Chefin gesagt, dass die Inhaberin des Geschäftes eine Nachfolgerin sucht“, berichtet die heutige Jungunternehmerin. „Und sie meinte auch, dass ich das Potenzial hätte, mich selbstständig zu machen.“
Von der Kita ins eigene Geschäft: Arzu Ipeks Weg zu „Memories“
Manchmal fügt sich eben alles ganz unerwartet: Arzu Ipek arbeitete als Büroassistenz in der Kita Taka-Tuka-Land, als Nadine Kerber sie auf die Lage von „Memories“ ansprach. Die Idee ließ sie nicht mehr los - und die 42-Jährige fasste sich ein Herz, ging in das Spielzeuggeschäft am Kirchplatz 11 und lernte dort die Besitzerin Sabine Jahnke-Wippermann kennen. „Schon beim ersten Besuch spürte ich, wie viel Herzblut in diesem Geschäft steckt. Das ist kein beliebiger Laden, hier werden Kindheitserinnerungen geschaffen, dachte ich mir“. Und Ipek, die für Kinder ebenfalls ein großes Herz hat, konnte sich vorstellen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.
Arzu Ipeks Lieblingsplatz in ihrem Geschäft „Memories“ gefällt auch den Kindern ganz besonders.
Unterstützung bekam sie dabei von der Engeraner Wirtschaftsförderin Anja vor der Brügge-Schütte. Sie lud die neue Geschäftsinhaberin auch zu einem Treffen der örtlichen Kaufmannschaft ein. „Das ist eine tolle Runde, man tauscht sich aus, lernt von deren Erfahrungen und kann eventuelle Kooperationsmöglichkeiten besprechen“, betont die Jung-Unternehmerin.
Spielwaren mit Herz: Tradition bewahren und neue Ideen umsetzen
Eine weitere Unterstützerin ist ihre „Memories“-Vorgängerin Sabine Jahnke-Wippermann, die ihr auch heute noch immer wieder mit einem guten Rat zur Seite steht, berichtet die Mutter zweier Mädchen fünf und sieben Jahre alten Mädchen. „Und meine Töchter Nevin und Melin sind mittlerweile meine besten Ratgeberinnen, wenn es um Spielzeug für kleine Kinder geht“, hebt die gelernte Ingenieurin im Fachbereich Architektur humorvoll und mit ein wenig stolz in der Stimme hervor. Aufgrund der Kinder habe sie nur kurz als Architektin gearbeitet, danach als Büroassistentin in der Kita in Hiddenhausen.
Um das Geschäft in der Innenstadt zu übernehmen, habe sie finanzielle Unterstützung von ihrer Familie erhalten. Auch ihr Ehemann, der anfangs skeptisch wegen ihrer Selbstständigkeit gewesen sei, stehe mittlerweile voll hinter ihr. „Ich freue mich sehr, dass das Spielzeuggeschäft von den Kundinnen und Kunden nach wie vor gut angenommen wird.“ Zwar werfe es noch nicht den großen Gewinn ab, „aber es läuft gut an“.
Der Name „Memories“ blieb ebenso wie viele liebgewonnenen Produkte. Kinder und Eltern können sich weiterhin auf Tonies, Pokémon und besondere Holzspielzeuge freuen. Dabei bietet sie ihre Öffnungszeiten passend für den Familienalltag an, und zwar von mittwochs bis freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr.
Arzu Ipek hat ihre eigenen Pläne zum Teil bereits umgesetzt: Sie erweiterte das Sortiment um Schulbedarf sowie Schreibwaren und legt besonderen Wert auf Geburtstags- und Taufkisten, damit Wunschgeschenke dafür zusammengestellt werden können – ohne, dass Eltern aus Enger und Umgebung weit fahren müssen. „Und selbstverständlich gibt es auch eine Spielecke für Kinder“, sagt Ipek lächelnd. „Memories bleibt ein Ort, an dem Kinder staunen und Erwachsene in Erinnerungen schwelgen können.“
