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Nr. 7063434
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Fokus Region.

„Die Leiche saß im Flur“

Viel los ist im Unternehmen von Torsten Birkholz eigentlich immer. Sein Betrieb, die M&R Filtermedien GmbH, stellt Luftfilter her. Diese kommen weltweit zum Einsatz und haben es sogar bis in die ISS geschafft.
Mitte Oktober 2025 wuselten neben den Angestellten von M&R Filtermedien aber noch einmal rund 30 weitere Personen auf dem Gelände in Wandlitz umher: Kameraleute, Kostüm- und Maskenbildnerinnen, Licht- und Tontechniker, ein Regisseur mit seiner Regieassistentin sowie Schauspieler. Denn das Unternehmen von Familie Birkholz diente als Filmkulisse.
„Ich habe für die geplante Episode von SOKO Wismar gezielt nach einer Filterfirma gesucht und rund um Berlin insgesamt sechs Betriebe angeschrieben. Nur zwei haben überhaupt reagiert. Eine davon, die M&R Filtermedien GmbH, zeigte sich direkt offen“, sagt der Szenenbildner Uli Passauer. Es sei eine Herausforderung, Drehorte zu finden. „Wir greifen durch einen Dreh in den laufenden Betrieb ein, behindern zum Teil den Produktionsbetrieb. Torsten Birkholz und seine Firma waren ein richtiger Glücksfall“, ergänzt er.
Das Filmteam benötigte ein mittelständisches Unternehmen, das weltweit tätig ist, über einen freistehenden Firmensitz verfügt und zudem ausreichend Platz für den kompletten Fuhrpark bietet, der für die Dreharbeiten benötigt wird. All das bot M&R Filtermedien und am Drehtag stellte Chef Torsten Birkholz sogar noch sein Auto für Filmszenen zur Verfügung. Zwei Tage lang filmte die Filmcrew in Wandlitz und funktionierte währenddessen wie ein riesiges Uhrenwerk.

Jede und jeder wusste, was zu tun ist, und über die vielen Funkgeräte wurden stets Informationen ausgetauscht. Neben vielen Außenaufnahmen wurde auch im Inneren des Unternehmens gefilmt. Dafür wurden teilweise Büros geräumt. Die „Leiche“ lag am Ende sogar im Büro von Torsten Birkholz.
Für die Mitarbeiter von M&R Filtermedien waren es spannende Eindrücke. „Einmal saß die Leiche – auf ihren Dreheinsatz wartend – im Flur“, erzählt Personalerin Grit Tronnier.
Torsten Birkholz ist sich sicher: „Die Mitarbeiter haben noch auf Jahre was zu erzählen.“ Daher war er auch von Anfang an von der Anfrage begeistert und hätte niemals nein gesagt. Wichtig war dem Firmenchef lediglich, dass die Produktion nicht stillsteht. Aber dank guter Planung ließ sich alles ohne größere Störung umsetzen.
Und marketingtechnisch hat es dem Unternehmen auch nicht geschadet: „Mich haben so viele Menschen angesprochen, was bei uns los ist. Wir haben richtig für Aufsehen gesorgt. Selbst einige Kunden wollten unbedingt wissen, wann der Sendetermin stattfindet, und neue Fans hat die SOKO Wismar auch bekommen“, sagt Birkholz mit einem Grinsen. Info: Der Krimi ist in der ZDF Mediathek abrufbar.
FORUM/Katharina Wieske
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