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Recycling braucht Raum und Struktur
Die van der Ahe Tiefbau - und Sandgruben GmbH setzt auf ein Thema, das für die Bauwirtschaft immer wichtiger wird: Sortenreine Baustoffe und deren Wiederverwertung. Auf dem Betriebsgelände in Haselünne zeigt sich schon heute, wie das in der Praxis aussehen kann – strukturiert, übersichtlich und mit klar getrennten Materialströmen.
HASELÜNNE | Was früher häufig als Abfall galt, wird heute zunehmend zum Rohstoff: Betonreste, Ziegel oder Bodenaushub lassen sich aufbereiten und etwa im Straßen- oder Wegebau wieder einsetzen. Voraussetzung ist allerdings eine konsequente Trennung und hochwertige Aufbereitung der Materialien.
Genau darauf hat sich Geschäftsführer Norbert van der Ahe spezialisiert. Mit rund 18 Mitarbeitenden bereitet das 2005 gegründete Unternehmen Bauschutt auf dem eigenen 45 000 qm großen Betriebsgelände auf und führt Wertstoffe dem Kreislauf zurück. „Ordnung und klare Strukturen sowie die getrennte Lagerung der Materialien bilden die Grundlage für die hohe Qualität unserer Recyclingbaustoffe“, sagt van der Ahe. Um diese Prozesse weiter zu optimieren, braucht es daher mehr Platz.
Unternehmenserweiterung: Das Foto zeigt die aktuelle Betriebsfläche mit Lagerplatz (mittig) und der Erweiterungsfläche (linker Bildrand).
Den konnte das Unternehmen inzwischen durch den Zukauf angrenzender, bisher landwirtschaftlich genutzter Grundstücksflächen, hinzugewinnen. Nach Abschluss der bauleitplanerischen Verfahren sollen die zusätzlichen 40 000 qm künftig für den Recyclingbetrieb genutzt werden. Ziel ist es, Abläufe zu entzerren, Materialien noch präziser zu sortieren und die Wiederverwertung weiter zu verbessern. „Dadurch können wir die Wiederverwertungsquote erheblich steigern und zugleich Transport- und Entsorgungskosten reduzieren“, so der Unternehmer.
Mit der seit 2023 geltenden Ersatzbaustoffverordnung gibt es bundesweit klarere Vorgaben für den Einsatz von Recyclingmaterialien. Für Betriebe wie den in Haselünne bestätigt sich damit ein Weg, der schon vor Jahren eingeschlagen wurde: Durch die frühzeitig aufgebaute Struktur und die zusätzliche Fläche verfügt das Unternehmen heute über eine starke Ausgangsposition.
Kontakt
Ann-Christin Langenhorst
Standortentwicklung, Innovation und Energie
Beraterin für Umwelt und Bauleitplanung