Wirtschaftsspiegel
Nr. 7081406
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Unternehmen & Märkte

Shopware stellt neue KI-Produkte vor

Shopware richtet seine Plattform stärker auf den KI-getriebenen Handel aus. Beim Shopware Community Day 2026 in Köln stellte das Unternehmen aus Schöppingen mehrere neue Produkte vor. Mehr als 1.700 Händler, Partner und Entwickler kamen zu der Veranstaltung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Händler in einer Welt bestehen, in der KI-Systeme Produkte suchen, vergleichen und künftig auch Kaufentscheidungen vorbereiten. Shopware sieht dabei vor allem den Kontext als entscheidenden Faktor: Daten, Geschäftslogik, Prozesse und Kundenerlebnisse sollen stärker zusammenlaufen.
Co-CEO Sebastian Hamann brachte die Herausforderung in der Keynote auf den Punkt: „Wenn Maschinen anfangen zu kaufen, was macht Händler dann noch interessant?“ Für automatisierte Kaufsysteme müssten Händler technisch anschlussfähig bleiben. Für Menschen zählten dagegen Vertrauen, Marke und Erlebnis.
Shopware stellte vier neue Bausteine vor. Shopware Nexus soll Daten aus Systemen wie ERP, CRM oder PIM zusammenführen. Shopware Copilot soll auf dieser Grundlage Analysen, Empfehlungen und Aktionen ermöglichen. Shopware Payments ergänzt die Plattform um eine native Zahlungslösung, die zunächst in Deutschland und Österreich verfügbar ist. Mit dem Experience Studio zeigte Shopware zudem eine Forschungsvorschau für KI-gestützte Storefronts und Einkaufserlebnisse.
Technisch baut Shopware seine Plattform dafür weiter aus. Nach Unternehmensangaben sind nun alle Aktionen innerhalb der Plattform für KI-Tools und sogenannte Agents zugänglich. Zugleich verweist Shopware auf schnellere Antwortzeiten und kürzere Deployment-Zyklen in seiner PaaS-Umgebung.
Für Händler geht es damit um mehr als neue Softwarefunktionen. Wer im Onlinehandel wachsen will, muss Daten besser nutzen, Prozesse automatisieren und zugleich die Kontrolle über Geschäftslogik, Kundendaten und Markenauftritt behalten. Shopware positioniert sich dafür als offene Commerce-Infrastruktur.
„Shopwares Rolle ist es, Händlern zu helfen, in diesem Übergang frühzeitig zu handeln, die Kontrolle zu behalten und Unsicherheit in Chancen zu verwandeln, und zwar gemeinsam mit der Community, die die Plattform schon immer geprägt hat“, sagte Hamann.