Demcon: Tor zum Markt

Demcon agiert mit einem dualen Geschäftsmodell.
Einerseits forscht und produziert das Unternehmen als Dienstleister, andererseits bietet es eigene Produkte an. „Mit dieser Kombination können wir intern Innovationen vorantreiben und zugleich die Zusammenarbeit mit Start-ups und unseren Kunden fördern“, erklärt Jannink.
Als Dienstleister bietet Demcon End-to-End-MedTech-Lösungen an, die vom ersten Konzept bis zur Zulassung des serienreifen Produktes reichen. Zum Portfolio zählen unter anderem tragbare Geräte, Intensivpflegesysteme sowie Diagnostik- und Behandlungssysteme.

Deutsch-niederländische Kooperation

Ein Kooperationsprojekt beispielsweise ist der SCINUS-Bioreaktor, den Demcon mit Scinus Cell Expansion entwickelt hat. „Diese Innovation senkt die Kosten der Zellkultivierung erheblich und macht Behandlungen und Forschung zugänglicher“, erklärt Jannink. Bei diesem Projekt war auch Expertise aus Münster gefragt.
Demcon, dessen Wurzeln in der Universität Twente liegen, hatte hier 2018 Systec übernommen. „Die Standorte Enschede, Münster und das umliegende Grenzgebiet bieten, neben der räumlichen Nähe, eine Vielzahl von Vorzügen“, erklärt der Demcon-Vizepräsident die Entscheidung, So seien die Universität Twente in Enschede und die Universität Münster für die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte bekannt.

Mut plus Präzision

Dazu komme die erstklassige medizinische Versorgung und die renommierte Forschungsarbeit am Universitätsklinikum Münster. Niederländischer Mut zu unkonventionellen Ansätzen plus deutsche Gründlichkeit und Präzision: Die Kombination der Stärken beider Länder fördert die Innovationskraft, Marktreichweite und Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen, ist Jannink überzeugt.