Flutkatastrophe

Aufbauhilfe 2021

Das Bundeskabinett hat weitere Mittel für den langfristigen Wiederaufbau der vom Hochwasser betroffenen Regionen beschlossen. Nach den Soforthilfen für die Flutopfer werden jetzt im Rahmen des nationalen Solidaritätsfonds „Aufbauhilfe 2021“ bis zu 30 Milliarden Euro bereitgestellt. Seit dem 17. September 2021 können Unternehmen in NRW Mittel aus der „Aufbauhilfe 2021“ beantragen.

Hochwasserhilfe: Unternehmen können seit dem 17. September Anträge stellen

  • Vom Starkregen und den Überflutungen im Juli wurden auch Unternehmen in den Städten Bottrop, Münster, Recklinghausen und Steinfurt getroffen. Diese Städte gehören deshalb zum Fördergebiet der neuen Förderrichtlinie Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen, die am 13. September in Düsseldorf vorgestellt wurde. Darauf macht die IHK Nord Westfalen aufmerksam.
  • Als Schadenszeitraum wird der Monat Juli 2021 in den betroffenen Ländern definiert. Die Rechtsverordnung definiert, welche Schäden im Einzelnen im Zusammenhang mit Starkregen und Hochwasser als Schaden unter den Fonds „Aufbauhilfe 2021“ fallen.
  • Die Rechtsverordnung sieht eine umfangreiche Entschädigung der im Zusammenhang mit Starkregen und Hochwasser entstandenen Schäden vor.
  • Betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und sonstigen Einrichtungen werden Entschädigungen in Höhe von bis zu 80 Prozent des Schadens gewährt. Hinzu kommen Leistungen Dritter, zum Beispiel aus Versicherungen oder auch der gewährten Soforthilfe bis zu maximal 100 Prozent des ermittelten Schadens. Darüber hinausgehende Leistungen Dritter oder der Soforthilfe sind bei den Hilfen des Fonds anzurechnen.
  • Für begründete Härtefälle kann eine Einzelfallregelung getroffen werden und damit bis zu 100 Prozent des Schadens durch den Fonds „Aufbauhilfe 2021“ ausgeglichen werden.
  • Für Maßnahmen zur Wiederherstellung der Infrastruktur können unter Beachtung des Wirtschaftsplans und der jeweiligen Programme Hilfen in Höhe von bis zu 100 Prozent des entstandenen Schadens gewährt werden.
Wenn Ihr Unternehmen im Fördergebiet (Bottrop, Münster, Recklinghausen und Steinfurt) liegt, durch die Unwetterereignisse vom 14./15. Juli 2021 betroffen und der Schaden nicht etwa durch Versicherungen gedeckt ist, dann sollten Sie
  1. die Schäden (Sachschäden, Reparaturkosten, Einkommensausfälle) durch einen Sachverständigen feststellen lassen.
  2. das Antragsformular der NRW-Bank ausfüllen (verfügbar seit 17. September).
  3. der IHK Nord Westfalen zur Feststellung der Unternehmensidentität und zur Plausibilitätsprüfung zusenden.
  4. den von der IHK Nord Westfalen gesichteten Antrag bei der NRW.BANK einreichen.

Webinar Aufbauhilfen für Unternehmen

Das Webinar für die IHKs in NRW informiert über den aktuellen Stand der Aufbauhilfen und das Antragsverfahren für Unternehmen. “Förderung konkret” beginnt bei 3:30, “Aufbauhilfen” bei 7:00 und der Prozessablauf ist ab Minute 22:50 Thema.

Weiterführende Links

Hier finden Sie Hinweise und Links, die Ihnen bei dem Vorgang helfen werden:
Stand: 28. Februar 2022