25. Juli 2022

Neue Azubis im Betrieb willkommen heißen

Ausbildungsstart: Fünf IHK-Tipps für Unternehmen
Münsterland/Emscher-Lippe-Region. – Viele junge Menschen starten in den nächsten Wochen in ihre betriebliche Ausbildung. Damit das sogenannte „Onboarding“, also die Integration und Einarbeitung der neuen Azubis gelingt und sie nicht kurzerhand wieder abspringen, hat die IHK Nord Westfalen fünf Tipps für Unternehmen:
© IHK Nord Westfalen
Willkommensatmosphäre schaffen! Der erste Arbeitstag im Betrieb ist für viele Azubis mit Nervosität und Stress verbunden. Unternehmen können Ängste nehmen, indem sie den neuen Azubi mit einem eingerichteten Arbeitsplatz und vorbereiteten Materialien willkommen heißen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen. Wichtig ist laut IHK hierbei, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die neuen Azubis informiert und ihnen offen gegenüber sind. Eine erste Kennenlernrunde kann durch ein gemeinsames Frühstück erfolgen. 
Verantwortung übertragen! Damit Azubis sich als wichtiger Bestandteil eines Unternehmens fühlen und an den Unternehmenszielen mitwirken können, sollten Unternehmen ihnen verantwortungsvolle Aufgaben und Projekte geben – zum Beispiel die Erstellung und Pflege eines Unternehmens-Kanal auf Instagram. Azubis tragen auf diesem Wege aktiv zum Nachwuchs-Recruiting bei. 
Azubis integrieren! Betriebsausflüge und Unternehmungen stärken das Teambuilding und die Identifikation mit den Werten und Zielen eines Unternehmens. Das motiviert und gibt Jugendlichen das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. 
Azubis fachlich fitmachen! Viele Azubis haben beispielsweise Berührungsängste im Umgang mit Kundschaft. In Kommunikationstrainings können Unternehmen ihren Azubis zeigen, wie sie sich im geschäftlichen Umfeld verhalten sollten, Kundentelefonate führen oder E-Mails schreiben. Hierbei empfiehlt die IHK, ältere Azubis miteinzubinden. Diese wissen am besten, was die Neulinge während ihrer Ausbildung erwartet und haben dadurch einen besonderen Zugang zu ihnen.
Perspektiven aufzeigen! Unternehmen sollten ihren Azubis bereits während der Ausbildung Möglichkeiten aufzeigen, wie es nach der Ausbildung weitergehen kann. Dazu gehört auch die höhere Berufsbildung, die mehr als 80 Abschlüsse bietet: Beispielsweise die Weiterbildung zur Fachwirtin oder zum Industriemeister, die ganz offiziell beide auf Bachelor-Niveau sind. Damit bringen Unternehmen ihren Azubis Wertschätzung entgegen und geben ihnen ein Gefühl von Sicherheit.
„Onboarding-Maßnahmen werden für Unternehmen immer wichtiger,“ berichtet Sabine Mayer, IHK-Abteilungsleiterin für Fachkräftesicherung. Sie empfiehlt, schon vor dem Ausbildungsstart damit zu beginnen. „Denn in den Wochen zwischen Vertragsunterzeichnung und Ausbildungsstart springt erfahrungsgemäß mancher Jugendlicher ab“, so Mayer. Ihr Tipp: Mit einer festen Ansprechperson im Unternehmen, die bereits vor Ausbildungsstart für Fragen zur Verfügung steht, oder Einladungen zu Team-Events können angehende Azubis schon frühzeitig ans Unternehmen gebunden und für den Ausbildungsstart motiviert werden. 
IHK-Ansprechpartner: Simon Wehrmeister, Tel.: 0209 388 538, simon.wehrmeister@ihk-nordwestfalen.de