INNOVATIONSNACHRICHTEN UND AKTUELLES

Erstes KI-Forum Nord­schwarz­wald: KI-Praxis, Aus­tausch und neue Per­spektiven

Wie können Unternehmen Künstliche Intelligenz sinnvoll in der Praxis einsetzen?
Knapp 100 Unternehmer:innen, Fach- und Führungskräfte beschäftigten sich beim ersten KI-Forum Nordschwarzwald am 13. Oktober 2026 im IHK-Bildungszentrum Nagold mit dieser Frage.
Fünf Fachbeiträge boten Einblicke in aktuelle KI-Entwicklungen, Strategie und Organisation, konkrete KI-Werkzeuge, KI-Agenten und Microsoft Copilot. Ergänzt wurde das Programm durch eine Podiumsdiskussion, Informations- und Beratungsangebote sowie viel Raum für Austausch und Networking.

Bildergalerie

KI 2026: Was für den Mittelstand wirklich zählt

Den fachlichen Auftakt übernahm Philipp Bauknecht von medialesson GmbH. In seiner Keynote „KI 2026: Hype, Realität und was für den Mittelstand zählt“ ordnete er den aktuellen Stand der Künstlichen Intelligenz aus unterschiedlichen Perspektiven ein.
Anhand zahlreicher Daten und Statistiken zeigte er auf, welche Entwicklungen und Trends für mittelständische Unternehmen relevant sind. Damit bildete der Beitrag den Rahmen für die weiteren Programmpunkte, in denen einzelne Aspekte des KI-Einsatzes anschließend vertieft wurden.

KI-Strategie: Menschen und Organisation mitnehmen

Steve Sudy von Leading Passion GmbH richtete den Blick auf eine Seite der KI-Transformation, die über die reine Technologie hinausgeht. Unter dem Titel „KI-Strategie: Menschen mitnehmen, Organisation fit machen“ standen organisatorische Voraussetzungen und die Einbindung der Mitarbeitenden im Mittelpunkt.
Dass Veränderung nicht allein auf der Bühne diskutiert werden muss, zeigte sich auch während des Vortrags: In einer interaktiven Sequenz tauschten sich die Teilnehmenden direkt untereinander aus und brachten eigene Perspektiven und Erfahrungen ein.

KI-Werkzeuge praktisch erleben

Wie vielseitig Künstliche Intelligenz bereits heute im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann, zeigte Stefan Ritscher von hadi community GmbH.
Im „KI-Werkzeugkasten live: Bild, Video, Automatisierung“ standen konkrete Einsatzmöglichkeiten und praktische Anwendungen im Mittelpunkt. Damit rückte die Frage in den Fokus, wie Unternehmen KI-Werkzeuge nicht nur kennenlernen, sondern für konkrete Aufgaben und Prozesse nutzbar machen können.

Vom Prompt zum eigenen KI-Agenten

Einen Schritt weiter ging Patrick Sager von ProzessX eGbR mit seinem Beitrag „Vom Prompt zum Mitarbeiter: Den ersten KI-Agenten bauen“.
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung von einzelnen KI-Anwendungen hin zu strukturierten Abläufen und Agenten. Dabei wurde deutlich, dass nicht allein das Sprachmodell entscheidend ist: Auch klar definierte Aufgaben, wiederholbare Abläufe, verfügbare Werkzeuge und Regeln bilden wichtige Bausteine für einen KI-Agenten im Unternehmenskontext.

Microsoft Copilot aus der Unternehmenspraxis

Den konkreten Blick in die betriebliche Umsetzung brachte Andreas Waidelich, Chief Process and Information Officer bei der Häfele SE & Co KG, ein.
Sein Praxisbericht zeigte Erfahrungen aus der Einführung von Microsoft Copilot in einem international tätigen Unternehmen mit mehr als 8.000 Mitarbeitenden. Damit ergänzte der Vortrag die technologischen und strategischen Betrachtungen des Nachmittags um Erfahrungen aus einem konkreten Einführungsprozess.

Fragen aus der Praxis im Mittelpunkt

Wie groß der Gesprächsbedarf rund um Künstliche Intelligenz ist, zeigte sich auch in der abschließenden Podiumsdiskussion. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum wurden aufgegriffen und gemeinsam mit den Referenten diskutiert. Die verschiedenen Perspektiven des Nachmittags kamen hier noch einmal zusammen: von strategischen Entscheidungen und der Einbindung von Mitarbeitenden bis zur praktischen Anwendung neuer KI-Werkzeuge.

Weiterbildungsangebote und weitere Informationen zum Bereich KI